Schon wieder ein Monat rum, schon wieder ein Anlass zum bloggen. Wie in den meisten Monaten ist der Anlass diese von Frau Brüllen vor einem Internet-Jahrtausend ins Leben gerufene Aktion: Wir verbloggen immer am fünften eines Monats, was wir so über Tag gemacht haben. Los geht’s.
Wie so oft steht auch heute Morgen Frl. Hund gegen 6.00 Uhr vor dem Bett. Bisschen kraulen, währenddessen auf dem Handy herumdrücken, um klar zu kommen. Im Bad diesen Altbau von Körper halbwegs sanieren und rein in die Klamotten zur Hunderunde. Die ist heute ausgesprochen ereignislos. An der Fußgängerampel kommt kein Auto, wir treffen niemanden, noch nicht mal der sonst so übermotivierte Hahn in der Nachbarschaft macht Alarm. Und der fängt sonst spätestens um 4.30 Uhr an, ich weiß das zufällig.
Zum Frühstück gibt es bei mir schon seit einer ganzen Weile zwei Spiegeleier auf Käsebrot. Das ist der verzweifelte Versuch gegen diese eierlegenden Eierlegenden im Garten anzuarbeiten: Gestern habe ich sage und schreibe fünf Eier eingesammelt. Eigentlich legen unsere Hühner alle zwei Tage je eines. In unserer Herde legen vier Hühner an den geraden Tagen jeweils ein Ei und drei je eines an den ungeraden. Es scheint also, als hätte eines der Hühner gestern zwei Eier gelegt oder eines ist auf tägliche Produktion umgestiegen, wer weiß das schon?
Wegen akuter Unlust und weil es auch noch arg früh ist, knipse ich eine weitere Episode „Supernatural“ an. Die Serie habe ich im Fernsehen immer umschifft, jetzt binge ich sie planmäßig durch und habe heute Morgen Staffel zehn angefangen. Anderthalb Episoden später steht die Herzdame im Raum, ausgehfein und felsenfest überzeugt, dass sie gleich los müsse. Muss sie auch, aber eine Stunde später, als sie dachte. Ich kann also noch kurz in den Supermarkt und ein paar Erledigungen machen.
Danach widme ich mich einem dieser hausgemachten Probleme: Ich habe meine Nextcloud endlich mal zu Hetzner umgezogen, weil man die dort „managed“ buchen kann, sich also nicht um die technische Seite des Betriebs kümmern muss. Außerdem gibt es sehr viel Speicherplatz für lächerlich wenig Geld. (Ich sage das aus ernsthaftem Erstaunen, nicht aus Werbezwecken.) Nun hatte ich aber kurz nach dem Umzug mittelschwere Probleme mit der Synchronisation von Dateien, Kalendereinträgen und Aufgaben auf dem Smartphone und bekam es einfach nicht hin. Wie immer gilt auch hier: Kaum macht man es richtig, schon funktioniert es.
Nun folgt halt das übliche Aufräumen in solchen Projekten, die von „Erstmal machen, ordentlich wird es später“ unweigerlich zu „historisch gewachsenes Chaos“ mutieren. Müsste man mal machen; ich schreibe es auf eine To Do-Liste in der Kategorie „Lange Bank“. Nachdem nun Desktop, Notebook und Smartphone korrekt synchronisieren, stehen der Blick auf das Regenradar und das Timing für die nächste Hunderunde an. Außerdem knurrt langsam der Magen, auch da müsste ich demnächst Abhilfe schaffen – das aufmerksame Publikum ahnt: Ich tippe diese Zeilen in der Mittagszeit.
Die Regenpause ist kurz, wird aber sinnvoll genutzt. Zum Mittag gibt Müsli mit Sojajoghurt und etwas Stremellachs. Für einen Mittagsschlaf bleibt wenig Zeit, denn heute ist Hochzeit: Die Herzdame steht im Talar vorne, ich finde mich zum Gottesdienst in einer der hinteren Reihen ein. Nach dem Gottesdienst haben wir dann wirklich noch Pause, bevor wir abends zur Party eingeladen sind.
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