Von kurzbeinigen Eisbechern in der Spiegel-Berichterstattung über Wasser im Keller von Tic Tac Toe. Oder so ähnlich.
0:13:58 10. Mai 2026 um 7:44 226 Downloads
Wir hatten mal wieder Wasser im Keller und durch einen Blitzeinschlag in der Nähe haben hier einige Gerätschaften den Geist aufgegeben. Um das eine kümmert sich die Versicherung, das andere wird nun hoffentlich wirklich bald ein Flutschott lösen. Ansonsten habe ich eine Räuberpistole über Deichschafe erzählt, Eis gegessen und finde gut, dass die Spiegel-Berichterstattung über den Fall Ulmen/Fernandes nicht weggeklagt werden konnte.
Diese Episode hat 7 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 59 Sekunden lang.
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Shownotes:
Transkription der Episode anzeigen
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 544.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Letzte Woche nach der Aufnahme war hier mal wieder Land unter.
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Buchstäblich, wir haben abends vorm Fernseher gesessen und dann machte es „Palim,
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Palim“ auf dem Handy und dann stand da: „es gibt eine Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst“
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und dann macht es zwei Minuten später wieder „Palim, Palim“ und dann
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hatte der Deutsche Wetterdienst die Warnstufe erhöht.
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Naja und wir guckten so; an der Terrasse lief das Wasser über die Regenrinne rüber.
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Und wir waren ein bisschen konsterniert, weil wir dachten: „Scheiße,“
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„die Hühner sind noch draußen“ und haben dann also auf der Kamera den Livestream verfolgt.
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Der setzte irgendwann aus, nach einem heftigeren Blitzeinschlag.
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Wir hatten auch kein WLAN mehr und dann haben wir irgendwann gedacht:
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„wir müssten vielleicht mal in den Keller gucken.“
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Ja, und da lief dann die Brühe schon rein. Das war wahrscheinlich weniger als
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erwartet, weil die Herzdame einen Heldinnen-Einsatz mit einem Eimer vor der
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Kellertreppe veranstaltet hat.
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Sie hat also ganz viel rausgeschöpft. Als ich sie abgelöst habe,
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war eigentlich schon alles erledigt und da musste ich nur noch ein paar Blätter
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von dem Abfluss wegmachen.
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Der da zwar ist, habe ich hier schon mehrfach erzählt, der dann aber schnell
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von den Wassermaßen überfordert ist.
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Naja, wie gesagt, also wir hatten kurzzeitig das Internet weg und darüber haben
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dann die beiden Fritzboxen, also eine ist ja direkt am Glasfaser-Modem,
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und die andere steht hier unten in meinem Büro und macht dann auch nochmal sowohl
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einen Switch für verschiedene LAN-Geräte als auch eben ein WLAN auf,
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an dem unter anderem die beiden Hühnerställe hängen.
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Die haben nicht mehr miteinander kommuniziert.
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Dann stellte sich raus, dass es an den Netzteilen von Audio-Interface und einem
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der Hühnerställe einen Überspannungsschaden gab.
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Die Kameras sind offenbar ganz hinüber, die tun überhaupt nichts mehr.
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Und ich bin auch mit dem Audio-Interface noch nicht hundertprozentig sicher.
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Ich habe so einen Universal-Netzteil,
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wo man also verschiedene Spannungen und Stromstärken einstellen kann.
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Da war aber keine passende Einstellung und kein passender Stecker für das Audio-Interface dabei.
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Also habe ich einen anderen Stecker von einem anderen Gerät genommen,
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der liefert aber nicht ganz die Stromstärke, die das Audio-Interface braucht.
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Ich weiß nicht, ob es daran liegt oder ob das Ding nicht doch einen mitbekommen
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hat: es verbindet sich nicht mehr über USB mit dem Computer.
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Das heißt, ich habe jetzt ein anderes Gerät, das ich als Audiointerface für den Moment benutze.
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Und das ist alles normalerweise so ein bisschen eine wilde Bastelei.
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Das Ersatznetzteil für das Audiointerface gibt es auch so regulär nicht mehr bei Thomann zu kaufen.
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Die haben dann also den Hersteller angefragt, der mir das Ganze jetzt dann über
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den Proxy Thomann nochmal zuschickt. Ist aber auch noch nicht da,
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kann ich noch nicht testen.
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Das heißt, der ganze Versicherungs-Foo läuft noch.
