JSFP377: Renaissance der Maskenpflicht

Corona ist in Schleswig-Holstein politisch vorbei.

Die Dauer der Episode 0:24:57Diese Episode erschien am 13. November 2022 um 8:14Downloads 560 Downloads

 
Ich rege mich tüchtig über die neuen Corona-Regeln in Schleswig-Holstein auf, die im Wesentlichen sagen: "Uns doch egal was ihr macht, wenn ihr positiv seid!" Aber ich hab mich auch gefreut: Über Feedback, Besuch und schöne Termine. Außerdem gibt's Neuigkeiten für den Freundeskreis Podcast-Transkription.

Diese Episode hat 11 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 16 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

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Und herzlich willkommen zu Jörn Schaar feinem Podcast Episode 377. Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Es gab Feedback, über das wir sprechen müssen. Zum einen von Lars, der zur "Spezialfolge Online Personalausweis", 369, geschrieben hat: "Nachdem ich diese Episode gehört habe, musste ich das direkt ausprobieren und stellte fest, dass mein Personalausweis abgelaufen war. (kichern)
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Heute habe ich den neuen Ausweis abgeholt und die Ersteinrichtung vollzogen. Das ging überraschend geschmeidig. Mal sehen, wie sich dieses für mich entwickelt."
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Das war das eine. Und dann hatte Lars auch noch eine Korrektur zur neuesten Episode, zur 376, nämlich habe ich dort über die Mastodon Instanz Podcasts.social gesagt, die sei von Leuten aus dem Sendegarten. Das sind aber Leute aus dem Sendegate.
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Immerhin, das passiert ihm auch ständig in beide Richtungen.
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Das war natürlich ein bisschen misslich. Ich habe mich tatsächlich noch gewundert, als ich die Transkription durchgelesen habe. Warum SpeechMatics jetzt "Sendegate" ausgerechnet mit "Sendegarten" verschriftlicht.
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Aber naja, immerhin, in der Textfassung der Episode ist es richtig.
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Und Nicolas schreibt, dass seitdem Musk per Twitter empfohlen hat, bei den amerikanischen Midterms für einen republikanischen Kongress zu stimmen, zieht er jetzt die Konsequenzen und beendet Twitter, weil er denkt, dass Musk als Twitterboss neutral bleiben sollte.
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Die Plattform ist mit Musk für Nicolas nicht mehr tragbar und er möchte ihn in keiner Weise unterstützen. Und er hofft, dass ich weiter über Mastodon berichte,
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denn das hört sich für ihn nach einer lohnenswerten Alternative an.
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Ja, sehe ich auch so. Könnte klappen. Wenn alles gut läuft, dann - es sieht ja tatsächlich sehr danach aus
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Ich habe da in der letzten Woche mehr Follower dazugewonnen als in den vier Jahren davor, die ich jetzt bei Mastodon bin.
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Und insofern bin ich eigentlich ganz guter Dinge, dass dieser Twitter Exodus, von dem ich auch letztes Mal schon gesprochen habe, dass das doch jetzt in eine Richtung geht, die ein bisschen nachhaltiger ist als die Male, die wir davor beobachtet haben.
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Ansonsten die Episode heißt ja "Renaissance der Maskenpflicht". Schleswig-Holstein!
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Am Freitag war Pressekonferenz mit Ministerpräsident seine Stellvertreterin und der Gesundheitsministerin.
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Und die haben das weitere Vorgehen in Sachen Corona verkündet in Schleswig-Holstein, nachdem es jetzt vor kurzem eine Expertenanhörung gab zum Thema,
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wo zumindest in der allgemeinen Berichterstattung letztlich der Fokus darauf lag, doch die Maskenpflicht jetzt mal zügig abzuschaffen und auch die letzten Regeln einigermaßen fallen zu lassen, weil wir ja angeblich in einer Phase der Endemie inzwischen sind.
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Und deswegen macht das alles überhaupt keinen Sinn mehr.
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Spannend fand ich, dass in keinem Artikel, den ich darüber gelesen habe, die Leute zu Wort kamen, die aus dem sozialen Sektor kamen und die gesagt haben: "Naja, wir müssen schon noch irgendwas tun, um Kitas und Schulen zu einem sicheren Ort machen zu können."
