JSFP540: Videotelefonie im öffentlichen Raum

Ärger und Freude über Menschen und Assoziationsketten mit den „Masters of the Universe“. Oder so.

Die Dauer der Episode 0:18:02Diese Episode erschien am 5. April 2026 um 14:41Downloads 282 Downloads
Mit dabei: Gesche
Gesche
kurze Gesangseinlage

ÜberGewicht-Podcast   Gesches Insta   Gesche bei Mastodon   Gesche bei Bluesky   Hashtag Gastteenie  
Auphonic Credits  

 
Ich habe jetzt endlich eine Strategie gegen Menschen, die im öffentlichen Raum auf Lautsprecher telefonieren: Einfach mal genau so rumschreien, wie der Typ aus „Trigger Happy-TV“ mit dem riesigen Nokia-Telefon. Neben Wohnwagenschrauberei hatte ich Epiphanie-ähnliche Momente mit Internetgedöns und meinem Handy, habe mich mit hervorragenden Menschen zum Hotdog-Essen in Dänemark getroffen und nehme euch mit in die Assoziationsketten-Welt in meinem Gehirn, in dem ein einziger Reiz Verknüpfungen zu allerhand dummen Quatsch auslöst. Und die Herzdame singt noch was.

Diese Episode hat 11 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 1 Minuten und 38 Sekunden lang.

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Shownotes:

Im Vordergrund ist ein dänischer Hotdog mit Gurken drauf zu sehen, der in einer kleinen Papiertüte steckt und von einer Hand vor die Kamera gehalten wird. Dahinter erkennt man unscharf den Parkplatz, ein Haus und die Ochseninseln. Die Sonne scheint und am Himmel sind einige kleine Wolken.

 

