JSFP408: kulturell angeeignet

Von Eintagspraktikantinnen, die mit Alfons am Kalkberg Fledermäuse kulturell aneignen. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:46:07Diese Episode erschien am 25. Juni 2023 um 19:18Downloads 733 Downloads
Mit dabei: Gesche
Gesche
Pastorin in Eile

         
 

 
Wir haben einiges zu besprechen in dieser Episode: Einerseits natürlich das großartige Feedback auf die Toastbrotverschwörung (Ep. 407) und dann sowohl ein paar Dinge mit Arbeitsbezug, als auch die Freizeitverpflichtungen, die uns erneut nach Bad Segeberg führten. Fledermäuse und dann auch die Premiere von "Winnetou 1 - Blutsbrüder" am Kalkberg. Das allein reicht eigentlich schon für ein längeres Gepräch mit Blick auf's Wasser und etwas Rotwein, aber wir hatten ja auch noch dieses Erlebnis mit dem Campingplatz.

Diese Episode hat 12 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 3 Minuten und 50 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

Gesche
0:00:23–0:00:28
Moin und herzlich willkommen zu Gesche, Jörn, Schaars feinem Podcast.
0:00:29–0:00:33
Das ist so wie früher, als wenn Paare so richtig nervig zusammen Anrufbeantworter
0:00:33–0:00:37
besprochen haben. Hallo!
Jörn
0:00:37–0:00:39
Jörn und Gesche sind nicht zu Hause.
Gesche
0:00:40–0:00:42
Schade, aber ihr könnt uns.
Jörn
0:00:43–0:00:44
Am Arsch lecken. (Gesche lacht)
0:00:47–0:00:49
Das müsste man auf einen Anrufbeantworter sprechen.
Gesche
0:00:50–0:00:55
Deine Mailbox ist ja basically das, aber in nett auf Jörn. Wenn ihr bei Jörn
0:00:55–0:00:57
anruft, macht es nicht, lohnt sich nicht.
Jörn
0:00:57–0:00:58
Ja, lohnt sich wirklich nicht.
Gesche
0:00:58–0:01:01
Aus mehreren Gründen. Dann ist der Anrufbeantworter einfach,
0:01:01–0:01:05
"hallo Leute, ehrlich gesagt höre ich Anrufbeantworter gar nicht ab.
0:01:06–0:01:08
Geht weg. Erzählt es jemand anderem."
Jörn
0:01:08–0:01:11
Genau. Talk to the hand. Der schlaue Kopf will es nicht wissen.
Gesche
0:01:11–0:01:12
Wetten, jetzt rufen dich alle an?
Jörn
0:01:12–0:01:15
Natürlich rufen mich jetzt alle an. Ich stelle jetzt schon mal das Handy stumm.
Gesche
0:01:16–0:01:21
Reden wir auch darüber, dass du so komische Nachrichten auf deinem Dienstelefon bekommst, die SMS?
Jörn
0:01:22–0:01:24
Das ist richtig, das können wir machen, ja.
Gesche
0:01:24–0:01:25
Ist das nicht auf deiner Liste?
Jörn
0:01:25–0:01:27
Ist nicht auf der Liste, weil es ist super creepy. Das finde ich richtig abgefahren.
0:01:28–0:01:30
Aber wir sind ja immer noch ganz am Anfang.
0:01:31–0:01:33
Episode 408, ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
Gesche
0:01:33–0:01:35
Ihr seid es nicht. Ich bin auch das nicht.
Jörn
0:01:35–0:01:36
Nee.
Gesche
0:01:36–0:01:37
Oh Gott, hast du das jetzt die ganze Zeit?
Jörn
0:01:37–0:01:40
Ich musste das die ganze Zeit regelrecht einhalten, ja. (Gesche lacht)
0:01:43–0:01:48
Das tut mir leid. Ja, mir auch. Gott, oh Gott. Wir haben sehr viel Feedback
0:01:48–0:01:50
bekommen und eine rege Diskussion ausgelöst.
Gesche
0:01:51–0:01:52
Über Toastbrot, Baby.
Jörn
0:01:52–0:01:58
Über Toastbrotverschwörung. An mehreren Chatgruppen wurde das sehr diskutiert.
Gesche
0:01:58–0:02:02
Jörn, ich habe eine Frage. Du hast doch gestern Toastbrot gekauft.
Jörn
0:02:02–0:02:04
Ja. Ich habe nicht nachgezählt.
Gesche
0:02:05–0:02:08
Warum nicht? Du hast gestern eine neue Packung gekauft.
Jörn
0:02:08–0:02:12
Ja, die ist noch zu gewesen. Warst du da dran? Dann könntest du jetzt...
Gesche
0:02:13–0:02:15
Ich soll jetzt runtergehen? Ach nee.
Jörn
0:02:16–0:02:19
Also viele Leute haben das ja gemacht. Also es gab mehrere Menschen,
0:02:19–0:02:21
die sich gemeldet haben und gesagt haben, ich hab nachgezählt,
0:02:21–0:02:24
in einer Packung sind 20 Scheiben drin.