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Das ist halt komplett untergegangen. Aber auf Grundlage dieser Expertenanhörung in, ich glaube, zwei oder drei Landtagsausschüssen, die gemeinsam getagt haben, hat jetzt also die Landesregierung beschlossen, Corona ist nur noch ein Schnupfen.
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Von Mitte kommender Woche an gibt es nahezu keine Maskenpflicht mehr.
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Es sei denn, man ist positiv, denn Schleswig-Holstein schafft auch die Isolationspflicht ab.
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Also wenn ich mich dann irgendwann anstecke - alle Regierungen zwischen Land und Bund tun ja alles dafür, dass das jetzt auch flächendeckend passiert -
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wenn ich mich irgendwann anstecke und also einen positiven Coronatest habe, dann muss ich mich nicht mehr fünf Tage, Zitat
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Finanzministerin "in meinem Schneckenhaus verkriechen", sondern ich darf dann ganz normal zur Arbeit gehen und Leute treffen zu Massenveranstaltungen, wenn ich möchte.
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Gar kein Problem, solange ich keine Symptome habe und eine Maske trage.
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Also wer krank ist, soll zu Hause bleiben. Alles Chico. Und der darf dann auch sich so lange krankschreiben lassen, wie er möchte.
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Klar sind wir dafür, aber wer keine Symptome hat oder nur milde Symptome, der darf gerne so ansteckend wie ein brennender Dornbusch durch eine Papierfabrik laufen.
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Jay! Meine Fresse, 1000 Tote in der Woche reichen nicht, um Corona weiterhin ernst zu nehmen.
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Ich fand das besser, als wir vor zweieinhalb Jahren auf einmal angefangen haben, aufeinander aufzupassen.
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Das würde ich gerne weiter haben. Natürlich habe ich überhaupt keine Lust darauf, Maske zu tragen in der Öffentlichkeit.
0:04:51–0:04:58
Das nervt mich. Ich habe auch überhaupt keine Lust darauf, mich immer noch so einschränken zu müssen, wie ich es gerade tue.
0:04:58–0:05:11
Ich gehe nicht ins Restaurant, ich gehe nicht ins Kino. Ich unternehme nahezu nichts, wo irgendwie größere Menschenmassen zusammenkommen. Ich fühle mich unwohl in großen Menschenmengen.
0:05:12–0:05:13
Natürlich habe ich da keinen Bock mehr drauf.
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Aber das heißt ja nicht, dass das jetzt aufgrund meiner Bocklosigkeit vorbei ist.
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Also nur, weil ich vielleicht das Glück habe, dass ich einen milden Verlauf habe und kaum Symptome, heißt das ja nicht, dass das für jeden anderen, den ich dann im Zuge dessen anstecke, auch so ist.
0:05:31–0:05:39
Nee, das war irgendwie besser als dieser Spirit noch mehr da war. Wir achten aufeinander, wir geben, wir, wir nehmen Rücksicht. Und das fand ich besser.
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Ja, ich freue mich auch schon. Das Ganze soll jetzt ab nächster Woche dann beschlossen werden, Mittwoch oder Donnerstag
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wahrscheinlich kommt dann die neue Verordnung und dann gilt das auch sofort.
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Und ich freue mich schon drauf, wie ich dann angeguckt werde im Supermarkt, wenn ich der einzige bin mit Maske.
0:05:55–0:06:07
Das Gute daran wird sein, dass die Leute vielleicht ein bisschen Abstand halten, wenn ihnen jemand mit Maske entgegenkommt, weil sie dann ja davon ausgehen müssen, dass die Person Covid-positiv ist.
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Insofern mache ich mir da schon einigermaßen Hoffnung, dass ich mich dann wieder ein bisschen einfach durch den Abstand der anderen ein bisschen sicherer fühlen kann.
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Alles andere ist einfach kacke.
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Zumal Schleswig-Holstein und noch drei andere Bundesländer, namentlich Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, sind. Erst mal führen die das ein, weil sie der Meinung sind, Corona ist jetzt vorbei.
