JSFP001: Podcast-Workshop, Facebook und Dschungel

Es muss mehr gepodcastet werden und das mache ich jetzt.

Die Dauer der Episode 0:32:46Diese Episode erschien am 25. Januar 2014 um 14:34

 
Zwei Podcasts reichen mir noch nicht, ich möchte auch wöchentlich podcasten. Den 1. Kieler Podcast-Workshop habe ich mir als einen hervorragenden Starttermin überlegt, denn so kann ich einerseits den Workflow von Plugin-Einrichtung bis Veröffentlichung zeigen und andererseits schon mal vorab ein paar Hörer und Retweets billig abgreifen. 🙂 Also hier hauptsächlich zum Zeigen die erste Ausgabe von Jörn Schaars feinem Podcast, die nächsten Folgen erscheinen dann immer sonntags und haben dann auch Kapitelmarken, das hätte mir im Rahmen des Workshops zu lange gedauert und ich hatte nicht daran gedacht, das vorzubereiten.

Shownotes:

Transkription der Episode anzeigen

00:00–0:00:10
Music.
0:00:10–0:00:17
Herzlich willkommen zur ersten Folge von Jörn Schaars feinem Podcast. Es gibt ja viel zu wenig Podcasts auf der Welt.
0:00:18–0:00:21
Ich habe zwei, nämlich die Steckdosengespräche und den Haialarm Podcast.
0:00:21–0:00:27
Die kommen mir zu selten raus. Das ist mir zu unregelmäßig und ich möchte gerne was wöchentliches haben.
0:00:28–0:00:31
Um es mit Loriot zu formulieren. Da hat man was Eigenes.
0:00:31–0:00:37
Und deswegen gibt es jetzt ab sofort Jörn Schaars feinen Podcast. Immer Sonntags.
0:00:38–0:00:42
Außer jetzt. Diese erste Folge, die erscheint am Sonnabend. Da komme ich gleich noch zu.
0:00:43–0:00:47
Und es wird immer darum gehen. So, ja, was hat mich die Woche bewegt?
0:00:47–0:01:01
Also Vorbild ist so ein bisschen, was der Kastenfisch macht oder die Hörprobe oder wie heißt das eine Podcast oder ja, also solche Tagebuch Podcast im Prinzip, wo man wöchentlich erzählt, was so los war, was es vielleicht besonderes gab oder oder oder.
0:01:02–0:01:07
Und das möchte ich gerne mal versuchen. Habe ich das auch, ob ich auch immer was zu erzählen habe?
0:01:07–0:01:16
Wollen wir auch mal ehrlich sein, denn die Frage stellt sich selbstverständlich auch immer so Warum erscheint jetzt diese erste Folge nicht am Sonntag, sondern am Sonnabend?
0:01:16–0:01:29
Der Grund dafür ist ein Podcast Workshop, der am Sonnabend in Kiel stattfindet. Am 25 Januar, nämlich ab 10:00 sitzen wir da mit mehreren Leuten zusammen und unterhalten uns einfach über Podcasting.
0:01:29–0:01:33
Sprich was machen wir für Podcasts? Wie machen wir die?
0:01:33–0:01:46
Wie publizieren wir wir? Generieren wir Reichweite? Das einerseits mit Leuten, die aktiv podcasten, die also eigene Podcasts haben und betreiben und andererseits mit Leuten, die sich grundsätzlich dafür interessieren, aber nicht so den richtigen Zugang finden.
0:01:47–0:01:54
Weil es eben auch mit Sebastian Schack jemanden gibt, der sagt, ihm ist das Prinzip oder ihm ist der Workflow des Publishing
0:01:54–0:02:04
nicht so ganz klar, habe ich mir gedacht Mensch, wenn ich sowieso anfangen will mit Jörn Schaars feinem Podcast, dann kann ich das doch im Prinzip zu so einer Art Workshop Inhalt machen.
0:02:04–0:02:10
Und dann spielen wir einfach mal alle Schritte durch von der Installation des Podlove-Plugins bis zum fertigen Produkt.
0:02:10–0:02:19
Und damit ich eben auch was habe, damit ich dann da vor Ort aufzeichnen muss, habe ich mir überlegt, dann mache ich das eben schon mal ein paar Tage vorher. Heute Abend ist Mittwoch.
0:02:20–0:02:25
Es ist jetzt, ich weiß gar nicht. Also, also im Prinzip ist es ja schon den ganzen Tag Mittwoch.
0:02:25–0:02:36
Es ist 20 nach sechs, und das ist jetzt sozusagen meine, meine Vorbereitung auf diesen, auf diesen Workshop, was ich hier mache, dementsprechend vielleicht alles ein paar Tage zu alt, aber mein Gott, es gibt Schlimmeres, hoffe ich.
0:02:37–0:02:47
Das heißt, wenn ich so darüber nachdenke, gibt es tatsächlich was Schlimmeres, nämlich dass man schmerzhaft entdeckt, unbedingt in Zukunft immer eine Back up Aufnahme mitlaufen zu lassen.
0:02:48–0:02:55
Ich nehme nämlich meine Podcasts und eigentlich alles, was ich privat mit dem Thema Audio mache, mit einem Zoom H2 der ersten Generation auf.
0:02:56–0:03:01
Das ist ein ziemlich altes Ding. Wann habe ich das denn gekauft? Das muss 2007, 2008 gewesen sein.
0:03:02–0:03:08
Das kann auch nur, also laut Packungsbeilage es Dekaden bis zwei Gigabyte vertragen.
0:03:09–0:03:16
Ich habe es aber bislang nicht geschafft, was größeres als 500 Megabyte darin zum Laufen zu bringen. Das reicht auch für meine Zwecke völlig aus. Ist überhaupt kein Problem.
