JSFP437: Demo in Kiel

Von Hamsterdemonstrationen auf dem Storchenparkplatz des antifaschistischen Waschsalons. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:29:24Diese Episode erschien am 14. Januar 2024 um 22:59Downloads 648 Downloads
Mit dabei: Gesche
Gesche
Demokratin vong Herzen her

         
 

 
Wir sind auf dem Rückweg von der Demo gegen rechts in Kiel im Auto. Das wird im Idealfall so gut wie nicht auffallen, aber es geht inhaltlich mal wieder über Tische und Bänke: Während Gesche von ihrem Fame-Moment in Eckernförde erzählen will, wird sie durch ihr eigenes Bonbon im Mund so sehr abgelenkt, dass wir minutenlang über unseren längst verstorbenen Hamster "Godzilla, die Flauschkartoffel" sprechen müssen. Außerdem geht es um besagte Demo, den Grund dafür, was wir sonst noch so erlebt haben und um eine neue Abschiedsformel für Jörn Schaars feinen Podcast.

Diese Episode hat 14 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 6 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

0:00:10–0:00:14
Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast.
0:00:14–0:00:16
Ich habe noch ein Sallos im Mund und du hast schon angefangen,
0:00:16–0:00:18
ich habe einen Nachteil jetzt.
0:00:19–0:00:20
Es ist ja kein Wettbewerb.
0:00:22–0:00:23
Die einen sagen so.
0:00:24–0:00:29
Also Episode 437, ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
0:00:29–0:00:29
Ich auch nicht.
0:00:30–0:00:33
Nee, du auch nicht, du bist nämlich Gesche Schaar.
0:00:33–0:00:38
Ist dir klar, dass ich jetzt die Hälfte dieser Podcast-Episode über diesen Salos im Mund haben werde?
0:00:39–0:00:45
Wenn es gut läuft, ja, du musst jetzt nicht draufbeißen.
0:00:45–0:00:52
Du machst das. Du kaust Bonbons. So ein furchtbarer Mensch bist du. Bonbon-Kauer.
0:00:53–0:00:56
Gott, oh Gott. Das ist schnell eskaliert.
0:00:56–0:01:03
Wir nehmen das auch auf, weil du speziell gewünscht hast, heute wieder mit dabei zu sein.
0:01:03–0:01:08
Ja, deutlich gesagt. Du möchtest gerne dieses Mal mit dabei sein. Weswegen denn?
0:01:08–0:01:09
Achso, wegen meinem Fame-Moment.
0:01:10–0:01:11
Dein Fame-Moment.
0:01:12–0:01:15
Ich tue jetzt den Salloss ein bisschen hinter meine... Kennt ihr das,
0:01:15–0:01:15
wenn ihr was im Mund habt?
0:01:16–0:01:19
Und dann müsst ihr aber reden und tut ihr das so in die Wange,
0:01:19–0:01:21
so hinter die Zähne. In die Wange? Naja.
0:01:21–0:01:23
Ja, wo denn sonst rein? Wie so ein Hamster.
0:01:23–0:01:28
Wie ein Hamster. Wie Godzilla, die Flauschkartoffel! Das war ein astreiner Spitzenhamster!
0:01:28–0:01:32
Ja, keiner von den Podcast-Menschen kennt Godzilla, die Flauschkartoffel.
0:01:32–0:01:34
Hast du noch nicht gepodcastet, als wir einen Hamster hatten?
0:01:34–0:01:34
Richtig.
0:01:34–0:01:39
Wir hatten mal einen Hamster. Oh, ich muss das besser erzählen. Also richtig erzählen.
0:01:39–0:01:43
Also Jörn hat mir mal erzählt, dass er immer eigentlich einen Kanarienvogel haben wollte.
0:01:43–0:01:46
Ein Wellensittich. (äfft Gesche nach) Ich muss das richtig erzählen.
0:01:48–0:01:51
Ein Wellensittich war das? Das ändert ja die komplette Geschichte. Komplett.
0:01:54–0:01:57
Jörn wollte unbedingt ein Wellensittich haben, früher mal, hat er erzählt.
0:01:59–0:02:05
Damit er den dann Godzilla nennen kann. Nur um zu sagen, ich habe Godzilla gefüttert.
0:02:06–0:02:07
Godzilla ist schon wieder abgehauen.
0:02:09–0:02:14
Und dann, Jörn hat mir das irgendwann erzählt, und ich wollte einen Hamster
0:02:14–0:02:19
haben, weil ich ja einfach immer schon ein Haustier haben wollte und ich früher,
0:02:19–0:02:20
ja wir hatten einfach nie Haustiere.
0:02:21–0:02:25
Und wollte ich einen Hamster haben, ich weiß nicht, wie ich auf Hamster gekommen
0:02:25–0:02:26
bin, ich wollte einfach einen Hamster haben.
0:02:26–0:02:28
Dann habe ich zu Jörn gesagt, wenn wir einen Hamster hätten,
0:02:28–0:02:30
dann können wir den Godzilla nennen.
0:02:30–0:02:33
Das war natürlich das und das alles entscheidende Argument.
0:02:34–0:02:34
Ja.
0:02:34–0:02:37
Dann hatten wir einen Hamster und es war Godzilla die Flauschkartoffel.
0:02:38–0:02:39
Ja. So und das...
0:02:39–0:02:42
Der zweite Namensteil erklärt sich hoffentlich von selber.
