JSFP419: In vollen Zügen

Von Umzügen in den vollen Zügen des Schulbeginns. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:09:30Diese Episode erschien am 10. September 2023 um 10:21Downloads 490 Downloads

 
Der Kleinkram nach dem eigentlichen Umzug hat uns diese Woche ein wenig ins Gesäß gekniffen, weshalb das Studio immer noch nicht fertig verkabelt ist. Und weil das anständig sein soll, habe ich dafür den ersten Arbeitstag in der kommenden Woche reserviert. Darüber hinaus habe ich von familiären Verpflichtungen zu berichten, von denen zumindest eine meine Anwesenheit in diversen Zügen erforderte.

Diese Episode hat 6 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 35 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

Jörn
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 419.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Ja, ich sitze zwar im neuen Studio, es klingt aber nicht nach neuem Studio,
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weil ich noch nicht fertig bin.
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Es war einfach zu viel und genug Kram zu tun, als dass ich mich darum hätte
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kümmern können, hier die Technik aufzubauen und das Studio auch schallmäßig
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so weit herzurichten, dass man darin arbeiten kann.
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Das muss ich tatsächlich auf den Montag verschieben. Ja, einfach.
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Es ist einfach zu viel los. Wir haben noch eine Menge Kleinkram in Husum zu
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erledigen gehabt und der Kleinkram ist es ja immer, der einem dann das Genick
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bricht bei einem Umzug, das wissen erfahrene Umziehende.
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Und ich müsste es eigentlich auch wissen. Es waren im Prinzip Sachen,
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von denen wir schon seit Jahren wussten, dass wir sie erledigen müssen,
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es aber einfach nicht gemacht haben. gemacht haben und die haben uns jetzt halt ins Gesäß gekniffen.
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Das hat uns noch mal, naja, anderthalb Arbeitstage gekostet diese Woche.
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Also Montag waren wir sehr, sehr lange da und am Freitag jetzt dann auch noch mal ein bisschen.
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Wir sind aber jetzt dann soweit fertig. Das Haus ist jetzt übergabebereit und
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jetzt kann es eigentlich dann nur noch besser werden.
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Und dann geht es halt hier ans Einrichten, Aufräumen, Aufbauen von Dingen,
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Installieren von Sachen, alles was hier so noch erledigt werden muss.
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Meine OZG Dienstleistung des Monats, ich höre ja seitdem ich diese Folge hatte
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über den elektronischen Ausweis,
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höre ich den E-Government-Podcast und die haben da immer die OZG Dienstleistung
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des Monats und meine Dienstleistung nach dem Online-Zugangsgesetz des Monats ist es,
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dass man in Husum seinen Hund online an- und abmelden kann. (Jingle für Lexi-Update)
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Ja, wir haben sie, also ich habe sie vor vier Wochen ungefähr abgemeldet wegen
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Umzugs mit Wirkung zum 1.9.
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Habe auch alles ausgefüllt, alles korrekt und da kam auch eine Eingangsbestätigung,
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aber dann kam nichts mehr. Da habe ich dann also diese Woche mal angerufen und
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wie sich herausstellt, haben die das einfach nicht bearbeitet.
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Der Mitarbeiter konnte sich das auch nicht erklären, warum.
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Es würde jetzt dann aber zügig, also würde man da sofort unverzüglich.
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Also er sagte dann zwar nicht "unverzüglich", aber er sagte, das würde jetzt
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sofort erledigt. Sie würden dann am Montag dazu kommen, das durchzubuchen.
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Also von heute an morgen. Und dann würde die Bestätigung mich per Post erreichen.
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Nicht auf dem vorgesehenen Weg über meinen Postfach im Servicekonto des Landes, sondern per Post.
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Ich lasse das vielleicht einfach sein mit diesem Online-Zugangsgesetz-Kram.
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Das sorgt nur für Frust. Ich habe bis jetzt noch nichts gefunden,
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was wirklich funktioniert hat. (Jingle für Lexi-Update)
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Wo ich auch richtig Bock drauf hatte und weswegen ich zum Teil auch nicht dazu
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gekommen bin, hier die ganze Technik wieder anzukabeln:
