JSFP561: Ab in die Pilze

Von Förderdampfern und Dönerpreisverschleierung unter der Pilzkappe des irren Iwan. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:13:01Diese Episode erschien am 27. September 2026 um 9:19Downloads 528 Downloads

 
Wunderbar! Ich konnte diese Woche fast jeden Tag mit dem Fördedampfer in mein Kieler Büro fahren. Zumindest die eine Station vom Bahnhof bis zum Anleger in der Nähe des NDR-Funkhauses in Kiel. Gleich am Montag war ich irritiert von einem Dönerladen und hatte in der restlichen Woche wenig Erwähnenswertes zu tun. Spannend war eine Pilz-Lehrwanderung am Samstagvormittag und ich habe mich sehr über Besuch gefreut. Und das ist ja auch selten genug.

Diese Episode hat 5 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 36 Sekunden lang.

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Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars Feinem Podcast Episode 561.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Diese Woche hatte ich jeden Tag in Kiel zu tun, das heißt ich konnte fast jeden
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Tag Förderdampfer fahren.
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Mein Zug kam in Kiel am Hauptbahnhof an, dann bin ich sehr gemütlich zum Anlegerbahnhof
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gegangen, also einmal aus dem Bahnhof raus, über den Vorplatz,
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über die Straße und dann noch so 150 Meter, bis ich auf dem Steg war.
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Und dann konnte ich auf die Fähre steigen, die da zum ÖPNV gehört und eine Station
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nur mit dem Schiff fahren.
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Aber so startet man einfach komplett anders in den Tag. Finde ich total super.
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Das ist einfach ein ganz anderes Gefühl für den Tag, war wunderbar.
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Was ich so zu tun hatte, war jetzt nicht wahnsinnig spannend.
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Ich habe unter anderem den Innen- und Rechtsausschuss angeguckt.
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Da ging es um die Lage der Justiz in Schleswig-Holstein, beziehungsweise da
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war ich nur im Audio-Stream.
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Und vormittags war ich im Digitalisierungsausschuss. Da gab es eine mündliche
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Anhörung zur Verwaltungsdigitalisierung.
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Und da habe ich
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ein Angebot draus gemacht, was man darüber erzählen könnte.
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Also halt ein Recherchetag, nichts weiter wahnsinnig Relevantes.
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Am Montag, das war komisch.
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Also was heißt komisch? Nein, wenn ich im Funkhaus bin in Kiel,
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gehe ich immer in die Kantine.
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Weil die in der Regel gutes Essen machen zu vertretbaren Preisen.
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Das ist alles total fein. Und vergangenen Montag hat mich einfach das Angebot
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nicht überzeugt. Ich hatte einfach keine Lust auf das, was es da gab.
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Es gibt immer vier Sachen.
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Mindestens ein vegetarisches Gericht, meistens auch noch ein veganes dazu.
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Also das Angebot ist schon sehr, sehr gut, hat mich aber einfach nicht überzeugt.
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Deswegen habe ich mich für Döner entschieden und bin dann in die Fußgängerzone
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gegangen zum Dönerwerk.
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Das ist ja inzwischen ein relativ großer Franchiser geworden,
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die jetzt auch so ein Touch-Display haben für die Bestellung,
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so ähnlich wie bei McDonalds oder Burger King.
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Und da kann man sich dann also seine Bestellung zusammenklicken.
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Und naja, also für den Döner isst man relativ knapp unter 10 Euro.
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Wenn man den bestellt, dann ist das schon mal der Wert.
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Und dann muss man noch das Fleisch auswählen, ob man jetzt Rind,
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Huhn oder gemischt haben möchte. Und das kostet nochmal 50 Cent extra.
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Und das heißt also, man zahlt für einen Döner, wenn da Fleisch drauf sein soll,
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mehr als 10 Euro bei dem Laden.
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Ich habe jetzt nicht geguckt, was die Plant-Based-Variante kosten würde.
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Gäbe es aber auch. Ja, also ich habe auch schon mal mehr als 10 Euro für den Döner bezahlt.