Transkription der Episode anzeigen

Jörn
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 540.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Vorige Woche nach der Aufnahme sind wir noch ein bisschen spazieren gegangen,
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beziehungsweise wir sind erst gefahren und dann spazieren gegangen.
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Wir sind nämlich zum Obsthof Stubbe gefahren. Ich glaube, dass ich hier davon schon erzählt hatte.
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Das ist ein Obsthof, wie der Name schon sagt.
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Also sprich, im Herbst kann man da selber Obst pflücken und im restlichen Jahr,
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und auch in dieser Zeit, wenn das Obst da zu pflücken ist, kann man da auch
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hervorragend Kuchen essen mit Blick auf die Schlei.
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Das haben wir gemacht, weil die auch jetzt länger zu hatten wegen Betreiberwechsel
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und wir natürlich sowas hier in unserer Region unterstützen möchten,
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wenn jemand leckeren Kuchen anbietet.
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Ich meine, Hallöchen, da müssen wir da sein, das ist ja wohl vollkommen klar.
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Und haben dann noch gedacht: „Ach komm, wir gehen noch ein bisschen spazieren“
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und sind einmal über die Lindaunis-Brücke gelaufen, rüber nach Angeln, und
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haben da uns ein bisschen umgeguckt, weil wir eigentlich gedacht haben,
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wir möchten mal wieder gerne ins Landarztcafé.
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Das ist aber halt wegen der Brückensperrung in Lindaunis jetzt eine ziemliche Reise.
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Man muss dann über Kappeln fahren, das sind fast 40 Kilometer bis dahin.
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Und eigentlich, wenn die Brücke okay wäre, dann wären es halt irgendwie fünf oder sechs Kilometer.
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Dann sind wir so rüber gelaufen und haben so geguckt und dann konnten wir es
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tatsächlich von kurz hinter der Brücke auch schon sehen und haben gedacht:
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„Ja okay, also es ist jetzt wirklich nicht mehr weit.“
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„Wir könnten dieses kleine Stück auch noch gehen“, aber wir hatten zu dem Zeitpunkt
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ja schon Torte gegessen.
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Ein zweites Stück Kuchen, ja, sollte man eigentlich nicht „Nein“ sagen,
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aber war trotzdem nicht an dem Tag dran.
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Und deswegen haben wir da nur ein bisschen rumgeguckt und sind dann wieder zurückgegangen.
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Ansonsten hatte ich diese Woche wieder einmal, ich rege mich da regelmäßig drüber
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auf, und ich habe jetzt wirklich die Schnauze voll.
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Ich stand in Kiel in einem Rewe an der Kasse und neben mir telefonierte eine
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Frau nicht nur auf Lautsprecher, es war auch ein Videocall.
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Also mir war das einfach wahnsinnig unangenehm, dass ich ständig das Gefühl
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hatte, bei ihr im Hintergrund auftauchen zu können.
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Ich habe ganz kurz überlegt, ob ich hier Hasenohren machen soll,
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so mit zwei Fingern, fand das dann aber doch ein bisschen übergriffig und dann
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habe ich mich, also ich habe mich einfach die ganze Zeit geärgert,
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habe nichts gesagt und bin aus dem Laden rausgegangen und war den Rest des Tages
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schlecht gelaunt und ich bin es auch immer noch, wenn ich daran denke.
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Dann fiel mir aber ein, eine Fernsehcomedy, ich glaube, es muss so in den 90ern
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gewesen sein, „Trigger Happy TV“.
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Das war einfach komplett Anarcho-Comedy im öffentlichen Raum,
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wo heimlich gefilmt wurde, wie Leute darauf reagieren, dass jemand etwas total Unpassendes macht.
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Und ein Segment darin war so ein Typ, der hatte einfach ein riesiges Nokia-Telefon.
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In der Größe von so einem tragbaren Subwoofer im Prinzip.
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Also auch mit einem richtig massiven Griff hinten am Rücken,
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mit dem man das Ding festhalten konnte, weil es halt einfach viel größer ist
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als eine menschliche Hand und man muss da irgendwie noch einen extra Griff dran machen.
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Und der saß dann immer irgendwo und dann kam dieser typische Nokia 3310 Klingelton.
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Und dann ist er mal aufgestanden und hat unfassbar laut in dieses Telefon geschrien.
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(schreit) „Hallo? Nein? Ich bin in der Bücherei.“
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(schreit) „Wahnsinnig leise hier, total entspannt.“
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Ich verlinke euch das in den Shownotes. Es war sensationell damals.
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Ich habe es geliebt als Jugendlicher.
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Und ich liebe es auch immer noch, habe ich gemerkt, als ich danach gesucht habe