0:03:17–0:03:22
Nur manchmal hat dieses Ding eben so ein bisschen, nennen wir es mal Starallüren, würde ich mal so sagen.
0:03:22–0:03:28
Also jetzt in diesem Fall, ich habe diese Folge nämlich schon einmal aufgenommen, hat mich irgendwie eine Dreiviertelstunde gekostet.
0:03:30–0:03:42
Aber dann wollte ich die zur Postproduktion auf mein Notebook ziehen und das Ding sagte, die Datei ist beschädigt und nicht lesbar und nicht so noch mal! Und mein Notebook. So.
0:03:43–0:03:48
Nee, mach mal was richtig. Ist nicht so, das noch mal! Nein, böse.
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Langer Rede, kurzer Unsinn, das hat nicht funktioniert. Und deswegen habe ich mich jetzt, also ein Tag später, noch mal hingesetzt. Und jetzt hoffe ich einfach mal, dass ich noch mal grob zusammen kriege, was ich da alles erzählt habe.
0:04:00–0:04:14
Zum einen ging es um eben diesen Podcast Workshop, den erwähnten. Da freue ich mich wirklich sehr drauf, weil ich mich auch einfach mal ganz persönlich mit ein paar Leuten austauschen möchte, die podcasten, weil das habe ich irgendwie bislang versäumt, weil ich das auch.
0:04:15–0:04:22
Irgendwie habe ich bislang noch nicht mit Podcaster gesprochen. Das heißt doch damals bei irgendeiner Folge Steckdosengespräche mit Jörn Siebeneck auf der auf der republica.
0:04:23–0:04:37
Da ging es aber hauptsächlich um den Mettmob und dass er auch mal Podcasts hat und drüber nachdenkt, das wieder zu tun. Das haben wir erst im Nachgespräch dann rausgefunden, als das Mikrofon schon wieder aus war und das Gespräch war fast interessanter als das, was wir über den Mettmob geführt haben.
0:04:37–0:04:39
Da müssen wir also noch mal gucken.
0:04:40–0:04:48
Also wichtig ist eben wie gesagt, dieser Teil Austausch mit mit Podcaster und auch mal zu gucken, wie sehen das eigentlich andere was?
0:04:48–0:04:56
Es gibt ja schon mit Tim Pritlove jemanden, der gerne ein bisschen Standards in der Podcast Szene definieren möchte. Und es gibt auch die PodUnion, die was ähnliches vorhat.
0:04:58–0:05:02
Und da frag ich mich natürlich muss man da mitlaufen?
0:05:02–0:05:08
Muss man das so machen oder sind das einfach nur Erwartungen, die irgendjemand steckt? Und wo ich auch sagen könnte Leck mich doch.
0:05:09–0:05:17
Grundsätzlich ist denke ich nämlich das genau das der Fall ist. Aber vielleicht geht das ja dann zulasten von Reichweite oder von Hörerzahlen. Wer weiß es? Keine Ahnung.
0:05:17–0:05:23
Deswegen ist es eben wichtig darüber zu sprechen. Und abgesehen davon gibt es eben auch wie gesagt viel zu wenig Podcasts auf der Welt.
0:05:23–0:05:34
Und insofern wird auch dieser Workshop Tag so ein bisschen das Ziel haben, die Einstiegshürde zu verringern. Für die Leute, die sich vielleicht überlegen, wie geht Podcasting?
0:05:35–0:05:42
Und einfach sich noch nicht klar sind, zum Beispiel wie veröffentliche ich ein Podcast, wie kriege ich den in irgendwelche Verzeichnisse rein und und und.
0:05:42–0:05:49
Was gibt es denn überhaupt für Verzeichnisse? Das ist eine gute Idee. Da könnte ich mal ein paar zusammentragen, aber das wissen vielleicht auch die anderen, die da sind.
0:05:49–0:05:53
Und wir schmeißen dann sowieso alle so ein bisschen das in Hut, was wir wissen.
0:05:54–0:06:05
Ich werde jetzt auch gleich noch so und damit schon mal anfangen, meine gesammelte Audio Technik reisefertig zu machen und das mal einzupacken und zusammenzusuchen, was es da so alles gibt, damit wir da auch was habe, das ich so ein bisschen zeigen kann.
0:06:05–0:06:12
So hier, Mensch, das geht auch so, man muss nicht irgendwie das und jenes kaufen, sondern kann sich das auch so ein bisschen zusammen improvisieren.
0:06:12–0:06:15
Mal gucken, was ich da überhaupt alles mitnehme. Das weiß ich noch gar.
0:06:16–0:06:23
Gott, was war los diese Woche? Was gibt es zu erzählen? Wir haben Christoph und ich haben den Haialarm Podcast aufgezeichnet. Das war wieder sehr nett.
0:06:23–0:06:31
Das hat mich auch gefreut, dass wir es jetzt endlich mal geschafft haben, denn es war einfach für mich persönlich ein zu großer Abstand zur Folge zwei.
0:06:32–0:06:35
Das liegt einfach daran, dass bei uns eine Menge passiert ist, privat und beruflich.
0:06:36–0:06:51
Dem man einfach dem, dem wir einfach Rechnung tragen mussten. Und das eben auch die das Abklären der Rechte. Weil wir benutzen da immer so Ausschnitte aus den Filmen und da möchte ich schon gerne vorher wissen, dass ich das auch darf und dass dann nicht irgendwann jemand angesprungen kommt, der mich dafür abmahnt.
0:06:52–0:06:56
Das hat eben auch diesmal deutlich länger gedauert, als ich erwartet hätte.
0:06:57–0:07:02
Da müssen wir auch noch mal sehen, dass wir da so ein bisschen ein bisschen den Abstand ein bisschen verkürzen. Einfach.
0:07:03–0:07:09
Insgesamt war es auch so eine relativ chaotische Folge, da müssen wir sind noch nicht so richtig im Flow, wir beide.
