0:00:10–0:00:15
Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaas feinem Podcast Episode 278.
0:00:15–0:00:17
Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
0:00:18–0:00:22
Alter war das eine Woche. Sechs Frühdienste in sechs Tagen.
0:00:23–0:00:26
Es ging los am Sonntag und endete am Freitag.
0:00:26–0:00:33
Und weil ich am Sonntagmorgen und am Montagmorgen jeweils in Kiel arbeiten sollte,
0:00:33–0:00:38
habe ich gedacht, schlau wie ich bin, ziehe ich den Wohnwagen einfach zu unserem
0:00:38–0:00:40
Stammcampingplatz nach Kiel-Falkenstein.
0:00:41–0:00:45
Den Platz kennen wir, den mögen wir, da sind wir sehr regelmäßig und dachte
0:00:45–0:00:50
ich, super easy, hab aber zum Glück vorher angerufen und die sagten gleich, nee,
0:00:51–0:00:55
das wird nix, da sind wir voll also hab ich gedacht, okay, kein Problem,
0:00:55–0:01:01
man kann von dem Strandabschnitt unterhalb des Campingplatzes am anderen Fördeufer
0:01:01–0:01:06
einen Campingplatz sehen, Möltenort, rufst du da an da war aber auch voll und,
0:01:07–0:01:10
dann kriegte ich langsam so ein bisschen Muffensausen, hab dann nochmal so die
0:01:10–0:01:12
Karte aufgesoomt und habe gesehen, okay,
0:01:13–0:01:17
Näher ran an Kiel kommst du nicht mehr und habe also in der Nähe von Laboe noch,
0:01:18–0:01:22
zwei weitere Campingplätze angerufen, die auch gleich abgewunken haben und dann
0:01:22–0:01:25
am Schluss doch noch einen bekommen in Stein.
0:01:25–0:01:30
Nachbarort von Laboe und alles weitere zu diesem Campingplatz hört ihr in der
0:01:30–0:01:33
nächsten Folge vom Camping Caravan Podcast.
0:01:33–0:01:37
Ja, vielleicht noch so viel. Also es war total nett. Ich kam da an,
0:01:37–0:01:42
habe festgestellt, okay, so wie mein Wohnwagen stehen müsste für diese Parzelle,
0:01:42–0:01:44
da kann ich den nicht reinrangieren, weil es einfach sehr eng war.
0:01:45–0:01:48
Kamen sofort zwei Leute gesprungen, die gesagt haben, wir fassen mit an,
0:01:48–0:01:49
wir schieben den da rein.
0:01:49–0:01:52
Brauchst dir keinen Stress machen. Das war super easy.
0:01:52–0:01:56
Und auch so der Tag auf dem Campingplatz, das war alles super.
0:01:56–0:02:03
Sonntagmorgen auch. Ich war halbwegs ausgeschlafen, habe dann gerade ein Foto
0:02:03–0:02:08
davon gepostet bei Twitter, wie ich schön vor dem Wohnwagen sitze und frühstücke,
0:02:08–0:02:11
kurz vor sechs. Mein Dienst begann um sieben.
0:02:11–0:02:15
20 Sekunden später fing es an zu regnen. Also wieder alles reingeräumt,
0:02:16–0:02:20
drin gefrühstückt und dann los zum Dienst. Das war relativ unspektakulär.
0:02:20–0:02:26
Ein normaler Dienst, den ich da mache. Einfach so Zuarbeit für die Nachrichtenredaktion.
0:02:26–0:02:30
Sachen mal eben recherchieren, wenn ein Korrespondentenbericht von irgendwo
0:02:30–0:02:34
auf der Welt reinkommt, den auf unsere Länge einkürzen, weil die halt in der
0:02:34–0:02:39
Regel für die Infoformate gedacht sind und wir eben meistens nur ungefähr die Hälfte davon spielen.
0:02:40–0:02:44
Also ein völlig normaler Tag. Und ich bin dann sehr gemütlich rausgefahren.
0:02:44–0:02:49
Genau, ich habe noch was gegessen, hatte noch was zum Mittagessen und war dann
0:02:49–0:02:52
wirklich drei Minuten vor der Mittagspause auf dem Platz.
0:02:52–0:02:56
War richtig stolz auf mich, Ich habe mein Kram gepackt, bin ausgestiegen in
0:02:56–0:03:00
den Wohnwagen rein, habe mich gerade eben ins Bett gelegt für die Mittagstunde,
0:03:01–0:03:05
kam da ein Wolkenbruch unter mein Lieberschwan. Also quasi die doppelte Punktlandung.