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und es tatsächlich finden konnte bei YouTube. Es gibt eine ganz tolle Compilation in zwei Teilen.
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Ich verlinke nur den ersten Teil, den zweiten findet ihr selber.
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Es wiederholt sich halt
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dann auch irgendwie. In einem Segment ist er in Holland bei einer Grachtentour
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und sitzt da in diesem Boot ganz hinten zurückgelehnt und schreit in dieses
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Telefon: (schreit) „Nein, ich bin in Holland!“
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(schreit) „Nein, richtig scheiße! Überall nur Käse!“
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Das ist eigentlich das ganze Segment. Die Leute lachen sich halt vollkommen
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kaputt und schütteln nur den Kopf, weil sie es überhaupt nicht einordnen können,
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weil sie natürlich auch nicht wissen, dass sie gerade im Fernsehen sind.
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So, lange Geschichte, kurze Pointe: Ich will das jetzt auch machen.
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Ich habe es mir fest vorgenommen. Ich mache das jetzt im öffentlichen Raum.
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Wenn jemand wie diese Frau im Supermarkt neben mir steht, ich fange einfach
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an zu telefonieren und übermäßig laut zu telefonieren.
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Ich werde nicht so rumschreien wie dieser Typ, aber ich werde einfach neben
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dieser Person stehen und sehr laut erzählen: „Nein, nein, ich bin gerade im Supermarkt.“
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„Ach Quatsch, nee, störst nicht. Erzähl mal, was hast du denn?“
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Und mich dann über irgendwas aufregen,
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was eine fiktive Person mir gerade erzählt. „Hat er nicht gemacht.“
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„Ich glaube es ja wohl nicht.“ Irgendwie sowas.
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Das ist eigentlich der Plan. Das möchte ich machen.
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Ich freue mich jetzt schon drauf. Naja, so, andere Geschichte:
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ich habe es glaube ich auch schon mal erzählt hier, wir haben keine Apotheke
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mehr im Dorf, sondern nur noch ein Bedienterminal im Supermarkt.
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Also halt so ein Terminal mit einem relativ großen Bildschirm,
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wo man eben sein Medikament aussuchen kann und, wie gesagt, ich hatte erwähnt,
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dass ich da ein Datenschutzproblem mit habe, weil ich davon ausgehe, dass das
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Supermarktpersonal, das hinter mir Lottoscheine und Zigaretten verkauft,
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während ich an diesem Terminal stehe, eben sehr genau sehen kann auf diesem wahnsinnig
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großen Monitor, dass ich gerade nach Durchfallmedizin suche,
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und mir den Namen des Produkts nicht merken kann und da ständig irgendwelchen Scheiß eingebe.
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Aber das Geile ist, die haben halt auch eine App und einen Online-Shop.
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Also ich habe bisher immer mit der App oder dem Online-Shop bestellt,
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aber halt so rezeptfreie Sachen.
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Und ich bin sicher, ihr coolen Internet-People da draußen kennt das schon längst,
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diese Woche habe ich damit das erste Mal ein E-Rezept eingelöst und ich war
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komplett weggeflasht, wie einfach das ging!
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Und zwar muss man einfach nur in dieser App die Zugangsnummer der Krankenkassenkarte
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eingeben, dann kriegt man eine Zwei-Faktor-SMS und dann scannt man die Karte per NFC ein.
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Sieht in der App die Rezepte, die vom E-Rezept da drauf gespeichert sind und
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kann dann sofort sagen: „Alles klar, alles in den Warenkorb übernehmen“ und dann
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kommt der Botendienst und bringt das irgendwie drei Stunden später nach Hause. Das ist fantastisch.
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Das ist also Bombe, wie gut das funktioniert hat. Und andere Geschichte,
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ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie einfach das ist, Thunderbird auf seinem Handy zu installieren!
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Klar, das ist ja leicht, aber das halt auch mit dem Gelöt auf dem PC zu synchronisieren.
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Also wie konnte ich denn jahrelang ohne das leben? Es war ja tatsächlich die Unkenntnis darüber,
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dass das so einfach geht, der Hauptgrund, weswegen ich für so viele Dienste
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meine Google Mail Adresse benutze, weil ich halt immer dachte:
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„Okay, dafür muss ich aber echt Mails auf dem Handy empfangen können.“
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Und es war halt wirklich, auch hier wieder, ihr coolen Internet-People wisst
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das schon ganz lange und ich bin jetzt irgendwie der Letzte in der Party:
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Man installiert sich diese App und dann kann man in Thunderbird oder in meinem
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Fall in Betterbird einfach einen QR-Code generieren, den man mit der Thunderbird-App
