Neben allem „normalen“ JSFP-Kram muss ich heute auch über das sprechen, was Collien Fernandes angetan wurde.
0:15:13 22. März 2026 um 9:23 561 Downloads
Im Wesentlichen ist das eine ganz normale JSFP-Episode: Ich war dienstlich unterwegs, habe die Gelegenheit genutzt, Döner zu essen und erzähle von der neuen Haialarm-Episode. Aber diese Woche hat mich eben auch die Spiegel-Recherche zu dem sehr bewegt, was Christian Ulmen offenbar seiner Ex-Frau Collien Fernandes angetan hat und da das hier ein personal podcast ist, spreche ich auch über meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Dass ich nun am Ende für Katharina Reiches Rücktritt plädiere, erkläre ich beim nächsten Mal, wenn ich daran denke.
Diese Episode hat 10 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 31 Sekunden lang.
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Shownotes:
Transkription der Episode anzeigen
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 538.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht. Die Herzdame war schon länger nicht
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mehr dabei und sie ist es auch heute nicht.
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Ich soll aber Grüße bestellen. Ich gehe davon aus, dass sie entweder in der
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kommenden Woche oder in der da drauf mit dabei sein wird.
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Ob ich nächstes Wochenende dazu komme, eine Episode aufzunehmen,
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weiß ich noch nicht, aber die Chancen stehen relativ gut.
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Vor einer Woche waren wir nach der Podcastaufnahme in Molfsee,
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das ist bei Kiel und da ist das Freilichtmuseum Schleswig-Holstein angesiedelt.
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Also das hat, glaube ich, ungefähr jedes Bundesland ein Museum,
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in dem alte Häuser, die irgendwo im Land fachmännisch abgetragen wurden,
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wieder aufgebaut werden und als Museum, als „Anschauort“ dienen.
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Also da steht irgendwie eine alte Apotheke rum, da ist eine alte Meierei,
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wo man sehen kann, wie früher Butter und Käse hergestellt worden sind und solchen Quatsch.
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Und da waren wir aber nicht im Museum, sondern in einem Restaurant,
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das an dem Museum dran ist, im Drathenhof.
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Denn dort feierte mein Schwiegervater seinen 75. Geburtstag mit einem schönen Brunch.
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Die machen wirklich ein gutes Brunch-Buffet, sehr fleischlastig.
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Für VeganerInnen gibt es da wenig.
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Da kann man aber, wenn man vorher Bescheid sagt, auch was bekommen.
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Und auch vegetarisch lebende Menschen müssen ein bisschen gucken.
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Geht aber alles. Also weder die mitreisende Veganerin noch die vegetarisch lebende
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Herzdame waren unzufrieden.
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Und die Karnivoren in der Geburtstagsgesellschaft hatten sowieso nichts zu meckern.
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Ansonsten war es diese Woche, es war viel.
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Das Aufregendste war eigentlich der Besuch auf Hallig Hooge. Das erste Mal,
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glaube ich, dienstlich, dass ich da hingefahren bin.
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Und gleich das erste Mal auch ab Schlüttsiel mit der, ich möchte sie „Habeck-Fähre“ nennen.
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Das ist alles ein bisschen simpler als unser sonstiger Hafen.
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Wir sind ja sonst immer von Nordstrand gefahren.
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Das war halt, als wir in Husum gewohnt haben, der nächstgelegene Hafen,
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von dem aus man nach Hooge kommt.
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Und das ist halt auch so der große Ausflugshafen.
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Also da ist gleich ein riesengroßer Parkplatz mit dran, der komplett automatisiert läuft.
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Der Weg von dort zur Fähre ist ein bisschen beschwerlicher, vor allem wenn man
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nicht so gut zu Fuß ist, weil man einmal über den Deich rüber muss.
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Es gibt aber Parkplätze für Menschen mit Behinderung auf der Außendeichseite.
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Und in Nordstrand ist das halt alles ein bisschen einfacher.
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Der Parkplatz ist ein bisschen kleiner.
