JSFP529: Winterwunderland Schleswig-Holstein
Ich erzähle von winterlichen Erlebnissen, Döner und Schwarzlichtminigolf.
0:17:59
11. Januar 2026 um 11:09
550 Downloads
Ich habe die Mastodon-Instanz gewechselt und das sorgte für die eine oder andere Nachfrage, die ich hier auch noch einmal beantworten möchte. Wofür ist man denn schließlich Podcaster? Außerdem spreche ich über die Auswirkungen von Sturmtief Elli auf meine Arbeit und die Landschaft hier. Das betraf auch die Hühner zu einem gewissen Grad. In Kiel waren wir auch noch, es gab Kaffee & Kuchen, Pommes, Schwarzlichtminigolf und Döner.
Diese Episode hat 7 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 34 Sekunden lang.
Shownotes:
Transkription der Episode anzeigen
0:00:10–0:00:14
Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaas feinem Podcast Episode 529.
0:00:14–0:00:17
Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
0:00:17–0:00:21
Ja, weil da die ein oder andere Nachfrage kam, ich sage es hier auch nochmal:
0:00:21–0:00:26
Ich bin jetzt mit meinem Mastodon-Profil von chaos.social weg zu norden.social umgezogen.
0:00:26–0:00:28
Das hing damit zusammen, dass ich einfach was Neues brauchte.
0:00:29–0:00:33
Meine persönliche Timeline, das war ja alles okay, da gibt es überhaupt gar
0:00:33–0:00:37
nichts, aber ab und zu hatte ich jetzt die Situation,
0:00:38–0:00:42
dass ich die sozusagen leer gelesen hatte, dass nichts Neues kam und ich auch
0:00:42–0:00:44
sonst nichts Spannendes im Internet sah.
0:00:44–0:00:50
Häufig möchte ich dann nicht mein Gehirn mit YouTube-Shorts frittieren und dann
0:00:50–0:00:56
habe ich halt in diese lokale Timeline geguckt. Das war mir einfach ein bisschen zu einseitig.
0:00:56–0:01:00
Also halt viele so IT-Basteleien, was ich nicht verstanden habe.
0:01:01–0:01:06
Dann auch tatsächlich eine ganze Menge ging es um Kinks von irgendwelchen Leuten,
0:01:06–0:01:09
was die halt so untenrum gut finden.
0:01:10–0:01:14
Und das hat mich ehrlich gesagt so gar nicht interessiert und das lag halt nahe
0:01:14–0:01:16
dann zu Norden.Social umzuziehen.
0:01:17–0:01:22
Und da habe ich diese Situation auch ab und zu und ich merke einfach,
0:01:22–0:01:26
dass ich das viel spannender finde und ich da tatsächlich auch ein paar dienstlich
0:01:26–0:01:30
relevante Accounts schon gefunden habe und insofern war das ganz gut.
0:01:31–0:01:36
Habe dann kurz danach mitbekommen, dass es bei Chaos.Social irgendwelche technischen
0:01:36–0:01:38
Probleme gibt, also kaum bin ich weg, geht da der Bach runter.
0:01:39–0:01:43
Tut mir leid. (kichert) Der Umzug an sich ist super einfach. Es gibt da eine Anleitung
0:01:43–0:01:46
unter anderem auf jointfediverse.com oder so ähnlich.
0:01:47–0:01:49
Also es gibt halt irgendwie so ein Wiki. Das verlinke ich mal.
0:01:50–0:01:53
Und wenn man das befolgt, dann macht man eigentlich nichts falsch.
0:01:54–0:01:59
Das einzige Problem ist, dass gefolgte Hashtags nicht mit übertragen werden
0:01:59–0:02:01
und Filterlisten nicht übertragen werden.
0:02:01–0:02:05
Also man kann seine Follower mitnehmen, seine Followings mitnehmen.
0:02:05–0:02:09
Man kann stumm geschaltete und blockierte Profile übertragen,
0:02:09–0:02:12
aber auch die Beiträge bleiben auf dem alten Profil stehen.