0:07:09–0:07:20
Das war also das erfordert jetzt noch eine Menge Schnippelei und eine Menge, eine Menge Nachbearbeitung. Da muss ich mich auch noch mal irgendwann dransetzen. Ich hoffe, dass ich das in der nächsten Woche dann veröffentlichen kann, das Ding.
0:07:20–0:07:29
Dann muss ich mal sehen, was auch meine Zeit dann einfach hergibt, denn ich muss ja schließlich auch irgendwie meine Rechnungen bezahlen und das erfordert auch einen gewissen Zeitaufwand.
0:07:30–0:07:32
Also dann wollte ich noch unbedingt erzählen.
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Ich habe mich ja auch in Bezug auf den Haialarm Podcast so ein bisschen mit Facebook-Fanseiten beschäftigt. Ich habe schon länger eine Facebook-Fanseite für meine Supermarktkunst, die immer montags und freitags in meinem Blog erscheint.
0:07:45–0:07:54
Und das funktioniert auch so ganz gut. Da brauche ich, da mache ich überhaupt nichts, da kommen auch mittlerweile Einsendungen und das Publikum wächst und immer mehr und zwar langsam, aber stetig.
0:07:54–0:07:58
Es gibt immer mal wieder jemanden, der das, der das liked und der das gut findet.
0:07:58–0:08:03
Das freut mich sehr. Und ich habe gedacht Mensch, jetzt bohren wir das beim Haialarm Podcast mal ein bisschen auf.
0:08:04–0:08:14
Denn es ist so, wenn wenn man bei Facebook so eine Fanseite anlegt für irgendwas, dann fängt Facebook an, ganz schnell noch nerviger zu werden, als es eigentlich strenggenommen sowieso schon ist.
0:08:14–0:08:29
Das heißt, man postet dann irgendwas und dann heißt das, kommt auf einmal so eine Benachrichtigung und man denkt sich Ja, es hat jemand auf Like drückt. Aber nein, das ist dann wieder nur Facebook. Das sagt der Beitrag XY hat mehr Traffic als 95 % der restlichen Beiträge auf deiner Fanseite.
0:08:30–0:08:33
Mach doch Werbung dafür und verstärke diesen Effekt noch.
0:08:34–0:08:39
Und jetzt habe ich mich schon länger dabei ertappt, dass ich gedacht habe Mensch, eigentlich müsstest du das mal ausprobieren.
0:08:39–0:08:45
Und für den Haialarm Podcast habe ich jetzt gesagt Mensch, jetzt bin ich einfach mal vogelwild und nehm einfach mal ein bisschen Geld in die Hand.
0:08:46–0:08:49
Und probier mal diese und diese Werbekampagnen von Facebook aus.
0:08:50–0:08:54
Nicht, dass ich mich da wirklich mit beschäftigt hätte. Vielleicht ist das schon der Fehler gewesen.
0:08:54–0:09:06
Ich habe 8 € am Tag investiert, das Ganze über drei Tage hinweg, und habe dann im ersten Schritt gesagt Ich möchte Likes auf einen Beitrag, nämlich auf die Folge eins generieren vom Haialarm-Podcast.
0:09:07–0:09:14
Das hat grundsätzlich auch geklappt. Diesen Beitrag haben dann dreieinhalbtausend Leute gesehen. Davon haben 20 oder so auf like gedrückt.
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Das habe ich aber nicht gemerkt. In der Server Statistik vom Blog. Also sprich die Leute haben zwar geliked und die Leute haben es auch gesehen, aber sie haben eben nicht auf den Link geklickt.
0:09:26–0:09:30
Das heißt, ich hatte überhaupt nichts davon. Das habe ich relativ schnell eingesehen.
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Und habe dann gesagt okay, dann will ich lieber eine neue Kampagne starten, auch mit 8 € am Tag, um die Reichweite der Seite zu vergrößern. Sprich also, um Likes für die Seite zu generieren.
0:09:44–0:09:55
Das hat grundsätzlich auch funktioniert. Wir haben ja jetzt auf einmal 200 Fans, die auch zum großen Teil eben über diese Werbeanzeige gekommen sind. Und jetzt habe ich so ein bisschen das Problem, dass ich auf Facebook erst mal nichts glaube.
0:09:55–0:10:07
Und als Administrator einer Seite kann man zumindest vielleicht habe ich es auch übersehen, aber man kann da nicht die Leute an die Profile der Leute anklicken, die eine Seite mögen.
0:10:07–0:10:17
Man kann zwar sagen, hier hat jemand auf like gedrückt, jetzt klicke ich da mal drauf. Das funktioniert, wenn ich es richtig verstehe, aber eben nicht aus der Liste derjenigen, die die Seite mögen.
0:10:18–0:10:31
Und ich will mal ganz ehrlich sein, also die Namen von diesen Menschen, die aufgrund dieser Werbeanzeige da auf Like gedrückt haben, die kommen mir gelinde gesagt ein bisschen nach Fake Profilen vor.
0:10:31–0:10:46
Also das sind Namen, wo ich jetzt spontan nicht sagen würde, das ist ein echter Mensch, der sich jetzt da eingehend mit der Seite beschäftigt und sagt Mensch, coole Idee, drücke ich mal auf, gefällt mir das? Ne, sehe ich nicht so richtig.
0:10:46–0:10:59
Und insofern habe ich das dann auch beendet, weil ich gesagt habe Ich lass mich doch hier nicht verarschen und geb mein Geld dafür aus, dass irgendwelche Fake Profile meine Seite mögen. Nein, das will ich nicht und habe also nach drei Tagen insgesamt diese Kampagne beendet.
0:11:00–0:11:06
Und dann ist was passiert. Was mich ganz besonders freut, denn Facebook ist nicht nur nervig, Facebook ist auch noch ein Arsch.