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Ich habe da grundsätzlich auch kein Problem mit. Die Rohstoffkosten steigen,
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Löhne steigen in der Gastronomie, Energie ist teurer, alles wird teurer und
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natürlich darf dann auch der Döner teurer werden.
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Zumal bei denen tatsächlich die Qualität auch wirklich stimmt.
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Also das ist schon für einen Franchiser ist das schon sehr, sehr gut.
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Was ich schwierig finde, ist halt einfach, wenn man auf dem ersten Bestellscreen,
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einen Preis unterhalb von 10 Euro oder nah an 10 Euro sieht und halt, ich meine,
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das Fleisch ist für mich jetzt eine zentrale Zutat auf dem Döner.
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Warum muss ich dafür dann extra bezahlen? Das ist doch Unfug eigentlich.
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Also so haben sie diese psychologisch wichtige Marke von Döner unter 10 Euro
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einigermaßen umschifft, aber es ist halt trotzdem nur so halbgeil,
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wollen wir ehrlich sein.
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Naja, ansonsten war diese Woche wirklich nicht wahnsinnig viel los.
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Ich habe wirklich eine Menge Orga-Kram gemacht und habe hier und da ein bisschen was getan.
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Das ist alles nicht so wahnsinnig spektakulär gewesen.
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Was toll war, gestern am Samstag war ich in den Pilzen.
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Ich hatte irgendwann einen Zeitungsartikel gelesen, dass jetzt die Pilzsaison
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losgeht und habe dann mich so erinnert an einen Freund von uns.
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Der häufig in die Pilze geht, der mit im Norwegenurlaub war und da regelmäßig
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von irgendeinem Morgenspaziergang mit einer Handvoll Pfifferlingen zurückkam
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oder mit einer Tüte voll.
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Und der auch immer mal, wenn er zu Besuch ist, dann einfach eine Tüte getrocknete
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Steinpilze oder sowas mitbringt.
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Und ich dachte, ja nee, warum eigentlich nicht mal in die Pilze gehen?
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Aber natürlich habe ich überhaupt keine Ahnung davon. Ich weiß nur,
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dass das gefährlich sein kann.
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Wir haben wenige tödlich giftige Pilze in Deutschland, das wusste ich.
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Wir haben aber auch eine Menge davon, die mindestens Bauchschmerzen machen,
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wenn nicht Magen, Darm oder sowas.
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Und ich wüsste jetzt auch ehrlich gesagt nicht hundertprozentig,
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wie ich den Knollenblätterpilz, der halt innerhalb von 48 Stunden anfängt die
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Leber zu zersetzen, wie ich den sicher erkennen sollte.
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Also soll man ja sowieso nicht machen, Pilze nicht sammeln, ohne sich wirklich
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gut auszukennen, beziehungsweise auch mit Bestimmungsbuch und dann am besten
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noch mit einer Korbkontrolle durch einen Sachverständigen, sofern man denn jemanden
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findet, der das anbietet.
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Und da habe ich ein paar Links zu. Aber ich habe gedacht, guckst du mal,
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wie das geht. Und habe also nach einer Lehrwanderung gesucht,
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wo man das also gezeigt bekommt, wie sammelt man eigentlich Pilze.
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Und die Volkshochschule in Schleswig hatte da einen Kurs im Angebot.
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Ein Kurs von Lara, die zertifizierte Pilzcoachin ist.
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Und mit der war ich nun zusammen unterwegs. Wir waren in einer Gruppe von,
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weiß ich nicht, zehn Leuten oder so.
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Und es war total schön. Es war ein richtig schöner, sonniger Herbstmorgen.
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Wir hatten zufällig gerade vor ein paar Tagen beim NDR uns noch darüber unterhalten,
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dass gerade Hochsaison wirklich ist für die Pilze, dass sich die Leute,
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die sich auskennen, also mehr oder weniger totsammeln, weil man gerade so viel findet.
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Und für mich ging es jetzt gar nicht unbedingt darum zu sagen,
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ich will jetzt einen Korb voll Speisepilze aus dem Wald tragen,
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sondern ich wollte ja einfach nur mal überhaupt ein Gefühl dafür kriegen.
