JSFP523: Hühnertechnische Komplikationen

Von technisch komplizierten Hühnern. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:17:46Diese Episode erschien am 7. Dezember 2025 um 8:15Downloads 565 Downloads

 
Nach einem kurzen Rückblick auf eine unnötig ineffektive Arbeitswoche berichte ich von der Ankunft unserer neuen Hühner. Da gab es einige technische Hürden zu überwinden und einige von denen werden mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Die ersten beiden Abende mit den beiden Neuen waren insofern aufregend, als die erstmal unseren Stall verstehen müssen. Das fängt schon damit an, dass sie einfach nicht pünktlich rein wollen und das sorgte schon für einige Aufregung.

Diese Episode hat 9 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 58 Sekunden lang.

Ein Postkarten-Adventskalender hängt an der Wand. Zwei Schnüre verbinden sechs schmale Holzlatten, an denen Papiertüten und Pappschilder mit Nummern drauf angebracht sind. In den Tüten sind - nicht von außen erkennbar - die Postkarten aus dem Publikum versteckt.

Danke für Eure ganzen tollen Postkarten!

Den ganzen Kamera- und Stallkram findet ihr in den verlinkten Episoden.

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 523.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Arbeitsmäßig war diese Woche, ich möchte fast sagen, ein bisschen ineffizient.
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Also tragisch ineffizient. Donnerstag, am 4.12.,
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gab es an der Kieler Universität einen Protestzug, eine Demo,
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weil nämlich die Landesregierung beschlossen hat, das Budget der Universitäten,
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der Hochschulen im Land, zu kürzen und gleichzeitig gesagt hat:
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"Liebe Hochschulen, ihr dürft euch dieses Geld dann von den Studierenden wiederholen"
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"in Form einer Verwaltungskostenabgabe von 60 Euro pro Semester."
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Ja, zu diesem Behufe hat der Asta aufgerufen, eine Demo zu machen und die Hochschulleitung
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fand das so bescheuert, diese Idee mit dem Verwaltungskostenbeitrag,
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dass sie gesagt haben: "Wir schließen uns an!" und das haben wir also thematisiert.
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Um es kurz zu machen: die Redaktion von Campus und Karriere hat sich für ein
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Interview mit der Vizepräsidentin der Uni entschieden und hat mich gebeten,
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ein Stimmungsbild zu besorgen, sprich also mit Studierenden und Mitarbeitenden zu sprechen.
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Und ich habe gedacht, ich bin einfach schlau und mache das ohne viel Stress.
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Schon Montag oder Dienstag, wenn am Donnerstag die Demo stattfindet,
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dann ist das ja Quatsch, sich da so direkt am Tag der Demo in Stress zu versetzen. Das ist ja Quatsch.
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Da bin ich am Montag hingefahren, habe mich vor die Mensa gestellt und habe
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Leute angequatscht, wie ich das halt bei einer Straßenumfrage auch gemacht hätte
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und habe also von den meisten gehört, weiß ich gar nichts drüber, was ist da los, hä?
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Okay, hat also nicht so richtig gut funktioniert.
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Dann hatte ich den AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) angefragt für einen O-Ton vorher, also das hätte ich
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ohnehin vorher machen wollen, weil am Tag der Demo haben die natürlich was anderes
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zu tun, als Interviews zu geben.
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Das hat auch funktioniert, da war ich dann am Dienstag, habe danach dann nochmal
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probiert, ob ich nicht vielleicht das ein oder andere Interview bekommen kann.
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Hat auch nicht geklappt. Ich hatte auch die Mitarbeitendenvertretungen angefragt.
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Denen habe ich sehr lange hinterher telefoniert, bis ich die mal erreicht hatte.
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Nur um dann zu hören, dass die sich nicht äußern dürfen, weil sie halt eine
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interne Organisation sind und das dann nicht geht.