0:03:06–0:03:10
Ich habe nämlich noch überlegt, stelle ich den Wagen einfach vor dem Campingplatz
0:03:10–0:03:14
auf den Parkplatz und gehe die paar Meter zu Fuß und das hätte ich nicht geschafft.
0:03:15–0:03:19
Also wenn ich nicht so super pünktlich angekommen wäre, wäre ich richtig, richtig nass geworden.
0:03:20–0:03:25
Nach Mittagsschlaf war dann das Wetter wieder Bombe, war total gut.
0:03:25–0:03:30
Bin dann erstmal einkaufen gefahren, dank Bäderregelung geht das ja. Ich habe mich also,
0:03:32–0:03:36
nach Laboe in den Edeka orientiert und noch ein paar Sachen eingekauft,
0:03:36–0:03:40
die mir ausgegangen waren, die ich einfach nicht genug dabei gehabt habe,
0:03:40–0:03:41
so Frühstückskram und so.
0:03:42–0:03:49
Und bin dann abends nochmal in die Stadt reingefahren, habe mir da schönen Burger
0:03:49–0:03:51
geholt bei Johns Burger Box.
0:03:53–0:03:58
In der Gutenbergstraße habe ich gesessen. Es ist einfach der beste Burger,
0:03:58–0:04:01
den ich weit und breit finde.
0:04:02–0:04:06
Da kommt einfach nichts dran. Der ist einfach super lecker.
0:04:06–0:04:11
Und weil ich viel mehr nicht mehr zu tun hatte, bin ich dann also wieder zum
0:04:11–0:04:15
Campingplatz gefahren, habe dann den Wagen wirklich draußen abgestellt, weil am nächsten Morgen
0:04:15–0:04:20
müsste ich um 5 im Büro sein und das Fahrverbot auf dem Campingplatz geht bis
0:04:20–0:04:21
6.30 Uhr, was ich sehr sinnvoll finde.
0:04:22–0:04:27
Und habe mir dann noch ein Bierchen aufgemacht, das hatte ich noch im Wohnwagen
0:04:27–0:04:29
und konnte dann einfach nicht einschlafen.
0:04:29–0:04:31
Bis irgendwann so gegen Mitternacht.
0:04:33–0:04:35
Und da dachte ich, okay, jetzt kommst du langsam an den Punkt,
0:04:36–0:04:39
Kannst es nochmal versuchen. Also ich hatte natürlich schon mehrfach irgendwie,
0:04:39–0:04:45
mich anders hingelegt und noch einen Podcast angemacht und den Sleep Timer verlängert.
0:04:46–0:04:47
Und es ging und ging nicht.
0:04:49–0:04:51
Und dann war ich irgendwann so kaputt, dass ich gedacht habe,
0:04:51–0:04:55
okay, jetzt schläfst du gleich ein und in dem Moment höre ich aus dem Zelt nebenan ein Schnarchen.
0:04:55–0:04:58
Das war nicht schön.
0:04:59–0:05:02
Das war wirklich nicht schön und der kam echt durch alles durch.
0:05:02–0:05:06
Ich habe den Podcast dann schon so laut gemacht, dass ich schon wusste,
0:05:06–0:05:10
dass ich allein deswegen nicht einschlafen könnte. Ich hatte ein zweites Kissen,
0:05:10–0:05:15
was auf meinem Kopf lag als Lärmschutz, aber auch das hat nicht geholfen.
0:05:19–0:05:23
Ich habe dann gedacht, ach komm, dann gehst du nochmal ein paar Schritte vor
0:05:23–0:05:27
die Tür, genießt mal den Sternenhimmel, kannst ja eh gerade nicht schlafen und
0:05:27–0:05:29
dann war es im Endeffekt, wird es wohl irgendwie eins gewesen sein,
0:05:30–0:05:33
bis ich dann im Bett war oder bis ich dann wirklich geschlafen habe.
