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1. November 2026 um 9:46
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Diese Episode hat 7 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 0 Minuten lang.
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- Camping Caravan Podcast
- mein Beitrag über das Ratekau-Experiment der Lübecker Nachrichten
- Sir Patrick Stewart auf der Comicpalooza in 2013
Transkription der Episode anzeigen
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 565.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Die Woche war einigermaßen entspannt. Ich habe am Montag noch Urlaub gehabt,
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habe den Anhänger zurückgebracht, den wir in Dänemark mit hatten.
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Und ich war ganz froh, dass ich für den Tag auch noch einen Termin für die Grippeschutzimpfung
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bekommen. Ich habe mich ein bisschen geärgert.
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Und die Hausarztpraxis hier im Dorf hat jetzt seit einiger Zeit DoctoLib als
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Telefonassistenten und das ist ja eine Scheiße.
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Meine Güte. Erstmal die dumme Sau macht dann so Tastaturgeräusche, „Mhm“ und so einen Scheiß.
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Also ich fühle mich halt einfach komplett verarscht von dem Ding.
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Und dann versteht die natürlich auch nicht, wenn man mehr als ein Anliegen hat.
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Also ich wollte einen Termin für Covid-Impfung und Grippeimpfung buchen.
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Ich habe angefangen mit der Grippeschutzimpfung.
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Das war halt da nicht angelegt von der Praxis. Das heißt, die konnte mir keinen
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Termin für eine Grippeschutzimpfung geben, sondern nur für einen Gesprächstermin mit dem Doktor.
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Und fragt dann, ob ich diesen Termin für eine Grippeschutzimpfung nutzen möchte. Ja, klar.
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Naja, dann hin und her alles noch Daten aufnehmen, wo ich auch nicht weiß,
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was dann konkret damit passiert, was sie damit machen seitens DoctoLib.
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Und dann kam ich also am Montag in die Praxis zum vereinbarten Termin und sagte:
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„Guten Tag, ich habe meinen Termin“, habe meine Karte abgegeben und dann guckt
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die Empfangsdame mich an und sagt: „Ja, und was für ein Termin soll das sein?“
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Eine Grippeschutzimpfung, habe ich ihrem komischen Telefonautomaten ja gesagt,
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sie hat dann nur geseufzt ich weiß nicht, ob die den auch scheiße findet oder
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ob die einfach meine Ablehnung nicht so mochte kann ja sein.
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Jedenfalls ja kurzer Moment im Wartezimmer. Sie würde der Kollegin das eintragen.
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Offensichtlich war die Kollegin an dem Tag nicht da oder was.
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Jedenfalls hat sie das dann selber gemacht 20 Minuten später.
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Bin also insofern einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe meine Grippeschutzimpfung.
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Allerdings hatte ich bei dem Telefonat mit DoctoLib keine Möglichkeit mehr,
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auch noch eine Covid-Schutzimpfung mir eintragen zu lassen.
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Das musste ich dann also nochmal in der Praxis per Hand besprechen sozusagen.
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Also ich hatte es so gemacht, dass ich dann einfach nochmal angerufen habe für
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die Covid-Schutzimpfung.
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Und da hieß es, es wären keine Termine verfügbar. Also habe ich dann wie früher,
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als es noch weniger KI-Telefonassistenten gab, in der Praxis gefragt und die
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sagt: „Ja, wir führen da eine Warteliste, da schreiben wir sie drauf.“
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Also der Termin ist dann jetzt in ungefähr vier Wochen.
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Aber was für eine Scheiße. Abends war dann noch Aufnahme für den Camping-Caravan-Podcast.
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Also die Episode erscheint dann jetzt auch irgendwann, wann immer Marco fertig ist mit dem Schnitt.
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Dienstag war ich in Ratekau, das war auch spannend.
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Ich hatte zuvor den Chefredakteur der Lübecker Nachrichten getroffen auf einer
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Veranstaltung, 75 Jahre Landespressekonferenz Schleswig-Holstein.
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Und da hat er auf der Bühne gesessen bei einer Podiumsdiskussion und hat erzählt,
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dass sie gerade ein Experiment gestartet haben in Ratekau, weil
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sie vom Publikum immer wieder hören: „Wenn ihr mal aus unserer Region berichten“
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„würdet, dann würden wir eure Zeitung auch mehr kaufen.“
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Und jetzt war also der Gedanke offenbar, so ähnlich hat das auch formuliert,
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wollen wir doch mal sehen, ob das stimmt.