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Und im Endeffekt habe ich dann also die entscheidenden O-Töne am Tag der Veranstaltung,
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während der Veranstaltung bekommen.
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Aber ich war halt dreimal in Kiel an der Uni. Das Schöne an der Sache war,
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dass ich am Dienstag immerhin Zeit hatte, mit einem ehemaligen NDR-Kollegen
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zum Mittag zu essen in der Mensa, der jetzt dort arbeitet an der Uni und das war dann auch ganz okay.
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Und also im Zuge dessen habe ich also noch die Woche zweimal Döner gegessen.
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So. Und dann ging's,
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an den Freitag. Freitag war ein Scheißtag, weil ich im Prinzip nicht geschlafen
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habe in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.
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Keine Ahnung, weswegen. Ich komme insgesamt so grob überschlagen,
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vielleicht auf drei, höchstens vier Stunden Schlaf, davon anderthalb auf der Couch.
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Da war ich nicht so fit und habe also deswegen morgens nur kurz meine E-Mails gecheckt.
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Es lag nichts an und habe dann beschlossen, umzudisponieren,
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weil am Freitag war nämlich Hühnertag.
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Unsere neuen Hühner sollten ankommen.
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Und jetzt war aber der Stall ja noch gar nicht fertig. Aufgebaut wohl,
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er stand aber noch auf der Terrasse und war noch nicht voll funktionsfähig.
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In der Form, dass ich die Steuertechnik noch gar nicht eingebaut hatte.
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Wir haben ja immer eine automatische Tür.
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Und da gibt es halt so einen kleinen Plastikkasten, wo die Steuerung stattfindet.
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Das kann man wahlweise über die Automatik in diesem Kasten machen,
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zum Beispiel Zeitsteuerung oder nach Lichtniveau oder sonst was.
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Geht auch über die Hersteller-App oder halt per API, zum Beispiel über Home Assistant.
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Das musste also noch verkabelt werden. Der Ventilator, von dem ich letzte Woche
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erzählt habe, natürlich dann auch.
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Kamera ist auch noch nicht drin und das war dann also der Plan,
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das alles Freitag über Tag zu machen und dann natürlich auch den Stall dahin
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zu stellen, wo er denn dann stehen soll.
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Ich habe also erstmal das Steuergerät verdrahtet und habe das in der App hinzugefügt,
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um dann zu sagen, okay, jetzt stellen wir ihn erstmal hin, weil nämlich wir
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auch ein bisschen Terminschwierigkeiten hatten.
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Die Herzdame hatte mittags dann eine Beerdigung und wollte danach zügig losfahren
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in die Nähe von Hamburg, um unsere neuen Hühner abzuholen.
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Da saßen die in einer Pflegestelle dieses Tierschutzvereins und haben sowieso
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auf ein neues Zuhause gewartet.
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Das ist also ganz prima, dass das noch geklappt hat.
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Heißt aber auch, es war klar, sie würde mehrere Stunden über den Tag nicht da
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sein. Das heißt, wir haben also die Sachen, die wir zu zweit machen mussten,
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dann erstmal vorgezogen.
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Eine der Sache war eben, den Stall zu positionieren. Der soll jetzt also da
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stehen, wo bisher der andere Hühnerstall gestanden hat und der andere Hühnerstall
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kommt an eine andere Stelle im Gehege.
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Jetzt haben wir den alten Stall aber schon länger nicht bewegt gehabt,
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nämlich seitdem er da aufgebaut worden ist.
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Und naja, in der Zeit haben die Hühner halt das Moos wegvertikutiert und das Gras gedüngt.
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Und der Stall hat halt so eine angebaute Voliere und die verläuft unten L-förmig,
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damit sich eben Raubtiere da nicht unterdurchgraben können.
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Und dieser Bereich, quasi der Fuß vom L, der auf dem Boden aufliegt,
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der ist halt ziemlich grasmäßig eingewachsen.
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Das war eine ganze Menge Arbeit. Hat die Herzdame, die hat da ihren kompletten
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Frust der Woche rausgelassen, glaube ich.