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Vor Tagen diesen Artikel auf T3N.de, dass also der Facebook Newsfeed Algorithmus verbessert wurde und dass jetzt,
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insgesamt 100.000 Faktoren darüber bestimmen, wie sichtbar ein Beitrag ist, wie viel Reichweite ein Beitrag von einer Fanseite hat.
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Im Wesentlichen kann man das runterbrechen auf drei große Faktoren, nämlich einmal die Interaktion mit einem mit einem Status Update, sprich wie viele Kommentare gibt es dann?
0:11:34–0:11:45
Zweiter Punkt ist die, die die positive, das positive Feedback. Also wie viele Leute liken diesen Beitrag und und teilen den möglicherweise auch? Das erhöht natürlich auch die Reichweite.
0:11:46–0:11:52
Und der dritte ist eben Werbung. Wenn ich dafür bezahle, dann sehen die Leute mich, wenn ich jetzt keinen.
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Also wenn jetzt ein Punkt oder mehrere von diesen drei großen Überbegriff sind, nennen wir es mal nicht mehr erfüllt sind, dann geht die Reichweite in den Keller.
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Und wenn man aufhört Werbung zu bezahlen für so eine Fanseite wie zum Beispiel bei anderen Podcasts, dann geht die Reichweite so weit in den Keller, dass die Seite, die die Status Updates, die man da als Administrator so postet, dann noch nicht mal dem Administrator selbst angezeigt werden.
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Und das finde ich ganz ganz großartig. Das heißt ich poste irgendwas, dann muss ich mir wieder mein Profil umstellen, dass ich dann erst als Jörn das Ding benutze und dann muss ich manuell auf die Seite von meinem Podcast gehen und das dann teilen. Und damit es irgendjemand sieht.
0:12:30–0:12:33
Und das ist mehr als unbefriedigend. Das ärgert mich ganz kolossal.
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Das Facebook ist also mit diesen Methoden probiert.
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Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder noch Leute, die über die Seite dann auch tatsächlich auf Haialarm-Podcast.debekommen. Und das ist dann wieder ganz, ganz zufriedenstellend.
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Es könnte schlimmer sein, aber nicht viel. Mir fällt nicht ein, was da jetzt noch nerviger werden könnte an der ganzen Geschichte.
0:12:54–0:13:03
Egal, kommen wir zu was völlig anderem. Ich bin dank der Hörmüpfel, weil ich auf das Blog der Mupfel geklickt habe, bin ich auf den Podhorst aufmerksam geworden.
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Das ist jemand, der klingt irgendwie nach Berlin vom vom Sprechen her und der macht eben auch tägliche Podcasts.
0:13:11–0:13:17
Und auch in dieser Tagebuch Form. Die beiden Folgen, die ich jetzt gehört habe, waren ausgesprochen rantig.
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Und da ging es um die Heizung. Und am tollsten fand ich eigentlich die Folge. Ich glaube es war Montag oder Dienstag.
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Und meine Lieblingsstelle die spiele ich euch immer ein. Ich will meine Heizung dann anschalten wann ich will und flexibel sein und nicht. Das Ding geht um 15:00 an, weil das Ding so programmiert ist, dass es um 15:00 angeht.
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Und wenn man aber schon um 14:00 nach Hause kommt, dann sitzt man um 15:00 in der kalten Hütte.
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Oder wenn man erst um 18:00 nach Hause kommt, dann hat das Ding hier zwei Stunden umsonst geheizt. Weil eine Stunde vorheizen reicht völlig aus.
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Es ist zum Kotzen. Es ist einfach zum Heulen.
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Das geht, das funktioniert. Aber diese scheiß Heizungsfirmen
0:13:54–0:14:00
die, also diese Hersteller, die haben einfach das nicht in petto.
0:14:00–0:14:10
Da irgendwas zu machen und warum? Weil sie an ihrer alten verkackten Mittelalterscheiße aus dem letzten Jahrtausend immer noch Kohle verdienen und es nicht nötig haben mit der Zeit zu gehen.
0:14:10–0:14:18
Die hinken so hinterher wie die Bundesregierung, die letzte Woche Mittwoch das Internet entdeckt hat, ick könnte kotzen! Also Podhorst.de
0:14:18–0:14:21
Da kann man sich das angucken, anhören, was der Podhorst so macht.
0:14:22–0:14:27
Ganz klar eine ganz klipp und klare Empfehlung. Das ist größtenteils sehr, sehr unterhaltsam.
0:14:28–0:14:34
Ich gebe es ganz ehrlich zu Die Folgen sind angenehm kurz. Das sind so fünf sechs Minuten auch mal zehn, die kann man mal schön so nebenbei hören.
0:14:35–0:14:39
Auf dem Weg zum Bus, oder? Keine Ahnung. Und dann? Das stört nicht weiter.
0:14:39–0:14:46
Ich höre mir aber auch nicht jede einzelne Folge davon an, weil es halt auch einfach noch ein paar andere Sachen gibt in meinem Podcatcher, die Gehör finden wollen.
0:14:47–0:14:56
Insbesondere diese Sache mit der Heizung. Das finde ich einfach wahnsinnig witzig, weil das einfach ganz toll erzählt und weil es irgendwie auch ein bisschen Spaß macht, ihm dabei zuzuhören, wie sehr er sich aufregt.
0:14:56–0:15:04
Aufregen ist dann auch schon gleich das Stichwort für den nächsten Punkt, den ich mir notiert hatte, um das zu erzählen, nämlich dieses Video von Julia Engelmann.
0:15:05–0:15:09
Ich bin wahrscheinlich der Vorletzte, der das mitbekommen hat, was, was das war.
0:15:09–0:15:13
Und jetzt ist das ja auch schon wieder mehr als eine Woche her, dieser Hype darum.