0:02:42–0:02:45
Erklärt sich von selbst, genau. Und das war ja, was du jetzt erzählt hast,
0:02:45–0:02:48
war ja nur abgelitten von dem, was du eigentlich erzählen wolltest,
0:02:48–0:02:49
nämlich dein Fame-Moment.
0:02:50–0:02:52
Wie bin ich denn von da auf einen Hamster gekommen?
0:02:52–0:02:55
Ich weiß es nicht. Aber wie so häufig, mein Herz.
0:02:56–0:02:58
Warte mal. Mit...
0:03:10–0:03:12
Ich wurde eine Stimme erkannt neulich.
0:03:12–0:03:15
Ich war in Eckernförde und jemand hat mich an meiner Stimme erkannt und das
0:03:15–0:03:20
war super aufregend. Ich glaube, das war, was ich erzählen wollte. Ja, das war es schon.
0:03:20–0:03:20
Sehr schön.
0:03:23–0:03:26
Grüße an den Podcast Geschichten zwischen den Meeren.
0:03:27–0:03:31
Okay, pass auf. Jetzt kommt es. Achso, weil ich weiß nicht, wie ich auf Hamster
0:03:31–0:03:33
gekommen sind. Wegen dem Bonbon.
0:03:34–0:03:36
In meiner Backe. Wange.
0:03:38–0:03:40
Auf jeden Fall war ich immer, es tut mir so leid.
0:03:41–0:03:42
Ihr tut das gar nicht leid.
0:03:42–0:03:44
Vielleicht sollte ich doch mal diese ADHS-Diagnostik machen. Ich weiß es nicht.
0:03:47–0:03:51
Ich war im Bioladen in Eckernförde. Hundefutter kaufen.
0:03:52–0:03:54
Und dann bin ich gegenüber in so einen Kaffeeladen gegangen,
0:03:54–0:03:58
weil ich mir so eine größere Kaffeemaschine, so eine größere Bialetti, noch kaufen wollte.
0:03:59–0:04:03
Und dann hat mich jemand angesprochen und hat gefragt, ob ich ich bin,
0:04:03–0:04:09
also ob ich Gesche bin, weil er meine Stimme aus Gesche Schaaars feinem Podcast erkannt hat.
0:04:09–0:04:12
Und ich würde sagen, ich bin officially Fame jetzt.
0:04:12–0:04:16
und hat mich super da gefragt. Nee, der hat tatsächlich,
0:04:16–0:04:21
ist ja eigentlich so ein Jörn-Schaar-Fan, glaube ich, Hörer und meinte,
0:04:21–0:04:25
dass er ja deinen Podcast immer gehört hat und auch deine Templates so toll
0:04:25–0:04:30
fand, dass er die jetzt benutzt und ich habe entschieden genickt und auf jeden
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Fall so getan, als wüsste ich,
0:04:32–0:04:34
auf jeden Fall, was Templates sind.
0:04:36–0:04:36
Ja.
0:04:37–0:04:38
Das war das.
0:04:39–0:04:45
Das war aber nett, habe ich ohne Scheiße Ich weiß, wir müssen abgeben, Schatz.
0:04:45–0:04:46
Es steht ja auch Eckernförde dran.
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Ich wollte nur helfen.
0:04:47–0:04:48
Ich sehe es doch.
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Also ich habe mich einfach mega darüber gefreut. Es war mega nett und ja,
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und überhaupt dann sowieso.
0:04:58–0:05:04
Und es ist aufregend auch, dass eigentlich jemand da kennt, nur von der Stimme her. Das ist verrückt.
0:05:04–0:05:08
Ja. Falls sich jetzt noch irgendjemand fragt, was Templates sind,
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das sind so kleine Programmieranweisungen, die dafür sorgen,
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dass die Shownotes und die Startseite und die Archivseite von Jörn Schaars feinen
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Podcast so aussehen, wie sie aussehen und die immer wieder auch automatisch generiert werden.
0:05:24–0:05:28
Ich bin Podcasterin, natürlich weiß ich das. Wäre ja voll peinlich,
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wenn ich das nicht wüsste.
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Wir waren in Hessen am vergangenen Wochenende.
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Niemand hat es gemerkt, weil ich eine quasi Abwesenheitsnotiz vorbereitet hatte.
0:05:41–0:05:41
Also vorproduziert? Ja.
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Und dann so (äfft Jörn nach) Hallo, hier ist Jörn Schaar, es ist Sonntag, ich sitze hier in
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Rieseby, ich bin nicht im Urlaub.
0:05:48–0:05:50
Also Sie brauchen gar nicht drüber nachdenken, hier einzubrechen.
0:05:51–0:05:52
Wir sind auf jeden Fall zu Hause.
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So in der Art habe ich es getan, nur noch überzeugender.
0:05:58–0:06:04
Wir sind Freitagmittag irgendwann losgefahren Richtung Hessen.
0:06:04–0:06:11
Es gab noch diverse Telefonate zu führen, auch im Nachgang zu dieser Aktion
0:06:11–0:06:16
in Schlüttsiel, wo Robert Habeck nicht von der Fähre runterkam,
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weil da irgendwelche wild gewordenen Bauern protestiert haben.
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da hatte ich noch einiges einzuordnen.
0:06:22–0:06:29
Und dann sind wir in weniger als acht Stunden, waren wir auf einmal bei meinen Eltern.
0:06:29–0:06:31
Das war vollkommen verrückt.
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Das ist immer eine wahnsinnig lange Fahrt.
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Du bist das früher mal jedes Wochenende gefahren?
