JSFP519: Kreuz und quer im Land unterwegs

Bahn, Carsharing, Fähre und zu Fuß

Die Dauer der Episode 0:27:20Diese Episode erschien am 9. November 2025 um 11:08Downloads 587 Downloads

 
Ich hatte diese Woche an jedem Tag einen Termin und war dabei zwischen Rieseby, Nordfriesland und Kiel unterwegs. Neben Ladestress und Digitalschlüsselproblemen mit dem Carsharing-Auto war ich genervt von der App des Nahverkehrsverbundes. Zum Glück hatte ich auch Gelegenheit für gleich drei Besuche in unterschiedlichen Dönerläden.

Diese Episode hat 10 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 44 Sekunden lang.

Shownotes:

Etwa 300 Menschen demonstrieren vor dem Husumer Rathaus.

Das Husumer Stadtbild präsentierte sich am Montag ziemlich stabil.

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinen Podcast Episode 519.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht. Die Woche war wieder einmal voll
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mit Arbeit und ich war sehr viel unterwegs.
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Am Montag war ich dienstlich in Husum parallel zum Kanzlerbesuch,
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weil das die einzige Möglichkeit war, unseren Wirtschaftsminister zu interviewen.
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Der hat nämlich die Idee gehabt, dass Englisch auch eine weitere Amtssprache
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in Schleswig-Holstein sein soll und dazu mache ich einen Beitrag.
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Nun war aber ja auch der Kanzler da.
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Das war alles ein bisschen nervig. Also fangen wir vorne an.
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Die Herzdame hatte das Notfallhandy.
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Das heißt, sie ist halt on call, wenn irgendwo etwas sehr, sehr Schlechtes passiert
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und die Polizei oder Feuerwehr der Meinung ist, dass eine Seelsorgeperson jetzt vonnöten wäre.
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Dann wird sie als Erste alarmiert. Das sind immer so zwei Wochen im Jahr
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in denen ich versuche, ihr nicht das Auto wegzunehmen und entsprechend meine
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Termine, soweit das denn möglich ist, mit ÖPNV mache oder halt auf das Carsharing-Angebot
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hier im Dorf zurückgreife.
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Nun geht das vergleichsweise gut, von hier nach Husum zu kommen.
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Es dauert halt arschlange mit der Bahn.
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Wir hatten abends noch gemeinsam was vor. Aber deswegen habe ich gesagt:
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"okay, dann nehme ich eben dieses Carsharing-Auto."
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Ja, und das war insofern ein bisschen nervig. Also ich hatte einen hervorragenden Plan.
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Die Ankunft des Kabinetts war im Rathaus geplant für zwischen 16 Uhr und 16.30 Uhr.
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Und dann hatte ich gedacht, ich fahre einfach sehr, sehr früh hin,
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weil ich ja wusste, dass da irgendwie Alarm sein würde und würde dann mal gucken,
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wie nah ich ans Rathaus herankomme, denn ich weiß, dass bei den Stadtwerken
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eine Schnellladestation ist.
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Die wollte ich benutzen für das Carsharing-Auto, um dann noch möglicherweise
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sogar vor dem Termin das Auto in ein reguläres Parkhaus zu überführen.
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An diesem Schnelllader wurde aber die Ladekarte nicht akzeptiert.
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Das war ein bisschen doof. Dann habe ich gesagt, okay, dann fahren wir halt
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sofort ins Parkhaus. Ich wusste, dass auch da Ladepunkte sind, aber halt langsamere.
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Und ich habe gesagt, oh gut, vielleicht funktioniert das ja dann. Ich bin ja eine Weile da.
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Ich wusste, dass ich spätestens um 17 Uhr losfahren muss, um das Auto rechtzeitig
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abzugeben und damit wir dann pünktlich bei unserer Abendveranstaltung sein würden.
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Ja, da wurde allerdings die Karte auch nicht akzeptiert, zumindest nicht an
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dem ersten Ladepunkt, den ich versucht habe.
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Und ich hatte dann auch sofort keine Lust mehr, es weiter zu probieren.
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Na gut, habe also das Auto normal abgestellt, habe gesagt, gut,
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ich weiß ja, dass ich zurück nach Husum komme mit der Akkuladung.
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Es ist dann halt nur das Problem, dass ich nicht über 50 Prozent bin,
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das Auto also streng genommen so nicht abstellen darf.
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Dann habe ich noch gedacht, na gut, ich könnte natürlich den Schnelllader in
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Husum benutzen, von dem ich weiß, dass er funktioniert mit dieser Karte.
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Das müsste ja eigentlich auch gehen. Das hatte ich mir dann also vorgenommen.
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Habe mich noch kurz geärgert, dass ich nicht sofort dahin gefahren bin,
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um dann eben ans Rathaus zu fahren.
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Aber das war mir alles so ein bisschen zu knapp, weil nämlich bei so einem Termin
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dieser Größenordnung es für Journalisten so ist, dass der Zugang für uns auch nicht so leicht ist.