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Das heißt, die haben jetzt einfach mal für ein paar Wochen eine ganze Menge,
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Redaktionspower auf diese Gemeinde geworfen und haben Themen recherchiert,
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und stellen jetzt einfach mal zwei Wochen lang Ratekau jeden Tag auf die Titelseite ihrer Zeitung.
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Und darüber haben wir halt gesprochen. Also ich war erst beim Bürgermeister
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in Ratekau, dann beim Chefredakteur und seiner Ressortleiterin für Ostholstein,
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und habe mit denen gesprochen, bevor ich dann nochmal für so eine Straßenumfrage
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nach Ratekau gefahren bin.
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Ja, das hat also im Wesentlichen alles gut funktioniert. Ich war zufrieden mit
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dem Beitrag und das Feedback war auch gut.
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Er lief auch schon diese Woche. Wie das dann manchmal so ist,
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ab und zu trifft man dann halt auf Leute, die eher unangenehm sind.
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Also war einfach ein Typ, der sah völlig normal aus.
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Und ich habe ihn angesprochen, ob ich ihm kurz eine Frage stellen kann und was
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er von diesem Experiment hält.
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Und seine Antwort war: „Jaha, wenn die Medien ja mal objektiv berichten würden,“
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„dann würde ich bei sowas vielleicht mitmachen.“
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Und das ist ja schon immer so der Moment, wo ich dann das Aufnahmegerät ausmache,
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weil da kommt dann nichts mehr nach.
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Das ist so ein sehr sicheres Signal dafür, dass man es mit jemandem zu tun hat,
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der sich im Wesentlichen an alternativen Medien bedient und der möglicherweise
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auch die AfD richtig gut findet und,
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was soll ich sagen, genau so einer war das,
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wie undemokratisch das alles sei und die Medien seien da schuld,
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dass die AfD ausgegrenzt würde.
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Also es können ja nicht angehen, dass bei Lanz über die AfD gesprochen wird und nicht mit der AfD.
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Und das ist dann halt so ein Gespräch, da wirst du nichts mit.
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Trotzdem habe ich manchmal den Impuls, solchen Leuten dann zu antworten,
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denn ich bin ja auch die Medien in dem Moment für diese Leute.
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Und da sage ich also, okay, aber Alice Weidel und Björn Höcke waren doch schon
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mehrfach bei Lanz, haben da ihre Standpunkte äußern können.
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Also es ist ja nicht so, dass die da nicht auch mal sind. Aber manchmal sind
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sie halt nicht da, die können ja nicht jedes Mal in jeder Folge sein.
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Damit war das Argument eigentlich erkräftet, das merkt man daran,
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dass dann sofort ein anderes Ding kommt.
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Hin und her, Viertelstunde, am Ende hat er mich mehr oder weniger angeschrien,
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weil ich dann auch irgendwann gesagt habe, aber ich bin doch jetzt hier, ich höre Ihnen doch zu.
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Wir reden doch miteinander. Das Einzige, was Sie nicht mögen,
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ist, dass ich Ihnen widerspreche.
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Ja, dann brauchen wir gar nicht weiter diskutieren. Und es ist weggefahren.
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Das sind also 15 Minuten meiner Lebenszeit, vielleicht 20, die ich nicht mehr
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wiederkriege, wo ich auch definitiv keinen Impact gemacht habe.
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Also ich glaube nicht, dass ich bei dem irgendwas bewirkt habe,
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außer seine verschrobene Meinung noch weiter zu vertiefen.
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Aber ich, manche Sachen, ja vielleicht war ich in dem Moment auch einfach genervt
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genug von der Gesamtsituation.
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Straßenumfrage ist immer kacke, hasse ich wie die Pest.
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Ja, dass ich halt da vielleicht auch selber so ein bisschen ein Ventil brauchte. Ich weiß es nicht genau.
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Wobei ich jetzt niemand bin, der irgendwie rumschreit.
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Ja, Straßenumfrage immer scheiße, war, als ich angefangen habe,
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Radio zu machen, so vor inzwischen ja über 26 Jahren, war das halt immer so
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der Praktikantenjob, um Übung zu bekommen.
