JSFP536: Viel los war wenig

Von menschlichen Ärgernissen im ÖPNV und selbstgewählter Unfreundlichkeit.

Die Dauer der Episode 0:15:48Diese Episode erschien am 8. März 2026 um 9:20Downloads 634 Downloads

 
Nach einer sehr guten Werkstattexperience am Montagmittag hat mit schon am Nachmittag des selben Tages ein karmischer Ausgleich ereilt: Ich war ohne Noise Cancelling-Kopfhörer im ÖPNV unterwegs und hatte sofort einen Misanthropie-Schub allererster Kajüte. „Kacken an der Havel“ haben wir fast in einem Rutsch durchgeguckt und es gab einen sehr guten Döner.

Diese Episode hat 7 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 15 Sekunden lang.

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Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

0:00:10–0:00:14
Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaas feinem Podcast Episode 536.
0:00:15–0:00:18
Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Wieder so eine Woche, wo ich mich frage, was ich erzählen soll.
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Ich hatte am Montag eine sehr gute Werkstatt Experience.
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Unser Auto machte komische Geräusche.
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Es waren so Schleifgeräusche beim Bremsen und mir war eigentlich relativ klar,
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dass das nichts Ernstes sein kann.
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Denn wir haben erst vor unserem Sommerurlaub in Norwegen vergangenes Jahr neue
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Bremsen bekommen und ich war
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mir zu 87 Prozent sicher, dass das einfach Korrosion ist nach dem Winter,
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wollte aber trotzdem mal sicher gehen, habe also einen Werkstatttermin gemacht und
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bei der Annahme sagte der schon: „naja, kann eigentlich nichts Wildes sein,“
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„wir gucken mal“ und hat dann wirklich nur mit der Taschenlampe durch die Felgen
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durchgeleuchtet und gesagt: „ja, eindeutig Korrosion“,
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Sagt er. „kräftig bremsen reicht.“
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Das Ganze war dann kostenlos und das ist ja auch immer schön,
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wenn das mal klappt, denn das ist die gleiche Werkstatt, bei der ich für den
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Ölwechsel 500 Euro bezahlt habe.
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Wir sind halt noch mit dem Wagen an die Vertragswerkstatt gebunden,
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aber kann nicht mehr so lange gehen. Ich muss dann noch mal in den Vertrag gucken.
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Und weil dann der Wagen eben nicht zwei Tage in der Werkstatt stehen musste,
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weil ja nichts gemacht werden musste, bin ich danach direkt rübergegangen zum Reifenhändler.
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Denn wir haben ja Allwetterreifen. Und da ist die Empfehlung,
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die alle so und so viele tausend Kilometer mal von vorne nach hinten zu wechseln,
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dass die sich gleichmäßiger abfahren.
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Das habe ich also gleich in Auftrag gegeben.
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Beziehungsweise der Mensch sagte: „ja, das können wir heute machen, aber erst um eins.“
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Das passte mir sehr gut, bin also passend wieder hingefahren,
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habe den Wagen stehen lassen, sage „ich komme in einer Stunde wieder“,
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gehe was essen und habe bei Antalya einen Döner gegessen in der Eckernförder Fußgängerzone.
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Das ist eigentlich mehr ein türkisches Restaurant als ein Döner.
0:02:10–0:02:14
Aber ich habe mich dann da hingesetzt und habe mir einen Döner reingepfiffen.
0:02:14–0:02:17
Der war wirklich sehr lecker, hat mir richtig gut geschmeckt.
0:02:18–0:02:20
Und ich habe mir sehr viel Zeit gelassen auf dem Rückweg.
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Bin dann selbstbewusst in die Werkstatt rein oder beziehungsweise da ins Büro
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und sagte: „guten Tag, ich wollte mein Auto abholen.“
0:02:27–0:02:31
Dann sagt er: „ja, habe hier gar nichts. Sind Sie sicher, dass der schon fertig ist?“
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Und ich hatte halt auf dem Weg ins Büro, bin ich an einem schwarzen Passat vorbeigegangen
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und dachte, ach, das ist ja unser und habe gar nicht genau hingeguckt.
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War gar nicht unser, denn während er noch suchte, fuhr jemand unseren Wagen
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in die Halle rein, um den auf die Bühne zu fahren.