Gesche
0:02:24–0:02:28
Gab es auch welche, die geschrieben haben, ich kaufe aber immer bei Lidl und
0:02:28–0:02:29
da sind 21 Scheiben drin?
Jörn
0:02:29–0:02:32
Es gab auch welche, die sagen, ich kaufe immer eine halbe Packung,
0:02:32–0:02:35
also die kleinen, weil nicht so viel Toast gegessen wird.
Gesche
0:02:35–0:02:38
Sind da denn 10 drin? Das beantwortet nicht meine Frage, du solltest Politiker
0:02:38–0:02:40
werden. Sind da denn 10 drin?
Jörn
0:02:40–0:02:40
Das weiß ich doch nicht.
Gesche
0:02:42–0:02:43
Okay, na gut.
Jörn
0:02:44–0:02:48
Jedenfalls gab es Leute, die sich auch solidarisiert haben, gesagt haben,
0:02:48–0:02:52
manchmal essen sie nur drei Scheiben Toast, was vollkommen unnatürlich ist.
Gesche
0:02:53–0:02:56
Nur drei, weil das ist viel, aber es ist dann wieder ungerade.
0:02:56–0:03:02
Insofern ist drei vielleicht die schlimmste Anzahl an Toast, die man essen kann.
Jörn
0:03:02–0:03:06
Ja, na ja. Aber danke für die Anteilnahme und der beste Tipp kam eigentlich
0:03:06–0:03:11
von Hendrian, der sagt, einfach aus jeder Packung eine Scheibe Toast einfrieren.
Gesche
0:03:11–0:03:16
Aus jeder Packung? Ja. Eine Scheibe? Ja. Warum?
Jörn
0:03:16–0:03:19
Na, das hat er nicht ausgeführt. Ich würde jetzt einfach sagen,
0:03:19–0:03:22
wenn man von Anfang an eine Scheibe rausnimmt, dann kommen solche Monster wie
0:03:22–0:03:26
du, essen nur eine Scheibe, dann hat man wieder eine gerade Anzahl Toast.
0:03:28–0:03:31
Oder man friert einfach die übrig gebliebene Scheibe ein für die nächste Packung.
Gesche
0:03:32–0:03:35
Ja, ach komm, das reicht doch auch jetzt mal mit dem Toastbrot.
0:03:36–0:03:37
Aber danke für eure Rückmeldung.
Jörn
0:03:38–0:03:40
Ja, ich habe mich da sehr gefreut.
Gesche
0:03:41–0:03:44
Aber Brotpackung, eine Scheibe einfrieren. Du weißt schon, dass der dich getrollt hat?
Jörn
0:03:45–0:03:46
Nee, der doch nicht.
0:03:49–0:03:50
Das ist ein guter.
Gesche
0:03:50–0:03:52
Ja, er ist auch immer sehr ernst.
Jörn
0:03:52–0:03:53
Ja, weiß ich.
0:03:55–0:03:59
In Sachen Arbeit, ich hatte eine Ein-Tages-Praktikantin, das war toll.
0:04:00–0:04:04
Es gibt ja die Aktion Schüler helfen Leben und da den sogenannten sozialen Tag.
0:04:04–0:04:09
Das heißt also Schüler, Kinder, in der achten Klasse gehen dann so für einen Tag
0:04:09–0:04:15
in einen Betrieb und arbeiten da mit, um dann eben Geld zu sammeln für Kinder
0:04:15–0:04:17
in Not. Ich glaube, in diesem Jahr geht es irgendwie um Südosteuropa.
0:04:19–0:04:23
Und da war Anna bei mir, Freundin des Hauses, interessiert am Reporter-Dasein.
0:04:24–0:04:27
Die war also einen Tag mit mir mit und ich hatte mir noch überlegt,
0:04:27–0:04:30
wir gucken uns ein bisschen das Funkhaus an, das fand sich schon super spannend.
0:04:31–0:04:34
Und ich zeige jetzt ein bisschen, wie mein Arbeitsalltag aussieht.
0:04:34–0:04:37
Und dann hatte ich mir überlegt, dass ich mit ihr eine Straßenumfrage mache,
0:04:37–0:04:40
also ich zeige ihr, wie es geht und sie macht die dann, damit ich es nicht selber
0:04:40–0:04:42
machen muss, Straßenumfragen sind.
0:04:44–0:04:44
Schwarzbrot.
Gesche
0:04:44–0:04:48
Deswegen sieht man immer, wenn irgendwo so Leute rumlaufen mit Umfragen,
0:04:48–0:04:51
sind das meistens eigentlich die Praktikanten oder so, oder?
Jörn
0:04:51–0:04:55
Praktikanten, Volontäre. Witzigerweise gilt das aber nur für den Privatfunk.
