JSFP357: Hipsterkram

Vom Hadern mit Massenveranstaltungen

Die Dauer der Episode 0:21:11Diese Episode erschien am 10. Juni 2022 um 21:42Downloads 662 Downloads

 
Ich berichte ausführlich, fast monothematisch darüber wie ich die erste re:publica seit Pandemiebeginn erlebt habe.

Diese Episode hat 7 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 3 Minuten und 1 Sekunden lang.

Shownotes:

Location „Arena Berlin“ und „Glashaus“

Vortragsräume und Indoor-Ansichten:

Deutschlandradio-Funkhaus Berlin

 

Transkription der Episode anzeigen

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Music.
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 357. Ich bin Jörn Schaar und Ihr seid es nicht.
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Ein bisschen ungewohnter Klang heute: Ich sitze in meinem Hotelzimmer in Berlin.
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Republica ist gerade vorbei und darüber wollte ich heute mit euch sprechen.
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Ja, ich war in Berlin und ich bin es ja immer noch, um endlich mal die republica wieder zu besuchen.
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Das hat ja jetzt eine ganze Weile nicht stattgefunden und ich hatte es in der letzten Episode, glaube ich, schon erzählt.
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Das ist für mich so ein bisschen wie eine Art Experiment, ob ich wieder in der Lage bin, Großveranstaltungen mitzumachen.
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Und ja, es hat gut geklappt, aber ich fange vorne an, und zwar mit der Anreise.
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Wir waren ja in der Episode 356 noch auf dem Campingplatz, da haben wir Dienstagmorgen abgebaut, waren kurz nach acht mit allem fertig.
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Dann mussten wir leider noch ein bisschen rumsitzen, denn die Rezeption öffnete erst um neun. Da haben wir dann also bezahlt und alles soweit geklärt.
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Sind zurückgefahren. Von Stinteck in Nähe von Büsum,
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wieder nach Husum zurück, waren dann so kurz nach zehn, da hatten also alle Zeit der Welt noch einen Happen zu essen und ich hatte meinen Koffer schon so weit gepackt, dass ich nur noch ein paar Sachen von der einen Tasche in die andere räumen musste.
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Und dann bin ich losgelatscht, mit dem Regionalexpress nach Altona gefahren und von da dann in den ICE nach Berlin.
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Das war alles irgendwie stressig. Also die die Fahrt selber, das war in Ordnung, die war war okay mit den Masken im Zug.
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Das hat alles ganz gut funktioniert. Da hatte ich, es war auch nicht so voll, hatte ich also nicht so sehr das Problem. Aber dann halt in Berlin ankommen. Am Hauptbahnhof, laut, alles voller Menschen. Kaum jemand trägt eine Maske.
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Und dann natürlich immer diese Sache mit dem ÖPNV klarkommen. Das ist meine Nemesis in Berlin.
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Ich habe es glaube ich, bei meinem vorigen Berlin Besuch 2018 war es, glaube ich, zuletzt geschafft, mich nicht zu verfahren.
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Das ist schon mal ganz gut, aber überhaupt so auch in der in der Stadt unterwegs zu sein, das ist auch ohne Corona für mich schon immer eine Herausforderung. So ehrlich wollen wir sein.
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Aber ich bin halbwegs klargekommen mit dem ÖPNV.
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Mein Hotel dann irgendwann gefunden und die Rezeption dann irgendwie so ganz authentisch Berlin, was so ein bisschen Euphemismus ist für dauergenervt. Mein Zimmer ist sehr schön.
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Das mag ich richtig gerne. Großes Bett. Man schläft hier sehr gut. Das ist schon echt alles in Ordnung.
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Aber am Ende ist meine Entscheidung nicht mehr so ganz nachvollziehbar, weil die war einfach,
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das Hotel ist viel zu weit weg von der Location. Das war irgendwie eine Stunde Fußmarsch.
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Und dann eben auch mit meinem alten ÖPNV Problem.
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Ich habe dann irgendwie in die falsche Richtung gelatscht und habe irgendwie ja, ich bin dann irgendwann doch noch mal eine Station U Bahn gefahren, um dann in einen Bus zu steigen,
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der dann aber doch irgendwie nicht so richtig ganz genau der war, den ich brauchte und war dann relativ spät erst am Veranstaltungsort zum Pre-Checkin.