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Das heißt, man kommt dann ins Rathaus rein, dann heißt das jetzt gehen Sie bitte
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erstmal alle in diesen Raum, legen Sie Ihre Rucksäcke an diese Wand und dann
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kommt gleich ein Hund, der nach Sprengstoff sucht.
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Also das ist dann schon so ein bisschen hochsicherheitsmäßig.
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Man kann sich dann da so ein bisschen bewegen, man muss ja auch aus dem Raum
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wieder raus, damit der Hund nicht abgelenkt ist.
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Und entsprechend wollte ich da einfach sehr rechtzeitig da sein.
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So, und man darf halt dann auch das Rathaus nicht nochmal wieder verlassen,
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weil man ja in der Zwischenzeit eine Sprengstoffweste anlegen könnte oder weiß
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der Geier, was da der Plan war, ich weiß es nicht.
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Jedenfalls war klar, dass das so nicht ginge. Also habe ich dann da rumgehangen,
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gewartet, bis der Minister kommt, habe meine paar Fragen gestellt und wollte
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dann eigentlich zurück zum Auto.
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Zu dem Zeitpunkt, als ich fertig war, war klar, dass der Bundeskanzler jetzt
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an jedem Moment kommen würde.
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Das heißt, das BKA hat gesagt, aus dem Haupteingang gehen sie bestimmt nicht
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raus, da kommt er ja gleich rein.
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Dann habe ich gesagt, gut, dann nehme ich halt den Seitenausgang und gehe dann
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quasi auf der anderen Seite vor dem Haupteingang vorbei, da wo die Demonstranten
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sind, was soll schon passieren?
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Da standen nämlich eine ganze Menge Demonstranten und dann habe ich so aus einer
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Eingebung heraus bin ich da auf so eine auf so einen kleinen Turm hochgegangen,
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der steht da so ein Uhrenturm aus so einem,
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Stahlgitterkram und habe da mal ein Foto runtergemacht, weil da dann auch das Übliche war,
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also langsam ging das dann los, dass die Demonstranten immer lauter wurden und
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dass die Polizisten sich einen Helm angezogen haben und dann war halt so eine
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Handvoll Antifa und da gab es so ein bisschen Schubserei so ein bisschen Demo-Folklore letztlich.
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Also sprich, die Demonstranten wurden so ein bisschen vom Haupteingang des Rathauses
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weggedrängt, damit der Bundeskanzler auf jeden Fall ungestört und ungefährdet da reingehen kann.
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Heißt aber gleichzeitig auch, für mich war da kein Durchkommen mehr.
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Jetzt habe ich gedacht, dann gehst du halt am Hafen längs und da über so eine
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Fußgängerbrücke und das wäre dann auch kein Problem gewesen.
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Da hatten sie nun aber drei Mannschaftswagen so hingestellt,
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dass da keiner mehr durchkommt. Und da standen auch Leute mit Helmen auf und
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sagten, hier kommen die nicht durch, die müssen wie alle anderen auch außen rum gehen.
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Ich bin also einen deutlichen Umweg gelaufen, um es kurz zu machen.
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Ich saß im Auto und fuhr Richtung Gewerbegebiet zu dem anderen Schnelllader,
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als ich dachte, das ist sehr bescheuert.
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Und das klappt ja nicht mehr, denn da war es dann irgendwie schon Viertel vor
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sechs, bis ich dann schließlich da war.
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Alles sehr, sehr lange gedauert, weil auch noch irgendwie zehn Mannschaftswagen
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angerauscht kamen. Da musste ich noch warten an der Ausfahrt vom Parkhaus.
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Also es war alles ein bisschen komplizierter.
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Und habe dann also gesagt, okay, jetzt hier noch laden kostet mich mehr Zeit,
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als es mir am Ende einspart.
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Bin rechts rangefahren, habe die App aufgemacht vom Carsharing-Auto und habe
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die Miete verlängert bis um 23 Uhr.
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Müsste eigentlich so passen, dass wir dann wieder in Rieseby sind.
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Und bin zum Bahnhof gefahren, habe das Auto da angehangen.
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Das ist ja auch eine Ladestation, die sehr langsam funktioniert.
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Herzdame holt mich ab, wir fahren dann zu der Veranstaltung.
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Sie hat in der Zwischenzeit das Handy an eine Kollegin übergeben für den Abend.
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Und dann sind wir nach Kiel gefahren.
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Dort im Metro-Kino waren Wiegald Boning und Bernhard Hoecker mit ihrem Programm.
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Wobei das eigentlich kein richtiges Programm ist, sondern die stehen einfach
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nur auf der Bühne und beantworten Fragen.
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Man kann Fragen dann abgeben auf so einer Karte.
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Und kann die in so ein Bottich schmeißen und dann liegen die da oder stehen
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da auf dem Tisch. Und die suchen sich dann halt ein paar aus.
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Beziehungsweise der Plan ist eigentlich, dass das Publikum Fragen reinruft und
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die beantworten die dann.
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Aber die haben dann irgendwann gemerkt, oder die machen das schon seit zehn
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Jahren ungefähr, und haben gemerkt, dass das nicht so tragfähig ist im Zweifelsfall.