0:04:56–0:05:00
Die Umfrage an sich ist einfach etwas, das man gerne im Programm hat,
0:05:00–0:05:02
weil es halt relativ leicht irgendwie einen Sendeplatz füllt.
0:05:03–0:05:05
Ist aber super unbeliebt, deswegen machen das häufig Praktikanten.
0:05:06–0:05:10
Und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk habe ich, da verdienst du mit sowas mehr als
0:05:10–0:05:12
beispielsweise mit einem Bericht für die Nachrichten.
0:05:13–0:05:16
Das war also relativ beliebt. Wir haben uns eigentlich dann doch am Ende immer
0:05:16–0:05:21
gefreut, wenn es einen Auftrag gab für eine Umfrage, weil man damit vergleichsweise viel verdient.
0:05:21–0:05:26
Dann haben wir es aber wieder gehasst, weil die Umfrage einzuholen halt kacke ist.
Gesche
0:05:26–0:05:29
Ich stelle mir das als so eine Kurve gerade vor, in so einem Stimmungs-Zeit-
0:05:29–0:05:29
Koordinatensystem.
0:05:31–0:05:35
Es fängt weit oben an, wenn man den Auftrag sieht.
Jörn
0:05:35–0:05:35
Yay, Umfrage!
Gesche
0:05:35–0:05:39
Und dann so die Erkenntnis, oh ich muss die Umfrage dann ja auch machen.
0:05:39–0:05:42
Scheiße! Dann bist du wirklich auf der Straße, machst die Umfrage.
Jörn
0:05:42–0:05:43
Da geht es noch weiter runter.
Gesche
0:05:44–0:05:47
Und dann wieder so, okay, ich habe meine Töne bekommen. Und dann so,
0:05:47–0:05:50
Katsching, Katsching. Ja klar, Umfrage jederzeit.
Jörn
0:05:50–0:05:55
So in der Art funktioniert es. Und sie war sehr aufgeregt und wäre dafür sehr
0:05:55–0:05:57
aus der Komfortzone gegangen,
0:05:57–0:06:02
wenn nicht beim Mittagessen jemand aus der Redaktion in Köln angerufen hätte,
0:06:02–0:06:07
um zu sagen, Mensch, hier in deiner Wochenvorschau haben wir einen Termin gesehen,
0:06:07–0:06:10
Protesttag der Krankenhäuser. Da hätten wir gerne einen Kommentar von dir.
0:06:11–0:06:14
Da bin ich sehr weit aus der Komfortzone rausgegangen, weil ich nämlich noch nie einen Kommentar
0:06:14–0:06:16
gemacht habe bis zu diesem Zeitpunkt.
0:06:17–0:06:19
Der Kollege musste mir also erst mal erklären, wie man so was macht.
0:06:20–0:06:24
Also sprich, wie der logische Aufbau ist, den sie so haben wollen,
0:06:24–0:06:26
der inhaltliche Ablauf, der rote Faden.
0:06:28–0:06:33
Man fängt immer mit einem starken Satz an. Zum Beispiel, Geschi isst zu wenig
0:06:33–0:06:34
Toastbrotscheiben am Stück.
Gesche
0:06:34–0:06:36
Die beste Pastorin, die Husum je hatte, verlässt Nordfriesland.
Jörn
0:06:40–0:06:46
Joah, geht auch, würde ich aber so nicht als, also es soll schon gleich eine Meinung sein.
Gesche
0:06:47–0:06:50
Du meinst im Gegensatz zu einem Fakt, den ich gerade gedroppt habe. Exakt, genau.
Jörn
0:06:52–0:06:56
Und dann danach erklärt man dann halt so ein bisschen die Sachlage und dann
0:06:56–0:07:00
fängt man an zu kommentieren und sagt, was man davon hält und warum das so ist.
0:07:01–0:07:02
Und das dann ungefähr in der Zeit
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so 2'45'' bis 3 Minuten, was schon ein ordentlicher Striemel ist an Text.
0:07:08–0:07:14
Ja und dann waren wir halt bei dem zugehörigen Pressetermin und haben uns ein
0:07:14–0:07:18
paar Notizen gemacht, uns mit den Leuten unterhalten und danach saß ich im Büro
0:07:18–0:07:20
und habe diesen Text drunter geschrieben.
Gesche
0:07:21–0:07:22
Was war das Thema?
Jörn
0:07:22–0:07:26
Dass die Krankenhäuser so doll in Not sind und dass die Krankenhausreform von
0:07:26–0:07:32
Karl Lauterbach eigentlich viel zu spät kommt, weil sie wohl erst in 2025 frühestens
0:07:32–0:07:37
den geplanten Effekt haben wird und bis dahin werden viele Krankenhäuser schon in der Insolvenz sein.
Gesche
0:07:38–0:07:42
Du meinst, wenn wir wieder eine CDU-Regierung haben, die würden dann die Früchte ernten?
Jörn
0:07:42–0:07:43
Ja.
Gesche
0:07:43–0:07:46
Das ist, wie Politik funktioniert, oder?
