JSFP534: Komma klar, KI!

Staubsaugerroboter, die auf Meth nicht wischen und dumme Fragen an eine nach Gras riechende KI stellen.

Die Dauer der Episode 0:10:30Diese Episode erschien am 15. Februar 2026 um 7:57Downloads 406 Downloads

 
Ich habe gerade viel Arbeit auf dem Teller und die führte mich unter anderem zu einer Marihuana-Plantage. Anschließend roch ich doch sehr nach Gras und ich frage mich, was wohl in einer Polizeikontrolle passiert wäre: Hätten die mir diese Geschichte geglaubt? Jonathan Frakes fängt dabei an, dämlich zu grinsen. Außerdem war Poetry Slam, Saugfried muss in die Werkstatt und ich unterhalte mich mit einer KI über Autowäsche, weils halt lustig ist.

Diese Episode hat 8 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 18 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

Jörn
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 534.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Viel war nicht zu erzählen diese Woche. Es war eine dieser Wochen,
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die voraussichtlich ungefähr zehn Tage hat.
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Ja, ich arbeite das Wochenende durch, deswegen habe ich auch relativ wenig Zeit
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gerade für die Aufnahme.
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Aber ein paar Sachen müssen auf jeden Fall an die virtuelle frische Luft aus
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meinem Kopf raus.
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Punkt 1, Arbeit. Ich hatte unter anderem diese Woche einen Termin in einer Marihuana-Plantage
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für einen Beitrag, der am Dienstag in zwei Formen auf unterschiedlichen Sendeplätzen laufen wird.
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Die Cannabis-Social-Clubs haben ein bisschen das Problem, dass sie zu wenig
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Mitglieder haben und zu große Konkurrenz aus dem Versandapotheken-Bereich und darüber mache ich was.
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Das war ganz spannend. Ich hatte dann die Anbau, wie sagt man denn?
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Anbaufläche? die Anbauhalle?
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Also auf jeden Fall habe ich einen Social Club auf ihrer Farm besucht,
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ein ehemaliger Munitionsbunker auf einem Militärflughafen, der nicht mehr genutzt wird.
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Und das war alles ganz spannend zu sehen tatsächlich, weil mir gar nicht klar
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war, wie man Marihuana anbaut.
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Einerseits und andererseits, wenn es einfach entspannte Leute sind,
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liegt vielleicht auch irgendwie nahe.
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Aber was ich spannend fand, das eine war, dass ich schon ungefähr 150 Meter
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vor dem Bunker wusste, dass ich da bin, weil so ein sehr charakteristischer
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Geruch durch die Lüftungsanlage des Autos reinzog.
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Ja, irgendwie Interview gemacht, dies, das und nach Hause gefahren.
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Und wir hatten für den Abend noch Karten für den Kieler Poetry Slam,
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komme ich auch gleich noch zu.
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Und das war vom Timing her dann so, dass ich, also ich weiß gar nicht,
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17.30 Uhr ungefähr war ich zu Hause und wir hatten dann vorher schon besprochen,
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dass wir dann sofort losfahren.
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Ich musste auch nicht mehr irgendwie groß nochmal rein ins Haus,
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denn man fährt ja einen Moment nach Kiel von hier aus und dann wollten wir den
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Hund auch noch zu den Schwiegereltern bringen,
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dass die beaufsichtigt ist und dann noch dahin gehen und rechtzeitig da sein, hin und her.
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Auf jeden Fall bin ich gar nicht groß ausgestiegen und die Ladies sind ins Auto
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reingekommen und die Herzdame sagte: "Alter, das riecht denn hier nach Gras."
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Also ich muss wohl eine ganze Wolke mitgebracht haben.
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Ja, also mir war es gar nicht so doll aufgefallen, aber sie sagte,
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es war schon ganz schön übel, als sie eingestiegen ist.
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Und ich habe dann so überlegt, was passiert denn, wenn ich jetzt in eine Kontrolle
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gerate oder geraten wäre, wenn mich jemand angehalten hätte, warum auch immer.
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Hätte ja sein können, verdachtsunabhängige Verkehrskontrolle, weiß der Schinder.
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Und dann machst du das Fenster runter und da kommt dann jemand ans Auto und
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sagt: "Guten Tag, können Sie mal bitte aussteigen?"
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Gar nicht mal von der Situation her.
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Das ist ja vollkommen klar, du machst das Fenster auf, es stinkt nach Gras.
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Natürlich läuft dann irgendein Protokoll seitens der Polizei ab,
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um abzuklären, warum riecht das da nach Gras, was ist mit dem Typen los, ist der fahrtauglich?
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Das ist ja vollkommen logisch. Aber ich würde natürlich erklären wollen,
