JSFP409: Der Vogel ist tot

Von verabschiedeten Gastteenies, lauwarmen Umzugsphasen und gekillten blauen Vögeln.

Die Dauer der Episode 0:16:15Diese Episode erschien am 2. Juli 2023 um 11:50Downloads 591 Downloads

 
Wir haben das Gastteenie verabschiedet und das war sehr blöd. Erstmal die Notwendigkeit an sich und dann das ganze administrative Generve drumherum. Nervigen Bankkram gab es obendrauf und ich habe eine Menge Gefühle, was Twitter angeht. Wut und Hass überwiegen dabei, aber eigentlich ist es nur noch lächerlich, was da passiert.

Diese Episode hat 8 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 1 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

0:00:11–0:00:29
Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 409. Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht. Ich nutze die Zeit ehrlich gesagt gerade, während die Herzdame ihren Gottesdienst abhält, um diese Episode aufzuzeichnen, dass ich endlich mal wieder ein bisschen meine Ruhe habe beim Podcasten. (kichert)
0:00:30–0:00:38
Oh Gott, ein Glück sie hört das nicht. Ja, die Woche war aufregend. Das muss man sagen. Wir waren im Gastteenie-Endspurt.
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Seit gestern ist das Gastteenie wieder abgereist und das war richtig blöd. Wir sind alle sehr traurig.
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Sie hat jetzt halt zehn Monate mit uns gelebt. Das klingt erstmal wenig, aber natürlich ist sie damit sofort Teil der Familie.
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Jeder, der schon mal bei uns zu Besuch war, weiß, das geht hier relativ schnell und ich hatte das Gefühl, dass sie gut noch ein paar Monate länger hätte dableiben können.
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Erstmal, weil sie ein super angenehmer Mensch ist, den man gerne um sich hat und andererseits, weil ich das Gefühl hatte, dass ihr das auch gut tat und dass sie gerade in den letzten Monaten noch ein bisschen
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aufgeblüht ist und noch mal mehr aus sich rausgekommen ist und das war einfach doof,
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dass wir sie dann gestern zum Bahnhof bringen mussten. Heute morgen ist ihr Flieger
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gegangen, sie ist jetzt während ich das aufnehme in der Luft und auf dem Weg nach Rom, wo sie,
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dann landet und wo ihre Eltern sie abholen werden und dann haben sie noch mal fünf Stunden
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Fahrt bis nach Hause.
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Und wir gucken jetzt mal, also wir wissen schon, dass wir sie in Italien besuchen wollen, wir wissen noch nicht hundertprozentig wann, das hängt ja auch alles mit ein paar anderen Sachen zusammen, komme ich gleich noch zu.
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Und wir hoffen natürlich, dass wir darüber jetzt nicht den Kontakt verlieren, sie hatte grundsätzlich Pläne in Deutschland zu studieren, vielleicht sogar in Schleswig-Holstein, mal gucken, ob das klappt, wie das laufen kann.
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Es war ein bisschen aufregend, wie gesagt, die letzte Woche war oder ihre letzte Woche in Deutschland war geprägt von ganz vielen letzten Malen, so zum letzten Mal zum Volleyball zu gehen und ganz viel so in der Schule natürlich auch an Bürokram zu machen oder bürokratischen Kram zu machen.
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Wir mussten zum Rathaus sie abmelden. Ich habe gerade gemerkt, dass sie die Kündigung vom Sportverein nicht unterschrieben hat.
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Das muss ich jetzt dann irgendwie noch übernehmen und das abschicken.
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Lauter solche Geschichten. Und natürlich stellt sich raus, wenn man zehn Monate irgendwo anders wohnt,
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dann sammelt sich doch ein bisschen mehr Kram an, als man mitgebracht hat.
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Und entsprechend hatte sie dann gesagt, dann macht sie einen Versandkarton fertig und schickt ein paar Sachen.
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Mit einem Logistikdienstleister nach Hause. Ja, und die haben halt, also den sie sich da ausgesucht hat,
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die haben halt zwei Tarife. Der eine ist bis 50 Kilo und der andere ist über 50 Kilo oder 40,
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ich weiß es nicht mehr. Und dann zahlt man also einen okayen Betrag für die erste Tarifstufe