Jörn
0:07:46–0:07:46
Eindeutig.
Gesche
0:07:46–0:07:50
Du kannst nichts langfristiges machen, weil sich das dann die auf die Faden schreibt.
Jörn
0:07:50–0:07:53
Und du verhinderst alles 16 Jahre lang.
Gesche
0:07:53–0:07:54
Und dann der Nachfolgerregierung zu sagen...
Jörn
0:07:54–0:07:57
Und dann kannst du der Nachfolgerregierung sagen, ich krieg ja nichts auf die Reihe.
Gesche
0:07:57–0:07:59
Also bitte, lieber FDP, das mit der Digitalisierung... Ach nee,
0:07:59–0:08:00
mit der FDP legen sie sich ja nicht an.
Jörn
0:08:00–0:08:01
Aber whatever.
Gesche
0:08:02–0:08:04
Das mit der Digitalisierung, das war ja nichts.
Jörn
0:08:04–0:08:07
Ja, und hier sind immer noch ungerade Anzahlen von Toastbrotscheiben in Packung. (Gesche lacht)
0:08:07–0:08:11
Was ist denn los? Kriegen sie da mal bitte die Richtlinie auf die Kette. So.
0:08:14–0:08:14
Das ist Oppositionsarbeit.
Gesche
0:08:16–0:08:19
Du hast, hast du erzählt, dass ihr eine Funkausführung gemacht habt auch?
0:08:20–0:08:24
Ich bin wirklich, ich passe gar nicht richtig auf heute, ne?
Jörn
0:08:24–0:08:26
Nee, aber das kenne ich von zu Hause.
Gesche
0:08:26–0:08:27
Du bist auch zu Hause.
Jörn
0:08:27–0:08:30
Ja, deswegen kommt mir das so bekannt vor hier alles.
Gesche
0:08:31–0:08:34
Oh man, Entschuldigung, ich bin ein bisschen, bin ein bisschen müde.
0:08:36–0:08:40
Denn wir haben einen, ach nee, ich wollte schon eine Überleitung machen zu dem
0:08:40–0:08:42
Punkt, aber du musst noch von Alfons vorher erzählen.
Jörn
0:08:42–0:08:47
Ja, denn das war das Ende dieses Tages. Also ich habe dann Anna nach Hause gebracht
0:08:47–0:08:50
und bin weitergekachelt nach Flensburg zum Empfang der Europa-Universität.
0:08:51–0:08:55
Die machen da immer irgendwie so ein bisschen Reden halten und dann werden besondere
0:08:55–0:08:59
Doktorarbeiten ausgezeichnet und dann kommt immer irgendwie ein Show-Act und
0:08:59–0:09:00
diesmal war es Alfons.
0:09:01–0:09:04
Den kennt man, das ist dieser Typ, der mit dem Puschel-Mikrofon und dem starken
0:09:04–0:09:08
französischen Akzent im Fernsehen unterwegs war eine ganze Zeit und der hat
0:09:08–0:09:10
da halt einfach so eine Viertelstunde Stand-Up gemacht.
0:09:10–0:09:14
Und mir war überhaupt gar nicht klar, was dieser Typ für ein Genie ist,
0:09:14–0:09:19
weil der saß einfach die ganze Zeit im Publikum und hat während dieser Zeit,
0:09:19–0:09:21
während der Veranstaltung eigentlich einen Großteil seiner Nummer geschrieben
0:09:21–0:09:24
und hat dann also so erzählt,
0:09:24–0:09:30
dass egal, die einen nehmen Strauß Blumen mit, die anderen dies
0:09:30–0:09:34
und irgendeinen Inhalt und dann, aber was wir alle mitnehmen ist Freude und
0:09:34–0:09:38
wie sehr sich der Präsident gefreut hat von der Uni, dass er so einen tollen
0:09:38–0:09:39
Applaus bekommen hat für seine Rede.
0:09:39–0:09:42
Da hat er drei Monate dran gearbeitet und immer gefeilt und vier Flaschen Rotwein
0:09:42–0:09:45
getrunken und dann kriegt er so tollen Applaus, hat er sich richtig gefreut.
0:09:46–0:09:50
Und dann hat er irgendwie so übergeleitet zu etwas, das klang wie sein normales
0:09:50–0:09:52
Programm mit Corona und Krieg.
0:09:53–0:09:56
Und er hat dann erzählt, dass sich ja auch Wissen verändert.
0:09:56–0:10:00
Anfang März 2020, da wussten wir alle, es gibt eine Pandemie und das ist richtig
0:10:00–0:10:02
scheiße für die Asiaten.
0:10:03–0:10:05
Und Mitte März kriegte er einen Anruf, weil er gerade in Frankreich war,
0:10:05–0:10:08
du musst nach Hause kommen, die machen die Grenze zu und bring bloß Klopapier mit.
0:10:08–0:10:11
Und dann hat er es total übertrieben und war froh, dass in den Klopapierrollen
0:10:11–0:10:13
diese Pappe ist, dass er was sehen konnte auf der Autobahn.