0:02:13–0:02:17
Das ist dann deaktiviert mit einer Weiterleitung und man kann dann den Account
0:02:17–0:02:18
löschen, wenn man das möchte.
0:02:19–0:02:23
Ich glaube, ich möchte das noch nicht, weil da halt einfach ein paar Posts stehen,
0:02:24–0:02:25
über die ich mich gefreut habe.
0:02:25–0:02:30
Einfach, weil ich die witzig fand, weil die viel Zuspruch bekommen haben,
0:02:30–0:02:33
kann ich mich noch nicht so richtig mit anfreunden, das alles zu löschen.
0:02:33–0:02:37
Am Ende ist das natürlich Quatsch, aber so ein bisschen der sentimentale Rest,
0:02:37–0:02:38
der bleibt dann halt bestehen.
0:02:39–0:02:45
Und das gibt mir auch über den Umweg Tusky, also die App, die ich benutze,
0:02:45–0:02:48
die Möglichkeit, meine Filterliste dann doch nochmal zu übernehmen,
0:02:48–0:02:49
denn das habe ich nämlich noch nicht gemacht.
0:02:50–0:02:53
Genau da hatte ich nämlich angefangen. Die Filter werden nicht übernommen und
0:02:53–0:03:00
in der Anleitung wird empfohlen, die händisch abzuschreiben und auf das neue Profil zu übertragen.
0:03:00–0:03:04
Ich freue mich halt sehr über diese Filterfunktionen und habe eine Liste von,
0:03:04–0:03:06
ich weiß nicht, ich habe immer zusammengerechnet, ungefähr 600 Begriffen.
0:03:07–0:03:12
Und da hatte ich einfach keinen Bock, die abzutippen und rüber zu kopieren,
0:03:12–0:03:17
weil ich dachte, das kann ich ja dann sozusagen peu à peu machen,
0:03:17–0:03:22
immer mal so eine Kategorie von Filtern, da die ganzen Begriffe rüberschreiben und dann ist gut.
0:03:23–0:03:29
Geht aber nicht mehr, zumindest nicht im Webinterface. Aber über Tusky,
0:03:29–0:03:33
über die App, die ich benutze, da komme ich noch an diese Filterliste ran und
0:03:33–0:03:36
das ist schön, denn dann kann ich das jetzt genauso machen wie geplant.
0:03:38–0:03:41
Ansonsten ist sehr viel Winter gerade in Schleswig-Holstein.
0:03:42–0:03:46
Das ging ja schon vor einer Woche los mit Schneefall, da war es ja noch so ein
0:03:46–0:03:47
bisschen Winter-Wonderland.
0:03:48–0:03:52
Aber dann schon gleich ab Montag ging die Berichterstattung los,
0:03:52–0:03:53
die Vorwarnung für das Wochenende.
0:03:55–0:03:59
Da glaube ich einfach, dass sich der ein oder andere Wettermensch ein bisschen
0:03:59–0:04:00
weit aus dem Fenster gelehnt hat.
0:04:01–0:04:03
Also ich meine irgendwie so Team Kachelmann, von denen kennt man das,
0:04:03–0:04:07
die haben immer die reißerischsten Überschriften in ihren YouTube-Videos und
0:04:07–0:04:09
ihre Social-Media-Poste immer so,
0:04:10–0:04:16
"Ah, große Katastrophe droht, bis zu 120 Meter Schnee, kauft Teelichte!"
0:04:17–0:04:23
Aber auch die vermeintlich Seriöseren haben gesagt, also da kam hier vom NDR der Wettervogel.
0:04:24–0:04:29
Sebastian Wache sagte auch so, in manchen ländlichen Gegenden sollten die Menschen
0:04:29–0:04:32
sich nochmal überlegen, dass sie Vorräte einkaufen für zwei bis drei Tage,
0:04:32–0:04:36
weil man vielleicht nicht aus dem Hof rauskommen kann.