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Und dass sie dann mal Karten aus diesem Bottich da nehmen.
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Die Fragen auf den Karten waren tatsächlich besser als die, die reingerufen worden sind.
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Aber es hat trotzdem großen Spaß gemacht, also es war sehr lustig und man merkt
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einfach, dass die zwei das seit zehn Jahren machen,
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dass sie halt, also es ist halt kein Stand-Up-Programm in dem Sinn,
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aber die haben halt ein paar Geschichten, die sie sehr routiniert erzählen,
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wo sie im Prinzip nur auf Stichwörter warten. Das war ein sehr schöner Abend.
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Wie immer aber am Metro-Kino gibt es so gut wie gar keine Parkplätze.
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Nebenan ist ein großer Platz, der Blücher, wo man normalerweise parken kann.
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Da muss man dann aber immer schon um 16 Uhr da sein, damit dann noch was frei
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ist. Und selbst dann muss man Glück haben.
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So haben wir also ein bisschen weiter weggestanden.
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Und Lirum Larum, am Ende waren wir dann um 22.56 Uhr in Rieselby am Bahnhof.
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Das Auto war schon längst fertig geladen. Ich musste also nur noch rausspringen,
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den Stecker abziehen und das Auto von Parkplatz der Ladebucht in den vorgeschriebenen
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Parkplatz für Carsharing umparken.
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Und bis das dann alles erledigt war, das Auto abgeschlossen war über diese scheiß
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App, war es dann 23.01 Uhr.
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Da habe ich dann also nochmal 3 Euro extra bezahlt für.
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Es ist jetzt auch kein Riesendrama, stört mich nicht. Es war einfach nur alles
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ein bisschen stressig und bis auf den Abend mit der Herzdame war es auch ein
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bisschen nervig, wollen wir ehrlich sein.
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Und dieses ganze Thema "Englisch als Amtssprache" hat mich auch den Rest der Woche noch begleitet.
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Ich wollte auch gerne hören, was die IHK dazu sagt und habe also die schon am
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Montag angefragt. Da kam erst mal gar keine Antwort.
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Dann habe ich Dienstagmorgen danach gefragt beim Pressesprecher,
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sagte, ach du Scheiße, habe ich ganz übersehen, ich melde mich gleich.
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Rief irgendwie um Viertel von neun wieder zurück und sagte, ja,
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eine unserer Hauptgeschäftsführerinnen hätte Zeit, aber nur von zehn bis zwölf.
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Und so ging ich auf die Uhr und dachte, okay, wenn ich jetzt loslaufe,
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dann kriege ich noch den Zug, bin um zehn da,
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machen wir das Interview direkt um zehn Uhr dreißig, also sprich,
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bin um zehn in Kiel am Hauptbahnhof, dann habe ich noch ein bisschen Wegzeit,
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bis ich dann bei der IHK bin und damit das nicht zu stressig wird,
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haben wir gesagt, zehn Uhr dreißig.
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Hat super geklappt, die waren vorbereitet, Die haben schon im Konferenzraum
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auf mich gewartet, bin da also rein, habe mein Interview geführt,
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noch ein bisschen Smalltalk und dann ging es auch schon wieder nach Hause.
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Den nächsten Zug um kurz nach elf habe ich dann leider nicht erwischt,
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das war mir aber auch klar, dass das schwierig würde und habe mir also noch
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einen Mittagsdöner geholt und dann um zehn nach zwölf den Zug genommen.
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Dann war ich um 13 Uhr wieder da, hatte das soweit erledigt.
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Und zwischendurch gab es ein bisschen Nervkram mit dem Deutschland-Ticket,
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beziehungsweise mit der NaSH-App.
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NaSH ist der hiesige Nahverkehrsverbund und über deren App habe ich mein Deutschland-Ticket.
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Die hatten nun einen Softwarefehler und aus irgendeinem Grund hat sich also
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das Ticket nicht aktualisiert.
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Jetzt kam es, wie es kommen musste.
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Da kam ein freundlicher Mensch vom Prüfdienst, kein Kontrolleur,
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sagte er mehrmals selber.
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Sondern der Prüfdienst, weiß nicht, was die machen. Aber sie kontrollieren halt
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nicht, die schreiben also keine "Strafzettel".
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Ich kann Ihnen jetzt nur versichern, dass ich das bezahlt habe,
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aber hier steht halt was anderes.
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Und wenn Sie das jetzt scannen, dann sehen Sie auch, dass es ungültig ist. Ja, sagt er, das stimmt.
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Müssen Sie sich drum kümmern. Das war ja schon der 4. November.
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Ich wäre also verpflichtet als Kunde, regelmäßig zu gucken, dass meine App funktioniert.
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Das Ticket aktualisiert. Dann hatte ich ehrlich gesagt schon so ein bisschen
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den Kaffee auf, weil das, finde ich, halt automatisch im Hintergrund passieren sollte.