0:10:15–0:10:17
Und dann kam irgendwie, dann hatten wir das gerade hinter uns,
0:10:17–0:10:19
dann kam der Krieg von Russland und man weiß ja im Krieg nie,
0:10:19–0:10:22
wann der andere Angriff kommt und das ist so ähnlich wie hier.
0:10:22–0:10:25
So ähnlich, als der Präsident von der Uni diese Rede gehalten hat und wir dachten
0:10:25–0:10:27
allors, das dauert ewig lange.
Gesche
0:10:27–0:10:27
Allors?
Jörn
0:10:27–0:10:31
Da hat er gesagt, das dauert ewig lange, wir schlafen hier gleich ein.
0:10:31–0:10:34
Und er ist erst bei seinem zweiten inhaltlichen Punkt. Und dann auf einmal erzählt
0:10:34–0:10:36
er, paff, wir sind hier unterfinanziert.
0:10:36–0:10:40
Zack, Bibliothekscheiße ausgestattet, alles Mist hier an der Universität.
0:10:40–0:10:43
Und die Bildungsministerin wurde immer kleiner, sagte er dann.
0:10:43–0:10:47
Aber Frau Ministerin, Sie haben das ja gut ausgehalten. Und dann fing er irgendwie
0:10:47–0:10:49
an, warum sie ihn eingeladen haben.
0:10:49–0:10:56
Ja klar, die sind unterfinanziert, aber die ist das. Und das hat ihr immer schön
0:10:56–0:10:57
noch mal einen mitgegeben.
0:10:58–0:11:02
Das fand ich gut, hab ich mich sehr drüber gefreut. Und dafür,
0:11:02–0:11:05
dass ich gesagt hab, ich hab mich drüber gefreut, hab ich jetzt 10 Minuten erzählt.
0:11:05–0:11:07
Schön. Läuft bei mir.
Gesche
0:11:07–0:11:10
Ich glaube, die Podcast-Folge heute ist auch ein bisschen schwierig für uns
0:11:10–0:11:14
beide, weil wir sehr müde sind, weil wir ja schon ein anstrengendes Wochenende
0:11:14–0:11:16
haben, an dem wir viel erlebt haben.
Jörn
0:11:16–0:11:17
Ja, es ist auch für uns die sechste Stunde.
0:11:20–0:11:21
Ach so, genau, weil wir nämlich ja...
Gesche
0:11:22–0:11:25
Das war die Überleitung, das war zum Wochenende.
Jörn
0:11:25–0:11:31
Wir waren in Bad Segeberg, sind wir hingefahren, denn dieses Wochenende war
0:11:31–0:11:36
ja Karl-May-Premiere am Kalkberg und ich hatte zufällig zwei Karten.
0:11:36–0:11:39
Zufällig? Die haben mich eingeladen.
0:11:40–0:11:44
Gesche und Gasteenie waren vorher noch in der Fledermaus-Ausstellung und in der
0:11:44–0:11:49
Höhle, da war ich dann auf dem Campingplatz in Klein Rönnau und hab alles
0:11:49–0:11:52
hingestellt und einen Powernap gemacht und deswegen weiß ich nicht,
0:11:52–0:11:54
was ihr in der Ausstellung und in der Höhle erlebt habt.
Gesche
0:11:54–0:11:57
Das war schön. Wir haben Riesenstabheuschrecken gesehen. Nee,
0:11:57–0:11:59
die heißen Riesenstabschrecken, glaube ich.
Jörn
0:12:01–0:12:02
Das haben wir gegoogelt.
Gesche
0:12:02–0:12:04
Aber die kleineren, wieso habt ihr das gegoogelt?
Jörn
0:12:04–0:12:05
Weil wir nicht sicher waren.
Gesche
0:12:05–0:12:08
Ich wusste das, Riesenstabschrecken. Weil die kleinen heißen Stabheuschrecken.
Jörn
0:12:09–0:12:09
Genau.
Gesche
0:12:09–0:12:11
Aber die großen heißen Riesenstabschrecken.
Jörn
0:12:12–0:12:15
Ja, genau. Wir saßen nämlich noch zusammen und sie hat ihren Zettel aufgeschrieben,
0:12:15–0:12:17
was sie für Tiere gesehen hat.
0:12:17–0:12:20
Und dann waren wir uns, war sie sich an der Stelle nicht mehr sicher.
Gesche
0:12:20–0:12:24
Die waren riesig und sahen aus wie Stäbe. (beide lachen)
0:12:27–0:12:30
Wir haben ja schon mal eine Podcast-Folge aus dem Noctalis und der,
0:12:30–0:12:35
also mehr aus der Fledermaus-Höhle, aber auch was Noctalis gemacht.
0:12:35–0:12:38
Diesmal waren wir auch in der Höhle, da waren aber ja keine Fledermäuse,
0:12:38–0:12:42
weil die schon alle ausgeflogen sind, also haben wir nur uns die Höhle angeguckt.