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und einen unverschämt hohen für die zweite. Und diese Tarifstufe bis 40 Kilo hat halt auch
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ein paar Abmessungsmaxima, für die wir dann bei einem spezialisierten Versandhändler
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einen Karton gekauft haben, also einen Kartonfachhändler.
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Die haben mit GLS verschickt und es ist dann ja immer so, man kriegt dann irgendwann eine
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Versandbenachrichtigung, hier ist die Trackingnummer und dann klickt man das an und dann steht
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da, Ihr Paket ist auf dem Weg zu Ihnen, nur noch 42 Stops bis zu Ihrer Haustür und dann so.
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Zehn Stopps vorher geht dann wirklich ein Livetracking an, wo man die position dann einigermaßen
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sehen kann, nicht hundertprozentig genau, ja als noch zwei Stopps vor uns waren, ging auf einmal
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dieses Livetracking wieder aus und es gab auf einmal gar keine Information mehr. Naja, wie auch
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immer, das Ding lag dann noch zwei Tage im GLS-Depot in Tornesch und hat es dann nach einer
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Twitter-Nachfrage tatsächlich zu uns immerhin bis ins Carport geschafft. Ich hatte denen dann
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auch eine Abstellgenehmigung erteilt in der Hoffnung, dass es dann für den Fahrer ein bisschen
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einfacher ist. Naja, wie auch immer, das war alles so ein bisschen nervig. Dann kam natürlich Arbeit
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mit dazu, das war alles, ja, Standard wie immer, das ist alles überhaupt keine frage. Aber ich
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musste auch noch ständig zur Bank rennen. Was heißt "ständig"? Ich musste zur Bank laufen, weil
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meine EC-karte kaputt gegangen ist und zwar offensichtlich - also entweder dadurch, dass sie
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sie mit der Kreditkarte in einem Fach im Portemonnaie steckt und die sich gegenseitig entmagnetisiert
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haben, oder dass der TAN-Chip zerkratzt wurde von dem TAN-Lesegerät.
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Zumindest sind da deutliche Kratzspuren drauf und ich weiß gar nicht, was das TAN-Gerät
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tatsächlich ausliest, ob es den Streifen ausliest oder den Chip, ist auch vollkommen egal.
0:04:55–0:05:00
Es war jedenfalls so, dass ich mich nicht mehr ins Online-Banking einloggen konnte oder,
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manchmal hatte ich das Glück, dass ich mich dann einloggen konnte, aber danach konnte
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ich nichts mehr machen.
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Einloggen bei meiner Bank heißt eben auch eine TAN-Nummer generieren, aus Sicherheitsgründen, was ich total gut finde.
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Nur, wenn man zwei TANs braucht für eine Überweisung, nämlich einmal zum Login und einmal für die Überweisung, ist es blöd, wenn der zweite Versuch dann konsequent schief geht.
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Also habe ich dann gedacht, okay, schreibst du halt eine Nachricht aus der Banking-Software an die Bank.
0:05:27–0:05:37
Und auch dafür braucht man eine TAN-Nummer und im Nachhinein wäre das sowieso blöd gewesen, weil ich nicht weiß, ob ich mich einloggen kann, weil ich halt zehn Versuche brauche, um so eine scheiß Nummer zu generieren.
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Ich bin also hingefahren und es stellt sich raus, dass das Gerät in Ordnung ist, aber die Karte eben nicht, wie schon gesagt.
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Also wie so ein wildes Tier, die Überweisungsträger ausgefüllt per Hand und wollte dann sicherheitshalber nochmal ein bisschen Geld abheben.
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Das, also ich glaube inzwischen ziemlich sicher, dass der Magnetstreifen ausgelesen wird, denn,
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auch im Geldautomaten hatte ich Probleme. Ich musste also zwei Versuche starten, bis
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ich an mein Geld kam. Und dann ist der Kundenparkplatz auch mit einer Schranke abgesichert, was schlau