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Und weil sich der Bund weigert, das RKI anzuweisen, die Corona-Schutzmaßnahmen noch mal zu evaluieren, ob die noch notwendig sind.
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Schleswig-Holstein hat eine sehr hohe Immunisierungsquote. Einerseits, weil sich sehr viele Leute haben impfen lassen, fast 1/4 der Bevölkerung hat sogar schon,
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also ist halt wirklich komplett mit allen Auffrischungsimpfungen auch soweit durch, die man jeweils kriegen kann und die die Grund Immunisierungsrate ist wahnsinnig hoch.
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Und dann gibt es ja noch die anderen immunologischen Ereignisse, nämlich die Infektion.
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Das heißt, die Argumentation ist, das Virus hat sich in seiner Aggressivität abgemildert,
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die Verläufe sind nicht mehr so stark und es sterben nicht mehr so viele Leute, dass wir es scheiße finden müssen, sondern es sterben gerade so viele Leute, dass wir sagen können "Naja, okay, Menschen sterben."
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Und deswegen haben sie sich dafür eingesetzt, dass diese Regeln ausgesetzt werden oder fallengelassen werden. Das ist nicht passiert, deswegen machen sie es jetzt selbst.
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Danke übrigens auch an den Justizminister, der gesagt hat: "Ja klar können die Länder das selber entscheiden,
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ist ja nur eine grobe Richtlinie, was wir als Bundesregierung vorgeben!" und was sie auch machen, ist:
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Sie sind jetzt in Gesprächen mit den anderen Bundesländern, dass man dann gemeinsam vereinbart, dass die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr zum Jahreswechsel auch fallen wird.
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Also wie gesagt, ich freue mich darauf, dass ich jetzt mit Maske in Zukunft für positiv gehalten werde, weil ich dann hoffentlich ein bisschen mehr Sicherheitsabstand von den Leuten erwarten kann.
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Das wäre ganz gut. Vielleicht sage ich auch einfach dann, wenn mir jemand zu nah kommt, ganz offensiv, dass ich positiv bin, könnte ich mir auch vorstellen, weil es ist ja egal. Also.
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Ach ja, ich freue mich auch schon auf Pressekonferenzen und so was.
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Das wird super, vor allen Dingen im politischen Kiel. Wenn irgendwo Pressekonferenzen sind, in Ministerien oder sonst irgendwas, bin ich in der Regel der einzige Journalist, der da mit Maske sitzt.
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Ein Kollege hat mich auch schon mal gefragt: "Ach so, du hattest also noch kein Corona?" So ein bisschen mitleidig. Und ich sage "Nein, darum geht es nicht."
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So, aber ich werde dann derjenige sein, der damit Maske sitzt.
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Und die halten mich dann alle für positiv. (lacht) Hey, das wird super. Ach, da freu ich mich sehr drauf.
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Genau das ist das. Und ich wollte einfach nur mal so zum Vergleich:
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es sagen ja immer alle, man kann Corona inzwischen mit einer Grippe vergleichen.
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Halte ich für wahnsinnigen Quatsch, denn ich hatte beispielsweise noch nie eine echte Grippe in den vergangenen 43 Jahren und ich lasse mich erst seit nicht vier, fünf Jahren dagegen impfen.
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So, also dieser Vergleich zählt nicht. Grippe ist scheinbar nicht annähernd so ansteckend wie Corona. Ja, auch an der Grippe sterben Menschen und das ist ein Risiko, das wir als Gesellschaft eingehen. Aber es sterben halt nicht so viele.
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Und ich sage es nochmal, weil ich das schon tausendmal gesagt habe:
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Corona ist ja nicht einfach nur eine Krankheit, die dich zehn Tage ausknockt - oder vielleicht auch nicht ausknockt - und dann wieder weg ist, sondern da bleibt ja was nach, neurologische Komponente.
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Es ist offensichtlich so, dass jetzt auch das irgendwelche Gefäßerkrankungen dadurch ausgelöst werden können oder die Effekte von Gefäßerkrankungen entstehen.
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Und das will ich alles gar nicht. Auch dieses Risiko an Long-Covid irgendwie zu erkranken, habe ich keinen Bock drauf.