0:04:36–0:04:41
Die Prognose war, da kommt ein Sturmtief Elli, und das bringt Schnee mit. Und auch noch Wind.
0:04:42–0:04:44
Und das bedeutet also hohe Schneeverwehrungen.
0:04:45–0:04:48
Und wenn Schneeverwehrungen sind, dann kommt halt auch der Winterdienst nicht
0:04:48–0:04:51
so richtig nach, weil das halt immer wieder neu verwirbelt.
0:04:52–0:04:54
Und dann war die Rede von bis zu 50 Zentimetern Schnee.
0:04:56–0:04:59
Am Dienstag und am Mittwoch waren es nur noch 20 Zentimeter.
0:05:00–0:05:05
Und es war dann irgendwie so, ja, vielleicht nicht ganz Schleswig-Holstein. So, mal gucken.
0:05:06–0:05:08
Donnerstag ist es dann so, ja, wahrscheinlich eher der Süden.
0:05:09–0:05:14
Also es wurde immer weniger, aber nichtsdestotrotz war der Sturm ja da und nur
0:05:14–0:05:16
weil das nicht in Schleswig-Holstein stattfindet, heißt das ja nicht,
0:05:16–0:05:19
dass es sich komplett verzieht.
0:05:19–0:05:23
Also Hamburg würde betroffen sein, hieß es sehr klar und auch der Norden von
0:05:23–0:05:29
Niedersachsen. Erst mal als eine relativ alarmistische Berichterstattung über die ganze Woche.
0:05:29–0:05:33
Und da stieg dann irgendwann auch so Mitte der Woche der NDR drauf ein.
0:05:34–0:05:38
Schon ein bisschen zurückgefahrener als beispielsweise SHZ und Abendblatt.
0:05:39–0:05:42
Und ich habe dann schon Termine abgesagt.
0:05:43–0:05:46
Donnerstag hätte ich nach Tönning gesollt auf Einladung der Landesregierung,
0:05:46–0:05:47
da war eine Veranstaltung,
0:05:47–0:05:52
die wurde dann abgesagt und daraufhin habe ich dann einen anderen Termin,
0:05:52–0:05:56
den ich da extra hingelegt hatte, zeitlich, den habe ich dann auch sein gelassen.
0:05:57–0:05:58
Donnerstag war noch nichts.
0:05:59–0:06:03
So, dagegen wurde es schon langsam windig, ja, aber es war nicht das große Problem.
0:06:04–0:06:08
Und dann kam auch konsequent der Anruf, ob ich nicht für Freitagmorgen in die
0:06:08–0:06:11
Berichterstattung einsteigen könnte und mal rausfahren könnte,
0:06:12–0:06:14
um irgendwo zu erzählen, wie es da gerade ist.
0:06:15–0:06:18
Und das ist natürlich ein bisschen schwierig, wenn selbst Meteorologen noch
0:06:18–0:06:22
nicht genau sagen können, wie ein Tief zieht und wo es denn am Ende schneit,
0:06:22–0:06:24
dann zu sagen, ich fahre da und dahin.
0:06:25–0:06:30
Und im Endeffekt hätte ich halt irgendwo wahrscheinlich an der Westküste, in Dithmarschen
0:06:30–0:06:31
und Steinburg, was machen können.
0:06:31–0:06:36
Dann hätte ich aber gleichzeitig bei Windstärke 8 und Schneegestöber mehrere
0:06:36–0:06:37
Kilometer durch den Wald fahren müssen.
0:06:37–0:06:42
Das war mir zu heftig und deswegen habe ich mich also morgens auf die Autobahn
0:06:42–0:06:45
begeben und bin mal Richtung Hamburg gefahren, um zu gucken,
0:06:45–0:06:46
vielleicht komme ich da ja irgendwo ins Schneetreiben.
0:06:48–0:06:53
War aber gar nicht. In Mitte stand ich dann auf der Raststätte Holmmoor und habe von da erzählt.