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Auch da muss man über den Deich rüber gehen oder außen drum herum fahren.
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Aber da ist eben auch eine Fahrzeugverladung für die Leute, die.
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Meinen, sie müssen mit dem Auto auf die Hallig, warum auch immer.
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Natürlich haben auch die Hallig-Leute private Pkws, wenn sie mal an Land was
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zu tun haben, denn von Schlüttsiel kommt man relativ schlecht weg.
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Und natürlich muss auch die Insel ver- und entsorgt werden.
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Also das heißt, die Restaurants auf der Insel, der Supermarkt, die werden ja irgendwie beliefert.
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Die Fahrzeuge müssen auch irgendwie da drauf. Die Post muss da hingebracht werden.
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Und natürlich auch Entsorgungsfahrzeuge von der Müllabfuhr müssen auf die Insel irgendwie raufkommen.
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Das geht alles da.
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Entsprechend ist das halt auch eine Fähre, die eher für den Fahrzeugbetrieb ausgelegt ist.
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Also es gibt dann unten unter dem Fahrzeugdeck ist ein Salon,
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ein Restaurant, wo man beheizt und windgeschützt sitzen kann,
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wo man Essen und Getränke konsumieren kann, aber nicht muss.
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Das fand ich sehr erfreulich. und dann gibt es oben noch das Sonnendeck,
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was aber bei meiner Überfahrt eher so das Winddeck war.
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Auf der Hallig habe ich mich getroffen mit zwei Freiwilligen von der Schutzstation
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Wattenmeer für ein Interview.
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Die eine macht FÖJ, also Freiwilliges Ökologisches Jahr, die andere ist mit
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dem Bundesfreiwilligendienst dort und die haben halt ihre Aufgaben erzählt,
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was sie so machen, wie das alles funktioniert, wie das Halligleben für sie ist und so weiter.
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Danach hatte ich dann noch ungefähr eine Stunde Zeit, bis die Fähre wieder zurückfahren sollte.
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Also bin ich sehr entspannt und Atmo aufnehmend über die Hallig gelaufen zur Hanswarft.
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Das ist so die größte Warft auf der Hallig.
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Da ist auch ein Supermarkt und da habe ich mir dann mein Mittagessen besorgt.
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Das relativ spartanisch ausgefallen ist, zwei Müsli-Riegel und ein Pudding-Teilchen konkret.
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Und hatte dann, bis ich wieder an der Fähre am Anleger war, hatte ich immer
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noch eine Dreiviertelstunde.
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Also es war mehr als reichlich Zeit und ich bin ja ganz gerne auf Hooge privat,
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um da spazieren zu gehen und einfach die Natur zu genießen.
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Aber wenn ich dienstlich da bin, habe ich dafür nicht so den Kopf,
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das ist nicht irgendwie, keine Ahnung, es ist irgendwie nicht dran.
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Und so habe ich halt am Anleger rumgehangen, habe ein bisschen E-Mail-Korrespondenz
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erledigt und war auf Social Media unterwegs.
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Ja, und habe da natürlich auch die Spiegelrecherche gesehen zu Collien Fernandes
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und ihrem Ex-Mann Christian Ulmen und was der ihr angetan hat,
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das hat mich schockiert zurückgelassen, also in einer Zeit, wo es eben noch
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nicht mit wenigen Mausklicks möglich war,
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Deepfake-Pornos zu erstellen von der eigenen Ehefrau.
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Solche Bilder anzufertigen, Fake-Profile anzulegen und wie auch immer er es
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konkret geschafft hat, offensichtlich auch mit mehreren Männern Telefonsex zu
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haben, im Namen seiner Frau gewissermaßen,
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das hat mich doch sehr schockiert.
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Die Ärzte haben nicht umsonst gesungen: „Männer sind Schweine“, das ist einfach so.