0:06:36–0:06:37
Ja.
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Das ist komplett bescheuert.
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Ja, das stimmt.
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Du hast wirklich keine Freundin in Kiel gehabt? Oder warum fährst du jedes Wochenende
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acht Stunden zu deinen Eltern nach Hessen?
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Ich hatte auch keine Waschmaschine in dieser Zeit.
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(lacht laut) Nein, hast du nicht gehabt. Das war zu Zeiten, als es noch Waschsalons gab.
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Ja, und natürlich.
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Ja, klar.
0:06:56–0:07:00
Bei unserem Lieblingsbaumarkt auf dem Parkplatz zum Beispiel ist ein Waschsalon.
0:07:01–0:07:04
Also da stehen Waschmaschinen und Trockner.
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Ich bin jetzt über mehrere Sachen irritiert.
0:07:07–0:07:07
Ja.
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Mir war erstens nicht bewusst, dass wir einen Lieblingsbaumarkt haben.
0:07:11–0:07:15
Ja, na klar. Der Hagebau mit den Storchenparkplätzen, den finden wir super.
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Ja, bitte.
0:07:16–0:07:17
Gleich sind wir da.
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Ja. Ja, und auf, okay, auf, wir haben das nie so offiziell kommuniziert,
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dass es sich um einen Lieblingsbaumarkt handelt.
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Naja, seit dieser schicksalhaften Begegnung mit einem Obi-Mitarbeiter ist schon
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mal klar, dass wir einen Feindes-Baumarkt haben.
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Ja, aber nur der Obi in Husum. Ich würde da nicht so weit gehen,
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dass auf alle Obis zu verallgemeinern.
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Ich habe deswegen noch nie mal versucht, in Eckernförde einen Obi zu finden!
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Ich weiß gar nicht, ob es da einen gibt.
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Interessiert mich nicht.
0:07:49–0:07:49
Nee, null.
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Im Gewerbegebiet hinten auf der anderen Seite gibt es noch einen Baumarkt oder
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gibt es auch einfach in Eckernförde nur den einen?
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Weiß ich nicht, ist mir egal.
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Es gibt einen Hagebaumarkt, da bin ich Freund, da bin ich wohl,
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finde ich alles und auch noch mehr, als man denkt.
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Das ist nämlich nicht nur ein Baumarkt, der hat auch Campingzubehör,
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der hat so für Bastelkram und Einrichtungsgedöns, die haben allen möglichen
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Kram. Die verkaufen sogar Babykleidung, was unheimlich praktisch ist,
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weil sie eben auch den Storchenparkplatz auf dem Parkplatz haben.
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Aber Waschmaschinen auf dem Parkplatz?
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Sie stehen einfach draußen? Nein, come on.
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Ja, so an der Wand. Das sind irgendwie, ich meine, zwei Waschmaschinen und zwei Trockner.
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Bist du sicher, dass nicht einfach gerade Sperrmüll war?
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Alter, da stand jemand und hat seine Wäsche gewaschen.
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Okay. Okay.
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Wir könnten da jetzt noch vorbeifahren und uns das angucken, mit Fernlicht.
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Meinst du, der steht da immer noch?
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Nein, aber die Maschinen sind ja da.
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Die Maschinen sind ja da. Ich muss sagen, der Insider, den kann man verstehen. Na gut.
0:08:56–0:08:57
Richtig.
0:08:57–0:08:58
Okay.
0:08:58–0:09:00
Also wir waren in Hessen und es war sehr schön.
0:09:00–0:09:02
ja. Da ging es eigentlich drum.
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Es war auch sehr schön, Familie gesehen, meiner lieben Mutter zum Geburtstag gratuliert.
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Freunde habe ich getroffen. Wir beide streng genommen, unabhängig voneinander.
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Ich habe halt andere Freunde getroffen. Ich habe meine eigenen Freunde manchmal.
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Meine eigenen Freunde, die an anderen Orten sind.
0:09:19–0:09:20
Ja, und das war...
0:09:20–0:09:22
Sonst hättest du auch nie deine Ruhe vor mir.
0:09:22–0:09:26
Ja, das stimmt. Das hätte ich echt nicht. Das war auf jeden Fall alles sehr, sehr gut.
0:09:26–0:09:31
Und dann sind wir Dienstag nach dem Frühstück mit einem kurzen Schlenker,
0:09:31–0:09:33
haben die Abkürzung über Köln genommen.
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Wollen wir das nochmal erzählen, warum wir über Köln gefahren sind?
0:09:35–0:09:35
Ja, können wir gerne.
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Ich finde, das ist eine besonders schöne Geschichte.
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Ja.
0:09:38–0:09:42
Auch darüber, wie so wie so Institutionen funktionieren.
0:09:42–0:09:48
Ja, ich arbeite ja nun bei DeutschlandRadio und da hat man als freier Mitarbeiter
0:09:48–0:09:54
natürlich einen Hausausweis und der ist in Personalunion auch der Hausausweis,
0:09:54–0:09:56
der mich ins NDR-Funkhaus reinlässt,
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weil ich da eben ein Büro habe.
0:09:59–0:10:03
Ich glaube nicht, dass man bei Gegenstand "in Personalunion" sagt.
0:10:04–0:10:10
Hast du recht. Ist ja kein Person. Ja, in Sachunion. Egal, also dieses Ding ist auf jeden Fall
0:10:10–0:10:15
multifunktionsfähig. Und das lief nun zum 31.12.2023 ab.