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Mir ist das schon mal passiert in Köln, das ist aber schon irgendwie zwei Jahre
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her oder so, dass ich abends an der Bushaltestelle stand und fahren wollte und
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dann war irgendwie, sah ich, dass das Ticket nicht aktualisiert war,
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und habe mir dann da einen Fahrschein gekauft, um später im Hotel festzustellen,
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dass es dann inzwischen klar funktioniert hatte.
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Also man muss die App wohl offenbar, so dachte ich damals, regelmäßig öffnen,
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damit das Ticket dann im Hintergrund nochmal neu geladen wird,
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weil das halt offenbar kein Hintergrundprozess sein kann.
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Kann auch was mit Android zu tun haben, weiß ich nicht. Aber in diesem Fall
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war es so, dass auch bis abends das Ticket noch nicht aktualisiert war.
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Und dann stolperte ich über einen Blog-Eintrag von Nah.SH,
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wo dann drin stand, so ja, dumme Sache, Wenn Ihnen das passiert,
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dann müssen Sie in der Ansicht des Tickets oben links dreimal schnell auf das
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Datum neben der Abo-Nummer oder über der Abo-Nummer klicken,
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also so drauf tippen und dann wird das aktualisiert und wenn das nicht hilft,
0:12:16–0:12:20
dann Abo löschen und mit der Abo-Nummer nochmal neu einfügen und dann geht es aber.
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So, das ist erstmal schon mal so ein unintuitiver Weg.
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Für die Aktualisierung, denn man kann durchaus im Ticket nach unten ziehen und
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dann kommt dieser, ich aktualisiere hier fleißig Kringel, mit dem Hinweis, das Ticket ist aktuell.
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Es ist aber immer noch nicht der aktuelle Monat, der dann angezeigt wird.
0:12:42–0:12:47
Und dann gab es noch einen NDR-Artikel dazu, auf deren Homepage, wo der Sprecher sagte,
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falls es dann eben auch darum ging, wenn man nachweisen kann,
0:12:51–0:12:55
dass man ein gültiges Ticket hatte zu dem Zeitpunkt, dass es aber als ungültig
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angezeigt wurde, dass man dann eben nicht die 60 Euro Schwarzfahren bezahlen
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muss, sondern nur eine Bearbeitungsgebühr.
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Und da wurde also die Frage gestellt, ob das denn dann der Fall wäre und der
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Sprecher vom Nahverkehrsverbund sagte, er erwarte schon eine gewisse Mitwirkung
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der Fahrgäste, dass die sich darum kümmern, dass ihr Ticket auch als aktuell angezeigt wird.
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Leider ist die Person, die das Interview geführt hat, offenbar selbst keine
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Kundin, kein Kunde und hat eben nicht gefragt, warum dieser nicht so intuitive
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Weg derjenige ist, mit dem man das Ticket aktualisiert.
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Was weiß ich denn schon?
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Ja, also das war das nächste Nervige.
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Nach Mittwoch war ich dann mit etwas ganz was anderem beschäftigt,
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nämlich mit den Konversionsplänen, die die Bundeswehr gerade "zunichte macht".
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"Konversion" heißt, die Bundeswehr hat einen Kasernenstandort aufgegeben und
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die Gemeinde, in deren Gebiet diese Kaserne liegt oder sonstige Liegenschaft,
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die kann sich dann, kann das dann kaufen und kann sich darum kümmern,
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dass es in eine zivile Nutzung überführt wird.
0:13:57–0:14:01
Da gab es jetzt vergangene Woche Montag eine Entscheidung aus dem Bundesverteidigungsministerium,
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dass diese Pläne erstmal auf Eis gelegt werden, weil die Bundeswehr wieder anwachsen
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soll, wegen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine, muss Deutschland wieder
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wehrfähiger werden und deswegen wird jetzt nochmal geprüft, ob man diese Kasernen
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nicht weiter nutzen kann.
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Da war ich also deswegen gleich an zwei Standorten, wo das ein Problem ist,
0:14:22–0:14:25
weil da Konversionspläne schon sehr weit fortgeschritten sind.
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Ich war in Seed in der Nähe von Husum und in Leck etwa eine Stunde nördlich.
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Und das Ganze auch wieder mit dem Carsharing-Auto. Mit dem Bürgermeister von
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Seeth habe ich mich im dortigen Dorfgemeinschaftshaus zum Interview getroffen.
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Und dann bot er während des Interviews dann an, wir könnten ja nochmal durch die Kaserne fahren.
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Was eigentlich mein Plan auch gewesen war, wo er aber sagte,
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das ist ja Landesunterkunft. Da bringt das Land gerade geflüchtete Menschen unter.
0:14:51–0:14:53
Und da braucht man eine Sondergenehmigung, um da reinzufahren.
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Ich dachte, das geht nicht.
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Ja, sagt er, die kennen mein Auto. Wenn sie mit mir mitfahren,
0:14:58–0:15:01
dann passt das schon. Und dann hatten wir das Interview halt schon gemacht.
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Das wäre da schöner gewesen, weil Dorfgemeinschaftshaus klingt halt irgendwie
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so ein bisschen hallig, wie so ein Büro.