0:10:10–0:10:15
Deswegen mache ich einfach mit dem ganzen Scheiß so weiter. So lange, bis ich mich besser fühle damit.
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Aber wollen wir auch ehrlich sein? Man verliert ja so ein bisschen den Kompass.
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Ich habe zweieinhalb Jahre auf Experten gehört, die gesagt haben "Halt Abstand, halte Hygieneregeln ein, trag ne Maske" und so weiter und so fort.
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Und jetzt kommen auf einmal Experten und sagen: "Es ist alles nicht mehr so schlimm. Maske kannst du weglassen, es sei denn, du bist positiv.
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Du musst dich auch nicht so oft testen, schon gar nicht anlasslos."
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Und jetzt höre ich nicht auf die, weil mir nicht gefällt, was sie sagen. Das fühlt sich ein bisschen merkwürdig an.
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Aber ich weiß andererseits auch, dass es richtig ist und dass es noch wieder erschreckend, weil ich damit im Wesentlichen Querdenkergedanken bestätige,
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die auch nicht auf Experten hören, weil ihnen nicht gefällt, was sie sagen und weil die überzeugt sind, dass es richtig ist, das zu tun.
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Das ist gerade so ein bisschen das Dilemma, in dem ich mich befinde und das nervt mich.
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Der Unterschied zwischen mir und einem Querdenker ist allerdings, dass mir andere Menschen offensichtlich nicht komplett egal sind und dass ich, wenn ich auch im weitesten Sinne sehr egoistisch damit handele, weil ich mich ausschließlich selbst schützen möchte.
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Mit dem, was ich mache, schütze ich damit ja automatisch auch andere. Und insofern stehe ich vielleicht nicht ganz kacke da moralisch.
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Aber wo wir gerade von stehen sprechen, ich stehe ziemlich unter Stress. (lautes Lachen)
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Danke schön. Ich bin die ganze Woche hier! Es ist ziemlich viel los auf der Arbeit.
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Viele Termine, viel unterwegs. Ich habe tatsächlich Anfang der Woche überhaupt gar nicht gewusst, ob ich überhaupt irgendwas zu erzählen haben würde. Ich dachte schon, ich lasse die Episode sicherheitshalber einfach ausfallen, weil passiert ja nix.
0:11:54–0:12:02
Und dafür habe ich jetzt schon ganz schön viel erzählt. Ja, ich bin viel unterwegs gerade. Ich habe ganz schön viel auf dem Zettel.
0:12:02–0:12:11
Auch noch viele Sachen, an denen ich noch recherchiere, wo es noch gar keine Termine gibt, die aber trotzdem alle noch im November fertig werden sollen. Und dafür ist ganz schön wenig November übrig.
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Und das führt dann meistens dazu, dass ich anfange, irgendwie ja Dinge zu zu verpeilen, oder dann häufen sich auch die Fehler, die man so macht.
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Ein "Highlight" war ein Termin ungefähr 100 Kilometer südlich von Husum.
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Super nettes Gespräch, gute Atmosphäre, inhaltlich top und dann zu Hause gemerkt:
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Da fehlt 1/4 des Materials. Der erste Clip ist nur acht Sekunden lang und der Teil des Gesprächs war eigentlich der Grund für meine lange Anreise. Also alles was danach stattfand, war im Prinzip Kür.
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Und zum Glück habe ich mir das schon ganz lange angewöhnt, dass ich zwischendurch ab und zu mal auf Stopp drücke, um einfach das, was ich bis jetzt habe, schon zu speichern und dann die Aufnahme neu zu starten.
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Das hat einen Großteil des Materials gerettet, wenn auch nicht den wesentlichen.
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So, das war jetzt ein bisschen doof. Der Beitrag ist trotzdem nicht komplett scheiße geworden, aber es war halt nicht so das Sahnehäufchen. Das hat gefehlt.
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Na ja, aber ein echtes Highlight war am Donnerstag, da war ich ganz an der dänischen Grenze. Ein richtig guter Typ im Interview, der wahnsinnig brennt für sein Thema.