0:15:14–0:15:22
Aber trotzdem möchte ich das gerne erzählen. Julia Engelmann, kleines blondes Mädchen, tritt beim Bielefelder Campus Poetry Slam oder wie das Ding heißt auf,
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mit einem Text, der sich an einem Song orientiert One Day, Baby, real world. Und so weiter.
0:15:31–0:15:41
Und da geht es darum, dass man ja so ein bisschen aktiver werden soll und und sich und und Sachen machen soll und rausgehen soll und Geschichten erleben soll.
0:15:41–0:15:47
Und die später, damit man eben was hat, dass man später mal erzählen kann, damit man dann nicht sagt, so, ja, das hätte ich mal besser gelebt.
0:15:48–0:15:50
Meine Lieblingsstelle aus dem Video klingt so.
0:15:51–0:15:55
Ich nehme mir zu viel vor und ich mache davon zu wenig. Ich halt mich zu oft zurück.
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Ich zweifle alles an, ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich. Ich würde gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun.
0:16:08–0:16:12
Meine Liste ist so lang, aber ich werd eh nie alles schaffen, also fange ich gar nicht an!
0:16:13–0:16:18
Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone ratlos auf den nächsten Freitag.
0:16:18–0:16:33
Ach, das mache ich später ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul. Mein Patron ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft mich auf. Mein Dopamin. Das spüre ich immer, falls ich es noch mal brauche.
0:16:33–0:16:39
Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein. Oh, Baby, werde ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
0:16:39–0:16:43
Und jetzt gab es zu diesem Film, zu diesem Video von dem Auftritt.
0:16:43–0:16:54
Das hat sich rasend schnell verbreitet. Irgendwie. Mehr als 3 Millionen Leute haben das bei bei YouTube gesehen, zwar mit einem halben Jahr Versatz, also das Ding war, als es viral ging schon irgendwie ein halbes Jahr alt.
0:16:54–0:17:01
Aber jetzt hat sie eben diesen Erfolg, sage ich mal und wird wahnsinnig bekannter durch und und.
0:17:01–0:17:08
Auch Poetry Slams erfahren dadurch natürlich eine eine sehr gute Bekanntheit, die sie auch verdient haben.
0:17:09–0:17:20
Aber was dann eben auch kommt, das sind dann eben die hämischen Kommentare und die destruktiven Leute, die sagen Ja, scheiße, auftritt, blöder Text und es ändert sich ja sowieso nichts.
0:17:20–0:17:25
Nur weil jemand diesen Text gehört hat, wird er ja nicht anfangen, sein Leben umzukrempeln.
0:17:26–0:17:33
Nur weil jemand dieses Video gesehen hat, wird er ja nicht seinen Job hinschmeißen, den er nicht mag und wird sich irgendwas Neues suchen, um sich selbst zu verwirklichen.
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Da möchte ich einfach sagen Ja und?
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Im Wesentlichen ist das doch ein literarischer Text. Im Wesentlichen geht es doch darum, bei so einem Poetry Slam einen Text vorzutragen, der möglicherweise irgendwie einen persönlichen Bezug hat.
0:17:48–0:17:52
Das ist wahrscheinlich irgendwie ein schönes Goodie, aber ich glaube nicht, dass das Voraussetzung ist.
0:17:52–0:17:58
Also vielleicht hat sie sich selber diese Gedanken gemacht? Keine Ahnung, ich kenne sie nicht. Ich habe auch danach nie wieder was von ihr gehört.
0:17:59–0:18:01
Aber möglicherweise auch nicht.
0:18:02–0:18:09
Möglicherweise wollte sie auch einfach nur einen unterhaltsamen Text schreiben und den schön vortragen. Bei so einem Poetry Slam. Kann ja sein.
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Für mich geht es bei diesem Text, bei diesem Video also der Grund, dass ich das Mag, dass ich das.
0:18:15–0:18:22
Dass ich es gut finde, liegt einzig und allein in der Art des Vortrags und wie sie den den Text geschrieben hat.
0:18:22–0:18:34
Ich meine, mein Patron ist ein Schweinehund, ist einfach eine saugeniale Formulierung, weil die ganz viele, viele Sachen einfach summiert. Und ich kann mich da sofort ich erkenne mich da sofort wieder.
0:18:35–0:18:39
Wenn ich nicht in ganz vielen Sachen mein eigener Patron es wäre, dann wäre es ein Schweinehund. Auf jeden Fall.
0:18:41–0:18:45
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich. Dass ich mehr oder weniger aktiv sein werde. Ich.
0:18:47–0:18:57
Könnte mich zwar mehr bewegen, ich könnte zwar weniger auf der Couch sitzen und stumpf in den Fernseher starren, aber ich finde eben auch gerade das stumpf auf der Couch sitzen und in den Fernseher starren.
0:18:58–0:19:04
Ganz oft auch so wahnsinnig entspannend. Und das hat auch mit Schweinehund besiegen nichts zu tun.
0:19:05–0:19:13
Sondern für mich geht es darum, mal von den ganzen Aktivitäten, die mein Job mit sich bringt und die wir sonst so noch haben, da einfach mal von runterzukommen.
0:19:13–0:19:21
Denn ich glaube einfach, dass es auch ganz wichtig ist für die, für die Psycho-Hygiene, dass man sich einfach mal hinsetzt und einfach mal stumpf gegen die Wand oder den Fernseher starrt.
0:19:23–0:19:28
Denn Geschichten. Geschichten gibt es auf jeden Fall. Geschichten erleben wir immer wieder.
0:19:28–0:19:35
Man glaubt, man hat immer irgendwas zu erzählen. Man endet dann vielleicht irgendwann in 30, 40 Jahren damit, dass man immer wieder die gleichen Anekdoten erzählt.
0:19:35–0:19:40
Dass man in so einer, weißt du noch damals Schleife gefangen ist. Ja, aber. Mein Gott.