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Fand ich eigentlich nicht gut, aber okay. Und ich hatte nämlich das Problem,
0:15:14–0:15:17
ich saß noch im Auto, als er ankam, dann bin ich ausgestiegen,
0:15:17–0:15:20
habe mir Kram mitgenommen, wollte das Auto abschließen und dann ging das nicht.
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Weil nämlich man als Kunde dieses Carsharing-Modells keinen Schlüssel hat,
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sondern die App des Dienstleisters.
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Und dazu braucht man halt Internet.
0:15:31–0:15:35
Und jetzt war da aber nur Edge. Und dann hatte ich für das Interview dann gesagt,
0:15:35–0:15:38
na gut, das dauert ja nicht lange, wir sind auf dem Dorf, ich lasse das mal offen für den Moment.
0:15:40–0:15:44
Dauert ja nicht lange. Und dann sagt er ja, fahren wir noch zur Kaserne,
0:15:44–0:15:45
wir nehmen mein Auto, das kennen die alles.
0:15:46–0:15:49
Sag ich ja, jetzt müssen wir nochmal an mein Auto ran, um das abzuschließen.
0:15:51–0:15:55
Und dann fuhren wir also an dem Ding vorbei und da hatte ich dann für einen
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kurzen Moment LTE und ich habe dann ganz schnell auf der App gedrückt und dann
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passte es auch so. Und dann dieser erste Schock war schon mal das eine.
0:16:03–0:16:06
Dann sind wir da ein bisschen rumgefahren. Es ging weiter nach Leck.
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Da hatte ich ein ähnliches Problem.
0:16:08–0:16:13
Da war zwar LTE-Empfang, aber offenbar war der Ping so schlecht oder was?
0:16:13–0:16:15
Ich habe keine Ahnung. Das dauerte einen Moment, bis das zuging.
0:16:17–0:16:20
Und dann waren wir also zum Vorgespräch im Büro des Bürgermeisters und das war
0:16:20–0:16:24
auch sehr interessant und haben dann gesagt, okay, dann fahren wir jetzt dann
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mit einem der beiden Autos, wir wollten dann sein Auto nehmen,
0:16:27–0:16:30
um auf diese Konversionsfläche zu fahren.
0:16:32–0:16:34
Prima, ich muss nur kurz an das Auto ran, um meine Sachen rauszuholen.
0:16:35–0:16:41
Dann ging das schon erst nicht auf und dann nicht zu. Also partout nicht.
0:16:43–0:16:45
Die App stürzte auch mir einfach ab.
0:16:46–0:16:49
Dann sage ich, ich kann es jetzt nicht abschließen, wäre es okay,
0:16:49–0:16:51
wenn wir mein Auto nehmen. Sagt er, kein Problem, machen wir so.
0:16:53–0:16:57
Dann saßen wir da, ich wollte das Auto anmachen, dann ging das Auto nicht an.
0:16:57–0:17:01
Der Schlüssel wird nicht erkannt. Ich habe ja aber gar keinen Schlüssel.
0:17:03–0:17:07
Dann habe ich gedacht, okay, dann führte ich mal, ob ich in der App nochmal
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abschließen, nochmal aufschließen kann.
0:17:09–0:17:12
Ging natürlich nicht. Dann habe ich die App nochmal geschlossen,
0:17:13–0:17:17
ohne Erfolg. habe das Handy neu gestartet, ohne Erfolg.
0:17:17–0:17:20
Also ich konnte auch nach dem Neustart die App nicht benutzen,
0:17:20–0:17:22
in dem Sinn, dass ich das Auto zu- und wieder aufschließe.
0:17:23–0:17:26
Dann habe ich dann die Service-Hotline angerufen und gesagt,
0:17:26–0:17:29
dann haben Sie die App mal geschlossen. Ich sage, ja, habe ich.
0:17:30–0:17:32
Manchmal ist ja dann im Hintergrund auch nochmal offen. Ich sage,
0:17:32–0:17:35
ich habe das Handy gerade neu gestartet, das funktioniert trotzdem nicht.
0:17:35–0:17:40
Ach so, okay, dann probiere ich das mal von hier. Und die hat dann irgendwas geschickt.
0:17:41–0:17:46
Also dass dann ein Signal kommt von Schlüssel ist im Auto. Die haben offenbar
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ein weiteres Steuergerät da verbaut.
0:17:49–0:17:53
Und dann konnte ich also starten und wir konnten dann endlich da durch diese
0:17:53–0:17:56
Kaserne fahren, haben in der, also das ist ein ehemaliger Fliegerhaus,
0:17:57–0:17:59
und haben da auf dem Gelände dann das Interview gemacht.
0:18:00–0:18:05
Ich habe den wieder abgesetzt und wollte dann zu einer Ladestation fahren,
0:18:05–0:18:08
von der ich wusste, dass es sie gibt. Ich hatte die auch vorher schon gesehen.
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Auf der Hinfahrt, ich wollte nur ganz sicher sein, dachte, ich mache das Navi an.