0:12:43–0:12:48
Und das Infozentrum Noctalis geht unbedingt dahin, das ist wirklich toll.
0:12:49–0:12:54
Die Mitarbeitenden da sind alle super nett und freundlich und total süß und
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man geht durch und es ist halt so, dass man so eine kleine Taschenlampe bekommt, damit man quasi...
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Ich weiß auch nicht, für das Fledermaus-Feeling, da ist alles abgedunkelt und
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dann kann man mit der Taschenlampe auf Entdeckungstour gehen.
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Und da sind einfach ganz viele Infotafeln und Bildschirme und Dinge zu erforschen in der Ausstellung.
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Ja, also solche Sachen halt. Aber es ist wirklich gut gemacht.
0:13:18–0:13:23
Und ganz oben ist dann, also auf der obersten Etage, sind dann auch die Tiere,
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die echten, lebendigen Tiere.
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Da sind erst mehrere Terrarien mit Tieren,
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die ja teilweise oder auch nicht auf irgendeine Art mit Fledermäusen zu tun
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haben oder auch einfach so da sind, ich weiß nicht, so Mimikri-Tiere halt,
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wie die Stab, Riesenstabschrecke und so ein anderes Tier, das einfach wie ein Blatt aussieht.
Jörn
0:13:43–0:13:45
Heißt auch wandelndes Blatt, glaube ich.
Gesche
0:13:45–0:13:51
Ja und ganz kleine Mäuse, die zu den kleinsten Säugetieren der Welt gehören.
Jörn
0:13:51–0:13:52
Knirpsmäuse.
Gesche
0:13:52–0:13:55
Knirpsmäuse. Ja, man war gar nicht mit da drin.
Jörn
0:13:55–0:13:56
Aber sie hat mir das erzählt.
Gesche
0:13:56–0:14:01
Ja, sie fand das sehr gut. Und ganz zum Schluss sind dann ja auch,
0:14:01–0:14:06
man hat ja Fledermaus-Garantie, dann sind da tatsächlich ein großer Bereich,
0:14:06–0:14:10
wie heißt denn das, so hinter einer Glasscheibe halt, also obvious.
Jörn
0:14:11–0:14:11
Ein Raum?
Gesche
0:14:13–0:14:17
Käfig oder Terrarium ist es ja alles nicht. Also man sieht Fledermäuse und zwar
0:14:17–0:14:22
Fledermäuse, die im nördlicheren Teil Südamerikas vorkommen.
0:14:23–0:14:26
Das sind auch welche von denen, die so ein bisschen was Lustiges hier vorne
0:14:26–0:14:27
im Gesicht haben, wo das so nach oben geht.
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Fledermäuse, es gibt ja super viele verschiedene und vor allem unterscheiden
0:14:31–0:14:35
die sich ja ganz doll in den Gesichtsformen und teilweise schon mit so ganz
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grotesken Formen, dass die Nase dann so ein bisschen komisch nach oben sich stapelt.
Jörn
0:14:40–0:14:41
Die Stapelnasenfledermaus.
Gesche
0:14:42–0:14:46
Naja, also so nach oben gewendet, die stapeln. Wie sagt man das denn?
0:14:46–0:14:51
Also so lustige Nasen, die nach oben gehen oder ganz komische Ohrformen und so haben.
0:14:51–0:14:56
Und das hat damit zu tun, wie die ihre Schallwellen, mit denen sie ihre Echo-Ortung
0:14:56–0:14:58
machen, wie sie das aussenden.
0:14:59–0:15:04
Das hängt mit der Nase zusammen. Und mit den Ohren natürlich, wie die das auffangen.
0:15:04–0:15:08
Also wahrscheinlich je nachdem, ob die mehr bei bestimmten Baumarten oder wo
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auch immer die unterwegs sind, hat sich die Nase dann so entwickelt,
0:15:11–0:15:14
dass sie da besonders gut dann ihre Echo-Ortung mit machen können.
0:15:15–0:15:21
Das haben wir da gelernt zum Beispiel. auch, dass eine Fledermaus im Winter,
0:15:21–0:15:25
also wenn die im Winterschlaf sind, nur einmal pro Minute atmet.
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Und ihre Körpertemperatur irgendwie von 38 Grad auf 5 Grad oder so runterfährt.
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Lauter so Sachen. Geht dahin, ist auf jeden Fall sehr schön.
0:15:36–0:15:37
Und dann gibt es noch Foxy.
Jörn
0:15:38–0:15:40
Foxy ist ein zahmer Flughund.
Gesche
0:15:40–0:15:44
Ja, und das Gasteenie durfte den füttern. Super.
0:15:44–0:15:47
Weil sie ist dahin gegangen, hat noch Sachen im Shop gekauft und war so begeistert.