0:10:16–0:10:19
Und dann habe ich eine Mail geschrieben an die zuständige Abteilung.
0:10:19–0:10:25
Da kam die Information, ich möchte den doch bitte ab Anfang Januar beim Wachschutz in Köln abholen.
0:10:26–0:10:28
Und dann habe ich gesagt, das ist jetzt ein bisschen unpraktisch.
0:10:28–0:10:32
Und was denn mit dem Guthaben sei? Ja, hieß es.
0:10:32–0:10:35
Was ist mit dem Guthaben? Du bist Journalist, du musst die Dinge auch ein bisschen
0:10:35–0:10:37
erklären. Du darfst nicht zu viel Wissen voraussetzen.
0:10:38–0:10:44
Also auf dem, da ist nicht nur Eintrittskarte in gleich drei Funkhäuser streng genommen.
0:10:45–0:10:49
Nämlich die beiden vom Deutschlandradio und das vom NDR.
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Wahrscheinlich sogar ARD-weit. Ich weiß nicht, ist auch egal.
0:10:53–0:10:57
Jedenfalls ist das auch meine Kantinenbezahlkarte für die Kantine in Köln.
0:10:57–0:11:03
Und da sind also noch irgendwie 21,50 Euro drauf gewesen. Die würden verfallen,
0:11:03–0:11:06
wenn der Ausweis einfach nur vernichtet würde.
0:11:07–0:11:13
Also müsste ich nach Köln fahren und mir das Guthaben auszahlen lassen,
0:11:13–0:11:15
bevor ich den neuen Ausweis abhole.
0:11:15–0:11:18
Und ich muss den persönlich abholen, weil ich dafür unterschreiben muss.
0:11:19–0:11:20
Sind wir dafür nach Köln gefahren?
0:11:23–0:11:26
Warte mal, musstest du nur wegen dem Guthaben die abholen?
0:11:26–0:11:30
Nein, ich hätte auch sonst hinfahren müssen, weil ich dafür hätte unterschreiben sollen.
0:11:30–0:11:34
Ich wollte gerade sagen, wir sind nicht wegen 20 Euro diese ganzen Stunden Umweg gefahren!
0:11:34–0:11:37
Nein. Wie sich herausstellte, musste ich dann nicht unterschreiben.
0:11:38–0:11:42
Ich musste auch den alten Hausausweis nicht abgeben, weil nämlich der Münzautomat,
0:11:42–0:11:45
der Auszahlautomat leer war.
0:11:45–0:11:48
Und dann sagt der Pförtner, dann behalten Sie den einfach und wenn Sie das
0:11:48–0:11:52
nächste Mal hier sind, versuchen Sie es nochmal und dann machen wir das mit dem Papierkram.
0:11:52–0:11:53
Also Sie hätten dir das auch einfach zuschicken können.
0:11:54–0:11:55
Ja, das ist genau der Punkt.
0:11:55–0:11:55
Das war das Ende der Geschichte.
0:11:55–0:11:59
Das ist das Ende der Geschichte. Aber wir waren ja sowieso grob in der Gegend.
0:11:59–0:12:01
Ja, aber stell dir mal vor, was wäre denn, wenn nicht?
0:12:02–0:12:06
Ja. Stell dir mal vor, du brauchst das ja, du kannst ja unter diesem Ausweis nicht arbeiten.
0:12:06–0:12:10
Ja, also ich habe mir diese Frage natürlich auch gestellt und ich habe dann
0:12:10–0:12:17
gedacht, okay, wir sind ja dann grob in der Nähe und dann muss das halt irgendwie mit reinpassen.
0:12:18–0:12:21
Wäre jetzt nicht zufällig der Geburtstag meiner Mutter gewesen und hätte es
0:12:21–0:12:25
nicht sowieso schon festgestanden, dass wir hinfahren, hätte ich halt gesagt
0:12:25–0:12:29
so, wie sinnvoll ist es denn, dass ich zweimal sechs Stunden im Zug verbringe,
0:12:29–0:12:30
um diesen Ausweis abzuholen.
0:12:31–0:12:37
Den Podcast aufzunehmen. Genau. Wie viele Podcasts vom Bahnfahren gibt es eigentlich schon?
0:12:37–0:12:37
Eine Menge.
0:12:37–0:12:40
Wo Leute so podcasten, während sie gerade mit der Bahn unterwegs sind?
0:12:40–0:12:45
Eine Menge. Also es gab zum Beispiel lange Zeit, hieß der Bahnhelden?
0:12:45–0:12:51
Nee, Bahnhelden sind noch mal andere, aber es gab welche, die immer im Zug aufnehmen wollten.
0:12:51–0:12:56
Das hat, glaube ich, nicht so lange getragen. und ich weiß, dass es auch zum
0:12:56–0:13:00
Beispiel von Haken dran mindestens eine Episode gibt, die in einem fahrenden
0:13:00–0:13:01
Zug aufgenommen worden ist.
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Wir nehmen ja gerade wieder beim Autofahren, ach, ich habe vorhin schon mit Navi und so gesagt.
0:13:06–0:13:09
Ja, das hört am Ende wieder keiner, dass wir im Auto sitzen.
0:13:09–0:13:11
Weil du so krasse Mikros gekauft hast.
0:13:11–0:13:13
Und weil Auphonic halt einfach Audio-Magie macht.
0:13:13–0:13:14
Mega.
0:13:14–0:13:15
Komplett mega.