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Antworten gut auf den Punkt brachte, der Ideen hat und der danach noch ein Stück Kuchen im Hofladen seiner Schwester ausgegeben hat, weil er den so lecker fand.
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Und der Hofladen ist echt toll, weil die auch so ein Konzept haben. Also die haben halt einmal so einen Laden, der für so ein kleines Dorf auch echt lange geöffnet ist.
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Das fand ich schon relativ beeindruckend, aber wenn der nicht geöffnet ist, dann gibt es halt morgens und abends noch so ein paar Stunden, wo man trotzdem da einkaufen kann. Die haben dann also den Laden und zum Nebenraum. Der ist so abgetrennt mit einer großen Tür, die abgeschlossen werden kann.
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Und dieser kleine Raum hat einen separaten Eingang und da geht man halt rein, da sind in Kühltruhen drin, da ist ne Gemüsetheke drin und da kann man sich dann was wegnehmen und das schreibt man, was man gekauft hat, einfach auf einen Zettel und kann dann entweder bar oder mit Karte in diesem Ding bezahlen.
0:14:05–0:14:18
Fand ich unfassbar großartig. Und der Typ sagte dann auch so: "Ja, es wurde schon mal was geklaut. Aber die Leute, die klauen, die nehmen halt die Wechselgeldkasse mit und würden viel mehr Schaden anrichten, wenn sie das Fleisch aus der Kühlung klauen würden."
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Ja, das fand ich, fand ich wahnsinnig beeindruckend. Das ist ein bisschen zu weit weg, um da ab und zu mal einfach zum Einkaufen hinzufahren.
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Aber so was mag ich. So was finde ich toll.
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Was ich auch toll fand, war ein kleiner Ausflug nach Hamburg. Ich habe eine Freundin besucht, die ich schon viel zu lange nicht gesehen habe und wir haben uns ein bisschen bei Telegram hin und her geschrieben und haben gesagt "Mensch, wir wollten uns eigentlich treffen,
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als wir neulich mit dem Gastteenie in Hamburg waren", da habe ich es einfach verpeilt, mich noch mal zu melden.
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Und sie hat auch nicht mehr dran gedacht. Und da haben wir so darüber haben wir im Prinzip gesprochen, haben gesagt "Weißt du was, wir machen jetzt sofort ein Termin" und haben uns dann also für Freitagabend verabredet und sie hat gesagt Prima, dann, ich koche uns was und dann sitzen wir zusammen in der Küche und schnacken bisschen. Das war fantastisch.
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Es war ganz großartig.
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So was sollte man viel häufiger machen, Einfach sagen, dann komm ich, paff.
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Und ich habe eine andere Freundin, mit der ich das auch schon mal so ähnlich gemacht habe.
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Das hat auch super funktioniert. Aber wenn man sich hinsetzt und sagt, so, wir gucken jetzt mal den an die nächste Woche, kann ich nicht. Hm.
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Und das war manchmal funktioniert das, dass man einfach innerhalb von paar Minuten so ein Termin miteinander hat oder?
0:15:27–0:15:40
Haben wir auch schon gemacht, dass wir einfach gesagt haben, wir fahren jetzt los und sind in einer Stunde bei euch, Überlegt euch, ob wir was kochen oder was bestellen oder irgendwo hingehen wollen. Das war noch lange vor Corona und da reden wir heute noch drüber.
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Was für eine großartige Aktion das war und wie toll uns das gefallen hat. Also sollte man viel häufiger machen, wenn ihr auch solche Leute habt im Freundeskreis.
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Dringende Empfehlung, das einfach mal zu machen. Das ist ja einer der Nachteile. Wenn man erwachsen wird, dann muss man auf einmal Dinge machen und lauter Erwochsenenkram und dann fehlt einem irgendwann so ein bisschen die Spontanität.
0:16:02–0:16:13
Deswegen spontan sein. Wichtig? Ja, und Dirk und Isi haben uns noch besucht dieses Wochenende. Das ist ja auch inzwischen so was wie eine Tradition, wenn die aus ihrem Ferienhaus nach Hause fahren, dass sie dann hier mal kurz anhalten zum Frühstücken.