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ist, aber die erfordert auch, dass man da seine EC-Karte reinsteckt und ihr könnt
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dreimal raten, ging nicht. Dann bin ich ja wieder reingestiefelt. Ich sag: "Sie müssen
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mich da gleich so rauslassen." Sagt sie, ja, ich gucke auf die Kamera. Okay, das ist, ja,
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wir haben drüber gelacht. Das war alles okay. Und jetzt kam dann also Anfang dieser Woche
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oder Mitte dieser Woche die neue EC-Karte an und...
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Ich kann mich nicht ins Online-Banking einloggen, weil es etwas gibt, das sich ATC-Synchronisation nennt.
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Ich habe Dinge gelernt und zwar ATC-Synchronisation funktioniert so, dass immer wenn man eine
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TAN generiert, sich der sogenannte ATC-Zähler im Chip der Karte, wie hier in der Anleitung
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steht, sich erhöht um 1 und wird diese TAN dann im Online-Banking verwendet, dann erhöht
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sich auch der ATC-Zähler auf dem Bankrechner um 1.
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Und wenn die jetzt aber nicht verwendet wird, weil man sich nicht einloggen kann, weil man sich vertippt oder weil man eine neue Karte hat und die Nummer nicht mehr übereinstimmt mit dem Zähler auf dem Chip und dem am Bankrechner,
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dann wird die TAN aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Das ist total schlau, das zu machen. Und man kann das auch wieder synchronisieren.
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Dazu muss man sich aber ins Online-Banking einloggen.
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Wofür ich eine TAN-Nummer brauche! Sowas steht im Lexikon unter "Zirkelschluss. Siehe auch: Zirkelschluss."
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Ja, also das heißt, ich bin jetzt grundsätzlich ausgerüstet mit modernster Technologie, neue Karte, TAN-Gerät funktioniert wie eine Eins, aber die Synchronisation nicht, das heißt, ich muss jetzt wieder hinrennen, kann ich aber nicht am Montag machen, weil ich da tausend Termine habe, die ich auch mit dem Zug machen muss, weil aus Gründen.
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Also das heißt, ich fahre mit dem Zug nach Kiel und fahre dann mit dem Leihfahrrad durch
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die halbe Stadt den ganzen Tag, das wird super, ich habe richtig Bock drauf.
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Aber ich kann dann nicht erst zur Bank gehen.
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Denn die Bank macht um 9 Uhr auf und ich muss um Punkt 9.30 Uhr in meinem Zug sitzen, damit,
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ich um 11 Uhr in Kiel bin, damit ich um 11.30 Uhr meinen ersten Termin wahrnehmen kann.
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Also verschiebt sich der ganze Bums auf Dienstag.
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Und in der Zwischenzeit habe ich einmal mehr keinen Zugriff auf mein Konto, außer halt,
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dass ich in einer Bank, meiner Bank, einen Überweisungsträger ausfüllen könnte.
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Aber da komme ich ja nicht hin, weil ich keine Zeit habe. Es ist kompliziert.
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So, nervt alles.
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Ja, und mit dem Gastteenie-Auszug treten wir dann jetzt ja auch in die, ich sag mal, lauwarme
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Phase unserer Umzugsplanung ein.
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Wir haben also gesagt, wir wollen die Zeit mit ihr so weit wie möglich genießen und ihr hier auch einen ruhigen Rückzugsraum schaffen,
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wo es jetzt nicht ständig irgendwelche Bewegungen gibt in dem Sinn, dass wir Kram aussortieren
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und Sachen zum Sperrmüll fahren oder abholen lassen oder ausräumen oder sonst irgendwas.
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Aber jetzt wird es dann Zeit. Also jetzt wird dann demnächst ein Umzugsunternehmer hier durchlatschen und sich mal umgucken, um ein Angebot zu erstellen.
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Dieses Angebot müssen wir dann an den neuen Kirchenkreis schicken, weil es so ist wie bei allen ArbeitnehmerInnen in Deutschland.