0:13:15–0:13:18
Also du wärst da hingefahren einen Tag, einen Tag wieder zurück,
0:13:18–0:13:24
um diesen Ausweis abzuholen, damit du da dann erfährst, ja, also, jetzt auch nicht.
0:13:24–0:13:30
Genau, ich hätte diese Frage dann gestellt, wie sinnvoll das ist und ob wir
0:13:30–0:13:33
da nicht eine Lösung finden, dass der auf dem Postweg zu mir hätte kommen können.
0:13:33–0:13:37
Das erschien dann nur nicht mehr als notwendig, als klar war,
0:13:37–0:13:40
dass wir sowieso zumindest ungefähr.
0:13:40–0:13:43
Wie lange geht jetzt der Ausweis, den du hast?
0:13:43–0:13:44
Noch zwei Jahre.
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Wie lange läuft dein Vertrag noch mit dem Deutschlandradio?
0:13:47–0:13:48
Stand heute noch drei Jahre.
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Also einmal haben wir das Spiel noch.
0:13:51–0:13:54
Naja, es kann dann immer noch sein, dass mein Vertrag nochmal verlängert wird
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und dann würde ich vielleicht, also dann kann es ja immer noch mehr Gelegenheiten geben.
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Ja, alles ganz aufregend.
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Ich würde auf jeden Fall, wenn du noch eine Vertragsverlängerung machst,
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würde ich versuchen, das zu synchronisieren mit der Laufzeit deines Hausausweises.
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Naja, das geht verwaltungsmäßig nicht.
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Mein Vertrag beginnt am 15. Januar und der Haushaltsverweis läuft am 31.12. ab.
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Und Verwaltung geht so, dass sie sagen, ja, können wir nicht.
0:14:25–0:14:30
Also vielleicht werden die das machen, keine Ahnung. So, diesmal gab es Änderungen
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am Vertrag, führt so weit, ist irrelevant, streng genommen.
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Da ging es nicht. Mal gucken, ob es dann nächstes Mal klappt. Ich weiß es nicht.
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Man weiß es nicht. Aber es hat ein bisschen was von Asterix und dem...
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Ja, das heißt ja nicht umsonst Anstalt des öffentlichen Rechts.
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Aber andere Sache, Stichwort Verrückte, wir kommen gerade von einer Demo gegen rechts.
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Ja, auch einfach prägnant, der Titel, so Demo gegen rechts.
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So, das war ging es konkret um die Sachen, die vergangenen Mittwoch,
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glaube ich, erschienen sind in der Presse, dass es so eine Art Wannsee-Konferenz 2.0 gab.
0:15:12–0:15:16
Mehrere Faschisten haben sich getroffen, unterschiedlicher Parteizugehörigkeit,
0:15:16–0:15:22
also AfD-Leute waren dabei, Identitäre Bewegung war dabei, Leute aus der CDU
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waren dabei und auch vom Verein Deutsche Sprache.
0:15:26–0:15:30
Und die haben im Wesentlichen sich darauf geeinigt, auf einen Plan,
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wie mehrere Millionen Menschen aus Deutschland deportiert werden können,
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wenn sie nicht richtig integriert sind, wenn sie nicht deutsch genug sind oder
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wenn sie einfach nur Migration grundsätzlich für eine gute Sache halten.
0:15:44–0:15:52
Also mutmaßlich dann ungefähr alle Ökonomen, die sagen, die Fachkräftelücke
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können wir auf gar keinen Fall nur mit Geburten schließen, die kommen alle weg.
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Das war eben in einer Villa, die, ich glaube, wenn ich es richtig im Kopf habe,
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acht Kilometer von da entfernt war,
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wo die Nazis damals die Deportation und industrielle Tötung der Juden geplant haben.
0:16:14–0:16:17
Ich weiß nicht, wie absichtlich sie das gemacht haben da jetzt diesmal,
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aber der Vergleich liegt jedenfalls nahe.
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Und da gab es nun am Freitag einen Demo-Aufruf, dass heute am Sonntag in Kiel
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ja was stattfindet, dass man sich eben gegen rechts stellen kann und das auch
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in der Gruppe. Und so ganz klein war die Gruppe nicht.
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8000 Leute nach Veranstalterangaben waren so viele,
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dass zwei geplante Zwischenkundgebungen vor der Landeszentrale der AfD und der
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Praxis eines offenbar an dieser Sitzung beteiligten Schwurbelarztes nicht stattfinden konnten.
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Und wie lange waren wir unterwegs? Zwei Stunden oder was?
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Ja, also erstmal, die wurde ja primär von der Grünen Jugend angemeldet, die Demo.
0:17:02–0:17:06
Also ich glaube angemeldet, aber unterstützt von allen Jugendorganisationen
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der demokratischen Parteien und verschiedenen anderen runden Tischen und so.
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Er hat auch am Anfang gesagt, dass sie auch so ein bisschen überwältigt waren,
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dass so viele Leute da waren, dass sie die Demo angemeldet haben mit 500 Personen.
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Also für geschätzt, dass 500 Personen kommen.
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Und ja, waren halt ein paar mehr.
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Um 15.00 Uhr ist es losgegangen und wir haben uns auf dem Rathausmarkt dann
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17.30 Uhr ausgeklingt, wo aber noch die Abschlusskundgebung da lief.
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Also insgesamt wahrscheinlich so drei Stunden.
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Ja, das war ziemlich cool. Also vor allen Dingen finde ich die Kurzfristigkeit
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und dann auch zu sehen, wie viele Leute da hingeströmt sind.