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Geh mal raus, nimm mal das Aufnahmegerät und so und so macht man das und jetzt
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machst du mal eine Umfrage zu dem und dem Thema und dann kommt man zurück und
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dann wird das in der Regel erstmal zerpflückt, weil man auf so ein paar Sachen
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nicht geachtet hat, die einem vorher aber keiner gesagt haben.
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Jetzt ist das eben Teil meiner Arbeit, so eine Umfrage immer mal zu machen.
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Und ich hasse es wie die Pest, weil Leute das auch hassen.
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Wollen wir ganz ehrlich sein. Niemand wird gerne angesprochen und erzählt dann irgendwie was.
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Und man hat immer irgendwelche absurden Ausreden, warum gerade irgendjemand
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jetzt dabei nicht mitmachen kann. Anstatt die einfach sagen:
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„Entschuldigen Sie bitte, ich habe da keine Lust drauf.“ Das ist vollkommen okay.
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Aber die Leute meinen dann, sie müssten sich sonst was ausdenken.
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Zum Beispiel waren da zwei Frauen, die habe ich auf dem Parkplatz gefahren bin
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von dem Supermarkt, wo ich die Umfrage gemacht habe, standen die schon neben
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ihren Autos und haben sich unterhalten.
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Und dann bin ich ausgestiegen, habe mit zwei anderen Leuten gesprochen.
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Und die standen immer noch da und haben sich unterhalten.
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Dann bin ich also zu denen gegangen, habe meine Anliegen erläutert und die sagten
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unisono, nee, das tut mir leid, ich habe keine Zeit, ich muss jetzt auch los.
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Und long story short, als ich weggefahren bin, 35 Minuten später,
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standen die immer noch da und haben sich unterhalten. Die hätten einfach sagen
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können, sorry, kein Bock.
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Genauso wie der Typ, der vermeintlich seine Frau mit dem gebrochenen Rückenwirbel
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im Auto sitzen hatte und der andere, der sagte, nee, ich muss jetzt erstmal
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hier die Sachen reintragen, sprechen Sie mich gleich nochmal an,
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der buchstäblich den Scheiß in den Kofferraum geschmissen hat und,
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dass der nicht mit quietschenden Reifen vom Parkplatz gefahren ist, war alles.
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Also, ja, Nervkram.
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Aber, wie gesagt, gutes Ergebnis am Ende. Der Beitrag war schön geworden.
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Donnerstag habe ich den Vormittag in Flensburg verbracht. Der Beitrag läuft
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dann irgendwie am 9. oder so eingeplant.
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Da geht es darum, also am 9. haben wir irgendwie einen Schwerpunkt Tag Freiheit,
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und in Flensburg wird jetzt gerade über eine Alkoholverbotszone diskutiert und
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zwar schon relativ lange und auch ziemlich konkret.
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Kommt am 11. da nochmal in die Ratsversammlung oder in den Ausschuss,
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weiß ich jetzt gerade nicht mehr aus dem Kopf.
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Und da gibt es halt so Südermarkt in Flensburg, das ist ein ziemlich zentraler Platz.
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Da gibt es seit Jahren eigentlich eine ziemlich große Trinkerszene, die sich da trifft.
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Und da sei es nun, das habe ich jetzt auch mehr gelesen aus der Berichterstattung der Lokalzeitung,
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dass es da immer mal zu Pöbeleien kommt, zu Streitigkeiten, zu Polizeieinsätzen,
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wo man aber auch sagen muss, die haben nicht immer was mit der Trinkerszene zu tun.
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Trotzdem möchte die CDU in der Stadtvertretung gerne gegen die Trinkerszene
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vorgehen und da eine Alkoholverbotszone machen.
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Darüber berichte ich, darüber habe ich mich mit den Leuten unterhalten,
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mit der CDU, mit den Grünen. Ich habe auch da wieder eine Straßenumfrage gemacht,
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habe mich auch da wieder anpöbeln lassen, aber halt aus der Trinkerszene,
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das ist auch relativ normal.
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Da sitzen halt morgens um kurz vor zehn Leute und haben schon ein Sixpack-Bier drin.
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Einer von denen war ziemlich zivilisiert und mit dem habe ich mich ganz gut unterhalten.