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auf dem Handy einscannt und dann hat man alle Einstellungen einfach so übernommen.
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Wie geil! Also es hat irgendwie zwei Minuten gedauert.
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Wahnsinn! Und wenn ich es richtig verstanden habe, werden dabei sogar Filtereinstellungen
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und solche Sachen übernommen.
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Also irre. Oh, hier kommt die Herzdame rein.
Gesche
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Bock, Bock, Bock, Bock, Chicken.
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on a bock, bock, bock, Banana!
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Bock, bock, bock, bock, chicken
0:07:36–0:07:39
in a bock, bock, bock, bandana
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Bock, Bock, Chicken, on a bock, bock banana in a bock, bock, bock, Bandana!
Jörn
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Du musst mir erst den Link schicken, damit ich das verlinken kann,
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damit die Leute wissen, worum es geht. Ja, die müssen das aber auch sehen.
Gesche
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Worum es geht, ist doch ganz einfach.
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Es geht um Bock, Bock, Bock, Bock, Chicken.
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Eine Bock, Bock, Bock, Banane. Ich gehe jetzt zum Taufgespräch. Tschüss.
Jörn
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Viel Spaß. Tschüssi!.
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Ja, gut, völlig normaler Tag in der Casa Chasa.
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Ich habe mich wahnsinnig gefreut diese Woche.
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Ich höre ganz wenig ja sowas wie Zeitzeichen oder sowas, aber ich weiß,
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dass das einfach supergeile Geschichten sind, die da immer zutage kommen.
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Und deswegen habe ich mich doppelt gefreut über die Ausgabe vom 1.
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April, den April-Scherz dieses Jahr, wo sie erzählen, dass Erich Honecker 1986
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Disneyland besucht hat.
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Und sie haben dann irgendwie einen Wissenschaftler, der erzählt,
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dass in der chilenischen Version von „Bares für Rares“ seine Aufzeichnungen von
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diesem Besuch in Disneyland aufgetaucht sind.
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Und sie werten das eben aus, haben natürlich noch einen Zeitzeugen dabei,
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der da Reiseleiter war und selbstverständlich auch den Übersetzer,
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den Erich und Margot dabei hatten.
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Das Schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass man halt so, also mir ging es so,
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weil ich eben kein regelmäßiger Zeitzeichenhörer bin, habe ich das halt nicht
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so verinnerlicht, aber ich habe halt dieses Zeitzeichen gehört,
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auf Empfehlung, und habe so zwei Drittel lang gedacht: „Das ist ja eine tolle“
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„Geschichte! Also irre, was es für Zufälle gibt, dass sie das rausgefunden haben.“
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Und dann dachte ich: „Moment mal.“
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Also sowohl der Wissenschaftler, der sich mit Forschung zu Erich Honecker beschäftigt,
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als auch der vermeintliche Übersetzer,
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die sind einfach so, wie sie sprechen, viel zu Entertainer-mäßig.
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Und stellt sich raus, ja, wenn man in die Shownotes guckt, dann sieht man es.
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Der Wissenschaftler ist Ralf Kabelka, Satiriker, Comedian, wie auch immer.
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Und der Übersetzer weiß ich gar nicht mehr.
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Aber das ist halt einfach unfassbar witzig und sensationell gut gemacht.
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Und ja, ich verlinke das, hört euch das einfach an, das ist wirklich fantastisch.
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Ich habe sonst am Wohnwagen endlich mal wieder ein bisschen was gemacht.
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Wir hatten ja letztes Wochenende, ich habe davon erzählt, die Saison eröffnet
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und das ist ja immer so die erste Tour.
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Das war auch so der Sinn des Ganzen, mal schon mal rausfahren,
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um zu gucken, was funktioniert noch, wo müssen wir bei.
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Und ich hatte das auch schon in der 10 Jahre Camping-Caravan-Podcast-Episode angedeutet.
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Unser Bett ist ja immer noch kaputt von letztem Sommer.
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Und da habe ich jetzt mal zumindest eine Notlösung gemacht. Das Problem ist
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ja, dass der Rahmen auseinander geht und dass dann die Latten vom Lattenrost rausfallen.
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Und ich habe jetzt also im Baumarkt ein Brett zuschneiden lassen,
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was natürlich nicht komplett die Form hat.
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Das ist ja kein rechteckiges Bett, sondern da ist ja so eine Schräge drin.
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Das wiederum geht im Baumarkt nicht.
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Aber er sagte: „Ich schneide Ihnen“
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„das so rechteckig zu, dann müssen Sie ja gucken, wie Sie es abschneiden.“