0:16:14–0:16:20
Und das ist einfach immer wahnsinnig nett mit den beiden. Und das war sehr entspannt, sehr angenehm.
0:16:20–0:16:23
Das ist auch etwas, das mich gefreut hat diese Woche ganz großartig.
0:16:23–0:16:34
Genauso wie etwas zum Thema Transkription von Podcast Episoden, dass wir es ja jetzt hier schon häufiger mal als Metathema aufgeploppt und ich habe jetzt auch einen Artikel dazu auf joernschaar.de,
0:16:34–0:16:40
wie man mit Auphonic und SpeechMatics und Podlove,
0:16:40–0:16:50
seinen Podcast transkribieren kann und wie man diese Transkription ins Blog bekommt, gibt es eine kleine Anleitung von mir, ein Tutorial, und jetzt wird es demnächst ein Update dazu geben.
0:16:50–0:17:01
Nämlich diese Transkription gibt es jetzt auch komplett kostenlos mit Whisper, das ein kostenloses Open Source Tool, wo die Entwickler halt gesagt haben: "So, ja, wir haben das hier und es ist geil.
0:17:01–0:17:07
Wir stellen es einfach mal der Weltöffentlichkeit zur Verfügung, hier, macht was ihr wollt, da ist unser GitHub Repo und los geht's."
0:17:09–0:17:12
So und ich hatte das gesehen, dass es dieses System Whisper gibt.
0:17:13–0:17:20
Habe aber auch gesehen, okay, das ist halt irgendwie lauter HurksMurks, der bei GitHub rumliegt und ich kann nichts damit anfangen.
0:17:20–0:17:25
Hatte damals auch schon mal drum gebeten, dass mir irgendjemand erzählt, wie man das nutzen kann.
0:17:25–0:17:31
Da gab es irgendwie kein richtiges Feedback dazu, wie das gehen könnte. Und jetzt kommt also das Update.
0:17:31–0:17:40
Die netten Menschen von Aphonic, die integrieren das einfach in ihren Dienst. Erstmal als Beta, weil sie erst mal gucken wollen, was macht es für eine Serverlast?
0:17:41–0:17:48
Und wie funktioniert das eigentlich? Deswegen ist es erst mal nur für zahlende Kunden, solange bis sie halt sicher sind, dass das für die funktioniert.
0:17:49–0:17:54
Und danach soll es dann wohl auch für die Freemium Nutzer freigeschaltet werden.
0:17:54–0:18:04
Und das ist ein Tool, das 90 Sprachen kann und das nach meinen ersten Tests mit einiger Lockerheit an die Genauigkeit von Speechematics heran reicht.
0:18:05–0:18:18
Und das Schöne ist halt dadurch, dass es jetzt in Auphonic drin ist, das kostet nicht extra. Also die Produktionskosten. Bei Auphonic bleiben die gleichen und man braucht keinen extra Account irgendwo. Man kann das einfach so nutzen.
0:18:18–0:18:26
Und das werde ich jetzt demnächst noch mal einpflegen in dieses Tutorial. Oder vielleicht mach ich auch einen eigenen Artikel dazu, der nur diesen Aspekt dann bedient.
0:18:27–0:18:31
Ja, mal gucken, weiß ich noch nicht, wie ich es mache. Und der ist jetzt halt einfach da.
0:18:31–0:18:44
Ich hatte das erst gar nicht mitbekommen. Danke also an die Besatzung des Blathering Podcasts, wo ich das dann zum Glück gehört habe und, wie gesagt, es kommt mit einiger Lockerheit an die Genauigkeit von SpeechMatics rangekommen im ersten Test.
0:18:44–0:18:47
Aber manchmal hat das Ding halt auch echt harte Aussetzer.
0:18:48–0:19:02
In der Test Episode, die ich dann mit transkribiert habe, stand in der schriftlichen Fassung sowohl der Satz "Und dann habe ich jetzt auch einfach die Einladung, die in den Sitzplatzen hergestellt wird, in die Kuh, die dann auf die Wiese geschoben wird. Also das ist ein Rucksack."