0:06:53–0:06:57
Und das war eigentlich alles soweit kein Problem. Man konnte sehr gut fahren,
0:06:57–0:07:00
weil der Winterdienst auf Zack war, weil die Leute sich an die Warnung gehalten haben.
0:07:01–0:07:05
Alle sind zu Hause geblieben. Also es war auf der Autobahn am Freitagmorgen
0:07:05–0:07:11
halb acht so viel Betrieb wie sonst Sonntagnachmittags, nur mit halt keinem
0:07:11–0:07:12
Privatwagen, sondern LKW.
0:07:13–0:07:16
Also das war schon sehr gut fahrbar. Der Bericht hat gut funktioniert.
0:07:17–0:07:20
Danach bin ich dann nach Kiel ins Funkhaus gefahren, habe da dann noch was für
0:07:20–0:07:21
die Mittagssendung gemacht.
0:07:21–0:07:27
Was leider nicht online gestellt worden ist und hatte da noch diversen Kram
0:07:27–0:07:32
zu erledigen in meinem dortigen Büro, bevor ich dann wieder nach Hause gefahren
0:07:32–0:07:35
bin und auch dieser Weg war relativ problemlos,
0:07:35–0:07:38
zumindest zu 75%.
0:07:39–0:07:42
Wahrscheinlich ein bisschen mehr. Aber so die letzten zehn Kilometer.
0:07:43–0:07:46
Hinter Eckernförde fahre ich dann so raus und dann muss ich noch durch ein Dorf
0:07:46–0:07:51
durch und dann über Land, so fünf Minuten eigentlich nur, bis zu uns ins Dorf.
0:07:51–0:07:54
Und da war richtig Alarm mit Schneeverwehung.
0:07:54–0:07:58
Das hätte ich vom vorigen Fahren überhaupt gar nicht erwartet,
0:07:59–0:08:02
weil das hat alles super geräumt, gesalzen, frei war, alles schier.
0:08:03–0:08:04
Und dann kommst du da aus diesem Dorf
0:08:04–0:08:09
raus und hast, also es waren kleine Schneeverwehungen so am Straßenrand.
0:08:10–0:08:13
Aber immer da, wo die ein bisschen größer wurden, hatte ich auch Gegenverkehr.
0:08:13–0:08:17
Das heißt, ich muss dann anhalten oder überlegen, halte ich jetzt an und warte
0:08:17–0:08:21
vor der Schneewehe, bis der Gegenverkehr vorbei ist, um dann an der Schneewehe vorbeizufahren.
0:08:21–0:08:25
Oder ist das vielleicht gerade riskant, weil mein Auto dann einschneit.
0:08:25–0:08:31
Denn da war ganz schön was los mit Wind und Schnee, der über die Straße gepustet worden ist.
0:08:31–0:08:33
Ich bin dann also durch die meisten Schneewehen durchgefahren.
0:08:35–0:08:37
Und kurz vor dem Ortseingang Rieselby
0:08:37–0:08:40
hatte sich dann tatsächlich jemand festgefahren in einer Schneewehe.
0:08:41–0:08:46
Und dann habe ich dann beim Bahnhof, also unser Bahnhof ist direkt am Ortseingang
0:08:46–0:08:47
und da ist ein Parkplatz.
0:08:47–0:08:51
Dann habe ich mir die Jacke wieder zugemacht, Mütze auf und bin da schon mal
0:08:51–0:08:54
hin, weil ich schieben wollte. Denn die Person saß da alleine im Auto.
0:08:54–0:08:57
Aber dann kam sie mir schon entgegen. Also sie ist von alleine wieder rausgekommen.
0:08:57–0:08:58
Das ist natürlich umso besser.
0:08:59–0:09:01
Aber das war dann so der Punkt, wo wir gesagt haben, okay, jetzt bleiben wir
0:09:01–0:09:03
mal den Rest des Tages zu Hause.