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Und ich hatte mir vor ewigen Zeiten mal eine Handkreissäge gekauft und ich weiß
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im Nachhinein gar nicht mehr, weswegen, aber die stand halt hier noch.
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Und meine Güte, ist das ein geiles Gerät! Also ich war total begeistert.
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Das ist erstmal Akkubetrieben, es passt der gleiche Akku rein wie in unseren Rasenmäher.
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Also fantastisch, ich musste nichts aufladen, easy.
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Und natürlich nagelneue Handkreissäge, das geht natürlich durch so ein Stück
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Pappelfurnier durch wie Butter. Aber es hat fantastisch funktioniert.
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Es fühlte sich wahnsinnig cis-heteronormativ an. In den 90ern hätte ich gegrunzt,
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wie der Typ aus „Hör mal, wer da hämmert“.
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Und jetzt haben wir halt zumindest so ein bisschen eine Versicherung,
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dass man nicht sofort mit dem Hintern im Kofferraum unter dem Bett landet,
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wenn der Rahmen wieder auseinander geht.
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Nichtsdestotrotz müssen wir den immer noch festmachen lassen,
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denn das traue ich mir nicht zu. Mein Vater hat mir schon irgendwelche Links
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zu Baubeschlägen geschickt.
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Vielleicht ginge das auch, aber da sind ja auch noch Dübel drin.
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Und ich weiß nicht, kenne mich nicht aus mit sowas. Ich lasse das dem Fachmann machen.
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Aber erst nach dem Urlaub. Als ich schon dabei war am Wohnwagen,
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habe ich dann auch diesen Tür-Schnupsi ersetzt. Das ist ja so ein Halter.
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Wohnwagentüren haben so einen kleinen Schnupsi halt, der an der Wohnwagenwand
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in einen anderen Schnupsi einrasten kann und dann bleibt die Tür auf.
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„Türhalter“ wahrscheinlich heißt das Ding. Keine Ahnung, ich habe das durch Zufall
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im Vorbeigehen im Baumarkt gesehen als Ersatzteil und habe gedacht:
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„Ach richtig, das brauchte ich ja“, habe es gleich mitgenommen.
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Und es hat mich enorm gefreut, dass das Ersatzteil, das neue Teil,
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was ich gekauft habe, genau auf das bestehende Dings draufgepasst hat.
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Ich musste nichts neu bohren, es sieht nicht scheiße aus und es ist alles genau
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so eins zu eins, nur halt eben in neu und hält jetzt wieder.
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Denn auch das ist ein Problem aus dem letzten Urlaub. Wir haben ja in Norwegen
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gestanden auf dieser Vogelinsel.
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Und da war es eben enorm windig. Und wir haben mehr als einmal die Tür vom Wohnwagen
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vor den Kopf gekriegt, weil wir die halt aufgemacht haben.
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Und eben so dachten wir in diesen Schnupsi eingerastet.
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Aber der hielt ja nicht mehr. Und dann hat also jede kleine Windböe die Tür wieder zugeschlagen.
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Und wenn man da dann gerade den Kopf rausgestreckt hat, dann hat es eben kurz wehgetan.
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Ja, diese Folge erscheint ja am Ostersonntag und an Karfreitag haben wir schon
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mit mehreren Leuten eine jahrealte Tradition, dass wir zum Hotdog-Essen nach Dänemark fahren.
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Früher immer zu Annis Kiosk und seitdem die verstorben ist, da hatte ja dann
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ganz kurz mal jemand den Kiosk übernommen.
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Das war ihre Schwester Bente, die dann aber da rausgegangen ist,
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um 200 Meter weiter einen Imbisswagen zu übernehmen, der eigentlich mal Konkurrenz war.
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Dann sind wir immer da hingegangen weil halt es in der Familie bleiben sollte
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und jetzt ist Annis Kiosk wieder offen wird aber von einer von einem Konzern betrieben,
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und Bente ist auch inzwischen im Ruhestand aber dieser Imbisswagen „Det Lille
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Pølzerhus“ (ich kann kein Dänisch aussprechen ich muss mal Dänisch lernen wenn
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man bedenkt wie häufig wir da sind) also dieser Imbisswagen wird jetzt von sehr
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netten Menschen betrieben und da fahren wir da immer hin,
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Da ist sowieso immer gute Stimmung, weil die Leute in dem Wagen so gut sind,
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so nett sind und wir treffen uns halt seit ewigen Zeiten mit Leuten,
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die früher alle mal zur Kieler Twitteria gehört haben.
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So 2009, 2010, da haben wir uns auch relativ regelmäßig gesehen,
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irgendwo, dass wir zusammen zur Kieler Woche gegangen sind oder uns mal so irgendwo
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in der Kneipe getroffen haben oder im Restaurant.