0:19:03–0:19:14
Und der andere Satz, der da auch auftauchte: "Wo ich die Kuh in die Kuh habe, da habe ich einfach nur die Einladung, dass ich die Kuh in die Kuh habe, die ich jetzt habe. Ich habe auch schon die Einladung."
0:19:16–0:19:25
Und nichts von dem, was ich in dieser Test Episode gesagt habe, klang auch nur im Ansatz so wie das, was Whisper da transkribiert hat.
0:19:25–0:19:37
Tatsächlich war es so, dass bis zu diesen beiden Sätzen und danach die Transkription komplett super war und dann war in der Mitte einfach so ein Block mit diesen Aussagen, die sich auch ich mach das ja dann so,
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ich lese das noch mal durch und wenn mir irgendwas unklar ist, dann denke ich okay, hat das System irgendwie falsch erkannt, entspringe ich die Stelle in der Episode an, höre noch mal nach und korrigiere es dann.
0:19:48–0:19:52
Das war da nicht so. Das ist vollkommen aus dem Zusammenhang.
0:19:52–0:20:05
Keine Ahnung, wo das herkam, warum er das eingefügt hat. Das ist ein kleines bisschen gruselig, aber trotzdem ist Whisper jetzt wohl mein Spracherkennungstool der Wahl und ich freue mich einfach, dass ich bei SpeechMatics wieder kündigen kann.
0:20:05–0:20:09
Absehbar werde ich jetzt nicht sofort machen, das kostet ja nichts, wenn der Account da so rumliegt.
0:20:10–0:20:17
Aber dann eben, wenn die Beta Phase bei Auphonic abgeschlossen ist, dann werde ich da den Account zumachen, weil brauche ich nicht mehr. Super.
0:20:19–0:20:24
Podcastempfehlungen, eine Episodenempfehlung habe ich auch noch, nämlich Internet Explorers Episode zwei.
0:20:25–0:20:32
Die beiden sind auf Sylt und gucken sich also an, wo da die Unterwasser Datenkabel längs laufen.
0:20:33–0:20:35
Es sind sogar mehrere und eins davon.
0:20:36–0:20:42
Da gibt es halt so einen Punkt direkt am Strand von Sylt in der Nähe einer einer Strandbar, wo sie dann sind.
0:20:42–0:20:51
Und Heinrich, der Fotograf der beiden, sagt an einer Stelle, er müsse jetzt mal ein Foto machen vom Weg zum Strand. Das würde so aussehen wie ein Catwalk, so als hätte Jesus die Dünen geteilt.
0:20:52–0:20:53
Und da hab ich schon so gedach: "Okay,
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Jesus teilt höchstens Brot und Fisch, aber keine Dünen."
0:21:00–0:21:03
Und dann kam die Antwort von seinem Kompagnon, dessen Namen ich vergessen habe.
0:21:04–0:21:14
"War das nicht Moses, der übers Meer gelaufen ist?" Und da also ich bin ja. Ich habe ja nun wirklich wenig Ahnung von dem, was meine Frau so beruflich macht, was sie, glaube ich, auch ganz schön ärgert.
0:21:14–0:21:18
Aber so viel weiß ich. Also Jesus hat
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kein Meer geteilt oder eine Düne. Und Moses ist nicht oben drüber gelaufen, sondern durch. Weil er das nämlich war mit dem Teilen, ach, was weiß ich.
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Abgesehen von diesem kleinen Highlight war die ganze Episode ein Genuss.
0:21:30–0:21:35
Ich rate dringend zum Konsum und habe die auch schon in meine Empfehlungskuration bei fyyd aufgenommen.
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Jetzt wollte ich noch mal zum Thema Apple-ID etwas loswerden, weil ich es jetzt noch mal versucht habe, wieder mit diesem Mist. Also Apple ID, um das noch mal zusammenzufassen:
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Ich wollte mir gerne eine Apple ID anlegen, damit ich mal meine Podcastprojekte bei Apple im Verzeichnis selber verwalten kann.
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Bisher sind das ja sehr nette Menschen, die alle meine Podcastprojekte irgendwie bei iTunes eingereicht haben. Oder Apple PodcastConnect heißt es ja inzwischen.