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ich hätte den Impuls dazu, zu erklären, warum das nach Gras riecht.
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Und das stelle ich mir ganz spannend vor.
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Ja gut, ich hätte ja im Zweifelsfall das Aufnahmegerät gehabt und auch einen Kopfhörer.
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Ich hätte ihm das Material vorspielen können.
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Aber wahrscheinlich, so wie ich jetzt, also wenn ich jetzt Polizist wäre,
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würde ich auf so eine hanebüchene Geschichte wie, sorry, ich bin Journalist,
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ich mache gerade einen Beitrag über Cannabis-Anbau in Schleswig-Holstein und
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ich war in einer Plantage, deswegen riecht es vielleicht ein bisschen danach,
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würde ich jetzt vielleicht nicht sofort als möglichen Grund annehmen.
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Abends hatte ich ja gesagt, wir waren beim Kieler Poetry Slam,
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hatte erst einmal im Monat im Kulturforum in Kiel und es waren sehr starke Texte
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dabei, die wahnsinnig viel Spaß gemacht haben.
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Ein paar bekannte Leute, die man so aus der Kieler Slam Szene kennt,
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als ob ich jetzt jemanden der Kieler Slam Szene kennen würde,
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aber Björn Katsur zum Beispiel ist ja wirklich ein Urgestein und der hat einen
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Text gemacht über einen finnischen Soldaten,
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der in einer Sabotageeinheit war und.
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Den Anschluss an seine Gruppe verloren hat und also tagelang unterwegs war,
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bis er irgendwann ein Lager gefunden hat.
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Und dann hat er erst im Lager gesehen, dass das der Feind ist, die Russen.
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Und ist dann auf seinen Skiern einfach durchs Lager durchgefahren,
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konnte den so entkommen.
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Er hatte keine Munition mehr, weil seine Kameraden ihm die abgenommen haben
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und hin und her. Diese Geschichte erzählt es sehr eindrücklich und man fragt
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sich dann immer, okay, es ist Björn Katsur, es muss jetzt noch irgendeine absurde Wendung kommen.
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Und dann sagt er: "ja, und der Grund dafür, Meth."
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Offenbar hatten die Aufputschmittel dabei und er hat an einem Tag wohl die Tagesdosis
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von fünf Tagen versehentlich zu sich genommen.
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Deswegen hat er einerseits tagelang durchgehalten und hat das überlebt.
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Und andererseits war das der Grund, warum seine Kameraden ihm die Munition abgenommen
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haben, weil die sagten, das könnte jetzt ein bisschen hakelig werden.
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Ich kriege es nicht mehr zusammen. Ich konnte mir den Namen auch nicht merken von diesem Menschen.
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Ich hätte das gerne verlinkt, denn das ist garantiert irgendwo sehr gut dokumentiert.
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Vielleicht finde ich das durch Zufall. Dann kommt es noch in die Shownotes.
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Also es war einerseits brillant komisch von einigen Vortragenden,
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andererseits wirklich hochemotional wo jemand einen Text über seine Oma gemacht
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hat, dass er acht war, als sie gestorben ist und sich nicht von ihr verabschieden
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konnte und es war vollkommen irre,
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was für ein Spektrum das war und wir hatten neben dem Gasttenie auch noch eine
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Freundin von ihr mit dabei und die war komplett hooked.
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Poetry Slam voll ihr Ding auf einmal, findet sie richtig gut.
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Gerade weil es eben auch so eine emotionale Achterbahnfahrt war.
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Und dann kommen wir in die Welt der Maschinen. Das eine ist der Saugfried,
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unser Staubsaugerroboter.
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Mit dem habe ich ja nun schon einigen Kram durch und jetzt ist mir aufgefallen,
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vor einiger Zeit, dass der zwar, wenn er wischen soll, wischt,
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aber dass der Boden so verdächtig trocken ist.
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Stellt sich raus, es kommt kein Wasser mehr aus dem Frischwassertank im Roboter an,
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oder auch, also man kann das, da wo der so reinfährt, diese Fläche,
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wo die Bürsten, die Wischpads gereinigt werden, die kann man halt gewissermaßen
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unter Wasser setzen, um diesen Bereich zu säubern und da kommt auch nichts mehr an.
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Das habe ich in einem länglichen Hin und Her mit dem Support dann geschildert
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und denen auch im Video klar gemacht,
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wie sich das Problem darstellt, dann haben die gesagt, ja, da können Sie nicht