0:05:33–0:05:38
Entsprechend verbacken war ich dann Montagmorgen, habe also im Wohnwagen gefrühstückt,
0:05:38–0:05:42
weil es irgendwie so ein bisschen, ach draußen war es einfach nicht schön,
0:05:42–0:05:47
habe ansonsten einen ganz angenehmen, ruhigen Dienst gehabt,
0:05:47–0:05:52
das war völlig in Ordnung und war dann so gegen 20 vor 11 am Wohnwagen,
0:05:52–0:05:55
habe schnell aufgeräumt, was zum Mittag gegessen, hatte ich schon alles
0:05:55–0:06:00
soweit vorbereitet, musste ich nur noch zusammenwerfen und aufessen.
0:06:01–0:06:05
Dann habe ich endgültig abgebaut und war um 11.30 Uhr vom Platz.
0:06:05–0:06:09
12 Uhr hätte ich auschecken müssen. Also das hat wirklich sehr,
0:06:09–0:06:11
sehr gut funktioniert alles.
0:06:11–0:06:15
Die Nachbarn haben dann noch beim Rausschieben und Anhängen geholfen.
0:06:15–0:06:16
Das war auch wieder super.
0:06:16–0:06:20
Und da war ich um Viertel nach eins am Montag zu Hause.
0:06:21–0:06:28
Kurz eine Stunde Siesta gemacht und dann kam einer der Husumer Pastoren vorbei,
0:06:28–0:06:30
der hier seine Radiokirche aufzeichnen wollte.
0:06:31–0:06:37
Also es gibt ja immer so im NDR den gesegneten Abend und da ist dann,
0:06:38–0:06:42
also normalerweise machen die das in den NDR Studios in Kiel,
0:06:42–0:06:44
Flensburg, Heide, Lübeck oder Norderstedt.
0:06:45–0:06:51
Und die sind aber gerade wegen Corona für den Publikumsverkehr soweit geschlossen,
0:06:52–0:06:55
dass die sich andere Optionen suchen müssen und,
0:06:55–0:07:00
zumindest für die Husimmer KollegInnen meiner Frau biete ich das dann hier natürlich gerne an.
0:07:02–0:07:05
Das haben wir dann noch gemacht, haben da abends noch zusammengesessen, das war ganz nett.
0:07:06–0:07:10
Dienstag dann den Heider Frühdienst sozusagen von zu Hause aus gemacht,
0:07:10–0:07:13
das war auch eigentlich Tagesgeschäft, das war einigermaßen ruhig bis auf den
0:07:13–0:07:16
Anstieg bei den Corona-Zahlen im Kreis Dithmarschen.
0:07:17–0:07:20
Das war dann doch noch so ein bisschen stressig, weil wir da irgendwie,
0:07:20–0:07:24
also wir hatten die Informationen, das musste halt alles nur schnell auf die
0:07:24–0:07:28
Antenne und schnell gemacht werden und dann noch den Wohnwagen in die Werkstatt gefahren,
0:07:29–0:07:33
weil da der Blinker und das Bremslicht irgendwie so wackelig waren.
0:07:33–0:07:35
Das war mir auf der Heimfahrt aufgefallen.
0:07:37–0:07:42
Und bin nachmittags dann über Heide nach Wacken gefahren, weil ja eigentlich,
0:07:43–0:07:46
in dieser Woche das Wacken Open Air gewesen wäre, das nicht stattfinden durfte.
0:07:47–0:07:50
Und da wollten wir halt einfach mal gucken, wie geht es eigentlich den Wackenern
0:07:51–0:07:54
jetzt zum ersten Mal seit 30 Jahren ohne Radau im Dorf?
0:07:55–0:07:58
Was macht das mit dem Dorf? Und was sagen die Leute, die da wohnen und arbeiten?
0:07:59–0:08:03
Das war tatsächlich ganz nett. Ein paar schöne Gespräche geführt,
0:08:03–0:08:06
auch mit dem Bürgermeister. Und das war richtig gut.
0:08:07–0:08:11
Das habe ich dann abends noch produziert. Es sollten also mehrere Berichte in
0:08:11–0:08:13
den Nachrichten laufen und auch ein längeres Stück.
0:08:13–0:08:17
Was ganz überraschend, was dann auch bei SWR 3 gelaufen ist.
0:08:18–0:08:21
Die haben dann auch nochmal gefragt, ob wir da was hätten und haben sich das
0:08:21–0:08:24
schicken lassen. Fand ich ja auch mal richtig nice.
0:08:25–0:08:29
Denn also normalerweise, wenn Wacken ist, dann bin ich halt nahezu in der gesamten
0:08:29–0:08:31
ARD irgendwann mal zu hören.