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Und da der Wiederbeschaffungswert des Audiointerfaces über 500 Euro beträgt,
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muss ich einen zertifizierten Fachbetrieb haben, der bescheinigt,
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dass das Gerät tatsächlich kaputt ist.
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Und dass das tatsächlich auf einen Überspannungsschaden zurückzuführen ist,
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damit das dann gecovert wird.
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Jetzt liegen hier das Ersatznetzteil für den Hühnerstall,
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ist schon da, das muss ich jetzt einfach nur noch montieren.
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Da konnte ich zumindest dann testen, ob das Steuergerät an sich noch funktioniert,
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weil das eben auch ein Batteriefach hat für vier AA-Batterien.
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Damit kann man das Ding grundsätzlich auch betreiben. Das Problem daran ist,
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einerseits ist das dann nur alle zehn Minuten einmal kurz im WLAN.
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Das macht es dann schwierig mit der Hausautomation und ich weiß zufällig,
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dass nach zweimal Tür auf und zu fahren die Batterien leer sind.
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Denn am Anfang haben wir halt auf eine Batterielösung gesetzt und da musste
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ich dauernd die Batterien austauschen.
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Das war also nichts ich weiß, das Gerät geht zumindest an ich habe es nicht
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weiter getestet ich hoffe einfach mal, dass sich einfach heldenhaft das Netzteil
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in die Überspannung geworfen hat und da nichts weiter passiert ist,
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die beiden neuen Kameras sind auch schon hier und es gibt die grundsätzliche
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Zusage von der Versicherung,
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dass sie den Schaden übernehmen, jetzt warte ich nur noch auf das Netzteil vom
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Audio Interface und muss mir unterwegs mit was anderem behelfen,
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zum Glück liegt hier genug Kram rum der die entsprechende Funktion hat.
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Ja und Wasser im Keller ist ja inzwischen,
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ich will nicht sagen Routine, aber hatten wir schon ein paar Mal,
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da steht schon fast nichts mehr, was nicht wasserdicht wäre auf dem Boden,
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also wir hatten ein paar Strohballen noch für die Hühner ja irgendwann mal gekauft,
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die mussten wir hochstellen,
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das ging aber relativ zügig und war problemlos und da standen irgendwie zwei,
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drei Kartons von irgendeiner Lieferung, die ich noch nicht weggeschmissen hatte.
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Die haben wir schnell in den Flur getan und das hat dann auch gepasst.
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Und dann braucht man halt immer
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so ein, zwei Tage, bis der ganze Kram dann wirklich wieder sauber ist.
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War dann aber alles grundsätzlich okay.
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Der Keller ist wieder trocken, es ist sonst weiter nichts passiert.
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Das ist dann auch immer einfach nur so ein bisschen, ja, inconvenient,
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wollen wir es mal so sagen.
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Das ist eher unschön. Naja, aber hilft ja nichts.
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Muss man halt durch. Und die gute Nachricht ist, wir sollen dann jetzt ein Flutschott bekommen.
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Was ich schon sehr lange immer mal wieder angesprochen habe,
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ist jetzt tatsächlich beauftragt.
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Wir warten jetzt nur darauf, dass die Firma sich meldet, wann sie das einbauen können.
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Und dann soll das jetzt dann demnächst losgehen. Dann haben wir dieses Problem nicht mehr.
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Hoffentlich. Die Einschränkung wollen wir dann noch machen.
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Und ansonsten war ich auf einer Veranstaltung, über die ich sonst nicht wahnsinnig
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viel erzählen möchte, war dienstlich motiviert, aber halt mehr so ein Hintergrundgedöns.
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Es waren Leute aus ganz Deutschland da, von einer größeren Firma,
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die da ein paar Sachen erzählt haben und am Vorabend war dann irgendwie so ein
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Abendessen gemeinsam in einem Brunsbüttler Restaurant direkt auf dem Deich und
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da liefen natürlich Deichschafe um.
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Und das hat alle sehr, sehr fasziniert. Wir haben ständig Fotos gemacht.
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Das Restaurant hat halt so eine Terrasse, die wirklich auf den Deich oben drauf
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ragt, damit man schön über die Elbe gucken kann.
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Und andererseits sind dann natürlich Deichschafe, die dafür da sind,
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das Gras kurz zu fressen und den Deichkörper festzutrampeln,
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also die Erde festzutreten, damit er schön stabil bleibt.