0:09:03–0:09:11
Ich hatte dann noch die Anfrage für einen weiteren Bericht für den Samstagmorgen, für ein Live-Gespräch.
0:09:12–0:09:15
Das habe ich dann soweit schon mal vorbereitet und habe dann gesagt,
0:09:15–0:09:19
ja gut, okay, dann gehe ich so früh wie möglich ins Bett, weil der Deal war,
0:09:19–0:09:21
dass ich um 6.10 Uhr live sein sollte.
0:09:21–0:09:25
Und da bin ich immer gerne sehr viel früher wach, damit sich die Stimme schon
0:09:25–0:09:28
mal einigermaßen nicht so verschlafen anhört.
0:09:28–0:09:33
Und damit ich halt noch so die letzten Recherchesachen zusammenschreiben konnte.
0:09:33–0:09:34
Und das, genau, das lief dann um 6.10 Uhr.
0:09:35–0:09:37
Also ich habe einen kurzen Bericht für mittags noch überspielt und dann habe
0:09:37–0:09:40
ich so für mich gesagt, jetzt ist dann auch mal Wochenende.
0:09:40–0:09:43
Also das muss jetzt mal reichen. und wir hatten uns sowieso vorgenommen,
0:09:44–0:09:47
dass wir nach Kiel fahren wollten, also einerseits Schwiegereltern besuchen,
0:09:47–0:09:51
andererseits was zu unternehmen mit dem Gastteenie und das haben wir dann auch
0:09:51–0:09:54
natürlich umgesetzt und waren sehr irritiert oder überrascht davon.
0:09:55–0:09:59
Von der Strecke von Rieseby ins Nachbardorf nach Barkelsby,
0:09:59–0:10:02
wie groß die Schneemassen waren, die da am Straßenrand lagen.
0:10:02–0:10:07
Also sowohl das, was der Winterdienst dahingeschoben hat, als auch erkennbar
0:10:07–0:10:11
noch die Reste von den Schneeverwehungen, die waren höher als unser Auto.
0:10:11–0:10:15
Und das ist auch soweit nachvollziehbar, denn der Schnee, der hier auf den Feldern
0:10:15–0:10:21
lag, der war halt sehr, sehr leicht und pulverig, weil wir konsequent Minusgrade
0:10:21–0:10:23
hatten. Der ist also nicht wirklich angetaut.
0:10:23–0:10:27
Und dann reicht eben eine vergleichsweise kleine Sturmböe, um schon irgendwie
0:10:27–0:10:30
so 20, 30 Zentimeter Schneewehe zu machen.
0:10:30–0:10:32
Wenn der Wind den Schnee so über die Straße trägt, überall da,
0:10:33–0:10:35
wo der Wind sich verwirbeln kann, hinter einer Hecke, einem Baum,
0:10:35–0:10:39
einem Absatz, wenn die Wiese ein bisschen höher ist als die Straße zum Beispiel.
0:10:39–0:10:43
Da entsteht ja so ein Wirbel und da legt sich der Schnee dann hin und daraus wird eine Schnee wehe.
0:10:44–0:10:48
Und die waren teilweise, geschätzt würde ich sagen, locker zwei Meter hoch.
0:10:49–0:10:52
Insofern bin ich sehr froh, dass ich am Freitag gesagt habe,
0:10:52–0:10:54
jetzt ist Wochenende und wir bleiben schön alle mit dem Arsch zu Hause.
0:10:55–0:10:57
Denn wir hatten nämlich auch Vorräte angelegt für drei Tage.
0:10:57–0:10:59
Das war also sehr entspannt.
0:11:00–0:11:06
In Kiel haben wir auf dem Wilhelmsplatz geparkt und sind dann in den Jungfernstieg gegangen zu Veganski.
0:11:06–0:11:10
Das ist ein veganer Laden, der nicht nur vegane Produkte verkauft,
0:11:11–0:11:13
sondern auch Kuchen und so ein Kram.