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Also sie war auf jeden Fall sehr beschäftigt und hat es aber hinbekommen,
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das soweit freizuschneiden.
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Und dann haben wir den also mit den eingebauten Rädern hochgestemmt und dann,
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also die Räder haben so eine Hebelfunktion, hochgestemmt, hingeschoben an die
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andere Stelle, dann den anderen Stall runtergeholt, Zaun weg, reingeschoben.
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Das passte super, die Herzdame konnte los. Ich konnte mich darum kümmern,
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dass alles mit der Steuerung soweit funktioniert.
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Und dann ging das erstmal nicht, weil ich zwar die Steuerung von der Tür und
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dem Ventilator zwar in der App gefunden habe oder hinzufügen konnte,
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die dann aber nicht in Home Assistant aufgetaucht sind.
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Habe ich dann später herausgefunden. Man braucht dann einen neuen API-Key,
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der das auch mit abdeckt.
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Jetzt mal dreimal klicken, das ist kein Problem. Das nächste Problem war dann
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aber, dass die Tür klemmt.
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Keine Ahnung, was da los ist. Also ich sehe das Problem.
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Irgendwas ist da beim Zusammenbau offenbar schiefgelaufen. Die bleibt an einer
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Stelle hängen, wo sie eigentlich durchgleiten sollte.
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Das heißt, ich muss sie nochmal zerlegen, zusammensetzen. Wollte ich eigentlich
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gestern machen, ging aber nicht. Aus Gründen. Das ist also jetzt das eine Projekt.
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Das andere Projekt ist die Kamera.
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Ich habe ja Reolink-Produkte dafür gekauft. Also es war so, als wir den alten Stall
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bekommen haben und ich mich da für eine Kamera entschieden habe,
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habe ich nur die Kamera gekauft.
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Und die kann man ins WLAN hängen und kann dann da relativ zügig mit Home Assistant
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drauf zugreifen oder halt über die App Livestream und so weiter.
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Man kann aber nicht ohne weiteres darauf aufzeichnen.
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Es sei denn, man kriecht halt nochmal in den Stall rein und setzt da eine SD-Karte
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ein. Da hatte ich nun keine Lust zu.
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Und vor allem hatte ich gehört, dass es viel schlauer sei, einen Hub zu bestellen,
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der also dann als Zentrale für alle vorhandenen Kameras fungiert.
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Und das hat auch super geklappt. Das ist total schön.
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Super unkompliziert, alles easy, alles entspannt. Solange, bis man eine weitere
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Kamera hinzufügen möchte.
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Denn was jetzt ist, dieser Hub hängt an einem Ethernet-Kabel in unserem Hausnetzwerk.
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Besteht aber darauf, dass neue Kameras im gleichen LAN sind.
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Und da war jetzt meine naive Vorstellung, WLAN ist ja auch ein LAN,
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ich mache einfach die Kamera ins WLAN und füge sie dann in den Hub hinzu, das ging nicht.
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Weil nämlich der Hub sagt, ich mache hier ein eigenes WLAN auf,
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ich bin hier der Captain und die Kamera muss in diesem WLAN sein.
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Ich sag's gleich, das ist scheiße. Denn dieses WLAN ist viel zu schwach,
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das reicht nicht bis zum Stall.
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Das normale WLAN von der Fritzbox halt schon.
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So, was ich mir kurz überlegt habe, war, direkt auf die Kamera zuzugreifen,
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die ins WLAN zu tun und sie dann nachträglich dem Hub hinzuzufügen.
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Das geht aber nicht, zumindest nicht mit der Reolink-App, die ich auf dem Handy
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habe, weil die ja schon weiß, dass es einen Hub gibt und der Hub die Kommunikation
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mit allen Sachen übernimmt.