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Also wir sind 20 Minuten vor Beginn noch dran vorbeigefahren mit dem Auto und
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haben so, genau am Exerzierplatz ging es los. Und du sagtest noch,
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Mensch, das sieht aber ein bisschen traurig aus, sind nicht so viele gekommen.
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Und dann brauchten wir halt noch 20 Minuten, um das Auto abzustellen,
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den Hund bei deinen Eltern abzugeben.
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Und als wir dann losgegangen sind und ja, war es ja schon fast 15 Uhr,
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die letzten paar hundert Meter zum Exer rüber, wie viele Leute dahin geströmt
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sind, wie viel dann auch schon los war,
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auch auf dem Platz, das war schon ziemlich beeindruckend zu sehen.
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Ja, und das war eine wichtige Sache, die wir, glaube ich, wo man sagen kann,
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es war auch gut, dass wir da waren.
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Genau, ich denke auch, dass es vielleicht noch mehr Demos gibt und so.
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Ich habe so eine komische Sache immer, wenn ich sowas sehe, bei der Demo zum
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Beispiel, dass da viele Leute hinlaufen, aber auch, wenn wir wählen,
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also wenn Wahlen sind und ich gehe so zum,
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Wahllokal und du siehst so die Leute dahin strömen, dann kriege ich immer so,
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dann werde ich total emotional irgendwie.
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Ja.
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Auch jetzt, wenn ich daran denke, Da denke ich vollen Kloß im Hals. Ich glaube,
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was so viel Kacke gibt in der Welt.
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Ja.
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Und wenn man dann so Leute sieht, die einfach zusammen mit seiner Selbstverständlichkeit
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auch irgendwie einfach Demokraten sind.
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Das ist irgendwie cool. Also ich kriege immer diesen komischen Kloß im Hals dann,
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wenn so ganz angerührt werden.
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Ja. Ja, verständlich.
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Ob das noch jemandem so geht, oder ob ich vielleicht weird bin.
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Vielleicht bin ich weird. Ich bin nicht, aber ja. Das weiß nicht.
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Haben wir noch was erlebt diese Woche?
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Wir fahren gerade durchs dunkle Eckernförde, aber da rechts von uns ist die Ostsee.
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Die noch dunkler ist als Eckernförde.
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Haben wir noch was erlebt diese Woche?
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Ich habe einen Kinderchor gegründet.
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Donnerwetter.
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Also ich habe zehn Anmeldungen jetzt schon.
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Das ist ziemlich cool.
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Jetzt habe ich zehn Kinder, die schon mitsingen wollen.
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Ja.
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Ich habe Bock drauf, schockt.
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Ja.
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Und sonst, ich weiß nicht, ich habe eine Urnenbeisetzung gemacht,
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da war die Trauerfeier schon im Dezember und dann, ja, weiß ich immer nicht
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so für die Familie, wie cool das ist, wenn man dann so über Weihnachten,
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also über die Feiertage dann quasi,
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danach die Urne erst beisetzt.
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Also war ein Trauerfeier am Sarg und dann später wird die Urne beigesetzt.
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Das ist so eine von vielen möglichen Bestattungsformen.
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Auch die in meiner Familie üblicher.
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Und naja, jedenfalls das war das. Und das war auch nett, weil da richtig viele
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da waren von der Familie.
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Also die hatte so eine verstorbene Person, hatte halt vier Enkel und so.
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Und die waren irgendwie fast alle nochmal da.
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Und genau. Genau. Dann war es Kinderchor.
0:20:50–0:20:54
Dann versuche ich immer noch alle zu überzeugen, dass wir unbedingt Churchdesk brauchen.
0:20:55–0:20:58
Was ist Churchdesk?
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Also Churchdesk ist eigentlich ein Programm, es gibt es auch als App-Version,
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aber es ist erstens ein Programm zur Organisation und Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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und allen möglichen verschiedenen Dingen von speziellen für Kirchengemeinden quasi Angeboten.
0:21:15–0:21:18
Du kannst darüber, also es ist Kalenderführung, kannst du darüber machen,
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Raumbelegungspläne, verschiedene Gruppen, Newsletter erstellen,
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lauter verschiedene Dinge.
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Und das ist halt quasi alles dann in einem, alles in einem.
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Du musst dann halt nicht da einen Kalender haben und woanders kannst du deine
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Dateien sharen und noch woanders hast du einen Messenger, sondern du hast dann
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alles für die kirchengemeindliche Arbeit unter einem Dach quasi.
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Ja.
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Und speziell, weil ich im Öffentlichkeitsausschuss bin und wir jetzt daran arbeiten,
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dass der Gemeindebrief dann mal eingestampft werden soll in der Form, wie er jetzt ist.
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Und auch so eine Homepage, du kannst auch die Homepage, also nicht hosten darüber
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über Churchdesk, aber es ist so ein Website-Editor,
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glaube ich, ist da mit drin.
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Das heißt, du kannst auch darüber dann die Homepage basteln und aktualisieren und so.
0:22:09–0:22:10
Also das volle Programm.
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Und im Moment hat diese Kirchengemeinde, meine Kirchengemeinde,
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noch nicht mal ein Internetauftritt. Das ist so peinlich.
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also sind so 10, 20 Jahre hinterher aber wir arbeiten jetzt dran also genau,
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und ja, aber das kostet natürlich auch ein bisschen was von Geld her und deswegen
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ja, dass wir ein bisschen da,
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dranbleiben und immer noch mal wieder Gespräche führen mit dem Büro mit dem
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Ausschuss und mit der Finanzausschussvorsitzenden und mit den Kolleginnen dass
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das dann jetzt bitte dann endlich mal vorangehen kann ja Ja, sowas.