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Und das war halt irgendwie dann tatsächlich 50 Minuten nach dem Termin.
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Das fand ich dann ein bisschen ärgerlich. Aber auch da wieder Karma,
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denn der Typ, der den reingefahren hat, war der gleiche Mensch,
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der vorher die Annahme gemacht hatte.
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Der hat mich also schon wiedererkannt, da sitzen sehen. Es dauerte dann natürlich
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eine Weile, bis dann wirklich die Reifen alle gewechselt waren.
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Und dann, als es ans Bezahlen ging, sagte er: „jetzt haben sie halt doch ein“
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„bisschen länger gewartet als erhofft.“
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„Dann machen wir das ein bisschen günstiger.“ Jetzt habe ich also fürs Reifen
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wechseln 30 statt 50 Euro bezahlt. Da habe ich mich doch enorm gefreut.
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Nachmittags musste ich am Montag nach Kiel, hatte einen Termin dort und habe
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es irgendwie geschafft, meine Kopfhörer zu vergessen.
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Also schon zum zweiten Mal an dem Tag, auch der Weg zur Werkstatt.
0:03:36–0:03:40
Ich habe ja gar nicht damit gerechnet, dass ich da so schnell fertig werden
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würde und so viel Zeit haben würde. Ich hatte keine Kopfhörer dabei.
0:03:44–0:03:47
Vormittags war das ja kein Problem, da bin ich ja nur hin, es hat irgendwie
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fünf Minuten gedauert, beim Reifenhändler genauso, ich bin wieder eingestiegen,
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weggefahren, das war kein Problem.
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Mittags, als ich in Eckernförde war, hatte ich einen Kopfhörer dabei, das war super,
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aber nachmittags habe ich ihn vergessen, musste mit dem Zug nach Kiel fahren
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und Alter war das laut und unangenehm und unnötig laut, wollen wir mal sagen,
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also halt auch Leute, die sich irgendwie über vier Sitzreihen hinweg unterhalten.
0:04:12–0:04:18
Also wirklich, da stieg eine Frau ein, setzte sich zwei Reihen vor mir in den
0:04:18–0:04:21
Vierer, war gerade dabei auszupacken.
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Da wurde sie von jemandem angesprochen, den sie wohl kannte,
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der noch drei weitere Reihen hinter ihr saß. Und die haben sich dann minutenlang
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unterhalten, solange bis irgendeine Frau, die mit der Dame in dem Vierer saß,
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sagte: „wollen Sie sich vielleicht hierher setzen?“ zu diesem Herrn.
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Und der dann: „nee, nee, um Gottes Willen, nein, nein, nein.“
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Dann haben die aber zum Glück auch aufgehört. Und jetzt kam dann eine weitere
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Person in die verzweifelte Situation, dass die Nahverkehrs-App,
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auf der ihr Deutschland-Ticket gespeichert war, die hatte wohl ein Update angestoßen.
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Im Zuge dieses Updates ist die Dame ausgelockt worden.
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Und jetzt war sie also komplett verzweifelt, weil sie dann natürlich ihr Ticket
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nicht vorzeigen konnte und hat dann jemanden angerufen.
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Und ich würde sagen, von der Art, wie die beiden miteinander gesprochen haben,
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sie war die Chefin und auf der anderen Seite der Leitung war eine Angestellte.
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Natürlich fand dieses Gespräch auf Lautsprecher statt, deswegen habe ich jetzt
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auch kein Problem mit größerer Indiskretion.
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Also die Biggi hat ihr Problem geschildert und sagte: „Update vom Telefon,“
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„ich kann jetzt mein Ticket nicht zeigen. Hier geht gar nichts mehr.“
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Und ich fand tatsächlich mit dem wenigen an Informationen, was sie gegeben hat,
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die Reaktion von der anderen Seite, von der Mitarbeiterin, erstmal total nachvollziehbar:
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„Ja, aber bezahlt ist das Ticket.“
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Das führte dann dazu, dass Biggie sagte: „nein, darum geht das doch gar nicht.“
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„Das kann hier nicht angezeigt werden.“
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„Hol mir jetzt hier den“, keine Ahnung wie er hieß, den IT-Guy,
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eben Lars, „den holst du jetzt ans Telefon, der muss das regeln.“
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Antwort: „Ja, der ist aber gerade nicht da, ich sage ihm Bescheid, sobald er reinkommt,“
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„der kümmert sich als erstes darum.“
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Dann legten die auf und ich fand das eigentlich schon unangenehm genug.