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Und letztlich habe ich so damit dann am nächsten Tag eigentlich schon schon am Abend,
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ich hatte mich dann noch mit mit Abby getroffen und haben noch Cocktails getrunken und von da aus, wo wir dann saßen, habe ich einen Bus gefunden, der 500 Meter von meinem Hotel entfernt anhält. Und das ist dann doch relativ einfach. Viel einfacher, als ich ursprünglich dachte.
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Ich weiß gar nicht, was ich da genau falsch gemacht habe, aber überhaupt erst mal die richtige Buslinie zu finden am nächsten Morgen und dann deren Haltestelle vor allem, das hat mich wieder ein bisschen Nerven gekostet,
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weil ich da ein bisschen orientierungslos war.
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Letztlich ist das eine entspannte Busfahrt. Ich steig in einen Bus ein, der fährt irgendwie zehn Stationen geradeaus und dann bin ich da.
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Aber halt, wie gesagt, diese Haltestelle zu finden, das war ein bisschen knifflig am Anfang.
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Ja, und dann habe ich festgestellt, dass einfach alte republica-Gewohnheiten für mich in diesem Jahr nicht so richtig funktioniert haben.
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Also ich kenne das noch aus den vergangenen Jahren, dass da ist man halt irgendwie so ungefähr 20 Minuten bevor der Vortrag losgehen soll, den man hören möchte an der Bühne gewesen, um sich schon mal möglichst schnell einen Platz zu sichern.
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So auch bei der Eröffnungszeremonie hab ich dann gewohnheitsmäßig mich auf,
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also es war Stage eins und erster Tag, da war also noch nichts los,
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konnte ich mich also dann frei platzieren. Und wie ich das dann immer mache in solchen Situationen oder immer gemacht habe, habe ich mich halt irgendwo in der Mitte hingesetzt, in der Mitte der Stuhlreihe. Vor allem, damit ich nicht ständig aufstehen muss, weil jemand rein will in die Reihe.
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Das war schon mal keine so gute Entscheidung, denn am Ende saßen wir dann doch sehr Schulter an Schulter. Das war mir alles viel zu voll, viel zu eng, viel zu wenig Masken.
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Und entsprechend habe ich dann lieber draußen gesessen, habe auf die Spree geguckt und mich über,
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überperformende Digital Natives lustig gemacht, die also wirklich komplett unironisch dann auf der Dachterrasse saßen und ihre Sales Pitches durchgezogen haben.
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Ja, das war irgendwie alles ziemlich surreal. Also diese dieser Art von von Business Kaspern, der hat ja schon seit Jahren sehr deutlich zugenommen.
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Also ich habe meine erste republica damals als sehr verspielt und sehr offen und sehr viel mit so einer Klassentreffenatmosphäre wahrgenommen.
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Und das ist es halt nicht mehr. Also das sind, das sind einfach sehr viele Medien- und Marketing Menschen, die sich da treffen.
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Und das ist dann glaube ich auch so eine Folge, dass die dann im Zweifelsfall halt,
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Du gehst an jemandem vorbei, den du flüchtig kennst, sprichst ihn an und er antwortet mit "Äh, nee, sorry, ich bin gerade in der Videokonferenz."
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Das hat mich irgendwie verwirrt. Und ja, also,
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ich war bei meinen letzten beiden Besuchen dann schon immer so an Tag zwei irgendwie ein bisschen genervt davon, dass alle irgendwie so wichtig popichtig waren.
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Und das habe ich dieses Jahr schon an Tag eins gehabt mit diesen ganzen Video Calls um mich herum.
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Und entsprechend bin ich dann also gegen 16:00 wieder ins Hotel gefahren und habe am Laptop rumgebastelt.
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Das war auch ganz gut. Da komme ich auch gleich noch mal dazu, was ich da genau gemacht habe. Und dann habe ich den Abend da verbracht.
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An Tag zwei dann komplett Alternativprogramm. Da war ich eigentlich gar nicht bei der republica,