0:22:46–0:22:47
Sowas immer.
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Und was hast du schönes berichtet in dieser Woche?
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Wir haben noch zehn Minuten bis wir zu Hause sind, die können wir jetzt auch noch watschen.
0:22:58–0:23:01
Ich habe diese Woche vergleichsweise wenig berichtet.
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Faul, ne, habe ich auch gemerkt.
0:23:03–0:23:05
Nee, faul war ich nun gar nicht.
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Nein, das ist er nie.
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Aber ich hatte nur einen Beitrag, den ich fertig gemacht habe,
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der ist am Freitag gelaufen.
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Da ging es um jemanden aus Süderbrarup, der dort freiwilliger Feuerwehrmann
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ist und der eine Software entwickelt hat, die heißt Firemon 112.
0:23:28–0:23:33
Und es ist halt auf dem Dorf üblicherweise so, dass nicht jeder,
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der in der Einsatzabteilung ist, auch gleich einen Funkmeldeempfänger bekommt.
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Das kostet ja schließlich auch Geld.
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Das heißt, ganz viele laufen los, wenn die Sirene geht und wissen überhaupt
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gar nicht, was eigentlich der Einsatz ist.
0:23:46–0:23:53
Und wenn die Feuerwache gut genug ausgestattet ist, dass sie ein Faxgerät hat,
0:23:53–0:23:59
dann kriegen sie zumindest so eine grobe Übersicht darüber, was anliegt von der Leitstelle per Fax.
0:23:59–0:24:03
Das können sie dann im Auto lesen und sich schon mal darauf einstellen.
0:24:03–0:24:06
Wir sind jetzt übrigens, Entschuldigung, neben besagtem Baumarkt. Ich sehe hier keine Waschmaschinen.
0:24:06–0:24:10
Das leuchtet da hinter dem Einkaufswagen-Dings.
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Hinter dem? Bei McDonalds?
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Nein, neben McDonalds. Da steht jetzt ein Auto davor.
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Du könntest hier einfach abbiegen.
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Ja, muss ich jetzt, das ist zwei Spuren nach rechts.
0:24:21–0:24:25
Ja, meine Güte. Ja. Willst du die sehen, die Waschmaschinen, oder nicht?
0:24:27–0:24:30
Ich bin unsicher, ob ich dann imaginären Waschmaschinen sehe.
0:24:30–0:24:32
Das sind keine imaginären Waschmaschinen.
0:24:33–0:24:34
Aber zurück zur App.
0:24:35–0:24:41
Genau, also manche Feuerwehren haben noch nicht mal einen Fax in der Feuerwache.
0:24:41–0:24:45
Die müssen dann, wenn sie ihre Stärkemeldung abgeben, wenn alle auf dem Auto
0:24:45–0:24:50
sitzen und sie losgefahren sind, müssen sie ohnehin die Leitstelle anfunken,
0:24:50–0:24:53
dem Bescheid sagen, so keine Ahnung, wir rücken jetzt aus und wir sind irgendwie zu acht.
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Keine Ahnung, ich sage jetzt einfach irgendeine Zahl. Dann kommt halt von der
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Leitstelle, können sie dann rückfragen, was machen wir denn eigentlich?
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Also ist es nur in Anführungszeichen eine Türöffnung für einen Notarzt?
0:25:04–0:25:08
Ist irgendwo jemand beim Autounfall verunglückt? Brennt das irgendwo?
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Brennt ein Haus? Brennt ein Mülleimer? Das sind alles Sachen,
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die weißt du dann halt nicht.
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Und ganz oft, so haben es mir die Feuerwehrleute erzählt, ist es halt so,
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dass man, es ist ja grundsätzlich so, an der Position, wo man auf dem Auto sitzt,
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hat man dann auch eine bestimmte Aufgabe.
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Und wenn man jetzt zum Beispiel auf der Position des Melders sitzt und man fährt
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zu einem Autounfall, dann ist deine Aufgabe, ins Auto zu gehen und die Patienten zu betreuen.
0:25:33–0:25:37
Und es gibt vielleicht Leute, die sagen, das ist nicht so ganz meins,
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das können andere besser oder ich bin da vielleicht auch emotional investiert,
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wie auch immer, dass man sich dann eben gar nicht erst auf diese Position setzen
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kann, wenn man die Information schon hat,
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dass es sich um einen Autounfall handelt.
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Und dafür ist eben Firemon 112, denn die Leitstellen schicken auch inzwischen
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die Sachen per Mail raus und Glasfaserausbau gerade auf dem Dorf wird immer relevanter,
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kommunale Infrastruktur wird häufig gleich mitversorgt,
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damit eben auch der Ausbaugrad in den Gemeinden groß genug ist,
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dass so ein Glasfaserunternehmen das auch macht.
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Und dann kann man eben die Alarmdepesche, so heißt das, per Mail empfangen und
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die ist so standardisiert, dass man die Inhalte automatisch erfassen und beispielsweise
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auf dem Monitor anzeigen kann und noch ein bisschen was dazu.
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Also er hat das jetzt so gemacht, dann kriegst du nicht nur den Einsatzort genannt
0:26:34–0:26:40
und das Einsatzstichwort, also keine Ahnung, Feuer groß mit Ergänzung Y für
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Menschenleben in Gefahr, sondern du kriegst dann auch gleich die Adresse dazu.