0:19:41–0:19:45
Dann ist immer noch Zeit. Wann? Was? Ich. Ich muss das nicht.
0:19:46–0:19:50
Ich will das. Wollte das eigentlich auch ursprünglich jetzt gar nicht in so einer epischen Breite erzählen.
0:19:50–0:20:02
Ich finde einfach diesen Text gut, den sie gemacht hat. Ich finde andererseits interessant, dass auch andere Slammer sich dazu gemeldet haben, gesagt haben Na ja, der Text war tatsächlich eher mittelmäßig und der Vortrag eher durchschnittlich.
0:20:02–0:20:07
Sie hat es auch bei diesem Slam überhaupt nicht ins Finale geschafft. Sie ist nach dem das mit dem Ding dann rausgeflogen.
0:20:09–0:20:16
Aber dass das da jetzt so eine Welle von gemacht wird mit solchen höhnischen und und aggressiven Kommentaren, das finde ich sehr, sehr schade.
0:20:17–0:20:20
Und das ärgert dann.
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Das führt letztlich dazu, dass Leute wie Julia Engelmann sich möglicherweise nicht mehr öffentlich hinstellen und irgendwelche Texte vortragen.
0:20:27–0:20:31
Beziehungsweise, dass eben die Texte, die da vorgetragen werden, noch weiter abflachen.
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Und dass man eben nichts Persönliches mehr reinbringt. Oder nur noch Spurenelemente davon. Das kann es ja auch nicht sein.
0:20:38–0:20:45
Ansonsten, und das ist eine so grandiose Geschichte, ich bin grundsätzlich ich bin ja ein großer Freund von Ich bin ein Star holt mich hier raus!
0:20:45–0:21:00
Das Dschungelcamp auf RTL, das ist so ziemlich die einzige Trash TV Sendung, die ich mir bewusst angucke und wo ich mich auch, wo ich auch versuche, mich freizuschaufeln, wo ich sage, das möchte ich gerne sehen. Der ganze andere Mist der geht mir wirklich auf den Keks.
0:21:00–0:21:15
Bauer sucht Frau und Frauentausch und und hier DSDS und diesen ganzen Casting Unsinn oder Polit Talkshows mit Lanz, das könnt ihr alles, das ist alles eine Soße, das brauche ich nicht, das will ich nicht. Aber den Dschungel, den finde ich geil.
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Ich will da auch gar nicht drüber diskutieren, ob das jetzt, was man da jetzt sehen kann in so einem Dschungelcamp Ding und wie.
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Ob das Unterhaltung ist oder ob das menschenverachtend ist.
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Da darf sich und soll sich gerne jeder seine eigene Meinung darüber bilden.
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Ich persönlich finde es gut. Ich gucke mir das gerne an und ich finde es dann immer sehr sehr schade, wenn ich es vielleicht aus aus job technischen Gründen oder weil ich anderweitig verhindert bin, nicht schaffe, so eine Folge dann anzugucken.
0:21:43–0:21:56
Dieses Mal finde ich es eben noch viel, viel beeindruckender, weil ich finde, dass diese achte Staffel, die jetzt gerade aktuell läuft auf RTL, dass die unglaublich viel sehenswerter ist. Und das hängt einzig und allein an Larissa.
0:21:56–0:22:04
Larissa ist die Tochter von einem Schweizer Hotelier, Bauunternehmer, Politiker weiß ich nicht mehr irgendwas. Also auf jeden Fall.
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Die ist schon irgendwie mit einem goldenen Löffel im Arsch geboren worden.
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Stinkreich. Gewinnerin von Austrias Next Topmodel und Absolventin von einer sehr berühmten Schauspielschule in New York und auch Teilnehmerin danach von Germanys Next Topmodel.
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Will unbedingt nach Hollywood und man sieht ihr einfach an, wie sie sich so gibt in den ganzen Tag, dass sie halt einfach sich noch nie um irgendwas kümmern musste.
0:22:32–0:22:39
Also ein ganz, ganz verwöhntes kleines Mädchen, das einfach nur ja sieht, die ständig irgendwas sucht.
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Ich glaube, wenn wenn RTL das anbieten würde, einfach ein zehn Tages Zusammenschnitt von den Szenen, wo Larissa irgendwas sucht, was sie verloren hat. Wo ist jetzt mein Rucksack?
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Bittschön, hat mal jemand meine Socken gesehen? Wo sind meine Zigaretten?
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Also, und die schafft es tatsächlich, so ein Chaos, eine Unruhe reinzubringen. Und andererseits schafft sie es aber auch, dass sich andere Kandidaten dann auf einmal um sie kümmern, dass sie sagen Du, ich bewahr mal deine Zigaretten auf, dann weißt du immer, wo sie sind.
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Zum Beispiel, abgesehen von den üblichen hindert sie halt meine Socken an Geschichten. Aber und und und.
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Wenn sie irgendwas nicht kriegt, dann siehste richtig. Kommt die eigentlich eingesprungen die Lippen schippe und geht das Kind so nach vorne und ich will das nicht.
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Aber und und sie fängt dann richtig so ein bisschen an zu trotzen, argumentiert auch dann ganz merkwürdig Das kann ich auch, ich kann das immer nicht.
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Also inhaltlich gar nicht so richtig erfassen, was sie da vielleicht meinen könnte. Wenn Sie, also die, die hat auch so ein bisschen Schwierigkeiten, sich sich auszudrücken. Sie hat zum Beispiel vor ein paar Tagen eine Dschungelprüfung total gut gelöst, diesen Ayers Rock oder wie das Ding hieß.
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Da musste sie an so einem, an so einem künstlichen Felsen entlang von Plattform zu Plattform springen.
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So 20 Meter insgesamt eine Strecke überwinden, am Ende dann jeweils einen Stern nehmen und den wieder zurücktragen.