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Und die hatten nun gerade vor kurzem Lämmer bekommen und das war natürlich dann nochmal besonders.
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Die hatten das dann so gemacht, dass die Journalisten immer an den Tischen sitzen
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geblieben sind und für jeden Gang wechselte also die Gruppe von den wichtig-popichtig-Menschen
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den Tisch und dann kamen wir da irgendwie ins Schnacken über die Schafe und
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wie niedlich die doch wären und so weiter und da sagte eine Frau zu mir:
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„Aber wo sie sich so gut auskennen, da muss ich jetzt mal was fragen.“
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„Hat mir die Taxifahrerin vorhin erzählt, dass die Deichschafe hier zwei lange“
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„und zwei kurze Beine hätten. Stimmt das denn?“
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Da habe ich sie angeguckt. „Ja klar, stimmt das. Das ist evolutionär bedingt.“
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„Die stehen den ganzen Tag am Hang und das hat sich so ausgebildet.“
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„Aber das ist inzwischen eben auch ein logistisches Problem, dass eben alle 14“
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„Tage ein Tiertransporter von Nord nach Süd fährt, weil dadurch,“
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„dass die auf einer Seite die Beine länger haben als auf der anderen,“
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„können die halt nur in eine Richtung gehen, sonst würden sie ja umfallen.“
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Ich glaube, die Person, die die Frage gestellt hat, hat verstanden, dass ich Quatsch mache.
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Aber neben mir saß eine Kollegin, die zumindest kurz überlegt hat,
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ob das nicht möglicherweise sogar sein könnte.
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Und falls ihr auch überlegt: das ist natürlich Quatsch. Denn Schafe haben Knie
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und sie bewegen sich nicht nur in eine Richtung, sondern in ganz unterschiedliche.
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Wir haben die Eissaison eröffnet, haben am Freitag spontan entschieden,
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wir fahren jetzt nach Eckernförde und essen Eis.
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Und da waren wir am Strand bei Jannis Eis und es gab für mich einen leckeren
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Amarena Becher, der wirklich sehr, sehr gut war, aber halt auch arschteuer,
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wollen wir ehrlich sein.
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Also 9 Euro für einen Eisbecher mit 4 Kugeln, Sahne, bisschen Soße.
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Junge, Junge, also viel Eis werden wir nicht essen dieses Jahr. So viel steht fest.
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Weil es hier Thema war und weil ich es auch wichtig finde, auch darüber zu sprechen,
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habe ich mir noch notiert: Christian Ulmen hat vor Gericht mit seiner Klage
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gegen den Spiegel keinen Erfolg gehabt.
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Er hatte mit seiner Anwaltskanzlei gegen die Berichterstattung geklagt und die
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ist zu einem sehr, sehr überwiegenden Teil völlig in Ordnung.
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So wie sie war, wie sie ist, muss nur in einigen wenigen Details abgeändert werden.
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Der Spiegel hat das nochmal aufgegriffen, hat das nochmal erklärt,
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wo die Sachen sind, die ihnen jetzt untersagt werden.
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Was ich dabei besonders interessant finde, ist der eine Absatz,
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nämlich da steht drin, dass die Pressekammer es für zulässig hielt,
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dass der Spiegel den Verdacht verbreitet hat, dass Ulmen speziell auch Deepfakes
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an andere verschickt hat, die vermeintlich seine damalige Frau Collien Fernandes zeigen sollen.
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Und da schreibt der Spiegel, und das lese ich jetzt vor: „es ist bemerkenswert,“
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„dass er vor Gericht und über die Öffentlichkeitsarbeit seiner Anwälte gegen“
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„einen Verdacht vorgegangen ist, den der Spiegel so gar nicht explizit berichtet hat.“
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„Nun bekommt er vom Gericht attestiert, dass eben dieser Verdacht besteht und“
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„auch berichtet werden darf.“
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Und das stand da so nicht drin, das konnte man aber reinlesen,
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auch das ist Thema in dem Artikel, denn was er offenbar gemacht hat oder der Vorwurf ist,
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dagegen ist er auch nicht vorgegangen, dass er Pornovideos verschickt hat,
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die den Eindruck erwecken sollten, dass sie Collien Fernandes zeigen.
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Also insofern da schon mal ein kleiner Erfolg.
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Nichtsdestotrotz ist auch relativ klar, so verstehe ich die Berichterstattung
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insgesamt über den Fall.