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Und das waren eigentlich immer so ganz, ganz nette,
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so einfach ein schöner, angenehmer Kreis von Menschen mit ähnlichen Interessen und das ist halt das,
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was übrig geblieben ist, dass wir an Karfreitag uns beim Hotdog-Essen in Dänemark
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treffen und so auch diesmal und das waren einfach ein paar sehr nette Stunden
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und ich bin dann anschließend noch kurz zu Superbrugsen in Bov gefahren,
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das ist so sechs, sieben Kilometer entfernt von dort und habe dort einige Leute
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wieder getroffen. Und das war natürlich dann ganz fantastisch.
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Also ich habe mich da einfach sehr gefreut und das ist einfach ein schönes Ritual
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geworden an Karfreitag, diese netten Menschen zu treffen und da eine gute Zeit
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mit denen zu verbringen.
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Zum Schluss dieser Episode möchte ich euch noch mitnehmen in mein Gehirn.
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Ich bin sicherlich nicht der Einzige, dem das so geht, aber ich finde,
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man muss darüber sprechen, um das zu normalisieren.
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Assoziationsketten ist das Thema. Ich hatte gleich mehrere. Und das ging damit
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los, dass ich kürzlich den Trailer für den neuen „Masters of the Universe“-Film gesehen habe.
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Keine Ahnung, wer da mitspielt. Das ist halt so eine Realverfilmung dieser 80er
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Jahre „Barbie-Puppen-für-Jungs“-Spielzeugserie, zu der es ja auch Comicserien
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gab im Fernsehen und wie gesagt eben eine Menge Spielzeug.
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Das war der heiße Scheiß damals bei uns.
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Und mein Gott, war man beliebt, wenn man Schloss Greyskull hatte oder die Burg
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von Skeletor. Wie hieß die denn noch? Ist auch egal.
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Jedenfalls dieser Trailer ist furchtbarer Schmutz, finde ich.
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Auch weil das ganze Special Effects Department da komplett durchgedreht ist.
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Und jetzt muss ich kurz, jetzt fängt nämlich die erste Assoziationskette schon an.
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Es gab nämlich vor Urzeiten mal im hessischen Rundfunk eine Radiocomedy.
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Und ich weiß gar nicht, ob die ursprünglich aus dem HR war oder nicht von irgendjemand anderem.
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Die hieß „ich bin de Batman“. Und das war so ein Typ, der mit so einem,
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ich würde sagen Pfälzer Dialekt und einem leichten Sprachfehler auf dem Mofa
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angeknattert kam und sagte: „Ich bin the Batman.“
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Und dann kam, nachdem er seinen Spruch aufgesagt hat, noch ein anderer Typ,
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auch mit dem Mofa angeknattert, hat den gleichen Spruch aufgesagt,
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auch die gleiche Stimme, weil Radiocomedy in Deutschland immer selber Sprecher.
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Er sagt dann den gleichen Spruch „Ich bin der Batman.“ Und dann haben die zwei
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sich gestritten, warum der eine auf gar keinen Fall der Batman sein kann.
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Und dann war halt irgendwie: „ja, guck dich doch einmal an, was hast denn du für eine Latte dabei?“
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„Dann bist doch du gar nicht der Batman, dann bist doch du der Tor-Man.“
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So, das war der Witz.
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Daran musste ich denken, als ich diesen Trailer gesehen habe.
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Und ich empfehle euch, guckt euch diesen Trailer kurz an. Das sind nur zweieinhalb Minuten.
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Und dann achtet mal in den letzten Sekunden auf diese Kampfszene mit Skeletor.
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Wie He-Mans Gesicht da aussieht, das ist ganz eindeutig nicht der He-Man,
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sondern das ist der KI-Man.
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So, Assoziationskette Nummer 1. Aber das ist noch nicht alles und vor allem
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noch nicht das unterhaltsamste aller möglichen Enden dieses Podcasts.
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Denn mir ist unabhängig von diesem Trailer auch das chemische Zeichen für Helium begegnet.
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Und jetzt muss ich immer kichern bei dem Gedanken, wie der HE-Man klingt.
Einspieler
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(He-Man auf Helium) „Bei der Macht von Grayskull. Ich habe die Kraft.“
Jörn
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Abgesehen davon bin ich der Meinung,
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dass Katharina Reiche als Wirtschaftsministerin zurücktreten sollte.
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Bis sie das tut oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars
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feinem Podcast: Alles Gute.

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 04.04.2026 aufgenommen und am 05.04.2026 veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören sind: Jörn, Gesche (kurze Gesangseinlage) Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw („Jenny’s Theme„, CC-BY-SA)

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