0:15:47–0:15:51
Und dann haben sie sie gefragt, ob sie Foxy füttern will. Also mein Tipp wäre,
0:15:51–0:15:56
wenn ihr mal im Noctalis seid, geht dahin und sagt, schwärmt einfach davon,
0:15:56–0:15:59
wie toll das war. und dann dürft ihr vielleicht auch Foxy füttern.
Jörn
0:15:59–0:16:02
Genau, nachdem ihr durch die Ausstellung wart,
0:16:02–0:16:06
habe ich euch wieder abgeholt. Wir saßen gemeinsam am und im Wohnwagen.
0:16:06–0:16:10
Es gab einen kleinen Nudelsnack und dann sind wir gegen sieben,
0:16:10–0:16:14
haben wir uns wieder zum Kalkberg fahren lassen oder da in die Nähe.
0:16:15–0:16:21
Dann, da war dann Einlass in die Kalkberg Arena zur Premiere von "Winnetou 1: Blutsbrüder".
0:16:24–0:16:29
Und das ist das aktuelle Stück, das in Segeberg von Karl May gespielt wird.
0:16:29–0:16:33
Darüber habe ich zwei Beiträge gemacht, auch über diese Debatte um Rassismus
0:16:33–0:16:38
kultureller Aneignung. Der eine ein bisschen weniger Meta als der andere.
0:16:38–0:16:41
Einer ist am 20. gelaufen und einer heute am 25.
0:16:43–0:16:48
Verlenke ich beide in den Shownotes. Ja, es ist tatsächlich ein bisschen kompliziert.
0:16:48–0:16:52
Ich hatte ja letztes Mal schon darüber gesprochen, dass ich diesen Podcast "Winnetou
0:16:52–0:16:55
ist kein Apache gehört" habe und ja,
0:16:55–0:16:57
ich habe so ein bisschen das Problem, ich konnte das Stück jetzt nicht mehr
0:16:57–0:17:03
unbefangen sehen, weil ich da ständig irgendwelche Sachen gesehen und gehört
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habe, wo mir Leute gesagt haben, das kann man heute eigentlich nicht machen.
0:17:10–0:17:16
Also dass irgendwie von heiligen Ritualen gesprochen wird, die das Volk der Apachen durchführt.
0:17:18–0:17:21
um mit manitu zu sprechen das sollte man halt nicht
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tun auch wenn auf der anderen seite klar ist und
0:17:24–0:17:27
das ist auch die position auf die sich die Karl-May-
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spiele da zurückziehen sagen sie erzählen hier märchen, Karl May
0:17:30–0:17:35
war ein märchen erzähler dann muss man halt den schritt machen und sich namen
0:17:35–0:17:42
ausdenken von den völkern weil es die gibt es ja in echt wobei auch apache schon
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wieder eine fremdbezeichnung ist von feinden dieses volkes Das heißt auf deren
0:17:47–0:17:48
Sprache im Prinzip sowas wie,
0:17:48–0:17:52
das sind "die Idioten" und die nennen sich selber.
Gesche
0:17:52–0:17:53
Acht, echt? Das wusste ich gar nicht.
Jörn
0:17:53–0:17:55
Ja, habe ich auch erst in dem Podcast gelernt.
Gesche
0:17:55–0:17:59
Krass, das sollte man dann, also spätestens an dem Punkt sollte man das umbenennen.
Jörn
0:17:59–0:18:02
Ja, und die nennen sich eigentlich "Inde", das Volk, die Leute.
0:18:02–0:18:06
Ja, also da gibt es zwei Beiträge von mir, in denen ich das so ein bisschen beleuchte.
0:18:08–0:18:12
Und mein Erlebnis von diesem Ding war dadurch so ein bisschen getrübt,
0:18:12–0:18:16
weil ich halt das, Einerseits haben die halt selber gesagt in den Interviews,
0:18:16–0:18:19
die wir vorher geführt haben, ja, sie thematisieren das ja auch,
0:18:19–0:18:22
sie gehen da drauf ein und tatsächlich beginnt das Stück damit,
0:18:22–0:18:26
dass Karl May auftritt und erklärt, dass er sich das alles ausgedacht hat.
0:18:26–0:18:32
Aber er erklärt das in einer Form, dass einige trotzdem das Gefühl haben müssen,
0:18:32–0:18:35
dass die Geschichte ja wahr ist.
0:18:36–0:18:40
Kann man, glaube ich, heute wissen, dass er das nicht alles selbst erlebt hat
0:18:40–0:18:44
oder der nichts davon selbst erlebt hat und erst sehr spät in seinem Leben überhaupt
0:18:44–0:18:45
das erste Mal in Amerika war.
0:18:46–0:18:49
Und trotzdem habe ich eine Rezension über diese Premiere gelesen,
0:18:49–0:18:53
wo es drin stand, dass dann, die
0:18:53–0:18:56
Formulierung war, irgendwie so "Karl Mays Erlebnisse als Old Shatterhand".
Gesche
0:18:58–0:19:01
Ja, weil es dann irgendwie doch wieder so verschwimmt. Ja, genau.