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Aber dann beschwerte sich Biggie bei ihrer Sitznachbarin darüber,
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dass ihre Mitarbeiterin sie gerade nicht verstanden hat. Und ich bin jetzt nicht
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hundertprozentig sicher, ob die beiden sich kannten, die da zusammen in der
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Vierergruppe saßen. Das habe ich nun wiederum nicht erkannt.
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Aber unabhängig davon fand ich das so unangenehm, dass ich so gesagt habe,
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ich möchte das eigentlich nicht, das weiter mitbekommen und ich möchte auch
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mit dieser Person eigentlich nicht so konfrontiert sein.
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Und jetzt ließ die aber ihre gesamte Umwelt auch gar nicht aus dieser Situation,
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raus, weil sie die ganze Zeit auf diesem Telefon rumdrückte und halblaut kommentierte,
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was denn da jetzt nicht funktioniert.
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„Weil dann stand da irgendwo last updated, ja, muss ich jetzt Englisch können?“
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„Ich werde bald 70, ich kann kein Englisch, was soll denn das?“
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„Und dies und jetzt muss ich hier klicken und das, aber hier muss doch eigentlich das Ticket sein.“
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Die ganze Zeit, bis dann irgendwann dieser Lars anrief, ich weiß nicht,
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ob er Lars hieß, ich sage jetzt einfach diesen Platzhalternamen,
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um es nochmal zu bestätigen, dass er sehen könne, das Ticket sei bezahlt.
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Und da hat sie dann nochmal erzählt, das ginge nicht und sie hätte da eine Aufforderung
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bekommen, Update zu starten und wie bei WhatsApp hätte sie dann auch auf „Ja“
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geklickt und jetzt wäre sie ausgeloggt und sie käme überhaupt gar nicht,
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sie könne das Ticket nicht vorzeigen und der Mann wollte sie ja schließlich kontrollieren.
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Der Kontrolleur war tatsächlich total entspannt, der hat vorher schon gesagt,
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suchen Sie in Ruhe das Ticket, ich komme später nochmal wieder.
0:07:37–0:07:42
Der kam aber nicht mehr wieder bis Kiel. Die wurde nicht kontrolliert, die hatte kein Problem.
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So viel Verständnis ich grundsätzlich dafür habe, dass man irgendwann ab einem
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bestimmten Alter vielleicht nicht mehr so komplett hinterherkommt,
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wie Technik sich weiterentwickelt und das große Problem von App-Zwang und so weiter,
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dass da nicht alle mitgenommen werden, auch das kann ich grundsätzlich nachvollziehen.
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Also die war auch, glaube ich, ernsthaft für sie in einer Notlage.
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Für sie war das einfach wahnsinnig ärgerlich. Für dieses individuelle Problem,
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ich habe da grundsätzlich Verständnis für.
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Und ich will das auch vollkommen klar sagen: ich in der ähnlichen Situation
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hätte genau das gleiche Problem gehabt, weil ich natürlich mein Passwort für
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die Nahverkehrs-App auch nicht auswendig kenne. Das liegt halt hier in einem
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Passwort-Safe, im Passwort-Manager.
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Das habe ich auf dem Handy nicht dabei, da komme ich auch auf dem Handy gar nicht ran.
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Also ich wäre genauso aufgeschmissen gewesen. Ich hätte aber jetzt auf gar keinen
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Fall irgendjemanden auch nur im Ansatz so angemault, wie diese Frau es getan hat.
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Jetzt ist es aber so, dass sie so bescheuert war und so dumm mit diesen Menschen
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umgegangen ist, so von oben herab und so kommandierend und so blöd,
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dass ich, obwohl ich in der Lage gewesen wäre, in dieser Kommunikation,
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die überhaupt nicht funktioniert hat, das Problem einfach zu lösen,
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indem ich einfach hingegangen wäre und gesagt hätte: „Lars, pass mal auf,“
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„hast doch gerade gesagt, ich habe es gehört über Lautsprecher,“
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„wie alle 20, die hier rumsitzen auch,“
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„du hast das damals eingerichtet, Was wir jetzt brauchen ist Biggis Passwort“
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„und der Nutzername per WhatsApp an sie und dann Biggi hier da und da drücken,“
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„Passwort Benutzername eingeben, dann ist dein Ticket wieder da.“
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„Tschüss, Klappe halten, ich setze mich wieder hin.“
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Das wäre die einfache Lösung gewesen. Aber die war so bescheuert,
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dass ich mir gedacht habe, die hat jetzt einfach keine Nettigkeit und keine Hilfe verdient.