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sondern ich habe mich im Funkhaus Berlin des Deutschlandradios rumgetrieben, habe da so meinen Antrittsbesuch gemacht, mich mit einigen,
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Redaktionen getroffen und mich mal ausgetauscht, mit dem ich mal kennenlernen, damit ich die mal kennenlerne und auch so ein bisschen herausfinde, wie die eigentlich ticken.
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Und was die, was die eigentlich gerne haben wollen.
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Das hilft mir ja dann in Zukunft auch, meine Angebote entsprechend zu schreiben an die Redaktionen.
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Und dann habe ich mich abends noch mit Philip getroffen von Anno Punkt, Punkt, Punkt.
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Das ist ja ein Podcast, dem ich so ein bisschen Starthilfe gegeben habe.
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Da haben wir dann in der Nähe der Veranstaltungslocation gesessen, haben ein bisschen was getrunken und uns die Leute angeguckt, haben uns ganz viel unterhalten. Das war ein richtig schöner Abend.
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Und heute, am Finaltag, an Tag drei, war ich viel zu früh da. Auch wieder alte Gewohnheit.
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Da war irgendwie kurz nach Einlass bin ich da schon rein gelatscht und hatte dann noch so eine Dreiviertelstunde Zeit, bis der erste Vortrag des Tages anfing.
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Und ja, mein Leib und Magen Thema Podcasting und die Programmkommission der republica. Das sind irgendwie so zwei Welten, die da aufeinanderprallen.
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Also es gab wenig zum Thema Podcasting, auch in diesem Jahr.
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Und dann haben Sie auch noch zwei Vorträge zum Thema auf die gleiche Zeit gelegt.
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Das fand ich ein bisschen schade, also musste ich ja dann entsprechend auswählen.
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Und ich habe mich für das Panel "Wie Podcasts ein offenes Ökosystem bleiben können" entschieden.
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Und ja, ich bin da, glaube ich, mit falschen Erwartungen reingegangen,
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weil ich halt gedacht habe so was, was tun wir denn, damit Podcasting offen bleibt und ein Teil des freien Internets bleibt, anstatt irgendwo auf Plattformen und hinter irgendwelchen
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virtuellen Zäunen zu verschwinden. Und darum ging es eigentlich gar nicht. Es ging schon mehr,
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"Ökosystem" impliziert ja auch so ein bisschen den Begriff des Geldverdienens, der Vermarktung.
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Es ging schon sehr darum, mit Podcasts Geld zu verdienen. Und ist der RSS-Standard, da das richtige Mittel, was wir haben?
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Da waren Sie sich einig, dass das sozusagen. Ja, also ich hätte es so formuliert.
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RSS ist sozusagen das UKW Radio, also einigermaßen leicht zugänglich, barrierearm, hat jeder, kann jeder im Prinzip.
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Und die haben das ein bisschen anders formuliert, aber es lief im Wesentlichen darauf hinaus.
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Sie haben aber auch dann gesagt, dass ein RSS Feed einfach viel zu wenig Daten zurückliefert über das Publikum, dass man also dann nicht so gut tracken kann, wie eine Anzeige performt oder wo das Publikum ist, was das für ein Publikum eigentlich ist, das ein Podcast hat,
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um da eben die Vermarktungs Konzepte besser darauf zuschneiden zu können.
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Und da wären also Hosting Services und Server die eigentliche Lösung. Und naja, das sehe ich halt ein bisschen anders.
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Also die Referentinnen haben da auch die freie Podcast Szene sehr gelobt, dass da viele coole Ideen rauskommen und ich fühlte mich aber gleichzeitig dabei so ein bisschen belächelt.
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Also die haben dann gesagt, wir müssen die freie Szene stärken und müssen denen Hilfestellung geben für mehr Sichtbarkeit, für mehr Vernetzung, für auch zum Teil rechtliche Beratung, wenn es um irgendwelche schwierigen Fragen geht, wie Beispiel Musik im Podcast,
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aber halt immer dann auch mit dem Ziel, und das war so ein Destillat daraus,