0:11:13–0:11:16
Da haben wir uns ein bisschen was geholt und sind dann weiter zu meinen Schwiegereltern.
0:11:17–0:11:23
Mit denen lecker Kuchen gegessen, dann den Hund dort gelassen und sind weitergefahren nach Mettenhof.
0:11:23–0:11:27
Da ist ein Sport- und Freizeitzentrum, in dem man auch Schwarzlicht-Mini-Golf
0:11:27–0:11:32
spielen kann. Das haben wir gemacht mit dem Gastteenie und es war eine sehr lustige
0:11:32–0:11:37
Erfahrung, weil es nämlich, also die nennen das "4D-Minigolf".
0:11:37–0:11:41
Also was die vierte Dimension ist, weiß ich nicht, aber man kriegt halt solche
0:11:41–0:11:45
3D-Brillen noch auf. Und natürlich ist das Ding im Wesentlichen mit Schwarzlicht
0:11:45–0:11:47
beleuchtet, nicht ausschließlich, aber auch.
0:11:47–0:11:53
Die haben dann sehr psychedelische Grafiken an den Wänden, also sehr coole Bilder,
0:11:54–0:11:58
die eben im Schwarzlicht besonders wirken und mit der 3D-Brille dann auch räumlich wirken.
0:11:59–0:12:01
Das sieht dann aus, als wären Pilze mitten im Raum.
0:12:02–0:12:04
Und es sieht eben auch auf den Bahnen
0:12:04–0:12:08
so aus, als würde dein Schläger 20 Zentimeter über dem Ball schweben.
0:12:08–0:12:11
Das macht es also nochmal schwieriger, das Ding wirklich zu treffen.
0:12:12–0:12:17
Und auch so wie manche Bahnen gebaut sind, sehen die doch deutlich einfacher
0:12:17–0:12:20
aus, als sie sind und auch ohne diese Brille, die den Blick so ein bisschen
0:12:20–0:12:24
beeinträchtigt oder verändert, ist es nicht immer leicht, so ein Hindernis zu überwinden.
0:12:25–0:12:29
Also die Abschlagmarke ist natürlich in der Mitte der Bahn und da muss man durch
0:12:29–0:12:33
den Looping und der ist so um 5 bis 7 Zentimeter nach rechts versetzt aus der Mitte raus,
0:12:33–0:12:39
damit es auch ordentlich schwierig wird, aber man findet dann irgendwie doch
0:12:39–0:12:40
keinen richtigen Winkel.
0:12:41–0:12:44
Wir hatten also einige Löcher, die wir dann streichen mussten oder wo wir uns
0:12:44–0:12:46
die Maximalpunktzahl aufgeschrieben haben.
0:12:46–0:12:49
Aber es hat trotzdem großen Spaß gemacht. Das ist halt einfach witzig.
0:12:49–0:12:53
Stimmung war gut, auch bei den Leuten, die hinter uns dann gespielt haben.
0:12:53–0:12:57
Wir haben dann auch sehr locker gesagt, wir brauchen jetzt hier noch einen Moment,
0:12:57–0:12:59
wollt ihr mit der nächsten Bahn schon mal anfangen?
0:12:59–0:13:02
Und so hat man sich dann am Ende, haben wir uns mit drei Gruppen irgendwie so
0:13:02–0:13:07
ein bisschen koordiniert, wer jetzt wie spielt, weil einigen dann eben noch so eine Bahn fehlte.
0:13:08–0:13:13
Pommes gab es noch in der Wartezeit. So gegen den ersten Hunger und danach sind
0:13:13–0:13:17
wir bei Mein Döner gewesen und hatten uns da noch was mitgenommen.
0:13:18–0:13:22
Ich glaube, ich habe noch nicht über Mein Döner gesprochen. Der ist am Schülperbaum
0:13:22–0:13:27
in Kiel, das ist in der Nähe vom Exerzierplatz, also zwischen Exerzierplatz
0:13:27–0:13:29
und Sophienhof, ganz grob.