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Und das hat total gut funktioniert. Wir haben uns also auf dem Parkplatz getroffen
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und dann sagte sie, ja, wir gehen jetzt hier ein Stück und da ist so eine kleine
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Hütte, da habe ich eine Station aufgebaut, wo wir ein bisschen Theorie machen vorher.
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Und ich bin halt da links gelaufen und dachte, ja gut, jetzt sind wir hier im
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Wald, mal gucken, wo es dann gleich die Pilze gibt.
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Und da hörte ich halt um mich rum so, ah, guck mal hier, guck mal hier.
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Und überall waren kleine Pilze am Wegesrand, die ich überhaupt gar nicht wahrgenommen
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habe, zum Teil auch, weil die sehr gut getarnt waren. Also es gibt da einen lachsroten irgendwas.
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Also jeder Pilzname kann ja auch eine Beschimpfung sein.
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Und der sieht halt einfach aus wie ein Herbstblatt. Den erkennt man gar nicht.
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Selbst als sie davor hockte und drauf zeigte, gab es Leute, die gesagt haben,
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ja, wo ist er denn, der Pilz?
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Weil man eben nach dieser typischen Pilzform sucht.
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Und was ich total interessant fand, sie selber geht in die Pilze,
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weil sie Pilze toll findet.
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Gar nicht mal um Pilze zu sammeln, die sie dann isst.
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Sie isst gar nicht so viel Pilze, sondern sie mag die einfach und findet die
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faszinierend und beschäftigt sich gerne damit.
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Sammelt die wohl auch, aber halt mehr so aus Interesse.
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Und sie möchte halt einfach ihr Wissen und ihre Faszination über Pilze weitergeben
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und das hat einfach sehr, sehr gut funktioniert.
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Wir sind da in der Gruppe so ein bisschen durch die Gegend gelaufen und haben
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einfach mal geguckt, wo sehen wir denn was, was wir interessant finden und ich
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habe ehrlich gesagt ein paar Pilze habe ich mitgenommen oder in den Korb getan,
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einfach damit sie dann nachher was hat, über das sie erzählen kann.
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Das waren alles Lamellenpilze, die man als Anfänger nicht sammeln soll,
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weil da das Risiko sehr hoch ist, dass man da einen ungenießbaren dazu findet.
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Ich habe für mich dann gemerkt, dass es sehr schwer ist, einen Lamellenpilz
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zu erkennen, ohne ihn aus dem Boden zu holen.
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Weil immer wenn ich den Schirm, die Kappe angehoben habe, dann sind die meisten
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schon irgendwie von alleine rausgekommen. Der Boden war sehr, sehr weich.
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Ich habe auch als Foto im Blog einen besonders schönen Pilz.
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Den habe ich auch stehen lassen, weil ich da tatsächlich sehen konnte,
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dass es ein Lamellenpilz ist.
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Und ich habe schon wieder den Namen vergessen. Keine Ahnung. Rostroter irgendwas.
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Sie hat es zweimal gesagt, wie der heißt. Und ich hätte es mir aufschreiben sollen.
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Der war wirklich schön. Und es war ein ganz, ganz toller Tag mit netten Leuten.
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Die Coachin war auch sympathisch verpeilt, also.
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Stand sie da und sagte: „ich habe irgendwo mein Handy verloren,“
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„das muss hier irgendwo sein.“
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Und dann haben wir halt erstmal irgendwie zu viert oder so geguckt,
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ob wir es irgendwo finden.
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Und eine Situation war dann, dass sie weiterging von einem Platz,
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wo wir kurz eine Pause gemacht haben und jemand sagte: „kommen wir denn nochmal hier vorbei?“
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Und sie sagte: „nee, wir machen jetzt die Runde zurück zu unserem Treffpunkt.“
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Und er nickt und sagt: „ja, und willst du dann deine Jacke mitnehmen?“
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Also das war einfach total nett.
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Und wir haben dann noch tatsächlich ein bisschen länger als geplant zusammengesessen
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und sie hat ganz viel über die Funde erklärt, die wir haben und wie man eben
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auch, es gibt den Frauentäubling, das ist ein Lamellenpilz, der genießbar ist und wie man den erkennt.
