Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (5/26)

Immer am fünften eines Monats schreiben Menschen in Blogs, was sie so tagsüber gemacht haben. Frau Brüllen hat dazu vor gefühlt 100 Jahren erstmals aufgerufen und ich habe zumindest den Vorsatz, mich da regelmäßig zu beteiligen. Auch wenn ich gelernt habe, dass man keine Vorsätze fassen sollte, weil man bei vorsätzlichem Handeln härter bestraft wird.

Wie üblich wurde ich heute gegen sechs Uhr wach, Frl. Hund wollte auch gleich die erste Kraul-Einheit haben und sank dann aber doch noch einmal auf dem Bettvorleger danieder. Kurz klar kommen, duschen, rein in die Klamotten und erstmal runter zu den Hühnern. Vorgestern gab es hier einen ziemlich kräftigen Regenguss inklusive Gewitter und das hat einige Auswirkungen auf die Technik hier im Haus. Die Fritzboxen unterhalten sich aus irgendeinem Grund nicht mehr, was unter anderem dazu führt, dass wir an den Hühnerställen zeitweise nicht genug WLAN für die Steuergeräte oder die Kameras hatten. Wie sich herausstellt, hat mindestens das Steuergerät am kleinen Stall einen Überspannungsschaden davon getragen, weshalb sich die Tür nicht mehr schließen lässt. Nun saß da gestern Abend aber ein Huhn drin und ich habe deshalb die manuell bedienbare Tür geschlossen und die musste ich nun heute Morgen wieder per Hand öffnen. Immerhin konnte ich mich so über die Blüte des Apfelbaums freuen.

Chaotisches Blütenmeer unseres Apfelbaums, im Hintergrund ist blauer Himmel zu erkennen.

Danach war dann Zeit für die Hunderunde und anschließend mein Frühstück. Ab ca. 8.20 Uhr saß ich am Schreibtisch und habe mich darum gekümmert, dass hier wieder WLAN entsteht, übergangsweise erstmal mit einem Repeater von Fritz, der noch aus dem alten Haus vorrätig war. Entweder reicht das WLAN nicht an die Kameras oder die sind auch tot, das war so die Erkenntnis. Ich schrieb also erstmal ein paar dienstliche Mails mit Terminanfragen für Interviews bekam auch erfreulich schnell Antworten auf die meisten davon und warf dann eher zufällig einen Blick auf das Smarthome-Dashboard. Dort lasse ich mir seit einigen Wochen auch die Abfahrten der Züge am hiesigen Bahnhof anzeigen und dort gab es nur den Hinweis auf einen Ausfall. Nun war gerade das Gastteenie aus dem Haus, um mit dem Zug in Richtung Schule zu fahren. Ich also mit dem Auto hinterher, sie eingesammelt und zur Schule gefahren. Die Themenkonferenz habe ich auf dem Rückweg über die Freisprecheinrichtung verfolgt, darüber aber vergessen, dass ich die Fahrt mit ein, zwei sinnvollen Besorgungen hätte verknüpfen können.

Zuhause habe ich die Spülmaschine geleert und gefüllt und eine Ladung 60°-Wäsche angemacht, bevor ich mich nochmal kurz hinlegte. Nach dem Powernap hatte ich noch zwei Telefonate und aß gemeinsam mit der Herzdame einen Mittags-Snack, bevor ich wieder in die Stadt fuhr. Denn auch das Audio-Interface meines Heimstudios funktioniert seit dem Gewitter nicht, mit einem Universal-Schaltnetzteil wollte ich überprüfen, ob das Gerät selbst kaputt ist oder nur das Netzteil die Hufe hochgerissen hat. Diesmal habe ich auch an die anderen Besorgungen gedacht und die mit erledigt. Wenn ich jetzt richtig schlau gewesen wäre, hätte ich vor dem Kauf des Netzteils dessen Output mit den Anforderungen des Interfaces verglichen. War ich aber nicht, die passen nicht zusammen, zu wenig Ampere, 15 Euro für den Affen. Übergangsweise habe ich immerhin das Netzteil eines völlig anderen Geräts, das den Beweis erbracht hat, dass das Netzteil des Audio-Interfaces defekt ist. Dessen Stromstärke passt zwar auch nicht komplett, aber es ist besser als nichts. Ein korrektes Netzteil hätte ich nun schon gerne, also habe ich eben bei Thomann angerufen, mein Problem geschildert und die fragen jetzt mal den Preis für ein Original-Ersatzteil an. Das was sie im Sortiment haben, liefert nämlich schon wieder zu viele Ampere, es ist ein Kreuz.