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Hatte für elf Sterne elf Minuten Zeit und Schwierigkeit war halt. Die Plattformen waren alle sehr klein und die meisten davon haben sich rhythmisch rein und raus bewegt in diesem Berg. Das heißt, sie konnte die nicht immer nutzen.
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Und wenn sie ins Wasser gefallen ist, dann musste sie wieder von vorne anfangen. Der Stern war verloren.
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Diese Prüfung hat sie sensationell gemacht. Da war sie richtig gut. Hat auch. Ich weiß nicht.
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Ich finde, sie hat es irgendwie auf vier Sterne gebracht, was angesichts der Schwierigkeit der Prüfung, glaube ich, ein ganz guter Schnitt ist.
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Und dann kam sie ins Camp und alle waren sauer auf sie, weil sie nur vier Sterne dabei hatte.
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Und sie hat es dann nicht geschafft, die die Schwierigkeit dieser Prüfung zu erklären, weil sie so zusammenhängend überhaupt gar nicht das schildern konnte, weil sie halt irgendwie, weil sie ständig von irgendwas abgelenkt war,
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und sei es irgendwie, dass da irgendwo eine Spinne rum krabbelte oder irgendwas.
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Und dann ist sie halt auch einfach. Man muss, das muss man auch fairerweise sagen, dann ist sie halt. Also sie wirkt dann auch in dem, was wir da zu sehen bekommen, von RTL auch einfach mal so dämlich.
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Das tut mir leid. Also man soll ja nicht so was Schlechtes sagen über Menschen. Aber mein Eindruck ist, diese arme Frau ist einfach ein bisschen dämlich, oder? Möglicherweise.
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Sie war ja auf einer sehr guten Schauspielschule, auf der auch Robert De Niro beispielsweise war.
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Vielleicht ist sie aber auch einfach so eine geniale Schauspielerin, dass sie das alles nur spielt.
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Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so unfassbar unstrukturiert und so unfassbar trotzig und und kaputt auch einfach ist.
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Ich glaube, das könnte möglicherweise auch einfach so ein bisschen Masche sein, dass sie sagt Ich, damit kriege ich Sendezeit, wenn ich, wenn ich so bin.
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Denn ich bin auch relativ sicher, dass nach acht Jahren bzw nach acht Staffeln die Kandidaten, die da reingehen, sehr genau wissen, was auf sie wartet.
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Ich sage mir, das ist so ein bisschen, dass das Popstars Prinzip. Erinnert ihr euch noch an die. An die erste Folge von von ProSieben Popstars, als sie hier.
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Hier. Na, wie hießen sie denn da, diese eine No Angels gecastet haben, wie die zum Casting kamen, in Jeans und Pulli kaum geschminkt, die Haare noch einigermaßen hochgesteckt oder zum Zopf zusammengebunden.
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Und wie treten die Leute denn heute bei einer Castingshow an?
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Mit was für Klamotten? Mit wie? Also, mit was für einem krassen Outfit und sonders?
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Das gab es ja am Anfang gar nicht, weil sie halt damals nicht wussten, was auf sie zukommt, was sie erwartet, sondern da gehen wir einfach mal hin und gucken mal.
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Und im Dschungel war es halt so ähnlich. Das hat sich, glaube ich, in den Jahren auch verändert, dass jemand, der sich entscheidet, in den Dschungel zu gehen, dass der sich vorher mal informiert, dass der vorher mal einfach ein paar alte Folgen davon anguckt. Die gibt es ja.
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Dass man ungefähr einen Eindruck davon gewinnt, was da auf einen zukommt, und dass man möglicherweise, wenn man ein guter.
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Einen guten Manager, einen guten Berater hat, dass man da möglicherweise auch eine Strategie ableiten kann Wie schaffe ich es? Mit welchem Verhalten kriege ich es hin, dass RTL mir dann im Schnitt in der sende fertigen Fassung möglichst viel Screentime einräumt?
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Und das eine ist natürlich bei den Dschungelprüfung antreten. Da hat man aber wenig Einfluss drauf.
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Das kann man, das ist halt klar, kann man nur bedingt beeinflussen, indem man vielleicht, wenn man bei einer Dschungelprüfung ist, einfach ganz besonders theatralisch leidet und ganz besonders sich ekelt und,
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und weiß der Geier was macht, um eben beim Zuschauer dieses Hämische auszulösen, zu sagen Haha, der leidet, der findet das scheiße, den wählen wir noch mal rein, das will ich öfter sehen.
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Solche, das ist ja der Mechanismus, der da einfach funktioniert.
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Und ich glaube, dass es eben auch ganz besondere Verhaltensweisen gibt, die man im Camp selber zeigen kann, die einem garantieren, dass man dann auch entsprechend oft im Fernsehen zu sehen ist.
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Und wenn man jemand ist, der so ein bisschen Aufmerksamkeit sucht, dann das sind ja alle, die irgendwie in sich in der in den Medien präsentieren oder in der im Fernsehen, im Showgeschäft arbeiten.
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Dann wird man möglicherweise diese Taktiken anwenden. Und Larissa schafft das ganz gut.
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Sie krakeelt rum, sie ist trotzig, sie verbreitet immer Chaos, sie ist immer laut.
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Sie setzt sich auch gerne mal irgendwie über Absprachen und Regeln hinweg und zieht damit auch möglicherweise bewusst den Ärger der anderen Bewohner auf sich.
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Denn wenn sie mal nicht im Bild ist, dann reden die Leute über sie.
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Das ist das, was im Schnitt passiert. Sie wird natürlich als das, als das,
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Als das hingestellt, was im Camp ein für Unmut sorgt und für Unruhe sorgt.
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Aber ich glaube, dass ihr das am Ende des Tages möglicherweise tatsächlich was bringen könnte.
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Andererseits hat sie dann wahrscheinlich auch ein bisschen einen Knacks davon, weil die Leute im Camp gehen halt auch einfach scheiße mit ihr um.