0:08:31–0:08:35
Aber selbst wenn Wacken nicht ist, klappt das. Und das ist natürlich total schön.
0:08:36–0:08:38
Entsprechend müde war ich dann am Mittwochmorgen in Kiel.
0:08:39–0:08:43
Also ich bin dann, weiß nicht, wann war ich denn fertig? Es war wirklich sehr
0:08:43–0:08:47
spät und deutlich nach meiner normalen Bettgezeit und mit Frühdienst gehe ich
0:08:47–0:08:51
ja immer noch ein bisschen früher ins Bett, zumal, wenn ich morgens mit dem Auto dahin fahre.
0:08:53–0:08:58
Naja, es war aber in Kiel dann stressig genug, um keine Langeweile zu haben.
0:08:58–0:09:01
Wir haben dann nochmal das ganze Corona-Thema durchgekaut,
0:09:02–0:09:06
und es sollte dann noch einen Artikel geben, also die Leute von Wacken Open
0:09:06–0:09:12
Air haben ja dieses Wacken Worldwide veranstaltet mit Magenta 360 von der Telekom
0:09:12–0:09:14
da dieses Ding, so ein Streaming-Kram.
0:09:14–0:09:19
Wir haben also eine Mischung gemacht aus voraufgezeichneten Konzerten,
0:09:19–0:09:27
die speziell dafür produziert wurden, aus alten Konzertmitschnitten und Live-Auftritten in einem Studio,
0:09:28–0:09:30
das super modern war.
0:09:31–0:09:36
Die Musiker standen live auf einer Bühne, hatten da ganz normal ihre Scheinwerfer,
0:09:36–0:09:39
ihre Pyro, ihre Nebelmaschine, ihre Monitorboxen und, und, und.
0:09:39–0:09:44
Aber die Bühne war keine richtige Bühne, sondern im Prinzip waren das zwei LED-Bildschirme.
0:09:44–0:09:48
Also der Boden ist ein großer LED-Bildschirm von über 70 Quadratmetern und hinter
0:09:48–0:09:57
ihnen so ein curved 8K UHD LED-Bildschirm, auf den irgendwelche Sachen eingeblendet werden können.
0:09:57–0:10:02
Also sprich, man kann da eine virtuelle Bühne bauen und um sie herum,
0:10:02–0:10:04
um diese Bildschirme herum, wurde dann auch noch was eingeblendet.
0:10:05–0:10:11
Aber halt nicht mit der Greenscreen-Technologie, die man normalerweise in Studios
0:10:11–0:10:14
mit virtuellen Hintergründen findet, sondern eben mit einem LED-Bildschirm.
0:10:14–0:10:16
Das heißt, die Leute, die auf dieser Bühne stehen, sehen wirklich,
0:10:16–0:10:17
was um sie herum passiert.
0:10:17–0:10:23
Und weil man diesen Greenscreen nicht hat, dieses Keying also entfällt.
0:10:24–0:10:28
Keying heißt, du hast einen Farbton, das ist eben heutzutage grün.
0:10:28–0:10:30
Früher war es ein Bluescreen, heute nimmt man grün.
0:10:31–0:10:35
Dann wird also digital dieser Farbton durch was anderes ersetzt.
0:10:36–0:10:39
Deswegen, früher als es noch Blue Screen gab, da durftest du halt nichts Blaues
0:10:39–0:10:43
tragen, weil du dann eben vielleicht nur ein schrebender Kopf mit ein paar Händen
0:10:43–0:10:46
warst, wenn du im Blaumann da aufgelaufen bist. Und das macht man jetzt also heute nicht mehr.
0:10:47–0:10:50
Aber der Green Screen bietet eben nicht so viele Möglichkeiten.
0:10:50–0:10:53
A, sehen die Leute nicht, was um sie herum passiert. B, kannst du keine Pyro-
0:10:53–0:10:58
und keine Nebeleffekte einsetzen, auch kein Glitter, weil du dann diesen Farbton
0:10:58–0:11:02
für die Kamera verändern würdest und dann funktioniert das Keying nicht mehr. Also nehmen Sie das.
0:11:03–0:11:07
Wohl eine Weltpremiere, hat man in der Form wohl noch nie irgendwie für Musik-Event benutzt.
0:11:08–0:11:12
Und da war eine Menge richtig geiler Scheiß dabei. Also ich habe ein bisschen
0:11:12–0:11:19
reingeguckt, nicht alles davon war mein Fall musikalisch, aber so vom Effekt
0:11:19–0:11:20
her fand ich das schon ziemlich geil.