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Und ich fühlte mich wirklich bescheuert dabei.
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Aber halt auch im Wesentlichen deswegen, weil ich meine Kopfhörer nicht dabei
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hatte und ich dieser Situation einfach nicht entgehen konnte.
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Es war ganz furchtbar schlimm. Auch menschlich. Gott, oh Gott, oh Gott.
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Arbeitsmäßig war sonst nicht viel. Mein Carrera-Beitrag ist diese Woche gelaufen.
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Den verlinke ich euch mal, denn ich finde, dass der ganz schön geworden ist.
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Und ich habe ja vor einer Woche darüber erzählt. Das heißt, ich tue den auch
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in die Shownotes der vorigen Episode.
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Was ich heute Morgen auch mal gemacht habe, scheißhalber, ein neues Template
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zu aktivieren für Jörn Schaars feine Seite.
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Der sieht jetzt ein bisschen cleaner aus, ein bisschen aufgeräumter.
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Ich bin mir noch nicht sicher, ob es mir nicht auch ein bisschen zu langweilig
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aussieht. Aber eigentlich bin ich erstmal so ganz zufrieden mit dem Design.
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Das ist halt inzwischen ja so, dass man bei WordPress-Templates immer sehr auf Fotos festgelegt ist.
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Also die wollen ja dann immer gleich irgendwie haben, dass man zu jedem Blog-Eintrag
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ein Foto noch mitpostet als Titelbild und möglichst groß und formatfüllend.
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Und das ist ja so gar nicht meins weil es letztlich so ist, dass ich kaum Fotos mache, die zu den,
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Sachen passen, die ich da so reinschreibe, wenn ich da mal was reinschreibe
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und euch wird es möglicherweise auch aufgefallen sein, auch zu den Podcast Episoden
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gibt es in der Regel kein Foto das ist tatsächlich mir neulich aufgefallen die
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Fotos, die ich mache, die sind dann meistens irgendwie,
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manchmal fotografiere ich irgendwas, weil ich es nicht besser lesen kann damit
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ich ranzoomen kann oder ich mache ein Foto davon, was ich gerade vorhabe zu
0:11:17–0:11:21
kaufen, um ihr Herzdame zu fragen, ob das das Richtige ist. Solche Sachen.
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Oder halt auch einfach mal zwei Wochen lang gar nichts.
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Weil ich da einfach nicht so richtig dran bin.
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Das Schöne ist, dieses Template, was ich jetzt gerade benutze,
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wie auch immer es heißt, ich habe keine Ahnung, das ist so ein Block-Template.
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Das heißt, das kann man sehr einfach bearbeiten und kann also diese Platzhalter entfernen für Fotos.
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Und jetzt sieht es, wie gesagt, also ein bisschen langweilig aus,
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aber das macht das Ganze so ein bisschen simplifizierter.
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Da bin ich einigermaßen zufrieden damit. und es bietet nämlich auch die Möglichkeit
0:11:56–0:12:01
oder die verbesserte Möglichkeit, da diese Web-Mentions einzufügen.
0:12:01–0:12:05
Jörn Schaars feine Seite ist ja im Fediverse mit dem Activity
0:12:05–0:12:09
Pub Plugin und wenn man dazu, das wusste ich noch gar nicht,
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das Plugin Web-Mensions installiert,
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dann wird im Blogpost angezeigt oder auch in der Podcast-Episode,
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wie häufig der Link geteilt worden ist oder wie häufig da Leute auf Like gedrückt
0:12:22–0:12:24
haben. Finde ich eine nette Spielerei.
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Was ja schon länger geht, sind das Kommentare, die bei Mastodon beispielsweise
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gepostet werden, auch bei mir im Blog als Kommentar auftauchen.
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Das finde ich erstmal schon mal ganz gut und jetzt bin ich mal gespannt,
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wie lange ich dieses Template so mag, dass ich es verhalten möchte. Mal sehen.