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Aber was für ein Ausmaß das manchmal hat, fand ich wirklich sehr,
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sehr schlimm. Und ich bewundere Collien Fernandes dafür, dass sie diesen Mut hatte,
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das öffentlich zu machen, sich jetzt auch damit so sehr in die Öffentlichkeit zu stellen.
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Das ist sowieso schon nicht einfach, stelle ich mir vor, wenn man so einen Vertrauensmissbrauch,
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was heißt Vertrauensmissbrauch, es ist ja Missbrauch.
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Es ist ja Gewalt, die ihr widerfahren ist. Das ist schon schlimm genug und sich
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dann damit auch in der Öffentlichkeit so hinzustellen und zu sagen,
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das ist mir passiert, das ist nicht leicht.
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Aber sie betont auch immer das Motto von Giselle Pellicot: „Die Scham muss die Seite wechseln.“
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Nicht sie muss sich dafür schämen, was ihr angetan worden ist,
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sondern Christian Ulmen muss sich dafür schämen, was er gemacht hat.
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Natürlich gilt auch für Christian Ulmen in diesem Fall die Unschuldsvermutung,
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solange er nicht gerichtsfest verurteilt worden ist.
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Aber die Recherche des Spiegel mit dem Material, was die offenbar einsehen konnten,
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was Collien Fernandes ihnen auch zur Verfügung gestellt hat und was sie erzählt
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hat, das klingt für mich glaubwürdig genug.
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Wo ich persönlich auch sage, wenn die erste Reaktion des Beschuldigten ist,
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sich erstmal Medienanwalt Christian Schertz zu nehmen,
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der dann sofort anfängt, Berichterstattende Medien einzuschüchtern,
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wie es halt seine Art ist, das reicht für mich persönlich.
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Aber ich bin halt nun mal auch kein Gericht, berichte da ja auch nicht drüber
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über diesen Fall, sondern ich schildere einfach nur meine Eindrücke, meine Emotionen dazu.
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Und deswegen kann ich es mir erlauben zu sagen: Christian Ulmen sollte sich
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was schämen. Das ist ein schlechter Mensch offensichtlich.
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Insofern, das bisschen, was ich tun kann, ist Solidarität aussprechen und nicht
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dem Reflex anheim zu fallen, zu sagen: „Es sind aber nicht alle Männer so!“
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Es sind viele Männer so und ich bin mir sicher, wir alle kennen Täter.
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Ich habe meine Jugend in den 90ern verbracht.
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Ich erinnere mich sicherlich nicht an alles, aber ich habe garantiert auch ein
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paar Szenen, ein paar Situationen miterlebt, wo ich besser was gesagt hätte oder was getan hätte.
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Das muss eben unsere Aufgabe sein als Männer, dass man, wenn man was mitbekommt,
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was wahrnimmt, keine Ahnung, wie redet jemand über seine Frau?
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Wie redet jemand überhaupt über Frauen?
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Was für ein Bild haben Männer von Frauen? Was für Witze erzählen Männer?
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Da muss man einfach Stellung beziehen und muss sich gerade machen und sagen: „Das ist nicht okay.“
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Und in einem Fall, wo ich von einem Übergriff erfahren habe, da haben Menschen.
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Sowohl meine Frau als auch ich, Konsequenzen gezogen, Kontakte abgebrochen.
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Ich weiß, dass das auch andere gemacht haben, aber ich weiß,
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dass es eben auch Leute gibt, die gesagt haben: „Naja, ist er nicht bewiesen,“
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„ich komme ganz gut mit ihm aus.“ und weitermachen wie bisher.
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Das ist so die Situation, in der wir uns befinden und das ist halt super problematisch,
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und ich habe keine Ahnung, wie man da rauskommt.
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Ich habe mir auch vorher gerade keine Gedanken gemacht, sondern das fiel mir
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in dem Moment ein, weil mich das Thema diese Woche dann doch ziemlich beschäftigt
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hat, auch ein bisschen aus der Bahn geworfen hat, weil ich bisher die Arbeit
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von Christian Ulmen eigentlich sehr gemocht habe.
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Nicht alles, aber doch einiges davon.