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Der wollte aber nichts ins Mikrofon sagen, auch nicht mit der Option,
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dass ich das nachsprechen lasse.
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Und ein paar andere, die haben halt sofort angefangen zu pöbeln.
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Hey, verpiss dich mit der Scheiße, da habe ich keinen Bock drauf,
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dann gehen wir halt um die Ecke.
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Hätte den Beitrag schöner gemacht, wenn jemand aus der Szene auch tatsächlich was gesagt hätte.
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Aber da wollte ich jetzt auch niemanden irgendwie, mit niemandem wirklich drüber
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diskutieren, dass sie das machen sollen.
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Was mich sonst noch diese Woche beschäftigt hat, war der Tod von Patrick Stewart.
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Nicht, dass ich den kannte, über seine Arbeit hinaus.
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Aber meine Güte, ich bin halt mit Captain Picard aufgewachsen. Der Typ ist mit dafür
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verantwortlich, dass ich Star Trek gut finde.
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Alles, was ich von ihm so danach mitbekommen habe, am Rande dessen,
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wenn er irgendwo auf Cons aufgetreten ist,
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Das scheint mir ein wirklich guter Typ gewesen zu sein und ich hatte schon für
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den Dänemark-Urlaub mir seine Biografie ausgeliehen aus der Stadtbücherei.
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Die habe ich jetzt auch angefangen diese Woche, ich glaube sogar an den Morgen,
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als die Todesnachricht kam.
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Alles daran war wieder irgendwie, ich möchte sagen, schön fast,
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weil ich in meiner Mastodon-Timeline wahnsinnig viele Leute hatte,
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die da Anteil genommen haben, die im Zweifelsfall einfach gesagt haben,
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wie schade sie das finden oder die irgendwelche Storys erzählt haben.
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Das war schon mal schön.
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Und dann eben dieses Buch schon da zu haben und einfach über etwas lesen zu
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können, fand ich auch irgendwie tröstlich.
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Und das war tatsächlich auch so eine relativ neue Erfahrung,
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denn normalerweise, ich war auf dem Weg nach Kiel, habe den Zug genommen dafür
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und hatte das Buch dabei, ganz bewusst.
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Und habe dann, also normalerweise sitze ich im Zug, habe einen Podcast auf den
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Ohren und scroll durch meine Social Media Timeline oder lese irgendwelche Online-Artikel, keine Ahnung.
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Und in diesem Fall habe ich halt gesagt, ich mache jetzt was vollkommen anderes.
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Ich nehme mir dieses Buch.
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Und mein Handy benutze ich nur dafür, dass ich mir bei Spotify eine Playlist
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anmache, nämlich „Smooth Jazz im Hintergrund“, war mein Suchbegriff,
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gibt es auch tatsächlich eine Playlist zu. Hat fantastisch funktioniert.
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Und ich bin da richtig schön eingetaucht, habe nichts um mich herum mitbekommen,
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bis wir nach Kiel reingefahren sind.
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Und ich habe in den 40 Minuten ungefähr anderthalb Kapitel von dem Buch gelesen,
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wo er seine Kindheit im Norden Englands beschreibt, wie er in ärmlichen Verhältnissen
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aufgewachsen ist, die Gewalt seines Vaters gegenüber seiner Mutter.
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Und ich verlinke mal in den Shownotes einen Mitschnitt von einem Auftritt vom
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Comic Palooza 2013, wo er genau darüber spricht.
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Heute Morgen um sechs ist das Podjournal online gegangen. Nachrichten aus der
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Podcast-Szene gibt es ja bei mir jeden Monat immer am Ersten.
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Und wie so häufig wünsche ich mir manchmal, dass ich mehr Zeit für sowas hätte,
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das häufiger rauszubringen.
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Aber da gibt es ja zum Glück andere Publikationen, die das besser können als
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ich, die damit auch ganz gut fahren.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Katharina Reiche als Bundeswirtschaftsministerin
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zurücktreten sollte. bis sie das tut oder bis eine weitere Folge erscheint von
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Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.
Mit Bezug auf diese Episode:
- JSFP564: Einfach mal alles wie immer (vom 25. Oktober 2026 um 13:04 Uhr)
Das Kleingedruckte:
Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 01.11.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme„, CC-BY-SA)
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