0:13:31–0:13:36
Naja, sehr, sehr grob. So ein Eckladen, wenn man da reinkommt,
0:13:36–0:13:40
das wirkt ein bisschen abgeranzt.
0:13:40–0:13:41
Also Sie könnten mal renovieren.
0:13:41–0:13:46
Das ist jetzt nicht dreckig oder sowas, sondern das Mobiliar ist so ein bisschen von vorgestern.
0:13:46–0:13:50
An den meisten Tagen verkaufen sie Drehspieß "Döner Art. Außer freitags,
0:13:50–0:13:51
da gibt es auch den Yapprak-Döner.
0:13:52–0:13:53
Der ist natürlich immer sehr schnell weg.
0:13:54–0:13:59
Aber der Grund, weswegen wir da waren, die haben eben auch Seitan-Döner und
0:13:59–0:14:02
vegane Soßen und ganz viele verschiedene Soßen auch.
0:14:03–0:14:05
Das war das, was wir wollten.
0:14:06–0:14:11
Ja, und ich merke einfach, dass ich so ein bisschen Ansprüche entwickle an einen
0:14:11–0:14:13
Dönerladen, wie ein Dönerladen sein sollte.
0:14:13–0:14:16
Und die zwei hinter der Theke wirkten halt ein bisschen desorganisiert.
0:14:16–0:14:21
Nach der Bestellung, wir haben zwei Kinderdöner bestellt, einen veganen Dürum
0:14:21–0:14:24
und eine Falafelbox mit Couscous.
0:14:25–0:14:30
Das musste ich dreimal sagen und dann am Ende waren statt Couscous Pommes in der Falafelbox.
0:14:31–0:14:36
Sowas nervt mich. Das ist jetzt kein Beinbruch, aber das ist halt für mich auch
0:14:36–0:14:38
ein Qualitätsmerkmal.
0:14:39–0:14:40
Nennt mich kleinlich. (lacht)
0:14:42–0:14:46
Nein, aber das Essen war okay. Wie immer in Kiel lag das vorgeschnittene Dönerfleisch
0:14:46–0:14:50
schon in so einer Warmhalteschale. Das war also nur noch lauwarm und so ein bisschen pappig.
0:14:51–0:14:54
Aber ich finde es gut, dass es einen Dönerladen gibt, der so konsequent eben
0:14:54–0:14:56
auch vegane Produkte anbietet.
0:14:56–0:14:59
Die haben halt auch Seitan und Falafel und allen möglichen Kram.
0:15:00–0:15:02
Die haben ein sehr großes Angebot
0:15:02–0:15:05
für einen Dönerladen. Die sind nicht so festgelegt auf ein Produkt.
0:15:05–0:15:08
Das muss man vielleicht auch dann denen zugute halten.
0:15:09–0:15:11
Ich kenne halt Läden mit einem besseren Organisationsgrad.
0:15:13–0:15:13
Entschuldigung.
0:15:15–0:15:18
An dem Abend gestern haben wir natürlich uns ein bisschen Sorgen gemacht,
0:15:18–0:15:21
um die Hühner, ob die es dann rechtzeitig schaffen, in den Stall zu gehen,
0:15:21–0:15:24
denn wir haben ja nach wie vor diesen allabendlichen Hühnerkrimi.
0:15:25–0:15:30
Es klappte in letzter Zeit relativ gut, dass die alle auch in den neuen Stall reingegangen sind.
0:15:30–0:15:33
Jetzt wo der Schnee liegt, die hassen es ja am Schnee zu laufen,
0:15:33–0:15:36
hatte ich letzte Woche schon erzählt, hängen die halt sehr viel so direkt am
0:15:36–0:15:40
Haus rum an der Stelle, wo wir halt diese Plane gespannt hatten und nehmen dann
0:15:40–0:15:43
den kurzen Weg, dass sie alle in den großen Stall gehen. Da ist ja auch noch
0:15:43–0:15:45
Platz für viel mehr Hühner.
