JSFP403: Muss man ja ooch ma jesehen haben

Von abenteuerlichen Dienstreisen und Pfingst-Camping. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:13:15Diese Episode erschien am 29. Mai 2023 um 17:08Downloads 570 Downloads

 
Ich spreche heute viel zu kurz über unseren kleinen Camping-Ausflug am Wochenende, denn ich habe noch zu arbeiten, wenn ich hier fertig bin. Den Hauptteil der Episode nimmt eine Dienstreise nach Berlin ein, die sowohl in Sachen Bahnfahrt als auch bezüglich der Hotelübernachtung ein kleines Abenteuer war.

Diese Episode hat 5 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 39 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 403! Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Ich wollte von meinem Berlin-Ausflug erzählen ich habe ein wenig in Berlin herum geabenteuert, denn ich hatte einen Abendtermin in der großen Stadt.
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Und habe mir dann noch zwei andere dienstliche Termine drum herum gelegt damit das einigermaßen sich lohnt.
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Und ja es ging schon los mit Chaos auf der Anreise. Also sagen wir so: ich bin bis Altona unverschämt pünktlich unterwegs gewesen,
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hab dann immer so in den DB-Navigator geguckt und zog dann also letztmalig,
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ja als schon der Bahnsteig im Fenster draußen auftauchte, zog ich also noch mal runter zum aktualisieren und da hieß es dann "der zug fällt aus",
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den ich nehmen sollte um 7.49. Das Gute war, es gab dann noch einen anderen Zug,
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der so doll verspätet war, dass er um 7.49 abfuhr und nachdem ja meine
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Zugbindung aufgehoben war, Hallöchen, da fahre ich natürlich direkt los mit
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genau diesem Gerät. Das hat auch insofern funktioniert, als ich dann nur
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etwa 20 Minuten später an meinem Bestimmungsort war. Also ich habe meinen ersten Termin des Tages ganz knapp verpasst, aber es hat dann am Ende doch
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nicht gereicht für die Fahrgastrechte.
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Es war ganz witzig, bei der Fahrkartenkontrolle kam dann der Schaffner und sagte, schon gleich
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während er mein Ticket scannte, ob ich "das mit den Fahrgastrechten" online oder auf Papier machen wolle.
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Er sagte dann so, ich müsste da und da und da klicken und das tauchte halt in meiner
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App nicht auf, weil mein Zug, also der in dem ich saß, der war zwar verspätet und
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zwar um mehr als 60 Minuten in dem zu dem Zeitpunkt, aber meine Fahrt als solche nach Berlin halt nicht.
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Also ich war 58 Minuten später als geplant in Berlin, also an meinem Ziel Bahnhof.
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Dann hat es halt nicht mehr gereicht für eine Entschädigung, die erst nach 60 Minuten gerechtfertigt wäre.
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Dann, ja genau, also das war ein Termin im Berliner Funkhaus, da habe ich dann, ja war ich halt einfach ein bisschen zu spät.
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Das war jetzt nicht dramatisch und danach gab es noch Mittagessen mit Kollegen.
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Und dann ging das Abenteuer erst richtig los.
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Das ist auch so bescheuert. (kichern) Ich habe für diesen Termin, es war klar, dass ich selbstverständlich, es war ein Abendtermin, nachts nicht mehr zurückfahren würde.
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Also habe ich mir ein Hotel gebucht, habe gedacht, okay, was sind die beiden wichtigen Kriterien? Irgendwas in einigermaßen Nähe zum Ort und einigermaßen günstig.
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Und hab dann halt in so einem Buchungsportal, ich weiß gar nicht mehr in welchem, rumgeklickt und gesagt, ja prima, das klingt auch gut und habe also etwas gebucht, was dann im Endeffekt, also ja, günstig war das jetzt auch nicht, 100 Euro die Nacht nicht ganz, glaub 92 mit allem, gekostet hat, das war dann halt so das, wo ich mich drauf einigen konnte.
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Und da kam ich dann an, nach meinem Mittagessen, also in der Bestätigung stand, ab 13 Uhr kann ich einchecken und latschte also rüber, waren nur zwei Kilometer vom Funkhaus, also ganz entspannt.
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Und komme da rein und wie die Schiebetür so auffährt, sehe ich im Augenwinkel irgendeinen Schriftzug, konnte ich nicht wirklich zuordnen.
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Und bin dann in die Rezeption gelatscht und dachte noch so, okay, ein riesen Flatscreen hinter der Rezeption, da war auch gerade der Mensch, der dahinter stand, war gerade mit jemand anderem beschäftigt, also habe ich dann kurz gewartet.
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Und da fiel mir erst mal auf, wie viele muskelbepackte, badebehoste Männer in diesem Video, auf
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dieser Slideshow im Hintergrund der Rezeption zu sehen waren.
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Ich dachte, ja okay, interessante Bildauswahl, aber meine Güte, warum nicht?