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Wenn dein Arbeitgeber sagt, du hast gefälligst in diesem Ort zu arbeiten und zu wohnen, dann muss der den Umzug bezahlen. Punkt.
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Das ist geltendes Recht. Und so ist das eben insbesondere auch für Pastorinnen, die ja gezwungen sind, in einem bestimmten Haus zu wohnen und das zu mieten.
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Und deswegen haben wir da also auch ein festgelegtes Budget, das wir nicht überschreiten dürfen.
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Das ist erfahrungsgemäß großzügig genug gewählt, dass wir das auch nicht tun.
0:09:56–0:10:02
Aber es muss jetzt halt langsam losgehen. Also wir müssen uns darauf festlegen, welche Möbel nehmen wir mit, welche lassen wir hier.
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Was entsorgen wir vorher, was lassen wir vielleicht auch abtransportieren?
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Also in, weil wir das, also klar können wir Sperrmüll bestellen,
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aber eben auch nur bis zu einem gewissen Grad.
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Also die die Menge ist ja endlich. Und dann müssen wir vor allen Dingen auch in der Lage sein,
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die Sachen an die Straße zu stellen.
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Und dann gibt es im Zweifelsfall ja auch die Möglichkeit zu sagen,
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wir lassen da eine Fachfirma für Haushaltsauflösung kommen, die dann halt weniger zu tun haben.
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Naja, und dieser ganze andere Kram, der eben mit sowas zusammenhängt. Die To-Do-Liste
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für den Umzug umfasst inzwischen ungefähr 38 Positionen. 39 sehe ich gerade. Die sind zum Teil auch noch mal aufgeteilt in diverse Unteraufgaben.
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Also wir haben ein bisschen was zu tun und damit fangen wir jetzt dann demnächst an.
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Stichwort Nerven, Twitter. Alter, hab ich Gefühle dazu. Twitter lässt es jetzt nicht mehr zu, dass man ohne eingeloggt zu sein, Tweets lesen kann.
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Und selbst wenn man eingeloggt ist, dann kann man nur eine bestimmte Anzahl von Tweets lesen,
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bis man in so ein Limit reinläuft und dann gar nichts mehr funktioniert, weil Twitter sich selber DDOS-t
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Irgendjemand hat bei Mastodon einen Screenshot von Elon Musks Ankündigungstweet gepostet,
0:11:21–0:11:29
Wo drin stand "sag mir dass du zu viele server abgeschaltet hast ohne mir zu sagen dass du zu viele server abgeschaltet hast."
0:11:30–0:11:40
Selbst wenn der bursche nicht durch server abschalten dafür gesorgt hat dass der ganze bumms da jetzt nicht mehr funktioniert dass man dieses tweet limit erreicht dann hat er.
0:11:41–0:11:48
Spätestens damit ist auch so geil hat auch jemand ein schönes eine schöne analyse zu gemacht ich hoffe ich finde das noch.
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Hat er halt den Code auch nicht angefasst von Twitter, weil man eben in dieses Tweet-Limit reinläuft, nach, wenn man angemeldet ist, aber keinen blauen Haken hat, sind es jetzt im Moment der Aufnahme tausend Tweets, die man angucken kann, bevor dieses Limit erreicht ist.
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Und wenn man aber in dieses Tweetlimit reinläuft, dann versucht Twitter neue Tweets nachzuladen und zwar mit zehn Anfragen pro Sekunde.
0:12:15–0:12:22
Das heißt, das ist im Prinzip ein hausgemachter Distributed Denial of Service Angriff.
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Also ich bin fast gar nicht mehr bei Twitter. Ich habe so zwei, drei Leute, die ich mag, die aus Gründen dort bleiben wollen, die sagen, für sie ist Mastodon oder eine andere Plattform keine Option.
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Und um mit denen in Kontakt zu bleiben, habe ich da noch ein Profil.
0:12:42–0:12:51
Außerdem bin ich eben der Meinung, also mein Profil ist ja Schaarsen auf Twitter und da steht eben auch fett drin, dass ich der Landeskorrespondent fürs Deutschlandradio bin.
0:12:51–0:12:57
Wenn ich jetzt meinen Account dort lösche, dann wird nach ein paar Monaten dieser Benutzername
0:12:57–0:13:02
wieder freigegeben und ich hätte ein Problem damit, wenn sich im Internet, in der Plattform,