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Und damit ich das nicht machen muss, weil ich es einfach nie geschafft habe, mir eine Apple ID anzulegen.
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Jetzt habe ich gemerkt: man kann eine Apple ID einfach im Internet machen lassen. E Mail Adresse, Passwort zack, Apple ID.
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Was man nicht machen kann ist die Apple ID so zu aktivieren, dass Apple Podcast Connect sagt "Ja geil ne Apple ID!"
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So und ich habe rumgesucht und gemacht und getan. Ich habe FAQs gelesen, ich habe überall rumrecherchiert. Was muss ich denn machen?
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Bis mir dann irgendwann klar geworden ist: "okay, da steht ja lege eine E Mail Adresse mit dem Passwort an, aktiviere die Zwei Faktor Authentifizierung, füge eine Zahlungsmethode hinzu und stimme den Terms and Conditions zu, also den AGB."
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Und diese Möglichkeit, da irgendwas zuzustimmen, habe ich nirgendwo gefunden. Stellt sich raus, man braucht offensichtlich ein iOS Device, damit man das machen kann.
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Das heißt also, jeder der kein Applegerät besitzt bekommt keine Apple ID.
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Die Lösung ist also einfach wir loggen uns in die Apple ID ein, klicken dort auf "Datenschutz", "deine Daten" und dann zum Schluss auf "deinen Account löschen".
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Das ist das, was ich mir jetzt erst mal als Option angeboten hat. Es gab dann, weil ich das auch bei Twitter dokumentiert habe, diesen kleinen Fallout, den ich damit hatte, mehrere Angebote, wie man mir dabei assistieren könne.
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Da werde ich wohl auch eins von annehmen, damit es zumindest die Chance darauf gibt, dass ich irgendwann in der Lage bin, meine Podcasts dort mal irgendwie zusammenzufassen, zu konsolidieren, dass die mal in meiner Hand sind, so richtig, wie sich das gehört.
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Mal gucken, ob das hinhaut. Ich bin sehr, sehr gespannt.
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Dann wollte ich noch einmal kurz erinnern an das ganze Thema Adventskalender fürs Gastteenie:
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Da sind schon einige Leute auf uns zugekommen, haben sich gemeldet. Da haben wir uns wahnsinnig gefreut. Wenn es noch jemanden gibt, der sagt, da möchte ich mitspielen, dann wäre jetzt noch die Zeit.
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Was wir vorhaben, ist einfach einen Adventskalender zusammenzustellen mit ganz vielen Sachen aus Deutschland. Und da brauchen wir eure Mithilfe.
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Wenn ihr irgendwie eine Kleinigkeit habt, die für eure Region, für eure Stadt irgendwie,
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symbolisch steht, dann ist das etwas, wo wir uns freuen würden, wenn das irgendwie auch in dem finanziellen Rahmen, also irgendwie 3 bis 5 Euro oder so, sich sich darstellen lässt.
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Wenn das hier bei uns ankäme, da einfach nur der Hinweis, sie mag kleine Dinge, sie mag kein Obst und da sie minderjährig ist, auch keinen Alkohol. Das sind die Anforderungen, die wir daran haben.
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Und wenn ihr dabei mitmachen wollt, dann schreib doch einfach eine kurze Mail und lass uns das genauer abstimmen und wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn das klappen würde.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister zurücktreten sollte, bis das passiert oder bis wir eine weitere Folgeerscheinung von Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute!

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 13.11.2022 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

1 comment on JSFP377: Renaissance der Maskenpflicht

  1. Lieber Jörn, ich „unterstreiche“ das Gesagte in vollem Umfang und danke dir, dass du auf das Thema immer wieder zurück kommst.
    Auch ich setze die Maske auf, wenn es in den täglichen „Nahkampf“ geht. (Aus Gewohnheit, trotz Brille) Zunehmend aber mit dem Gefühl, den Schuss nicht gehört zu haben.
    Da ich aber regelmäßig feststelle, das ich durchaus gut informiert bin, bleibe ich dabei: Der Schuss ist noch nicht gefallen. Die Maske bleibt besser auf.
    Gruß, Nicolas

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