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Das heißt, im Augenblick ist die eine Option, alles auseinander zu pflücken,
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alles zu resetten und dann erst die Kameras ins WLAN zu bringen und dann über
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den Hub hinzuzufügen oder zu sagen,
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wir lassen es mit dem Hub ganz sein, haben dann aber nur Livestream keine Aufzeichnung.
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Dritte Variante könnte wahrscheinlich sein, die Reolink-App auf einem weiteren
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Telefon zu installieren, da die Kamera ins WLAN zu bringen und dann zu versuchen,
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sie darüber, es ist mir jetzt schon zu kompliziert.
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Also das ist noch so ein Thema, mit dem ich mich befassen möchte,
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muss, sollte. Irgendwie muss ich das hinkriegen.
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Also ich will aber eigentlich nicht den Weg gehen müssen, alles auf Werkseinstellungen
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zurückzusetzen, alles wieder nacheinander ins Netzwerk zu bringen,
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um es dann in dem Hub zusammenzuführen.
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Denn das würde ja bedeuten, wenn ich irgendwann mal auf die Idee komme,
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aus irgendeinem Grund noch mehr Überwachungskameras am Haus oder ums Haus haben
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zu wollen, dann muss ich diesen ganzen Weg nochmal machen.
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Es sei denn, diese ganzen Kameras, die ich mir vielleicht noch anschaffe,
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sind alle hier in diesem Raum, wo auch der Hub steht.
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Damit die dann in diesem WLAN sind. Das ist ja auch Quatsch.
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Also das ist noch so ein Problem, was ich noch lösen muss. Und das andere Problem
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ist leider das Verhalten der Hühner.
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Wir haben die ja in der Nähe von Hamburg abgeholt. Das musste dann auch mit
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der Arbeitszeit des Menschen passen, der die Pflegestelle da betreibt und auch mit der der Herzdame.
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Die war also, ich glaube, so gegen acht oder so wieder zu Hause.
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Es war stockdunkel und die Hühner sind dann eigentlich in so einer Art Schlaftrance.
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Also normalerweise jetzt, wenn die nicht gerade transportiert werden.
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So, jetzt waren sie natürlich wach.
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Jetzt wäre es im Nachhinein schlau gewesen, einfach die Hühner zu nehmen,
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den Stall aufzumachen und sie direkt in den Stall reinzusetzen.
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Wir haben uns jetzt überlegt, es wäre doch viel besser, dass die gleich so ein
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bisschen ihre Umgebung kennenlernen, wenn wir die in die Voliere setzen,
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den Stall aufmachen, drinnen Licht an und die Hühner denken:
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"aha, da ist Licht, da muss ich hin" und gehen rein.
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Stellt sich raus, machen die gar nicht. Das hat also eine Weile gedauert und
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im Endeffekt haben wir sie dann doch wieder eingefangen und über die Klappe reingesetzt.
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So, haben gedacht, okay, die waren total verschlafen, verpennt, neue Umgebung,
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Morgen klappt das besser. Arschlecken. Gestern Abend, das war so ein Krimi.
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Und ich saß gerade in unserer Online-Rollenspielrunde und habe das also nur
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über die Kamera mitbekommen.
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Also die Einstellung ist so, weil wir das halt von den anderen Hühnern inzwischen kennen.
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Wenn die Sonne untergegangen ist, geht im Stall Licht an.
0:11:24–0:11:28
Und nach zehn Minuten, wenn das Licht ausgeht, das ist so eine Standardeinstellung
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von dem Stallhersteller, kann man auch nicht verändern.
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Das ist die Maximalzeit. Dann fährt die Tür zu. Und das funktioniert mit unseren
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alten Hühnern, mit den Oldies eigentlich überwiegend gut.
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Wir haben das ab und zu mal, gerade im Winterhalbjahr, in der Zeit,
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wenn die Tage kürzer werden, so alle 14 Tage kriegen die es mal nicht hin, da sind sie zu langsam.
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Aber dann sehe ich das halt auf der Kamera und kann dann den Stall wieder auffahren.