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wo ich fast 15 Jahre mich rumtreibe, sich jemand als ich ausgibt, noch schlimmer als
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der Landeskorrespondent für Schleswig-Holstein des Deutschlandradios.
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Entsprechend werde ich mein Konto dort auch nicht löschen, solange es irgendwie geht,
0:13:19–0:13:24
Aber meine Aktivitäten haben sich halt komplett nach Mastodon verlagert, weil es da halt einfacher ist.
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Um wieder den Bogen zurückzumachen zu dem Anfang des Ganzen,
0:13:29–0:13:33
wenn man nicht bei Twitter eingeloggt ist, kann man keine Tweets mehr sehen.
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Das bedeutet, dass Seiten wie twitterperlen.de zum Beispiel gerade ihr Geschäftsmodell verlieren.
0:13:39–0:13:47
Das stört mich nur so halb. Aber auch in meinem Blog gibt es halt, seitdem ich bei Twitter bin, immer mal wieder eingebettete Tweets.
0:13:47–0:13:49
Oder Links zu Tweets.
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Und die suche ich jetzt nach der Reihe raus und lösche die Artikel, weil es einfach auch
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sieht auch scheiße aus.
0:13:56–0:14:01
Also ganz ehrlich, man kann die Tweets eingebettet nicht mehr lesen, dann wird halt nur der Text
0:14:01–0:14:06
angezeigt mit einem Link zum Tweet. Jemand, der nicht bei Twitter ist, kann damit dann nichts mehr anfangen.
0:14:06–0:14:07
Deswegen kommt das alles weg.
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Man sollte sowieso viel regelmäßiger seinen alten Kram löschen.
0:14:12–0:14:17
Deswegen lasse ich bei Mastodon meine Postings auch nur maximal einen Monat stehen.
0:14:17–0:14:19
Von Twitter lernen heißt Siegen lernen.
0:14:21–0:14:26
Ja, unabhängig davon, das ist meines Erachtens dann ein weiterer Sargnagel für diese Plattform.
0:14:27–0:14:34
Also ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Musk Twitter nur deswegen gekauft hat, um Twitter kaputt zu machen.
0:14:35–0:14:44
Denn nichts von dem, was er da tut, ist irgendwie geeignet, das Ding nachhaltig auf irgendwelche wirtschaftlichen Füße zu stellen.
0:14:45–0:14:51
Im Gegenteil, da geht einfach nur noch der Bach runter. Und damit sind wir auch schon fast am Ende.
0:14:52–0:14:54
Noch der kurze Hinweis, es gibt eine neue Episode vom Podjournal.
0:14:55–0:14:58
Da musste ich mich ein bisschen am Riemen reißen, nicht schon Mitte des Monats zu produzieren,
0:14:58–0:15:04
denn diesen Monat hatte ich schon am 12. Juni genug Meldungen für eine Ausgabe.
0:15:04–0:15:06
Dann wären es sozusagen zwei geworden.
0:15:07–0:15:10
Ich habe wirklich darüber nachgedacht, aber ich wusste auch nicht, wie sich der Monat weiterentwickelt.
0:15:11–0:15:16
Und das war am Ende auch schlau, weil dann so ab Mitte des Monats nicht mehr wahnsinnig viel nachkam.
0:15:17–0:15:26
Aber gerade dieses Thema ChatGPT-produzierte Shownotes über Auphonic, das hat ein bisschen was in mir ausgelöst.
0:15:26–0:15:33
In erster Linie ein Denkprozess, ob ich nicht irgendwann mal überlegen sollte, so Deep-Dive-Geschichten zu machen.
0:15:33–0:15:37
Und dafür ist aber Podjournal eigentlich nicht das richtige Format.
0:15:37–0:15:53
Da müsste ich mir mal irgendwas überlegen, wie ich mit sowas umgehe, denn eigentlich möchte ich das wirklich angehen. Mal betrachten auch meinen Standpunkt zum Thema KI und Podcasting überhaupt. Also Chat-GPT und Chat-GPT ähnliche Produkte, das mal im Zusammenhang mit Podcasting zu beleuchten.
0:15:54–0:16:03
Und was mein Standpunkt dazu ist, das muss ich mal überlegen, in was für einer Form das funktionieren kann. Das Podjournal ist dafür eigentlich nicht der richtige Platz.
0:16:04–0:16:08
Naja, sei es drum. Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister
0:16:08–0:16:12
zurücktreten sollte. Bis das passiert oder bis hier eine weitere Folge erscheint von
0:16:12–0:16:16
Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.

 

Mit Bezug auf diese Episode:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 02.07.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

1 comments on JSFP409: Der Vogel ist tot

  1. Hallo Jörn,

    falls von Interesse: Sowohl der TAN-Generator (chipTAN) als auch Geldautomaten nutzen den Chip der Karte. Geldautomaten nutzen auch noch den Magnetstreifen parallel (was man manchmal auch hören kann, wenn man z.B. eine falsche Pin eingibt).

    Nach Möglichkeit wird der Chip aber deutlich bevorzugt. Es wird auch angestrebt, den Magnetstreifen auf Dauer ganz loszuwerden, weil anfällig und ein Sicherheitsproblem (Skimming).

    Und nun höre ich das Podjournal. 🙂

    Viele Grüße
    Lars

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