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Dafür war nicht genug Internet da, sonst wäre auch das Auto aufgegangen oder wieder zu.
0:18:17–0:18:21
Also bin ich dann irgendwie so nach Gedächtnis gefahren und habe die auch tatsächlich
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gefunden und konnte dann während des Ladens schräg gegenüber bei Aladin einen
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Döner essen und dann habe ich dann auch noch mal wieder zu.
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Das war Drehspießdönerart und das ist ja immer so der Unterschied,
0:18:33–0:18:36
wenn ich jetzt so langsam gerade beginne wahrzunehmen, man kriegt immer mehr
0:18:36–0:18:41
ordentlichen Döner, der ist dann halt immer so ein bisschen sparsamer belegt.
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Der Drehspießdönerart ist offenbar so viel günstiger, dass man da Unmengen von
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Fleisch verteilen kann, was an und für sich gar nichts Schlechtes ist.
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Nur ist es dann halt immer ein bisschen schwieriger zu essen.
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Und der Typ gab mir den Döner auch so in die Hand, ohne Teller, ohne alles.
0:18:58–0:19:00
Und die haben es aber auch mit den Soßen wirklich gut gemeint.
0:19:00–0:19:04
Also ich habe mich ganz schön eingesaut, brauchte mehrere Servietten und habe
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dann so bei der Rückgabe gesehen, ah, da steht auch ein Stapelteller am Tresen.
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Ich hätte mir also proaktiv einen mitnehmen müssen, habe ich irgendwie vergessen.
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So brauchte ich dann nochmal eineinhalb Servietten, um den Tisch auch sauber
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zu machen von dem Kram, der runtergefallen war.
0:19:19–0:19:22
Bis ich dann losgefahren, habe noch einen Abstecher gemacht zum Landhandel,
0:19:22–0:19:27
um neue Einstreu für die Hühner zu kaufen und war dann irgendwann nachmittags,
0:19:28–0:19:30
zwei oder was wieder zu Hause,
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hat das Auto abgestellt und sofort den Text geschrieben, denn der Beitrag sollte
0:19:35–0:19:36
am Donnerstagabend laufen.
0:19:37–0:19:42
Ist er auch. Ich war zufrieden inhaltlich. Verlinke den dann auch mal sicherheitshaber in den Shownotes.
0:19:43–0:19:47
Und Donnerstag dann das große Finale mit meiner Amtssprache Englisch.
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Das sollte dann der Praxisteil werden.
0:19:53–0:19:58
Ich bin nach Föhr gefahren, denn in Schleswig-Holstein gibt es ja schon mehrere Amtssprachen.
0:19:59–0:20:06
Neben Deutsch sind das auch Plattdeutsch, Friesisch, Dänisch und Romanes,
0:20:06–0:20:07
die Sprache der Sinti und Roma.
0:20:07–0:20:11
Die sind auch als Amtssprachen anerkannt, das sind aber so ein bisschen,
0:20:11–0:20:15
ich sage mal "Amtssprachen light", so habe ich es auch im Beitrag genannt,
0:20:15–0:20:20
weil man zwar im Amt mit diesen Sprachen kommunizieren kann,
0:20:20–0:20:22
so es denn jemanden gibt, der diese Sprachen beherrscht,
0:20:23–0:20:30
man kann aber zum Beispiel keine Anträge einreichen, keine Formulare auf anderen
0:20:30–0:20:36
Sprachen als Deutsch ausfüllen, weil die Formulare eben nicht in anderen Sprachen vorliegen als Deutsch.
0:20:37–0:20:41
So, und jetzt habe ich gedacht, auf Föhr weiß ich, dass da sehr viel Friesisch gesprochen wird.
0:20:42–0:20:46
Und da wollte ich einfach mal hören, wie ist das denn im Alltag?
0:20:46–0:20:52
Und habe also mich verabredet mit denen, der Amtsdirektor war da und zwei Mitarbeiterinnen,
0:20:52–0:20:54
die beide Friesisch sprechen.
0:20:54–0:20:59
So saßen wir dann also um elf zusammen im Amtsgebäude.
0:21:00–0:21:03
Und das bedeutete für mich aber auch wieder sehr viel Bahnfahren,
0:21:03–0:21:08
denn die Herzdame hatte einen Termin an dem Tag, für den sie das Auto brauchte,
0:21:09–0:21:11
und entsprechend habe ich gesagt, ja, dann fahre ich halt mit dem Zug.
0:21:12–0:21:14
Das bedeutet, ich bin 6.10 Uhr in Husum losgefahren.
0:21:15–0:21:20
Nach Kiel, bin dort sitzen geblieben im Zug. Nach Husum, bin dort umgestiegen. Nach Niebüll.
0:21:21–0:21:25
Da hatten wir dann auf einmal fünf Minuten Verspätung, weil wir noch auf Anschlussreisende
0:21:25–0:21:27
gewartet haben aus St. Peter-Ording.