0:15:45–0:15:49
Das ist so die Suite. Da sind die sich auch nicht im Weg und das ist auch alles fein.
0:15:50–0:15:54
Aber die neuen Hühner trödeln halt abends immer gerne noch ein bisschen rum
0:15:54–0:15:58
und picken nochmal irgendwo und gucken hier nochmal, dass sie noch was in den Kopf kriegen.
0:15:59–0:16:01
Und die waren dann immer so ein bisschen spät. Die Alten haben sich das jetzt
0:16:01–0:16:06
auch zum Teil abgeguckt. Also Huhnriette nicht, die ist nach wie vor, die geht früh schlafen.
0:16:07–0:16:09
Aber Claus bleibt dann mit den anderen auch mal draußen. Das hatten wir dann
0:16:09–0:16:13
schon mal den Fall diese Woche, dass dann noch der Stall schon zu war und dass
0:16:13–0:16:15
noch zwei Hühner draußen waren oder manchmal sogar drei.
0:16:17–0:16:21
Das war jetzt also unsere Sorge, weil wir jetzt dann jeden Abend dann doch nochmal
0:16:21–0:16:24
sicherheitshalber geguckt haben, sind alle Hühner wirklich drin?
0:16:24–0:16:25
Wer sitzt in welchem Stall?
0:16:26–0:16:30
Neulich war ein Huhn alleine im kleinen Stall, warum auch immer, und die anderen
0:16:30–0:16:34
drei saßen im Großen und jetzt waren wir ja nun gestern nicht da,
0:16:34–0:16:38
zur "Ins-Bett-geh-Zeit", saßen wir noch bei Kaffee und Kuchen und konnten uns
0:16:38–0:16:41
also nun überhaupt nicht sicher sein, ob die Hühner wirklich im Bett sind und
0:16:41–0:16:45
sind dann also natürlich gleich nochmal runtergelaufen, um zu gucken.
0:16:45–0:16:51
Und ja, sie saßen alle im großen Stall, hat funktioniert, kein Huhn ist zu spät gewesen.
0:16:51–0:16:55
Heute Morgen ging der Stall rechtzeitig wieder auf, beziehungsweise ich habe
0:16:55–0:16:58
den ein bisschen früher aufgemacht, weil es halt schon so früh hell ist und
0:16:58–0:17:00
der neue Stall hat so eine Art Plexiglas,
0:17:01–0:17:06
Milchglas-Scheibe neben der Tür, wo halt Licht reinfällt und dann sitzen die
0:17:06–0:17:09
da und es wird halt morgens schon heller am Stall, als sie es gewohnt sind und
0:17:09–0:17:13
dann werden die halt wach und haben Langeweile und fangen an irgendwie zu meckern,
0:17:13–0:17:15
dass sie raus wollen, weil sie dann natürlich auch Hunger und Durst haben.
0:17:16–0:17:19
Also da müssen wir uns noch was überlegen, dass wir das vielleicht abkleben oder sowas.
0:17:20–0:17:23
Jetzt geht es aber erstmal darum, die Tiere sauber durch den Winter zu kriegen,
0:17:23–0:17:26
denn in den nächsten Tagen sollte es ja auch noch kalt werden.
0:17:26–0:17:30
Ich bin gespannt, es ist auch gefrierender Regen angekündigt, wie die das überstehen.
0:17:31–0:17:35
Also vielleicht poste ich demnächst Videos von Hühnern, die sich auf Glatteis
0:17:35–0:17:36
auf die Schnauze legen. Mal gucken.
0:17:38–0:17:41
Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
0:17:41–0:17:44
Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, von ihren politischen
0:17:44–0:17:45
Ämtern zurücktreten sollten.
0:17:45–0:17:49
Bis sie das tun oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.
Das Kleingedruckte:
Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 11.01.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA), Philipp Weißmann (bestes Outro der Welt)