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Ich hatte familiäre Verpflichtungen diese Woche, denn meine Nichte,
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die in Personalunion auch mein Patenkind ist, die wurde eingeschult.
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Und weil man eben nur einmal im Leben eingeschult wird, habe ich gesagt:
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"Da muss der Patenonkel dabei sein!"
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Habe mir ein Zugticket geklickt nach Hessen und bin dann auch entsprechend da hingegondelt.
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Das war am Dienstag. Ich bin mittags zum Kieler Hauptbahnhof gefahren und habe
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dort festgestellt: "Aha, der Zug steht schon da, wie praktisch."
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Da standen aber auch ungefähr 500 Leute, die offenbar von einem Kreuzfahrtschiff
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kamen und nach Hause wollten.
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Und die alle komplett desorientiert waren, aber immerhin sehr gut erzogen,
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denn sie haben schon 45 Minuten vor Abfahrt dieses Zuges, der offensichtlich
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gerade aus München angekommen war, schon mal Schlangen gebildet an den Türen.
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Und wie so an der Fußgängerampel, wenn da 20 Leute stehen, dann kommt der 21.
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und drückt mal drauf, damit die Ampel grün wird.
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So haben sie das auch gehalten. Kam immer mal jemand vorbei,
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der mal den Türöffner ausprobiert hat. Hat aber nichts geholfen.
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Und dann kam, was passieren musste: Ich stand also mit Kopfhörern,
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dem internationalen Zeichen für "Sprich mich bitte nicht an", aufs Handy glotzend
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am Bahnsteig und dann steht irgendwie eine Person vor mir, die mich anfängt
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zuzutexten und dann mache ich das, was ich immer mache:
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Ich drücke auf Pause, setze den Kopfhörer ab, lasse sie ausreden und sage: "Moin.
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Jetzt kann ich sie hören. Was kann ich denn für sie tun?"
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Das hat sie aber gar nicht so richtig beeindruckt. Sie sagte nur: "Ja,
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ist das denn jetzt der richtige Zug?" Ich sage: "Das kommt drauf an. Wo wollen Sie denn hin?"
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Und sie wieder: "Ja nach München." Ich sage: "Gucken Sie mal auf der Anzeigetafel
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steht. Hier fährt der Zug nach München ab. Hier steht ein Zug.
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Wahrscheinlich ist der das."
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"Ja", sagt sie. "Aber dieser Zug hat auf der Tür die Nummer 618 und auf meiner
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Reservierung steht die Nummer 613." - "Ich kann Ihnen versichern,
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hier fahren nicht besonders viele Züge ab.
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Der wird das wahrscheinlich sein, aber vielleicht fragen sie besser jemanden,
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der für die Bahn arbeitet, anstatt mich damit zu behelligen, denn ich weiß es nicht.
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Ich kann auch nur raten."
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Und dann hat sie auch jemanden gefragt, der für die Bahn arbeitet,
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also sprich jemanden, der das DB-Symbol auf der Jacke trug. Das war aber die
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Reinigungscrew, die noch weniger wussten als ich. Naja, am Ende war es relativ problemlos.
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Wir sind pünktlich losgekommen, haben dann auf dem Weg zum Umstiegsbahnhof 20
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Minuten Verzögerung reingefahren.
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Alles nicht so wild, weil ich 30 Minuten Umsteigezeit hatte und dann stellte
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sich raus, dass auch mein Anschlusszug verspätet war.
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Also ich hatte massig Zeit und die fuhren auch noch auf demselben Gleis ab.
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Also ganz, ganz entspannte Umstiegszeit.
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Ja, dann da vor Ort große, große Einschulungsgeschichte mit morgens Gottesdienst
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und die Jugenddiakonin hat da,
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wir mussten sehr viel aufstehen, zu den Liedern und Bewegungen machen. Das war toll.
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Dann das große Brimborium in der Grundschule selbst, wo Klassen 3 und 4 dann