0:11:54–0:11:58
Die anderen Hühner, die Neuen, kennen das offenbar so nicht.
0:11:59–0:12:02
Das heißt, die denken überhaupt gar nicht dran, in den Stall zu gehen.
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Wir hatten jetzt also den Fall gestern Abend, dass ein Huhn im Stall war,
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dann ging die Tür zu und das zweite Huhn war aber noch draußen.
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Ich dachte, ja gut, machen wir es wie immer. Ich habe also die Webcam während
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des Rollenspiels auf einem anderen Bildschirm gehabt und habe dann per Home
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Assistant die Tür wieder aufgefahren.
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Das Licht wieder angemacht, um das zweite Huhn da reinzulocken.
0:12:27–0:12:31
Was aber passiert ist, das eine Huhn, was schon drin war, ist wieder rausgegangen.
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So, dann haben wir also gesagt, okay, wir machen jetzt, also wir im Sinne von,
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ich sitze hier und spiele eigentlich, war aber gedanklich überhaupt gar nicht
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dabei, sondern war total abgelenkt.
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Die Herzdame hat also einen Huhn eingefangen in der Voliere,
0:12:45–0:12:48
hat das von hinten in den Stall gesetzt, ich habe die Tür vorne zugefahren.
0:12:48–0:12:52
Dann war eigentlich der Gedanke, sie fängt das zweite Huhn auch noch wieder ein.
0:12:53–0:12:56
Und setze es dann in den Stall. Das hat aber aus irgendeinem Grund nicht geklappt,
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weil sich das auch versteckt hat.
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Also das ist halt von der Tür weggegangen, der Voliere, und die ist halt echt
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eng, da kommt man nicht so gut rein.
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Also hat sie manuell am Stall die Tür wieder aufgemacht,
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Und dann versucht das Huhn reinzulocken, hat dabei aber das zweite Huhn wieder
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rausgelockt. Großes Chaos.
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So, sie sind dann irgendwann beide im Stall gelandet, aber dann war vorne die
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Tür noch auf und eins der Hühner ist wieder rausgelaufen, weil es dann doch
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nochmal ein bisschen was fressen wollte.
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Also wir gehen jetzt im Augenblick davon aus, dass sie A, das Konzept von Hühnerleitern
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nicht kennen und dass sie B, auch in der Pflegestelle hatten sie halt eine andere
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Art von Stall, einen größeren Stall, wo es dann drin auch nochmal Futter gab.
0:13:41–0:13:44
Also sprich, wo sich die Hühner auch tagsüber drin aufhalten können.
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So ist halt unser Stall nicht gedacht. Der ist halt nur zum Schlafen und zum Eierlegen.
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Also es war ein echter Krimi und wir gehen jetzt mal den Weg,
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dass wir sagen, die Tür bleibt einfach länger auf.
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Wir müssen trotzdem immer noch in den Garten abends runtergehen,
0:14:00–0:14:02
bevor es richtig dunkel ist.
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Einerseits, weil halt die Tür von neuen Stall noch nicht alleine zugeht,
0:14:06–0:14:10
das müssen wir per Hand machen, wie so Steinzeitmenschen. Und andererseits müssen
0:14:10–0:14:15
wir zumindest, wenn die neuen Hühner in ihrer Voliere sind, da die Tür zu machen,
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dass die dann nicht durch den Garten latschen.
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Wir haben ja zum Glück nicht das Problem, dass wir hier ein Raubtier irgendwie haben.
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Der Marder hat sich ja nicht mehr blicken lassen, von dem ich mal erzählt habe.
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Insofern sind die da einigermaßen sicher drin und wir lassen jetzt halt die
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Tür eine halbe Stunde lang offen nach Sonnenuntergang und ich mache halt automatisch
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das Licht nach zehn Minuten immer nochmal wieder an, bis dann die Tür final zufährt.
0:14:41–0:14:42
Hoffen wir mal, dass das funktioniert.