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Also die reden über sie laut, lästern über sie, sagen, wie scheiße sie sie finden und das, obwohl sie wissen, dass sie sich gerade in Hörweite befindet und das alles mitbekommt.
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Also von daher, das hat sie auch schon mal irgendwie in so einem theatralischen Ich leide ganz furchtbar Moment auf dem Bett liegend gesagt, dass sie sich eben in Deutschland und Österreich einfach nicht mehr blicken lassen kann.
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Dass sie auswandern muss nach New York oder nach Los Angeles.
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Sie will sowieso nach Hollywood und möchte da gerne irgendwie was spielen. Wie was mit Drama, was Tiefgründiges in schwarz weiß, vielleicht einen französischen Independent Film oder so was wie Lara Croft so mit stand. Das findet sie gut. Action.
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Und das hat ja schon mal ein Österreicher geschafft. Warum nicht auch sie? Arnold Schwarzenegger ist doch Österreich Österreicher?
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Ich weiß es nicht. Ist auch nicht so wichtig. Es ist eigentlich sogar völlig wurscht.
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Jedenfalls ist durch Larissa und durch das, was sie da macht, meines Erachtens das Dschungelcamp schon von der ersten Folge an so ziemlich das Witzigste, was ich in acht Staffeln Dschungelcamp bis jetzt gesehen habe.
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Also ich glaube, ich habe mich noch nie schon in der ersten Folge so sehr über die Kandidaten gefreut und mich so sehr kaputtgelacht über das, was die da veranstalten wie in diesem Jahr.
0:29:50–0:29:57
Und es geht jeden Tag weiter und es ist eben nicht so dieses dieser Fremdscham Faktor oder dieses völlige Unverständnis.
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Also ich red ja noch nicht mal so über unbedingt über die diese ekel prüfungen, sondern ich mache ja prüfung, wo es irgendwie eine körperliche herausforderung gibt, wie zum beispiel über irgendwas drüber balancieren oder diese diese ayers Rock Geschichte,
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wo man so ein bisschen Koordination und aufpassen, dass man im richtigen Moment abspringt und so was.
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Das finde ich gut. Das finden Sie. So was sollten sie im Dschungel nur haben.
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Diese ganzen Ekel Geschichten bei der Masse. Den Kopf ab. Spuck ihn aus und ist den Rest auf eklig. Muss ich nicht haben.
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Liegt vielleicht auch daran, dass ich die Angewohnheit habe, vor dem Fernseher zu essen und da vergeht mir der Appetit.
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Das sollte RTL mal beachten. Finde ich doof. Ich erinnere mich übrigens, dass als ich angefangen habe, über den Dschungel zu reden, dass ich da irgendein grobes Konzept davon hatte, was ich damit eigentlich sagen wollte.
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Alles irgendwie weg. Nee, keine Ahnung, was ich in echt nicht mehr. Wo das jetzt?
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Nee, keine Ahnung. Ha. Merkwürdig.
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Gut, jetzt der ganze Rest, den ich mir überlegt hatte. Für die erste Folge fällt mir ehrlich gesagt auch gerade nicht mehr ein.
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Ich habe mich da vielleicht auch so ein bisschen, ich will nicht sagen in Rage geredet mit dem Dschungel. Aber vielleicht habe ich mich da so ein bisschen in Rage geredet mit dem Dschungel.
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Nein, ich glaube, das soll jetzt auch mal reichen. Wir sind in knapp einer halben Stunde.
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Das glaube ich auch gut für so ein Tagebuch Podcast.
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Das, das lassen wir jetzt mal gut sein an der Stelle. Für die erste Folge reicht's auf jeden Fall. Ich werde mich einfach mal absentieren.
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Dieses Ding hier in die Postproduktion mitnehmen. Ich muss auch noch ein Intro produzieren, fällt mir ein, dass ich da auch ein bisschen was habe.
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Und dann hören wir diese Folge am 25.
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Am Sonnabend im Rahmen dieses Podcast Workshops.
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Die nächste Folge erscheint dann am kommenden Sonntag. Das also nicht jetzt diesen Sonntag, sondern den darauf am nächsten.
0:31:48–0:31:59
Dementsprechend also immer Sonntags. Und die nächste Folge eben nicht in dieser Woche, sondern in der kommenden. Und dann ist schon Februar ist das ist bin ich eigentlich der Einzige, an dem so ein Monat einfach mal so komplett vorbei rast?
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Vorgestern habe ich noch hatten wir hier noch Silvester mit Grillen und so und Bleigießen.
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Übermorgen ist dann schon Februar.
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Das, also das Jahr fängt irgendwie schon mit so einem Highspeed Ding an!
0:32:17–0:32:24
Das finde ich beeindruckend. Also irgendwie ist der Januar, der ist einfach so verpufft. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.
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Na ja, wollen wir uns nicht drüber aufregen? Wir philosophieren einfach da nächste Woche an dieser Stelle noch mal weiter. Ich sage vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
0:32:33–0:32:46
Music.

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 24.01.2014 aufgenommen und am 25.01.2014 veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

6 comments on JSFP001: Podcast-Workshop, Facebook und Dschungel

  1. Der 1. Kieler Podcast Workshop hat mich überzeugt und auch ich werde nun durchstarten. Endlich habe ich mal die Gesichter hinter den Alias gesehen und viel über Technik und Workflow gelernt. Ich fühle mich bestätigt das ich auf dem richtigen Weg bin und mit Podlove und Zoom H4n gut aufgestellt bin. Ich hoffe das ich nun meine Idee interessant umsetzen kann und zum 2. Workshop schon einiges zeigen kann.

    Ich wünsche die Jörn viel Erfolg mit diesem Podcast, die erste Folge hört sich schon sehr gut an.

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