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noch was aufgeführt haben. Das war auch sehr süß.
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Kaffeekuchen, Abendessen bei meinen Eltern. Das war alles sehr, sehr schön.
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Und meine Nichte war sehr, sehr froh über alles und war stolz wie Oskar,
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dass sie jetzt auch zur Schule geht. Und allein dafür hat es sich ja schon gelohnt hinzufahren.
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Ja und dann am Donnerstagvormittag sollte mein Zug wieder zurückfahren.
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10.24 Uhr war die geplante Abfahrtszeit.
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Und wir standen also am Bahnsteig und dann kam die erste Verspätungsmeldung
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und die zweite und die dritte und wir sind mit 20 Minuten Verspätung los.
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Das hätte noch gepasst mit dem Anschluss, wenn dann nicht bei Hagen ein Stellwerk
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ausgefallen wäre und wir zwangsweise einen Stopp bei Iserlohn einlegen mussten.
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Da standen wir nun sowieso gerade, aber wir sind dann halt fünf Meter gefahren
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und haben dann die Durchsage bekommen: "Hier geht es jetzt erst mal nicht
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weiter. Wir wissen auch nicht, wann.
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Wenn Sie aussteigen wollen, dann tun Sie das gerne, aber bleiben Sie bitte in
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der Nähe, denn sobald wir können, fahren wir los."
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Da habe ich mir also erstmal direkt ein Notfall-Sandwich und eine Krisenselter
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gekauft, falls es länger dauern sollte und noch mehr Leute auf die Idee kommen.
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Später wurde dann sogar stilles Wasser verschenkt. Das brauchte ich ja dann zum Glück nicht mehr.
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Und dann sind wir am Ende mit insgesamt 72 Minuten weitergefahren.
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Der Anschluss war dann weg, genauso wie auch die Zugbindung.
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Und dann fuhr halt von meinem Anschlussbahnhof,
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von meinem Umsteigebahnhof, kein durchgehender zug nach
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kiel also muss ich noch mal in hamburg umsteigen.
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Sämtliche züge mit dem umstieg hatten
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alle noch verspätung das hing wahrscheinlich mit diesem oberleitungsschaden
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in münchen zusammen, man weiß es nicht ganz genau, jedenfalls war ich dann nicht
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ganz zwei stunden zu spät in kiel. "Nicht ganz zwei stunden" bedeutet,
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dass ich meine meine 50 prozent erstattung um wenige minuten verpasst habe aber
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da will ich mich jetzt echt nicht beschweren.
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Ich hatte echt keinen Bock mehr, bin dann in den Schienenersatzverkehr gestiegen,
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der nach Eckernförde fuhr, weil dort am Bahnhof gebaut wird und hätte dann theoretisch
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umsteigen können in einen Schienenersatzverkehrbus nach Rieseby zu uns nach Hause,
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weil ja auch die Lindausnis-Brücke gerade umgebaut wird und neu gebaut wird und
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dort fahren entsprechend auch gerade keine Züge, aber die Herzdame war so nett
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mich abzuholen und dann war ich.
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So gegen Viertel vor neun ungefähr, schlussendlich zu Hause.
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Also nach fast zehn Stunden, es waren zehn Stunden, fast elf.
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Ja, schwierig. Naja, aber es hat sich gelohnt.
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Und jetzt sind wir da. Und jetzt machen wir heute, begehen wir noch den Geburtstag
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der anderen Nichte feierlich.
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Und dann werde ich morgen meinen ersten Arbeitstag nach dem Umzugsurlaub dann
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damit begehen, dass ich mein Studio einrichte im Wesentlichen.
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Und hier noch diversen Verwaltungskram erledige.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister
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zurücktreten sollte. Bis das soweit ist oder bis eine weitere Folge von Jörn
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Schaars feinem Podcast erscheint: Alles Gute!

 

Mit Bezug auf diese Episode:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 10.09.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

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