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Und dann fiel mein Blick so auf so eine Vitrine, wo unter anderem Produkte von Anuux vertrieben
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wurden, stellt sich raus, vegane Kapseln für sauberen Analverkehr. Und in dem Moment, wo
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ich das so sah und dachte so, waaaaaaaas?
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War diese slideshow hinter der rezeption zu ende und da stand also "axel hotel we are hetero friendly!"
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Also ja sehr sehr klar an wen sich diese dieses etablissement richtet, ich gehöre nicht 100 prozentig zur zielgruppe meine güte also,
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Mich hat keiner doof angeguckt oder sonst irgendwas. Ich fühle mich selbstverständlich nicht unwohl unter schwulen Menschen.
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Meine Güte, das ist alles jetzt an sich alles kein Drama.
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Aber eine schöne Selbstbewusstseinsübung, weil ich auf einmal gemerkt habe,
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ein bisschen komisch fühle ich mich doch und zwar deplatziert.
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Das war eigentlich das, worauf ich, was da so mein Störgefühl war.
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Ich hatte ganz, ganz stark das Gefühl, auch ohne dass sich irgendjemand für mich interessiert hätte,
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positiv oder negativ oder auch nur einen schiefen Blick riskiert hätte, überhaupt nicht.
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Also irgendwie, gerade irgendwie so eine Gruppe von exaltierten Jungs, die da aus dem Fahrstuhl tobten und komplett in Partystimmung waren und aufgestylt, selbst nachmittags, und dann ich dachte, wo wollen die denn hin, um Himmels Willen, ist egal.
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War mir komplett wurscht, ich war denen komplett wurscht aber trotzdem war es ein sehr starkes gefühl hier nicht hinzugehören.
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Und das war so ein moment wo ich dann erstmals wirklich verstanden zu haben glaube wie es sich andersherum anfühlen muss.
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Ja, also wieder mal was gelernt, wieder mal den Horizont ein bisschen erweitert und wie gesagt,
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also in Zukunft gucke ich dann doch noch mal auf die Hotel-Website, denn da war das schon sehr,
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sehr klar ersichtlich, was die Kernzielgruppe dieser Kette ist. Auf der Buchungswebsite halt nicht.
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Der Abendtermin war der Sommerempfang der Landesregierung in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung.
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Das ist im Prinzip, also wenn man vor dem Brandenburger Tor steht, nach rechts geht, kommt erst das Mahnmal für die Überlebenden des Holocaust und danach direkt die Landesvertretung.
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Ein Gebäude, ziemlich imposant, teilt sich Schleswig-Holstein mit Niedersachsen.
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Und da passiert eben die Arbeit für den Bundesrat, das ist so ein bisschen das Verbindungsglied von Schleswig-Holstein nach Berlin.
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Und da war eben dann der Sommerempfang der Landesregierung, zu dem ganz viele Leute geladen wurden, also das komplette Kabinett war da,
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mitsamt allen PressesprecherInnen und, oder fast allen.
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Und diverse Schleswig-Holstein-Prominenz und noch ganz viele andere Menschen, die ich halt nicht kannte.
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Ja, das war ein netter Abend. Es gab ein Konzert von Daniel Hope, dem Stargeiger, der dieses Jahr auch Portraitkünstler beim SHMF, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, ist.
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Das war ein richtig schöner Abend. Das ging, glaube ich, deutlich länger, als ich dann am Ende da war, denn mein Tag hat ja um 5.30 Uhr begonnen mit der Abfahrt aus Husum, damit ich eben pünktlich dann in Berlin bin,
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und entsprechend war ich dann um 22 uhr auch soweit durch, dass ich dann gerne nach hause wollte
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in mein hotel und das war dann auch wieder alles in ordnung auch wieder komplett unspektakulär
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hervorragendes bett ich habe sehr sehr gut geschlafen das bad ja mein gott also das war
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halt an der einen seite voll verglast mit einer rot getönten scheibe die freien blick bot auf
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einen bodenlangen spiegel im flur das ist halt eine interessante designentscheidung.
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Ja nächsten tag dann noch mal ins funkhaus teil 2 meines dortigen termins war auch in ordnung
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also wir haben im prinzip das das nachgeholt was ich am vortag nicht geschafft habe und das war
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alles ganz hervorragend und hat sogar spaß gemacht bis ich dann ja wenn ich los 20 vor
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10 Richtung da zur S-Bahn, Innsbrucker Platz, dann zwei Stationen Südkreuz und dann ja pünktliche
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Rückfahrt nach erstmal nach Altona. Trotzdem haben sie es geschafft, da zehn Minuten Verspätung
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reinzufahren, weil irgendwo Bauarbeiten waren. Die Fahrt war grundsätzlich unspektakulär. Es
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war Ruhe im Ruheabteil. Das ist ja schon mal viel wert. Gibt es überhaupt nichts zu meckern. Und
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Und das große Glück an der Verspätung war, also ich hätte halt irgendwie, weil sie nicht.