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Also da ging es ja nur um die Berichterstattung in dieser Klage.
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Der eigentliche Tatvorwurf wird aber ja erst noch verhandelt.
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Und das dauert auch noch eine Weile, weil die Staatsanwaltschaft da noch ermitteln muss.
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Und da sind die Chancen jetzt ein bisschen schlechter geworden,
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weil die spanische Gerichtsbarkeit gesagt hat: „Hier sind wir nicht zuständig.“
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„Nur weil die beiden hier zeitweise einen Wohnsitz hatten, kann man das Verfahren“
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„hier nicht führen, weil die Taten eben im deutschsprachigen Teil des Internets“
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„stattgefunden haben und zum Teil eben auch gar nicht hier unbedingt begangen worden sind.“
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So und da kommt dann jetzt das nächste noch mit dazu. Ursprünglich hat in Deutschland
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die Staatsanwaltschaft in Itzehoe ermittelt, weil Collien Fernandes eben in deren
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Zuständigkeitsbereich mal gewohnt hat und die haben jetzt das Verfahren abgegeben nach Berlin.
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So und dann insgesamt muss man ja sagen, Collien Fernández hatte ihre Klage in
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Spanien eingereicht, weil es da eben ein funktionierendes Gesetz gegen digitale
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Gewalt gibt, was wir in Deutschland halt nicht haben.
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Und weil es dort eben auch spezialisierte Gerichte und Staatsanwaltschaften
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gibt, die sich mit solchen Fällen beschäftigen.
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Das heißt, mit so einer vergleichsweise unklaren Beweislage,
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wie sie offenbar besteht, dürfte sie es schwer haben, ihr Recht durchzusetzen.
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So zumindest jetzt mal mein Laienurteil, aber ich fand es wichtig darüber zu
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sprechen, dass also die Klage von Christian Ulmen gegen die Berichterstattung
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über diesen Fall im Wesentlichen abgewiesen worden ist.
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Und dann habe ich noch eine Podcast-Empfehlung zum Schluss, nämlich „Reclaim Tic-Tac-Toe“.
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Das ist ein Podcast, den der Bayerische Rundfunk produziert und darin geht es
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eben darum, wie relevant Tic-Tac-Toe waren.
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Und vieles davon war mir in dem Ausmaß überhaupt gar nicht klar.
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Gut, als die ihre Hochzeit hatten, war ich halt irgendwie, weiß ich nicht,
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14, 15, 16 sowas um den Dreh herum.
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Und ja, Tic-Tac-Toe waren da präsent und die liefen im Radio und ich habe die
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auch gehört, glaube ich, zumindest einige von den Songs.
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Oder ich war zumindest nicht genervt, wenn es irgendwo lief.
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Aber was die für deutsche Rap-Musik und insbesondere für deutsche Musikerinnen
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und Künstlerinnen für einen Einfluss hatten,
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Das wird in der ersten Folge dieses Podcasts schon sehr schön dargestellt.
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Also zum Beispiel auch die eine von den No Angels, ich habe den Namen schon
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wieder vergessen, sagte, dass es für sie einfach ein Offenbarungsmoment war,
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dass da junge Frauen mit brauner Haut und dunklen Augen und dunklen Haaren auf
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der Bühne standen und erfolgreich waren.
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Dass das für sie überhaupt gar nicht im Bereich des Möglichen war vorher.
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Ja, das und wie die aufgetreten sind und über Konsens gesprochen haben und darüber,
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dass es eben wichtig ist, ein Kondom zu tragen, wenn man einen One-Night-Stand
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hat und wie sie das eben auch vorgetragen haben.
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Laut, aggressiv, mehr geschrien als gesungen. Das wird da sehr,
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sehr deutlich gemacht, was das für ein Gewinn war damals. Und ich mochte auch,
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wie die Folge produziert ist. Also audiomäßig ist das wirklich ein großer Genuss.
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Habe jetzt gerade Folge 2 runtergeladen. Die ist noch einige Stunden in meiner Playlist entfernt.
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Aber der Auftakt, der war schon sehr, sehr geil.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Katharina Reiche als Bundeswirtschaftsministerin
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zurücktreten sollte, bis sie das tut oder bis eine weitere Folge erscheint von
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Jörn Schaars feinem Podcast: Alles Gute.
Mit Bezug auf diese Episoden:
Das Kleingedruckte:
Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 10.05.2026 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz . Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme „, CC-BY-SA)
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