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das klang für mich sehr danach, als wäre das Ziel, wenn man einen Podcast startet, immer, dass man automatisch damit auch Geld verdienen möchte, dass es also keinen anderen Grund gäbe, einen Podcast zu starten und da
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nein, leider nein, leider gar nicht. Das ist ja nun völliger Quark.
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Ich fand das, was Maria Lorenz dazu gesagt hat, dass sie, als sie mit Podcasting angefangen hat, nie die Idee hatte, damit Geld zu verdienen.
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Und dass sie sich parallel dazu ja auch nicht gefragt hat, warum Sie nicht mit Joggen Geld verdient oder mit Brettspiele spielen.
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Das fand ich eigentlich ganz schön, aber letztlich leitet sie ja nun eine Podcast Produktionsfirma und verdient damit eben ihr Geld und sagt halt auch, dass es,
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dass die Zeit, die man in einen Podcast investiert, auch eine Art von Investment ist, das man sich zurückholen können sollte und dass viele aus der freien Szene da so ein bisschen Schwierigkeiten mit haben, das auch zu schaffen.
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Und ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass denen komplett nicht klar ist, dass es eben auch Leute gibt, die explizit kein Geld mit ihrem Podcast verdienen wollen.
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Ich habe das ja schon schon mehrfach erzählt, wie ich zum Thema Monetarisierung stehe.
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Wenn ich nun mit meinen Produktionen Geld verdienen wollen würde, dann könnte ich das vielleicht sogar.
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Aber es ist mir halt einfach zu aufwendig, zu stressig. Und vor allem habe ich dann kein Hobby mehr, sondern einen zweiten Beruf.
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Und das ist dann halt
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nicht das, was ich will, denn mein Beruf erfüllt mich eigentlich schon ganz gut aus. Ich brauche nicht noch einen.
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Ansonsten war ich viel draußen, habe wieder schön in der in der Sonne gesessen bzw im Schatten mich mit Leuten unterhalten.
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Bin dann nachmittags noch in die Stadt gefahren, habe da noch jemanden getroffen und tatsächlich auch die Zeit sehr verdaddelt.
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Ich hatte dann so ein bisschen den Blick auf die uhr verloren und dadurch dann die Closing Ceremony verpasst.
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Das ist ja eigentlich immer so das heimliche Highlight der republica.
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Wenn dann noch mal so Zahlen, Daten, Fakten präsentiert werden und noch mal so ein so großer Eimer Puschelichkeit sich über einem ergießt und alle gemeinsam Bohemian Rhapsody singen,
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das ist eine liebgewonnene Tradition, wo ich so ein bisschen traurig bin, dass ich das verpasst hab auf der einen Seite, dass ich aber andererseits auch ohnehin das Gefühl habe, dass es mir dort sowieso,
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zu krass und zu voll gewesen wäre, auch wenn das die einzige Gelegenheit war, wo sie wirklich die Masken durchgesetzt haben.
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Sie haben also gesagt wenn wir singen, nur wenn alle eine Maske tragen und die, die keine Maske tragen wollen, die können sich draußen hinstellen und da mitsingen.
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Ja, ich glaube, ich hätte mich da ohnehin unwohl gefühlt.
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Und trotzdem habe ich so ein bisschen das Gefühl, was verpasst zu haben an dem ganzen Ding.
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Also insgesamt, wenn ich auf die Veranstaltung gucke, die Atmosphäre da so gewohnt entspannt, locker, kuschelig.
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So, ich habe sehr viel Freude wahrgenommen, einander mal wieder zu sehen,
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aber es war halt auch zu viel ohne Maske und zu viel Gedränge.
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Also es gab zwar die Bitte im großen Saal in der Arena, dass da Masken bitte getragen werden sollen und es gab das Versprechen, dass in den Workshops und auf den kleineren Bühnen auf jeden Fall Masken getragen werden.
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Das wurde halt nicht durchgesetzt, das hat überhaupt niemanden interessiert.