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Ich kenne den nicht. Er kann mir eigentlich egal sein.
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Aber ich werde jetzt halt mal durchs DVD-Regal gehen und Dinge aussortieren,
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weil ich das nicht mehr im Haus haben will.
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Also er hat schon dran verdient. Ich will das auch einfach nicht mehr konsumieren.
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Wie kam ich da jetzt drauf?
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Weiß ich nicht mehr. Ich war nämlich eigentlich auch noch gar nicht mit meinem
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Besuch auf Hooge fertig, denn, achso genau, ich habe das gelesen,
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richtig, das habe ich erzählt.
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Abgesehen davon lief der Besuch und die Rückfahrt sehr problemlos ab.
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Das ist halt einfach immer langwierig, weil das eine Schifffahrt durch den Nationalpark
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Wattenmeer ist. Das ist ein sehr empfindlicher Lebensraum.
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Das heißt, es gibt für die Schiffe eine Geschwindigkeitsbegrenzung.
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Die dürfen nicht so schnell fahren, wie sie könnten.
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Und deswegen dauert so eine Fahrt halt einfach ziemlich lange.
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Warte mal, wann sind wir denn los? Wir sind 14.15 Uhr haben wir abgelegt und kurz vor 16 Uhr.
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Bin ich von Bord gegangen. Also es ist schon eine ganz schöne Zeit,
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die man da an Bord verbringt.
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Es wäre eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen, ein kleines Nickerchen zu machen.
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Das ist aber alles dann nicht darauf ausgelegt, dass man sich da irgendwie lang
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macht. Und es ist auch ziemlich laut da an Bord.
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Also schlafen konnte ich nicht. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte.
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In Schlüttsiel angekommen, bin ich gleich ins Auto gesprungen und nach Husum gefahren.
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Dort in ds, ich würde mal sagen, „Hauptquartier“ der Schutzstation.
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Habe mich dort nochmal mit einem Hauptamtlichen getroffen, der die Draufsicht
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hatte, also nicht nur aus dem Leben der beiden Freiwilligen auf der Hallig zu
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erzählen, sondern eben auch zu gucken, das nochmal landesweit einzuordnen,
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was die eigentlich machen.
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Und danach hatte ich sogar noch Zeit für einen Döner bei Marmaris.
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Das war ja früher immer mein Lieblings-Dönerimbiss, als wir noch da gewohnt
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haben und die sind jetzt vor einiger Zeit umgezogen und haben jetzt nicht mehr
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nur einen Imbiss, sondern ein richtiges, echtes türkisches Restaurant,
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was wirklich ausnehmend gut ist.
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Ich hatte hier schon mehrfach davon erzählt, wenn ihr in Husum seid, dann geht da hin.
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Gestern war es auch wieder dienstlich. Ich war in Kiel unterwegs,
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hatte da ein bisschen was zu tun am Vormittag und mittags vorm Heimweg noch
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Zeit für einen Besuch bei Garip’s.
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Das war damals mein Lieblingsdöner, als ich noch in Kiel gewohnt habe.
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Das war auch tatsächlich fußläufig von meiner Wohnung, keine Ahnung,
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Keine 300 Meter entfernt.
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Und die machen halt auch wirklich einen sehr, sehr guten Döner.
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Aber das ist halt, während ich bei Marmaris so einen Döner auch mitnehmen und im Gehen essen könnte,
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so wie ich das früher in meiner Jugend häufig gemacht habe, kann ich das bei
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Garip’s nicht, weil die immer sehr großzügig sind mit dem Belag in dem Fladenbrot.
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Das ist schon am Tisch manchmal ein bisschen problematisch zu essen.
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Und dann nehme ich mir immer so zwei, drei Extra-Servierten.
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Einfach aus Sicherheitsgründen sozusagen.
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Auch heute geht die Arbeitswoche noch weiter. Ich habe noch zwei Beiträge fertig
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zu machen, die ich am Montag abgeben soll.