0:11:21–0:11:25
Und auch sonst die vorproduzierten Konzerte, da war zum Teil,
0:11:25–0:11:30
also Foreigner haben irgendwie aus ihren jeweiligen Heimstudios gespielt.
0:11:30–0:11:33
Das sah aus wie ein Zoom-Call, das hat mich jetzt nicht abgeholt.
0:11:33–0:11:38
Aber Deine Cousine und auch Rage fand ich total geil, die halt an sehr ausgefallenen.
0:11:39–0:11:45
Orten gespielt haben. Rage in der Höhle und Deine Cousine auf einer Hafenbarkasse
0:11:45–0:11:47
im Hamburger Hafen und sind da durch den Hafen getuckert.
0:11:47–0:11:50
Das hat natürlich einfach enorm viel Charme gehabt.
0:11:51–0:11:54
Wie dieses Mixed Reality Studio
0:11:54–0:11:59
funktioniert, da sollte ich also einen Online-Artikel drüber schreiben.
0:11:59–0:12:04
Er ist aber nicht zustande gekommen, weil es nicht ausreichend viele technische
0:12:04–0:12:09
Informationen für uns gab, die uns mitgeteilt wurden. Es gab dann später ein
0:12:09–0:12:12
Feature, das sie selber produziert haben, wo sie diese Technik erklärt haben.
0:12:13–0:12:15
Aber es gab halt auch keine Fotos von dieser Bühne oder sowas.
0:12:15–0:12:17
Das heißt, wir konnten das nicht bebildern.
0:12:19–0:12:24
Und dementsprechend ist das nach meinem Kenntnisstand unverzüglich wieder abgesagt
0:12:24–0:12:28
worden, was echt doof war, weil einerseits habe ich da,
0:12:29–0:12:32
relativ viel Arbeit mitgemacht, um irgendwie aus dem bisschen,
0:12:32–0:12:34
was wir hatten, noch irgendwie was rauszuholen.
0:12:34–0:12:39
Und andererseits war an dem Tag halt der große Corona-Stress.
0:12:40–0:12:45
Ich hätte also sehr gut die KollegInnen im Studio unterstützen können,
0:12:45–0:12:50
aber ich habe halt gesagt, ich habe diesen Auftrag hier und das war halt auch
0:12:50–0:12:52
einfach, ich hätte auch was sagen können, ja komm, wir sagen den Text von vornherein
0:12:52–0:12:58
ab und ich gehe da mit ins Rennen und unterstütze damit, weil da doch sehr viel
0:12:58–0:13:00
aufgelaufen ist, was da zu machen war.
0:13:00–0:13:03
Aber naja, trotzdem konnte ich dann am Abend den Camper schon wieder abholen
0:13:03–0:13:06
und war dann entsprechend auch sehr früh im Bett. Also ich bin dann auch auf
0:13:06–0:13:09
ein Zahnfleisch gegangen. Es ist jetzt nicht so, dass es irgendwie so eine Woche
0:13:09–0:13:12
spurlos an mir vorüber geht und wir sind erst beim Mittwochabend.
0:13:13–0:13:17
Donnerstagmorgen ging es nämlich weiter. Es gab so viele Anforderungen zu dem
0:13:17–0:13:20
ganzen Corona-Thema, was noch gemacht werden sollte.
0:13:21–0:13:24
Also habe ich dann mich entschieden, doch ins Studio zu fahren,
0:13:24–0:13:28
weil es sich irgendwie leichter anfühlte, das von dort zu machen.
0:13:30–0:13:35
Ich kann zwar auch hier Live-Gespräche führen, mich auch von hier mit einer
0:13:35–0:13:38
Windows-Version der legendären Mupro-App ins Programm schalten,
0:13:38–0:13:41
das funktioniert alles ganz toll, aber…
0:13:42–0:13:47
Am Ende ist es halt auch einfach mein Windows-Rechner, der hier steht mit meinem
0:13:47–0:13:52
Kram, wo ich einfach weiß, es kann ja durchaus auch mal sein, dass da was schief geht.
0:13:52–0:13:57
Und im Studio geht da nichts schief. Das ist einfach so.
0:13:57–0:14:00
Also ich muss halt hier, muss ich mich aktiv irgendwo einwählen,
0:14:00–0:14:01
muss aktiv irgendwas tun.