0:26:44–0:26:48
Du kriegst dann gleich eine Anzeige, wie ist die Anfahrt, wie ist die geschätzte
0:26:48–0:26:53
Anfahrtszeit, aus welcher Richtung kommt der Wind, wo sind Wasserentnahmestellen für Löschwasser.
0:26:54–0:27:01
Das sind alles Sachen, die bei der Leitstelle vorliegen und diese Daten über
0:27:01–0:27:02
Windrichtung und sowas, die
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werden auch automatisiert über welchen Wetterdienst oder sowas abgefragt.
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Und dieses System, da gibt es wohl mehrere kommerzielle Lösungen,
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aber dieses spezielle System, das ist eben etwas, das er in seiner Freizeit entwickelt hat.
0:27:16–0:27:21
Der ist Informatiker im Hauptberuf und hat da irgendwie tausend Stunden Arbeit reingesteckt.
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Sagt er selber, weil ihm das Engagement bei der Feuerwehr alleine noch nicht
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Ehrenamt genug ist, macht er das auch noch mit.
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Die haben jetzt einen Verein gegründet, der das Ganze tragen soll und auch zukunftsfähig halten soll.
0:27:32–0:27:36
Denn wie so oft bei Open-Source-Projekten kann das auch mal sein,
0:27:36–0:27:42
dass vielleicht jemand das Interesse verliert, dass sich irgendwas an den Lebensumständen
0:27:42–0:27:45
ändert, dass man krank wird oder es irgendwie nicht mehr weiter pflegen kann.
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Und so durch diese Vereinsstruktur soll das eben auf genug Schultern verteilt
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sein, dass dieses Projekt fortgeführt werden kann.
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Und inzwischen setzen das in Schleswig-Holstein schon 80 Feuerwehren ein.
0:27:58–0:27:59
Krass!
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Und darüber habe ich was gemacht. Habe noch ein paar andere Sachen recherchiert.
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Vorbereitet für die kommende Woche.
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Da ist eigentlich jeden Tag irgendwas Aufregendes.
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Und da muss ich auch noch irgendwie, habe ich noch was rumliegen,
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was fertig werden muss. Also nächste Woche wird ganz schön anstrengend.
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Das kann ich schon mal sagen. Ja.
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Ja, cool. Cool.
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Und dann habe ich mich entschieden, auf Christian Lindner zu verzichten in Zukunft,
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denn die Ereignisse vom vergangenen Mittwoch haben eigentlich gezeigt,
0:28:32–0:28:35
dass mein Abschiedsspruch jetzt…
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Ja, ja. Das war dir nicht klar, dass es noch schlimmerer Menschen gibt als Christian Lindner?
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Ja doch, aber wir sind an einem Punkt, wo es einfach jetzt auch notwendig
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ist, das immer wieder zu sagen. Immer wieder, immer wieder.
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Wir können auch sagen, hast du schon einen neuen Catchphrase?
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Ich habe mir schon was überlegt, ja, ja.
0:28:50–0:28:51
Ich hätte es sonst auch.
0:28:51–0:28:56
Ich finde nämlich, dass alle, die politische Ämter bekleiden und sich nicht
0:28:56–0:28:59
gegen das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen,
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von ihren Ämtern zurücktreten sollten, bis das passiert.
0:29:02–0:29:05
Das ist eine sehr lange Phrase zum Schluss.
0:29:05–0:29:08
Ja, nun. Aber wir wollen sie auch alle mitnehmen, die Arschgeigen.
0:29:09–0:29:12
Vielleicht kriegen wir das noch ein bisschen mehr Catchy.
0:29:12–0:29:13
Ja, bis nächste Woche.
0:29:13–0:29:16
Bis nächste Woche. Aber genau, das schaffen wir auf jeden Fall, bis das passiert.
0:29:16–0:29:19
Oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars feinem Podcast.
0:29:21–0:29:22
Alles Gute.

 

Mit Bezug auf diese Episode:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 14.01.2024 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören sind: Jörn, Gesche (Demokratin vong Herzen her) Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

4 comments on JSFP437: Demo in Kiel

  1. Moin Jörn,
    mit Freude habe ich Deinen Bericht über Firemon112 gehört. Wir haben als „kleine Dorfwehr“ diese seit kurzem und sind restlos begeistert über die Funktionalität. Aber das beste ist wirklich der Entwickler. Obwohl er das ja nur „nebenbei“ macht, ist er immer mit Rat und Tat bei Fragen sofort zur Stelle, besser kann ein Support nicht sein. Dafür hat der gute Mann Respekt verdient.
    Liebe Grüße an Gesche
    Andreas aka angeliter

  2. na da hat Auphonic aber ganz schön daneben gelangt. Gesche ist so verzerrt und kaputtdigitalisiert. Schade denn es ist immer sehr witzig aber auch ernsthaft mit ihr. Du selber klingst perfekt. Hast du es nach Auphonic nicht nochmal testgehört? Aber schöne Folge wieder. Gruß an euch beide.
    oboeman

    1. Ja, ich hab das gehört. Ich hätte das aber auch nicht besser hinbekommen und habe mich entschieden, die Episode zu veröffentlichen. Bei der Episode mit dem Kinderliederchaos fand ich die Qualität schlechter und das Feedback war genau gegenläufig zu meinem Eindruck. Deswegen war ich nicht davon ausgegangen, dass es diesmal anders werden würde.

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