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Der eine muss fertig werden, der andere soll fertig werden. Denn am Montag bis
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Mittwoch bin ich auch wieder ziemlich viel unterwegs und da werde ich absehbar
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nicht dazu kommen, mich mal drei Stunden konzentriert hinzusetzen,
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diese Manuskripte zu schreiben.
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Aber für die Produktion werde ich Zeit haben. Deswegen will ich da jetzt
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dann das Wochenende einmal für aufopfern.
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Ich muss auch irgendwann noch den Quartalsabschluss fertig machen oder zumindest
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vorbereiten, damit das dann zum Steuerberater gehen kann Ende des Monats.
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Naja, alles das, was man so nebenbei noch macht, was so der unbezahlte Teil dieses Berufs ist.
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Davon ab kann ich berichten, es gibt eine neue Episode Haialarm-Podcast,
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die ist am Freitagmorgen erschienen und sie ist grandios geworden,
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fand ich, weil eben der Film so scheiße war.
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Also der war handwerklich auf sehr, sehr vielen Ebenen richtig schlecht,
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schlimm möchte ich fast sagen.
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Der war inhaltlich auch in sich nicht stringent.
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Also da passten einfach Sachen in der Logik des Films nicht zusammen.
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Und das ist immer, das geht dann einfach nicht.
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Also wird ein schlechter Film nicht besser von.
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Und also die schauspielerische Leistung war halt dann auch unter aller Kanone.
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Das war wirklich inakzeptabel.
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Und das bedeutet aber immer, dass wir da enorm Spaß haben, drüber zu sprechen.
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Im konkreten Fall war es so, dass mir das echt schwer gefallen ist,
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da eine Zusammenfassung zu schreiben, weil da auch so viel unsinniger Blödsinn
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stattfindet, der die Story nicht weiterbringt.
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Wo ich also stellenweise gesagt habe, okay, hier ist ein Drittel des Films,
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ist einfach nur Material, das aber keine Handlung ist.
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Also konkret geht es um zwei Personen, wo die eine sagt, ich will unbedingt nach Destin.
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Das ist irgendwie so ein Ferienparadies, wo sie unbedingt am Strand ein Hotel
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haben will, keine Ahnung.
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Und da will sie hin und der Typ fährt sie und es passiert halt einfach minutenlang nichts!
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Die sind irgendwie zehn Minuten in einem Getränkemarkt, um Wein zu kaufen für die Fahrt. Warum?
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Eine andere junge Frau steht mit einer Freundin unten vor einem Vergnügungspark
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und die eine sagt, ich freue mich so mit dieser Attraktion zu fahren und die
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andere sagt, nee, ich will hier bis zum Strand.
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Und dann sind sie eigentlich schon kurz davor, dass sie wieder wegfahren,
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als ein dahergelaufener Typ kommt und sie sagt, hey komm, wir fahren jetzt.
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Und sie, okay, ich komme mit.
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Und so sehr, wie sie sich gesträubt hat vorher, sieht man ihr an,
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wie aufgeregt und vorfreudig sie ist an dieser Attraktion.
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Also sie klatscht in die Hände und hüpft und lächelt und freut sich richtig.
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Das passt nicht zu dem, was sie vor fünf Minuten gesagt hat.
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Und abgesehen davon bringt es auch hier wieder die Handlung nicht voran.
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Wenn es nur darum geht, eine Person einzuführen, dafür muss man keine 10 Minuten
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aufwenden, die so schlecht sind.
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Naja, aber ich komme schon wieder ins Labern. Hört euch einfach den Haialarm-Podcast an.
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Wenn ihr in Rheinland-Pfalz wohnt, macht keinen Scheiß mit eurem Kreuz heute.
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Und abgesehen davon bin ich der Meinung, dass langsam mal Katharina Reiche von
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ihrem Amt zurücktreten sollte.
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Bis das passiert oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars
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feinem Podcast: Alles Gute.
Das Kleingedruckte:
Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 22.03.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz . Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme „, CC-BY-SA)
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