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Planmäßig eine minute umsteigen umsteigezeit gehabt natürlich wäre ich nicht dem zug hinterher gelaufen weil der halt stündlich fährt so aber wenn das jetzt keine ahnung vielleicht hätte der schaffner ja gesagt mensch der regionalexpress erwartet extra auf uns fährt dann später ab und vielleicht hätte ich mich da doch beeilt so habe ich mich einfach in mein schicksal gefügt und habe gesagt weißt du was wenn ich sowieso jetzt nur 50 minuten wartezeit habe dann kann ich mir natürlich auch direkt im bahnhof in altona einen döner holen.
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Ich bin immer froh, wenn ich dafür Zeit habe, weil der einfach super ist.
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Und dann war auch wieder sehr pünktlich die Weiterfahrt nach Husum und dieses kleine Berlin-Abenteuer,
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das war soweit erledigt.
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Allerdings habe ich es geschafft, bei der ganzen Geschichte, irgendwas mit meiner Kalendersynchronisation
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mit der Schaarsencloud durcheinander zu schmeißen.
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Ich weiß nicht hundertprozentig genau, was ich gemacht habe, aber auf jeden Fall waren danach alle Kalender auf dem Handy leer.
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Also sowohl ACalendar+ hatte keinerlei Daten mehr drin, als auch der Samsung-Kalender, der mit dem Google-Kalender irgendwie verknuppert ist.
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Das war ein bisschen beunruhigend, weil ich halt über den Kalender mein komplettes Leben organisiere.
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Das ist ja einer der Gründe, warum ich das von Google langsam wegholen möchte.
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Und das war nicht so schön für den Moment.
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Das wollte ich nicht so gerne. Die dienstlichen Termine, das kann ich so im Wesentlichen alles irgendwie wieder nachvollziehen und irgendwie wiederbeleben.
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Das Problem sind dann halt so andere Sachen wie zum Beispiel Arzttermine oder sowas.
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Da sage ich halt in der Praxis schon immer, ich brauche keinen Erinnerungstitel, ich schreibe mir das direkt ins Handy und dann ist das safe. Ja, war es nicht.
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Ja, im Endeffekt war es gar nicht so wahnsinnig schlimm, weil der Kalender in der Schaarsencloud, der hatte natürlich einfach immer noch alles.
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Es war irgendein Synchronisationsproblem, das ich nicht hundertprozentig zuordnen kann.
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Was da passiert ist, ist auch im Endeffekt ja wurscht, weil ich es dann relativ zügig lösen konnte.
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Ansonsten war die Arbeitswoche stressig insofern, als ich zu tun hatte ohne Ende und wieder
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nicht zum Golfspielen gekommen und auch sonst war viel Rennen.
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Das wird auch noch eine Weile so bleiben.
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Weil ständig irgendwas ist. Aber umso schöner fand ich es, dass wir Zeit gefunden haben am Pfingstwochenende, das jetzt ja mit Veröffentlichung dieser Episode gerade ausläuft, mal wieder auf dem Campingplatz zu verbringen. Wir sind nach Damp gefahren.
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Und zwar dort zum Campingplatz Dorotheenthal. Details zum Platz dann wieder demnächst im Camping Caravan Podcast. Mal gucken, wann wir da wieder zusammenfinden.
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War eigentlich mehr so als so eine Art Workation für uns alle geplant, also Gasteenie hatte
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Schulkram mit, die Herzdame musste am Gemeindebrief und an dem Gottesdienst arbeiten und ich hatte,
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am Freitag irgendwie nicht mehr den Kopf dafür einen Beitrag zu texten, der am Mittwoch
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laufen soll und das wollte ich eigentlich in Ruhe machen, habe ich aber nicht. Wir
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hatten alle irgendwie, also die einzige, die wirklich was getan hat, war Gasteenie. Ja doch,
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Die Herzdame hat zumindest einen Gottesdienst vorbereitet, aber der Gemeindebrief, der ist
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noch liegen geblieben.
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Naja, und wir waren in Eckernförde, haben Freunde besucht, ich hatte endlich mal wieder
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Zeit, mich unter den Wohnwagen zu legen und Stützen zu fetten.
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Das war dann auch noch so ein Event, na, was heißt Event, das halt notwendig.
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Damit die Dinger sich wieder ein bisschen leichter drehen, damit man den, ich den Akkuschrauber
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mal wieder benutzen kann zum rauf und runter kurbeln.
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Das muss man halt regelmäßig machen und ich mache es nicht regelmäßig genug.
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So, und jetzt hatte ich halt mal Zeit. Das war schön.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister
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zurücktreten sollte. Bis er das tut oder bis hier eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars feinem Podcast.
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Alles Gute!

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 29.05.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)