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Was wir sonst gemacht haben diese Woche? Wir haben mit „Kacken an der Havel“ angefangen.
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Das ist eine Comedy-Serie, die auf Netflix stattfindet. Und unabhängig davon
0:12:52–0:12:53
schrieb Dela bei Mastodon,
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dass ihr Freund Jonas das guckt und dass sie da nur so 20 Sekunden am Stück
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hingucken kann, weil sie es anders nicht erträgt. Und sie sagt,
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das ist ein kompletter Fiebertraum.
0:13:04–0:13:09
Und das stimmt auch. Also es geht um einen Typen, der aus Kacken an der Havel
0:13:09–0:13:13
kommt, nach Berlin gegangen ist, um da seine Rap-Karriere zu starten und mit
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40 immer noch als Pizzabäcker arbeitet, aber eben kein Rapper ist.
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Und jetzt muss er wegen eines Trauerfalls zurück in sein Heimatdorf, Kacken an der Havel.
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Es ist schon scheiße, da mit ÖPNV hinzukommen.
0:13:25–0:13:29
Die Frage, wann der Zug zurückfährt, beantwortet der Schaffner im Weggehen mit „nächsten Monat“.
0:13:31–0:13:37
Also es ist so ein bisschen, ich sag mal so, „Mord mit Aussicht“ auf 11 gedreht.
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Mit einem deutlich höheren Tempo, mit einer deutlich höheren Gagdichte.
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Nicht ansatzweise so subtil, sondern ganz im Gegenteil.
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Das geht einfach die ganze Zeit auf die Humorzwölf.
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Da gibt es zum Beispiel eine Person, die heißt Frau Müller-Müller,
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weil ihre Mutter damals ihren Namen behalten wollte nach der Hochzeit.
0:14:00–0:14:05
Und die setzt also in einem gewissen Zusammenhang den Protagonisten unter Druck
0:14:05–0:14:13
und sagt in diesem Gespräch, dass ihre Aufmerksamkeitsspanne durch Streamingdienste versaut worden sei.
0:14:14–0:14:18
Guckt in die Kamera, in dem Moment hören wir das Audio-Logo von Netflix und
0:14:18–0:14:19
das Gespräch geht nahtlos weiter.
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Das ist so ungefähr das Level
0:14:22–0:14:27
auf dem wir unterwegs sind. Die Bürgermeisterin von Kacken in der Havel ist
0:14:27–0:14:31
Veronika Ferres, also nicht nur die Person, sondern auch in der Serie ist es
0:14:31–0:14:35
halt auch Veronika Ferres, die den Ort mit eiserner Hand regiert.
0:14:35–0:14:40
Es gibt den Veronika-Ferres-Platz, die Veronika-Ferres-Grundschule und in dieser
0:14:40–0:14:43
Grundschule gibt es ein Schulfach namens Veronika-Ferres-Kunde.
0:14:45–0:14:50
Und da hat irgendeine Schülerin oder der Schüler steht auf und sagt:
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„die leuchtende Sonne Veronika Ferres macht dies und jenes“ und die Lehrerin antwortet:
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„die leuchtende Sonne“ und dann machen alle Kinder so eine komische Handbewegung und rufen
0:14:57–0:14:58
„die leuchtende Sonne!“
0:14:59–0:15:03
Es ist wirklich sensationell komisch, sollte man sich dringend angucken,
0:15:03–0:15:09
aber ich merke auch, dass bei uns selten mehr als zwei Folgen am Stück laufen,
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es sind leider aber auch nicht so viele, Das heißt, wir haben jetzt am ersten
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Abend zwei Folgen geguckt und zweiten drei.
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Und jetzt sind noch zwei Folgen der ersten Staffel übrig. Und ich hoffe,
0:15:18–0:15:22
hoffe, hoffe sehr, dass Netflix da noch drei bis fünf weitere Staffeln bestellt.
0:15:22–0:15:25
Denn das ist wirklich ausgesprochen lustig. Ich möchte mehr davon sehen.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
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Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, von ihren politischen
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Ämtern zurücktreten sollten.
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Bis sie das tun oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 07.03.2026 aufgenommen und am 08.03.2026 veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme„, CC-BY-SA), Philipp Weißmann (bestes Outro der Welt)

Ein Kommentar zu „JSFP536: Viel los war wenig“

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