0:14:02–0:14:05
Im Studio muss ich nur ein paar Regler aufziehen und zwei Knöpfe drücken und
0:14:05–0:14:09
bin sozusagen mit den Gesprächspartnern richtig verbunden, weil es eben jemanden
0:14:09–0:14:13
im Schaltraum gibt, der die richtigen Verbindungen herstellt. Da geht nichts schief.
0:14:14–0:14:18
Und alle Informationen kommen verlässlich genau da an und nicht,
0:14:18–0:14:21
ich muss sie mir erst irgendwo noch rausfischen aus einem E-Mail-Ordner,
0:14:21–0:14:24
der sich nicht selbstständig aktualisiert und wo ich vielleicht denke,
0:14:24–0:14:26
so komisch, die Infos kommen gar nicht.
0:14:27–0:14:31
Und deswegen war es einfacher, das so zu machen. Konsequenterweise bin ich dann
0:14:31–0:14:34
auf dem Heimweg im Zug eingeschlafen, das nichts Ungewöhnliches ist,
0:14:34–0:14:38
das habe ich häufiger, weil ich auch weiß, dass ich an jeder Station wach werde und so war es auch.
0:14:38–0:14:43
Der Zug hielt an, ich werde wach, alles klar, Lunden, weiterschlafen, Friedrichstadt, okay,
0:14:44–0:14:47
schlafe wieder ein und bin dann wirklich richtig tief und fest nochmal weggenickt
0:14:48–0:14:49
auf den letzten 10 Minuten Fahrt,
0:14:50–0:14:54
mache die Augen auf, der Zug steht, ich gucke mich um, oh Gott, Husum,
0:14:55–0:14:58
raffe mein Kram zusammen, renne raus, verheddere mich noch im Ladekabel,
0:14:58–0:15:02
das irgendwie in der Steckdose eingesteckt war, dann lag irgendwie der Stecker,
0:15:02–0:15:04
also das Kabel hing dann an mir runter und an meinem Telefon,
0:15:04–0:15:06
der Stecker lag aber irgendwo unterm Sitz da.
0:15:07–0:15:11
Also ich bin da sehr panisch und sehr chaotisch rausgehetzt aus dem Zug,
0:15:12–0:15:16
stehe dann auf dem Bahnsteig und packe meinen Kram irgendwie raff,
0:15:16–0:15:19
raff, raff zusammen und dann dauerte das aber noch vier Minuten,
0:15:19–0:15:20
bis der Zug wirklich losfuhr.
0:15:21–0:15:23
Ich muss ziemlich verbacken und merkwürdig ausgesehen haben,
0:15:23–0:15:26
aber meistens interessieren sich Menschen ja nicht für andere Leute.
0:15:27–0:15:31
Dann habe ich mich ein bisschen hingelegt, habe den Tag irgendwie versucht zu
0:15:31–0:15:34
überstehen und bin dann nachmittags doch nach Kiel gefahren,
0:15:34–0:15:38
weil am Freitag dann der letzte Frühdienst für diese Woche stattfinden sollte
0:15:38–0:15:39
und da habe ich also bei meinen Schwiegereltern übernachtet,
0:15:40–0:15:45
die eine Campingliege für mich haben in diesem Fall und da habe ich dann halt
0:15:45–0:15:48
nur irgendwie zehn Minuten Fahrt, wenn überhaupt,
0:15:49–0:15:51
anstatt anderthalb Stunden.
0:15:52–0:15:58
Da in Kiel war dann Tagesgeschäft, war ich müde wie drei und war sehr,
0:15:58–0:16:01
sehr froh, dass ich dann irgendwann zu Hause war.
0:16:02–0:16:07
Wir haben aber dann noch eine Tour in den Baumarkt gemacht und das war sehr
0:16:07–0:16:12
gut, denn wir wollten ja für den neuen Grill auch noch einen Pizzastein haben.
0:16:12–0:16:16
Denn es gibt eine Aussparung in dem Rost, wo man einfach so ein rundes Stück
0:16:16–0:16:19
rausnehmen kann von dem Rost und kannst da einen Pizzastein reinlegen.
0:16:19–0:16:23
Der war aber seit Wochen da schon nicht vorrätig.
0:16:23–0:16:27
Und weil eben auch der Grill nicht mehr dastand, den wir gekauft haben,
0:16:27–0:16:30
konnten wir jetzt nicht zu einem Baumarktmenschen gehen und sagen,
0:16:30–0:16:34
hier, guck mal, in diese Aussparung muss unser Pizzastein reinpassen. Bestell den mal.