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Namen haben die beiden übrigens noch nicht.
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Wir haben nämlich uns daran erinnert, als wir die alten Hühner abgeholt haben,
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haben wir schon da auf dem Hof die Namen vergeben.
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Und wir sind uns nicht so ganz sicher, aber wir glauben, dass wir die Namen
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später nochmal vertauscht haben.
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Und deswegen haben wir gesagt, wir lassen jetzt erstmal ankommen und gucken
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uns erstmal an, wo Unterschiede sind, dass wir die Hühner also auch wirklich
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identifizieren können. um dann Namen zu vergeben.
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Wir haben jetzt also drei zur Auswahl und heute um neun, sprich also nach dieser
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Aufnahme, wollen wir uns dann final entscheiden.
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Im Skat sind Lady Gack-Gack, Feather Locklear, finde ich fantastisch.
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Und das Gastteenie bestand zuletzt auf Lexi-Huhn.
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Also sie hat da sehr früh von angefangen, als klar war, dass wir ein neues Huhn
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bekommen oder neue Hühner bekommen würden, dass sie möchte, dass wir eins "Lexi-Huhn"
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nennen und sie findet das unfassbar witzig,
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lacht sich regelmäßig Schrott darüber und wir schnallen halt nicht,
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was da der Witz sein soll und sie sagt: "ist doch vollkommen klar, Lexi-Huhn,
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so Lexi-Huhn!" und
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kann gar nicht mehr reden vor lauter Lachen.
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Die Herzdame hat jetzt dann irgendwann auch gesagt, ja,
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dann machen wir das halt so, weil sie keinen Bock mehr darauf hatte,
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ständig damit genervt zu werden, merken wir dann doch so langsam eine Art von Rückzug.
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Und deswegen ist jetzt heute um neun die Entscheidungskonferenz.
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Wie heißen denn die beiden neun Hühner?
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Vielleicht wird eins "Lexi-Huhn" heißen, vielleicht auch nicht.
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Vielleicht kommt noch ein vierter Name ins Spiel, aber das sind jetzt die drei,
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die wir haben. Meine beiden Favoriten sind ja Lady Gack-Gack.
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Das kam irgendwie aus der Community.
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Die Herzdame hatte mein Mastodon mal gefragt. Und da kamen fantastische Vorschläge.
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Und Feather Locklear, das ist uns gestern Abend noch eingefallen.
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Also mal gucken, ich werde berichten.
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Apropos Gastteenie, vielen, vielen Dank für eure ganzen Postkarten,
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für die Teilnahme an dem Adventskalender-Projekt. Das ist fantastisch.
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Sie freut sich jeden Tag über die Karten, die sie da bekommen hat,
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über eure lieben Nachrichten.
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Das hat wirklich super funktioniert. Vielen, vielen Dank, dass ihr da so zahlreich
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mitgemacht habt. Ich weiß, dass noch ein, zwei Karten unterwegs sind.
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Die schmuggeln wir einfach noch in die Tüten mit rein. Das ist alles gar kein Problem.
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Und ansonsten gibt es noch eine neue Folge vom Podjournal. Die ist am 1.
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erschienen, also ist auch schon jetzt 7 Tage her. Habt ihr bestimmt alle schon gehört.
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Ich bin sehr gespannt. Ich habe so ein bisschen eine Prophezeiung gemacht,
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wie sich das iOS-Update auf 26.2 auf Podcasts auswirken wird,
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die mit dem Podlove-Publisher publiziert werden.
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Ich bin gespannt, ob das tatsächlich so problematisch ist, wie ich mir das vorstelle.
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Ja, Details dann im Podjournal. Hört euch das an. Ich kann das da ein bisschen
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besser erklären, als ich es gerade jetzt kann.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
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Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, von ihren politischen
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Ämtern zurücktreten sollten.
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Bis sie das tun oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars feinem
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Podcast: Alles Gute.

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 07.12.2025 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

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