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Es gab einen Ordnungsdienst am Eingang jeder Bühne und an jedem Eingang zu einem Saal.
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Die waren aber eher damit beschäftigt, auf ihre Handys zu gucken. Also was deren Jobbeschreibung nur ganz genau war, habe ich nicht verstanden.
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Masken durchsetzen war es jedenfalls nicht.
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Was ich mochte, ist die Location, die Arena Berlin und der Festsaal Kreuzberg. Das sind so, das ist so ein altes Industriegelände oder so was.
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Ich habe ein paar Fotos gemacht, die im Blog sind. Der Außenbereich war richtig schön mit Blick auf die Spree irgendwie, sondern so eine Sonne wie so ein Strandbad, so mit Liegestühlen im Sand und eine schöne Dachterrasse.
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Und dieses, dieses alte Schiff da, die Hoppetosse, die da liegt und die auch als Bühne genutzt wurde zum Teil, das war schon sehr, sehr chillig. Und diese ganzen Gebäude, so wie die jetzt halt auch dastehen, so shabby chic mäßig.
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Das ist einfach sehr, sehr schick.
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Wie gesagt, guckt euch gerne die Fotos an im Blog. Dann haben sie auch sehr auf Nachhaltigkeit gesetzt bei der ganzen Geschichte zum Beispiel einige Elemente, die haben so also wie so ein Vorhang, so ein halbtransparenter Vorhang, der als als Bühnenhintergrund diente.
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Das ist ein kompostierbares Material, haben auch noch mal betont, wie lange sie schon manche Designelemente der republica wiederverwerten.
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Also dieser berühmte Affenfelsen zum Beispiel, der aus Kisten besteht, die dann Sitzfläche bilden,
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dass sie die schon seit zehn Jahren im Einsatz haben und auch solche Plastikstühle, dass die auch schon ganz lange da sind und zum Teil einfach vermietet und ansonsten eingelagert werden.
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Und was ich richtig schön fand auf der Bühne war, sondern so ein Schreibtisch, wo die Bühnenmoderation dann Platz genommen hat für die spätere Frage-Antwort-Runde.
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Wenn also ein vortragender Vortragende fertig war mit dem, was er erzählen wollte, dann gab es halt die Möglichkeit Fragen zu stellen und dafür haben die beiden sich dann halt an diesen Schreibtisch gesetzt.
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Das war einfach ein schönes Design Element, das ich, das ich sehr mochte.
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Draußen im Food Court gab es diverse Food Trucks, die 100 % vegetarische Speisen angeboten haben. Also "Fleisch auf der republica in Kilo = Null" war eine Folie
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bei der Abschlussveranstaltung, die ich bei Twitter gesehen habe. Das Essen war gefühlt noch mal ein bisschen teurer als sonst, aber halt 100 % fleischlos.
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Ich habe 8 € gezahlt für jede der angebotenen Hauptmahlzeit. Ich habe auch alle ausprobiert.
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Der vegetarische Burger und der vegetarische Döner haben ja eher so mittel geschmeckt. Fand ich jetzt nicht so geil.
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Und heute gab es eine vegetarische Bowle mit verschiedenen Gemüsen und Reis und Soja Fleisch. Das war, das war wirklich lecker, das mochte ich.
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Was beim Thema Nachhaltigkeit mir noch einfällt. Wir hatten ja aufgerufen, dass man Mehrwegbesteck mitbringen soll und bis auf den Stand mit der Bowl war es aber so, dass wenn es Besteck gab für irgendwas, dass das dann gleich mitgegeben wurde vom Stand aus.
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Also ein Einweg Besteck, in einem Fall sogar kleine Plastik Löffel, die dann halt auch wirklich schon im Essen steckten.
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Da macht es dann auch keinen Unterschied mehr, wenn ich sage sorry, ich habe meinen eigenen Löffel, brauchst kein reintun.
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Das hat alles nicht so richtig gut funktioniert. Bzw. Das war dann so ein bisschen verschenkt, möchte ich mal sagen.
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Ja, was ich am am Tag eins dann nachmittags noch gemacht habe. Ich bin auf die Suche gegangen nach einem, nach diesem kleinen Fehler, der meine WordPress Blogs befallen hat.