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Und ich gebe jetzt hier definitiv keine Tipps, wie man das macht,
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weil ich nicht hundertprozentig sicher bin, ob ich das dann so richtig erkläre,
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dass das auch wirklich für euch, für irgendwen funktioniert,
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der keine Ahnung von Pilzen hat.
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Also das ist halt die ganz klare Erkenntnis, Pilze sammeln ist ein Risikohobby,
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da kann man eine Menge falsch machen und man sollte auf gar keinen Fall einfach,
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irgendeinen Pilz probieren, nur weil der lecker aussieht.
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Sondern man muss dann schon sehr genau drauf gucken.
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Anfänger sollten Röhrlinge sammeln. Das sind Pilze, die unter der Kappe so kleine
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Röhren haben, in denen sie die Sporen ausbilden. Der Steinpilz zum Beispiel ist ein Röhrling.
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Und ganz wichtig, man sollte sich auf gar keinen Fall auf irgendwelche Apps
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verlassen zur Bestimmung. Die sind alle scheiße, sagt sie.
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Auch Google Lens oder ChatGPT haben ganz große Fehlermargen. Das hat sie schon mal getestet.
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Es gibt eine App von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie oder in Partnerschaft
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damit, die hat sie empfohlen, die verlinke ich auch.
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Habe ich selber noch nicht reingeguckt, weil man da sich anmelden muss,
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muss man einen Account haben.
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Es ist aber auch nicht zur Bestimmung, sondern da kann man halt einfach für
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sich selber Fundstellen markieren.
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Da kann man, Baumbestände sind da drin kartiert, aus denen man dann ableiten
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kann, was da wohl wachsen wird.
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Da sind Bodenverhältnisse, Bodenarten drin kartiert. Auch das ist wichtig dafür,
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zu sehen, was für eine Art Pilze man da wahrscheinlich finden kann.
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Und dann braucht man halt ein gutes Bestimmungsbuch und dann kann es losgehen.
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Würde ich mich trotzdem erstmal noch nicht trauen. Dafür war das jetzt dann
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doch ein bisschen zu, naja, ich möchte fast sagen oberflächlich.
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Also da müsste man dann nochmal ein bisschen in die Tiefe gehen.
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Nachmittags hatten wir Besuch von Christoph vom ESC-Schnack,
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mit dem wir ja sehr gut befreundet sind und wir haben „Jagd auf Roter Oktober“
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geguckt im Kinozimmer einfach deswegen, weil ich mich bei dem letzten Podstock, bei dem ich dabei war,
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im Quiz von MacSnider also nicht nur ich, sondern alle, die auf der Bühne waren
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wir haben uns ziemlich blamiert bei der Frage, was ein „irrer Ivan“ ist,
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Und wie ich schon unmittelbar nach dem Quiz gelernt habe und dann auch nochmal
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in mehreren Nachrichten von Christoph,
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ist das also ein Manöver, das in dem Film das russische U-Boot fährt, um festzustellen,
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ob ein anderes U-Boot in seinem Heckwasser schwimmt, also sprich sich im toten
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Winkel des Sonars aufhält.
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Und diese Bildungslücke wollten wir nun schließen. Haben wir auch gemacht, war super.
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Danach haben wir Pizza belegt. Die Herzdame hatte unterdessen ein paar Muffins
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gebacken. Das war sehr schön und lecker.
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Und so war das wirklich gestern ein ganz fantastischer Tag.
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Heute haben wir nicht mehr so wahnsinnig viel vor, wenn die Herzdame gleich
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fertig ist mit der Arbeit. Dann machen wir noch einen schönen Ausflug.
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Darüber rede ich dann in der kommenden Woche.
0:12:50–0:12:54
Und abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Katharina Reiche als Bundeswirtschaftsministerin
0:12:54–0:12:57
zurücktreten sollte, bis sie das tut oder bis eine weitere Folge erscheint von
0:12:57–0:12:59
Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 27.09.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme„, CC-BY-SA)

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