0:16:35–0:16:38
Das war abgesehen davon auch keiner da. Also haben wir einfach mal im Regal
0:16:38–0:16:43
geguckt und sahen dann einen rechteckigen Pizzastein, der ungefähr so groß ist wie ein Backblech.
0:16:43–0:16:46
Und den haben wir mitgenommen. Und das war vermutlich total schlau,
0:16:46–0:16:48
denn mehr Platz heißt ja auch immer mehr Pizza.
0:16:48–0:16:52
Haben wir gleich abends ausprobiert mit dem Pizzakit. War total geil.
0:16:53–0:16:59
Gestern dann nochmal mit selbstgemachtem Pizzateig. Das hat auch super gut funktioniert.
0:17:00–0:17:03
Also beste Anschaffung bis jetzt. Total gut.
0:17:04–0:17:07
Und Kajak fahren waren wir auch noch. Wir waren in Friedrichstadt.
0:17:07–0:17:09
Habt ihr vielleicht bei Twitter gesehen.
0:17:10–0:17:14
Wir sind einfach mal spontan rübergefahren. Das ist ja nicht weit,
0:17:14–0:17:15
das ist ja direkt um die Ecke.
0:17:15–0:17:19
Und Friedrichstadt ist ja so ein nettes kleines Holländer-Städtchen mit Grachten
0:17:19–0:17:22
und da kannst du halt Kanus und Tretboote und Kajaks ausleihen.
0:17:23–0:17:26
Und dann sind wir da ein bisschen durch die Stadt gepaddelt,
0:17:27–0:17:33
Stunde, anderthalb sowas, bevor wir dann abends eben die Pizza gegessen haben. Sehr schön.
0:17:34–0:17:39
Was auch sehr, sehr großartig war, ich habe ein weiteres Lego-Set von Tobias
0:17:39–0:17:43
bekommen, und zwar so ein kleines Forschungs-U-Boot mit Schatztruhe und Hammerhai.
0:17:46–0:17:50
Und dieses Ding steht hier drauf, Supporting National Geographic Explorers.
0:17:51–0:17:54
Das ist doppelt geil, ich habe es ja schon mal erwähnt,
0:17:54–0:17:59
von Tobias habe ich ja auch ein anderes Lego-Set bekommen, einen großen weißen
0:17:59–0:18:02
Hai, auch mit einer Schatztruhe und so einem Krebs noch dazu.
0:18:03–0:18:08
Und das Coole ist vom, die wohnen jetzt zusammen alle, weil nämlich der große
0:18:08–0:18:11
weiße Hai sieht im Maßstab zu dem Hammerhai aus wie ein Megalodon.
0:18:12–0:18:14
Ich stelle euch ein Foto rein, es sieht super aus.
0:18:16–0:18:19
Ich habe das meiner Frau erzählt und das hat mich auch sehr gefreut,
0:18:19–0:18:23
weil sie dann sagte, ja, ich liebe dich echt.
0:18:23–0:18:28
Und das fand ich schön, dass sie das auch ab und zu einfach mal so anlasslos sagt.
0:18:29–0:18:32
Fantastisch. Ansonsten habe ich mich noch gefreut über eine Auphonic-Spende
0:18:32–0:18:35
von einem anonymen Wohltäter.
0:18:37–0:18:42
Und als Nachricht dazu war einfach nur ein ganz großartiger Insider-Joke,
0:18:42–0:18:43
der aber unter uns bleibt.
0:18:44–0:18:48
Jedenfalls habe ich enorm gekichert. Vielen, vielen Dank, wer immer du auch bist.
0:18:49–0:18:53
Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Horst Seehofer als Bundesinnenminister zurücktreten sollte.
0:18:53–0:18:56
Bis das passiert oder bis hier eine weitere Folge von Jörn Schaars feinem
0:18:56–0:19:00
Podcast erscheint, wünsche ich euch eine fantastische Zeit. Auf Wiederjörn.
2 Kommentare zu „JSFP278: Viel #vielzufrühdienst“
Moin Moin aus Lübeck…..
Du hast aber einen ganz schönen Sprung mit den Episoden gemacht…. von 277 auf 288 😉
Gruß
Carsten
Au verflixt, da hatte ich mich vertippt. Danke für den Hinweis!