Zwischendurch habe ich einigen Verwaltungskram abgearbeitet und die Tür des kleinen Hühnerstalls für die Nacht geschlossen. Da muss ich jetzt erstmal gucken, wie ich da den Fehler finde und ob mir der Herstellersupport helfen kann. Gleichzeitig werde ich mir die Kameras ansehen, ich habe den Verdacht, dass die auch Schaden genommen haben. Was wiederum bedeutet, dass ich gegebenenfalls unsere Hausratversicherung auf Elementarschutz überprüfen muss, denn das lohnt sich ja langsam. Vorher drehe ich aber noch eine Runde mit Frl. Hund.

Die gute Nachricht des Tages ist, dass wir jetzt wohl tatsächlich ein Flut-Schott vor die Kellertür bekommen. Wir hatten hier ja schon einige regenbedingte Wassereinbrüche durch die Kellertür, zuletzt eben vorgestern. Der Abfluss vor der Kellertür ist zwar gut und schön, aber sobald die Regenrinne vor dem Wohnzimmerfenster überläuft, bleiben eigentlich noch ca. 20 Minuten, bis das Wasser vor der Kellertür so hoch steht, dass der Abfluss nicht mehr hinterher kommt. Immerhin: Seit dem letzten Wassereinbruch steht nur noch Wasserdichtes auf dem Boden und wir haben einige Routine im entfernen von Wasserpfützen. Und – auch nicht zu vernachlässigen – durch den beherzten Lenz-Einsatz der Herzdame ist eine ganze Menge Wasser gar nicht erst im Keller angekommen. Die Pfütze beschränkte sich also auf ca. 1,5 cm in nur einem der Kellerräume, der Flur und mein Arbeitszimmer blieben verschont. Die Lösung soll nun also ein Schott sein, das die Wassermassen künftig von der Kellertür weg hält und das nun beauftragt ist.

Die Kameras gaben zumindest keine sichtbaren Lebenszeichen von sich: In der App des Herstellers sind sie nicht erreichbar und die Status-LEDs sind auch aus. Also rein in den Hühnerstall und alles abbauen: Erst die ganzen Kabelbinder durchknipsen, dann die Plane ab, und die Kameraabschrauben für die weitere Diagnose im Haus. Das ist ein ziemlicher Angang, denn die Volieren der beiden Ställe sind nicht gerade für Menschen meines Ausmaßes gebaut. Das Steuergerät des kleinen Stalls baue ich auch gleich mit ab, das macht keinen Mucks mehr. Da ist ein Fach für vier AA-Batterien drin und zum Glück habe ich noch welche. So kann ich zumindest herausfinden, dass das Netzteil kaputt ist und nicht das Steuergerät selbst. Die Kameras sind offensichtlich hin, da rührt sich nichts mehr. So komme ich wenigstens dazu, endlich mal eine Schadensmeldung an die Hausratversicherung abzugeben. Denn der Elementarschutz ist in unserer Police enthalten.

Bestellen werde ich, neben neuen Kameras und Ersatz für die kaputten Netzteile, jedenfalls auch gleich einen Zwischenstecker mit Überspannungsschutz. Vielleicht bringt das ja nächstes Mal was.

Gegen 18 Uhr wurde Frl. Hund nervös. Sie ist deutlich eingefahrener, als wir, was ihre Abendessenzeit angeht. Hund füttern, dann Menschenfutter besorgen und zubereiten, es gibt Kartoffelstampf, vegane Köttbollar und gebackene Blumenkohl-Wings.

Auf dem Teller türmt sich Kartofflstampf, davor liegen drei panierte und gebackene Blumenkohlröschen mit roter Sauce. Im Hintergrund unscharf der Teller mit den Köttböllar.

Was jetzt grundsätzlich noch ansteht: Die zweite Fritzbox muss wieder ans Laufen kommen. Die macht nämlich nicht nur WLAN im Keller, sondern auch DECT und so werden erst die Steckdosen von Waschmaschine und Trockner steuerbar. Außerdem muss ich gleich mehrere Routinen in der Hausautomation anfassen. Die greifen nämlich auf die Lichtstärke zu, die ausgerechnet das kaputte Steuerelement des kleinen Hühnerstalls ermittelt. Aber ich sehe schon: Heute wird das nix mehr. Ähnliche Beiträge wie diesen finden sich übrigens bei Frau Brüllen.

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