0:21:28–0:21:31
Und dann dachte ich so, ja, das wird ja dann nix. Ich habe schon angefangen,
0:21:31–0:21:36
die Nummer des Pressesprechers rauszusuchen, der das ganze Treffen organisiert hatte,
0:21:36–0:21:41
weil ich dann also wusste, bei der nächsten Station in Dagebüll habe ich genau
0:21:41–0:21:43
eine Minute Umstiegszeit.
0:21:43–0:21:48
Das ist aber im Prinzip ein anderer Bahnhof. Also man kommt dann aus dem Zug
0:21:48–0:21:49
raus, muss eine Treppe runter,
0:21:49–0:21:52
Tunnel, Tunnel, Tunnel, Treppe wieder hoch über eine Straße,
0:21:52–0:21:58
an der Fahrradgarage vorbei und dann kommt man an den Bahnsteig von der nordfriesischen
0:21:58–0:21:59
Eisenbahngesellschaft.
0:21:59–0:22:01
Und die fährt nach Dagebüll.
0:22:01–0:22:05
Das ist also ein Weg, dafür brauche ich, wenn mir keiner im Weg steht,
0:22:05–0:22:06
brauche ich dafür vier Minuten.
0:22:07–0:22:09
Also ohne großartig zu rennen, das funktioniert ganz gut.
0:22:10–0:22:13
Und dann kam zum Glück gerade der Schaffner, der mein frisch aktualisiertes
0:22:13–0:22:14
Deutschland-Ticket gescannt hat.
0:22:15–0:22:19
Und ich sagte, wie ist das denn da in Niebüll, der Anschluss nach Dagebüll wird wohl knapp.
0:22:20–0:22:23
Nee, sagt er, ich habe schon Bescheid gesagt, die warten wahrscheinlich fünf Minuten.
0:22:24–0:22:28
Das ist noch in der Klärung, ich sage Ihnen Bescheid. Und dann kam tatsächlich
0:22:28–0:22:29
irgendwann die Durchsage, dass es auch wirklich klappt.
0:22:29–0:22:35
Entsprechend saß ich also stressfrei im Zug nach Dagebüll und das ist immer
0:22:35–0:22:36
sehr schön landschaftlich.
0:22:36–0:22:42
Und auch so erinnerte mich so ein bisschen an den Zug, den wir im Dänemark-Urlaub
0:22:42–0:22:45
benutzt haben, von den Sitzen und vom Design her.
0:22:47–0:22:51
Dann kam ich in Dagebüll an, aus dem Zug raus, hatte noch fünf Minuten bis zum
0:22:51–0:22:56
Ablegen, habe mir also mein Ticket gekauft und saß dann zügig in der Fähre,
0:22:57–0:23:02
da ein Stück Kuchen gegessen für den Weg und eine Stunde später war ich dann
0:23:02–0:23:07
auf Föhr und hatte dann noch 20 Minuten Zeit.
0:23:07–0:23:13
Ich bin also nochmal durch die Fußgängerzone gelaufen und saß dann pünktlich
0:23:13–0:23:16
um elf mit allen im Amtsgebäude.
0:23:16–0:23:19
Wir haben das Interview gemacht und das war alles ganz prima.
0:23:19–0:23:23
Dann habe ich noch was gegessen in einem Restaurant, das "zum Walfisch" hieß.
0:23:23–0:23:26
Es gab dort gebackenen Seelachs mit Bratkartoffeln.
0:23:27–0:23:32
Ja, das war eher eine fettige Angelegenheit. Also der war nicht gebacken, der war frittiert.
0:23:34–0:23:38
Und das nimmt, finde ich, dem Seelachs so eine ganze Menge. War okay,
0:23:39–0:23:40
war jetzt aber keine Sensation.
0:23:41–0:23:46
Und dann fuhr ich also mit der, nicht mit der nächsten, sondern mit der übernächsten
0:23:46–0:23:50
Fähre 13 Uhr Keks wieder zurück und war dann um 18 Uhr wieder zu Hause.
0:23:51–0:23:54
Und das war eigentlich mein Arbeitstag. Zehn Minuten Interview,
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acht Stunden Unterwegs. Das kommt auch manchmal vor.
0:23:58–0:24:02
Und Freitag hatte ich dann nicht mehr viel damit zu tun. Ich musste also nur
0:24:02–0:24:03
noch den Text schreiben.
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Bin dann nach Kiel gefahren, um ein bisschen in meinem dortigen Funkhausbüro Dinge zu tun.
0:24:11–0:24:18
Habe mich mit Sascha auf dem Döner-Teller getroffen und habe dann noch Telefonate
0:24:18–0:24:21
geführt, Sachen recherchiert, Dinge getan, Kram.
0:24:21–0:24:26
Und war dann so gegen 15 Uhr wieder zu Hause. bis dahin war das Redigat fertig.
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Musst nur noch irgendwie an Details rumschrauben. Ja, das habe ich zwischendurch gemacht:
0:24:31–0:24:34
Nach dem Mittagessen habe ich da noch am Text weitergearbeitet.
0:24:34–0:24:36
Da ging es nur noch darum, den Beitrag ein bisschen umzustellen.