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viel tun, da müssen Sie den zu einem unserer lokalen Reparaturcenter einschicken.
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Wir schicken Ihnen eine Versandmarke, Sie müssen das Ding nur verpacken,
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am besten in der Originalverpackung.
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Ich frage mich dann in solchen Fällen immer, was denken die Leute denn eigentlich?
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Der Karton war riesig, in dem das Ding kam.
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Natürlich habe ich den sofort entsorgt. Sowas stelle ich mir doch hier nicht
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irgendwo in die Ecke für den Fall der Fälle.
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Das ist ein Quatsch. Also ich bin jetzt im Wesentlichen damit beschäftigt,
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einen Karton zu finden, der ähnlich groß ist, wo ich dieses Ding also drin verpacken kann.
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Ich halte euch auf dem Laufenden, was da los ist. Und ansonsten gibt es eine
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wunderbare Geschichte, die ich jetzt bei Social Media gelesen habe.
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Und zwar, wenn man sowieso ständig mit einem Sprachmodell chattet,
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dass man dann ja mal fragen könnte, ich muss mein Auto waschen und die Waschanlage
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ist ungefähr 100 Meter von meinem Zuhause entfernt.
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Soll ich da besser hinfahren oder wäre es schlauer zu laufen?
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So, ich kann schon mal sagen, das Ergebnis ist absolut großartig.
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Sensationelle Unterhaltung. Ich werde das jetzt hier anhängen.
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Einer künstlich generierten Stimme, dass wir das sozusagen nachspielen.
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Und wer das nicht mag, der kann das einfach jetzt überspringen.
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Ich mache da eine extra Kapitelmarke zu und komme dann direkt zum Ende dieses Podcasts.
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Also ich frage, ich muss mein Auto waschen und die Waschanlage ist ungefähr
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100 Meter von meinem Zuhause entfernt. Soll ich da besser laufen oder das Auto nehmen?
Einspieler
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Das ist eine lustige Frage, Jörn. Wenn die Waschanlage nur 100 Meter entfernt
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ist, würde ich dir empfehlen, einfach zu laufen. Hier sind ein paar Gründe.
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Umweltfreundlich, du sparst dir den kurzen Weg mit dem Auto und vermeidest unnötige Emissionen.
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Bewegung, ein kleiner Spaziergang ist immer gut für die Gesundheit.
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Praktisch, wenn du mit dem Auto fährst, wird es auf dem Weg zur Waschanlage
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möglicherweise wieder schmutzig, besonders wenn das Wetter nicht ideal ist.
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Natürlich, wenn du etwas Schweres transportieren musst oder das Wetter wirklich
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schlecht ist, könnte das Auto sinnvoll sein.
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Aber ansonsten, warum nicht einfach die Beine vertreten? Was meinst du,
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wie willst du es angehen?
Jörn
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Und dann muss ich natürlich nochmal darauf hinweisen: Naja, ich möchte schon
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auch, dass mein Auto sauber wird.
Einspieler
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Ah, verstehe. Du willst nicht nur zur Waschanlage kommen, sondern auch,
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dass dein Auto dort sauber wird. Dann ist die Antwort klar, nimm das Auto.
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100 Meter sind wirklich nur ein Katzensprung und so vermeidest du,
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dass du mit Eimern und Putzequipment hin und her laufen musst.
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Und wer weiß, vielleicht ist die Waschanlage sogar so effizient,
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dass du in ein paar Minuten wieder zurück bist, mit einem blitzblanken Auto.
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Viel Erfolg und hoffentlich glänzt es danach wie neu. Brauchst du noch Tipps,
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welche Waschanlage oder welches Programm du nehmen solltest?
Jörn
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Ich finde es einfach wahnsinnig lustig und wollte das gerne mit euch teilen.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
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Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, von ihren politischen
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Ämtern zurücktreten sollten, Bis Sie das tun oder bis eine weitere Folge erscheint
0:10:27–0:10:29
von Jörn Schaass feinem Podcast: Alles Gute.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 15.02.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

2 Kommentare zu JSFP534: Komma klar, KI!

  1. @meine-url-ist-laenger-als-deine.de JSFP534 kommt in einem einzelnen Fediverse-Posting gleich dreimal vor: einmal mit Logo und zweimal ohne 🤗 🤭

    1. Ja, das ist etwas, das an diesem Fediverse-Plugin für WordPress liegt. Keine Ahnung, ob ich das irgendwie anders einstellen muss oder ob da grundsätzlich was schief läuft. Aber das Logo ist ein Player, mit dem man die Episode direkt im Fediverse-Client abspielen kann, und das ist wieder ziemlich cool.

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