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Da hatte ich ja erzählt in Folge 356, dass alles, was in WordPress als Seite angelegt ist, auf einmal nicht mehr gefunden werden konnte, obwohl es im WordPress angelegt und auch veröffentlicht war.
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Und da hatte ich ja schon ein bisschen was probiert und das aber einigermaßen erfolglos.
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Also ich sage noch mal kurz Symptome dieser ganzen Geschichte war veröffentlichte Seiten, außer eben die der Startseite waren zwar veröffentlicht und sichtbar in der Vorschau, dass diese Seite, also wenn ich aus dem Bearbeiten Modus die Seite mir angeguckt habe, dann konnte ich sie auch sehen.
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Und dann gab es aber einen Fehler 404: Seite konnte nicht gefunden werden, wenn man sie vom Blog aus aufgerufen hat. Es gab keine sichtbaren Fehlermeldungen in der Console und entsprechend habe ich dann erst mal,
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nachdem ich das ausschließen konnte, dass da irgendwie eine Fehlermeldung aufläuft, habe ich dann alle Plugins deaktiviert und nacheinander wieder eingeschaltet. Das hat erstmal nichts gebracht.
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Dann hat mir Andy den Tipp gegeben, dass ich also nach jedem mal aktivieren erst mal ein bisschen warten soll, weil da doch noch irgendwas gepuffert wird.
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Und das hat dann tatsächlich den Ausschlag gegeben. Das Plugin Google XML Maps hat dieses Problem ausgelöst und das konnte ich dann also reproduzierbar.
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Konnte ich diesen Fehler auch wieder erzeugen, indem ich dieses Plugin aktiviere? Und ja, jetzt ist es gelöscht, alle Seiten sind wieder da und alle so Yeah!
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Das war also dann doch ein relativ produktiver Tag.
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Und dann hatte ich ja erzählt, ich habe mich noch mit Kollegen getroffen, am Mittwoch mit meinem Amtsvorgänger im Tiere Bouchard.
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Das ist eine kleine Kneipe in einer schönen Ecke von Kreuzberg, die die Sammlung meiner Berliner Klischees deutlich verkleinert hat.
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Es war sehr ruhig da, da hat keiner rum krakeelt, die Bedienung war freundlich, das Essen hat geschmeckt und war tatsächlich auch sein Geld wert.
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Also das war dann tatsächlich mal eine andere Berliner Erfahrung. Das hatte ich bisher so noch nicht.
0:19:37–0:19:40
Zum Funkhaus Besuch am Donnerstag. Da kann ich auch noch sagen, es war sehr nice,
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gute Gespräche geführt in angenehmer Atmosphäre und dann abends oder nachmittags auch noch ein bisschen gearbeitet.
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War also auch dann ein ganz guter Tag. Und so kann ich also sagen Ich bin mit meinen Tagen in Berlin grundsätzlich erst mal zufrieden.
0:19:55–0:20:09
Nur die Frage mit Massenveranstaltungen wie der republica, da hadere ich jetzt dann tatsächlich so ein bisschen mit. Und das führt auch dazu, dass ich mich frage, ob republica in Zukunft vielleicht überhaupt noch mal meine Veranstaltung ist,
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also sprich, ob es für mich in 2023 eine Neuauflage gibt oder nicht.
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Da bin ich mir echt noch nicht sicher. Ich habe das ja immer genossen, dass da Leute da sind, die ich mehr oder weniger von da kenne und die ich da hauptsächlich sehe.
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Und dass ich das eigentlich ganz schön finde. Und auch da sind auch häufig Vorträge, die ich auch als sehr inspirierend empfinde.
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Aber die die Zahl von Business Kaspern und Start up Menschen, die irgendwelche Sales Pitches machen, ich weiß es nicht, ob ich dahin passe.
0:20:45–0:20:49
Aber ich habe jetzt ein Jahr Zeit, mir das zu überlegen, was ich dann im nächsten Jahr mache.
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Und das ist es eigentlich auch schon für diese Woche. Viel mehr habe ich gar nicht zu erzählen. Ist ja schon eine ganze Menge gewesen, was ich dann jetzt erlebt habe.
0:20:57–0:21:10
Und jetzt geht dann die Arbeitswoche wieder los. Mal gucken, was, was da so auf mich zukommt, was ich noch finde an Themen, die ich bearbeiten werde und was ich euch dann nächste Woche erzählen kann. Bis dahin Tschüss.

 

Mit Bezug auf diese Episode:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 10.06.2022 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)