0:24:37–0:24:41
Witzigerweise in eine Version, wie ich auch eigentlich angefangen hatte.
0:24:41–0:24:45
Und dann aber unterwegs dachte, das funktioniert nicht, du musst das ja erstmal erklären.
0:24:45–0:24:50
Und da sagte die Kollegin, das sei ihr zu technisch. Und der Einstieg mit dem
0:24:50–0:24:51
Fräsischen, das sei eigentlich viel schöner.
0:24:52–0:24:55
Und dann haben wir es halt so wieder umgedreht und noch ein paar sprachliche Sachen geglättet.
0:24:56–0:25:01
Sodass ich dann abends oder nachmittags eigentlich nur noch produzieren musste. Das läuft nun geplant.
0:25:01–0:25:06
Am Montag werde ich dann auch nachtragen in den Shownotes, wenn das gelaufen ist.
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Also arbeitsreiche Woche, viel unterwegs.
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Und Samstag dann tatsächlich sowas wie Strohwitwer gewesen.
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Das Gastteenie war mit einem Schulprojekt in Kiel.
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Die Herzdame mit den Konfis in Schleswig. So hatte ich fast den kompletten Tag zur freien Verfügung.
0:25:22–0:25:27
Sehr viel rumgegammelt. ein bisschen "Star Trek: Voyager" geguckt und mich ein
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wenig im Garten rumgetrieben.
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Ich wollte eigentlich so mal Blätter aufharken und so ein Kram oder vielleicht
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noch mal den Rasen ein letztes Mal mähen.
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Das war dann aber nicht so dran. Da hatte ich dann doch keinen Bock drauf.
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Und so habe ich einfach ein bisschen aufgeräumt. Der Rasenmäher mal endlich in die Garage.
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Ein paar der Schlauchwagen standen noch rum und alles, was so für den Winter
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mal weggeräumt werden kann, habe ich in die Garage getan und bin dabei auch
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über den Apfelernter gestolpert im übertragenen Sinn.
0:25:56–0:25:59
Der war ja neulich kaputt gegangen. Ich hatte, glaube ich, davon erzählt,
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dass mir da die Naht gerissen war.
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Und so habe ich dann kurz entschlossen Nadel und Faden besorgt und habe das
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Ding, also ich will nicht sagen professionell, aber es ist auf jeden Fall jetzt wieder heile.
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Ich habe es repariert und habe es auch gleich ausprobiert. Ich habe nochmal
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eine Kiste voll Äpfel vom Baum geholt.
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Also die, an die ich rankam, das waren noch mal so ungefähr 10 Kilo,
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da hängt aber immer noch was dran, aber da ist wirklich kein sinnvolles Rankommen,
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und zumal, also der Baum ist ja so schlecht gepflegt, dass der halt einfach
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viel zu dicht ist und dann,
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Machen die zwar viele Früchte, aber die sind dann relativ klein.
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Und dann lohnt sich eigentlich das nicht, die zu ernten. Jetzt hoffe ich einfach,
0:26:39–0:26:41
dass die im nächsten Herbststurm einfach runterfallen.
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Und dann bleibt das liegen. Das mit dem Pflegeschnitt irgendwann mal hinkriegen.
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Das wäre wirklich sehr, sehr dringend dran. Und das wäre ja auch angezeigt,
0:26:50–0:26:53
das jetzt dann im Winter vor dem ersten Frost zu machen.
0:26:54–0:26:58
Oder sonst halt ganz, ganz schnell nach dem letzten Frost im Frühjahr vor der Blüte.
0:26:58–0:27:02
So, das sind so die zwei Punkte. und man kann, glaube ich, auch irgendwie im
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Sommer schneiden, aber darüber weiß ich eigentlich viel zu wenig.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
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Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, von ihren politischen
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Ämtern zurücktreten sollten.
0:27:15–0:27:18
Bis sie das tun oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars
0:27:18–0:27:19
feinem Podcast: Alles Gute.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 09.11.2025 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

6 Kommentare zu JSFP519: Kreuz und quer im Land unterwegs

  1. @meine-url-ist-laenger-als-deine.de Englisch als Amtssprache, ein sehr interessantes Faß, was man damit aufmacht. Grüße von den Translationsberufen.
    Allerdings wär’s doch eher mal dran Deutsche Gebärdensprache als deutsche Amtssprache anzuerkennen und Leute, die sich nicht entscheiden können, nicht noch ewig zappeln zu lassen. 🧐

  2. Feine Folge. „Der Wal“ kenn‘ ich auch noch, hab den aber in sehr guter Erinnerung. Wir waren in dem Urlaub dort mehrfach essen.
    Das mit der Amtssprache Romanes finde ich sehr interessant. Weißt Du, in wievielen Bereichen das verbreitet ist?

    1. Genau weiß ich es nicht. Deren Landesverband schätzt, dass etwa 6.000 Sinti und Roma in Schleswig-Holstein leben. Die meisten von ihnen in Neumünster, Lübeck und dem so genannten Hamburger Rand, also dem Speckgürtel.

Die Kommentare sind geschlossen.