Jörn
0:19:01–0:19:03
Also das war mir einfach nicht eindeutig genug.
Gesche
0:19:03–0:19:09
Ich finde aber auch, alleine die Aussage, ja, es ist ja ein Märchen,
0:19:09–0:19:12
es wird ja als Märchen erzählt, also erst mal stimmt das wahrscheinlich vom,
0:19:12–0:19:14
also müsste mich jetzt jemand haben, der hier ein bisschen sich,
0:19:14–0:19:17
also bei euch ist eine Literaturwissenschaftlerin. Oder Kulturwissenschaftlerin.
0:19:19–0:19:22
Wahrscheinlich gibt es Märchen als Genre, das bestimmte Bedingungen erfüllen
0:19:22–0:19:26
muss, aber auch selbst da, man macht es sich ja auch zu einfach damit.
0:19:26–0:19:29
Auch Märchen werden ja einfach zum Teil nicht mehr erzählt.
0:19:30–0:19:33
Also es ist ja nicht so, es ist halt ein Märchen, dann darf da alles passieren.
0:19:33–0:19:38
Also "darf", dann ist es gut, egal was passiert. Es gibt ja auch Märchen,
0:19:38–0:19:39
die einfach vielleicht nicht mehr so erzählt werden.
0:19:41–0:19:43
Weil, ja, man nach heutigen...
0:19:45–0:19:51
Ja, nach heutigem Stand, die nicht, nicht pädagogisch oder moralisch oder wie
0:19:51–0:19:52
auch immer nicht in Ordnung findet.
Jörn
0:19:52–0:19:56
Ja, und auch allein die, also die Originalmärchen von den Gebrüdern Grimm zum
0:19:56–0:20:01
Beispiel, die sind ja komplett oder häufig sehr anders als das,
0:20:01–0:20:05
was tradiert halt erzählt wird, als ein Märchen der Grimm-Brüder.
0:20:07–0:20:10
Und so ähnlich ist es ja mit Karl May auch. Ich habe jetzt Winnetou selber nie
0:20:10–0:20:15
gelesen, sondern ich kenne das wirklich nur aus den Filmen und aus irgendwelchen Vorführungen.
0:20:16–0:20:21
Und die Texte, die Geschichten, die er geschrieben hat, die lesen sich wohl
0:20:21–0:20:24
auch komplett anders als das. Also das ist ja schon eine dramatisierte Version.
0:20:24–0:20:28
Also warum soll man dann nicht noch den Schritt weitergehen und Abstand nehmen
0:20:28–0:20:30
beispielsweise von den Bezeichnungen der Völker?
Gesche
0:20:30–0:20:36
Aber findest du, dass es noch besser wäre, wenn man das auslaufen lassen würde
0:20:36–0:20:38
und solche Dinge irgendwann nicht mehr aufführen würde?
Jörn
0:20:39–0:20:42
Ne, das glaube ich nicht. Ich hatte es ja letztes Mal schon angedeutet,
0:20:42–0:20:45
dass ich da so ein bisschen selber gerade erstmal eine Haltung zu entwickeln muss.
0:20:45–0:20:49
Und meine Haltung ist eigentlich im Augenblick die, dass ich sage,
0:20:49–0:20:52
Karl May gehört schon auch in die deutsche Kulturgeschichte,
0:20:52–0:20:57
aber halt die Aufführungen könnten zeitgemäßer sein, sagen wir es mal so.
0:20:59–0:21:02
Also man kann ja die, man kann ja Geschichten aus dem Wilden Westen erzählen,
0:21:02–0:21:07
aber dann muss man es halt irgendwie anders machen. Denn literaturwissenschaftlich
0:21:07–0:21:10
ist das ja seit Jahrzehnten aufgearbeitet, dass das halt Quatsch ist,
0:21:10–0:21:13
was er erzählt und um die auch die Problematik darum.
0:21:13–0:21:18
Es wird halt in den in den Spielen, in den in den Vorführungen kaum angefasst
0:21:18–0:21:22
und erst seit der Diskussion um den Film "der junge Häuptling Winnetou" im vergangenen
0:21:22–0:21:24
Sommer und um die beiden Filmbücher dazu,
0:21:24–0:21:29
die beim Ravensburger Verlag rausgenommen worden sind, ist diese Problematik
0:21:29–0:21:31
überhaupt erst in die Öffentlichkeit gekommen.
0:21:31–0:21:35
Die Karl-May-Szene hat sich da nie wirklich mit beschäftigt.
0:21:37–0:21:40
Und gerade so eine Bühne wie die in Bad Segeberg,
0:21:40–0:21:44
die über sechs Millionen Euro raushauen für die Produktion in diesem Jahr,
0:21:44–0:21:47
die die größte Bühne in Deutschland sind für Karl-May-Spiele,
0:21:47–0:21:52
die könnten zumindest so ein bisschen Sensibilität an den Tag legen.
0:21:52–0:21:54
Also die haben eine Ausstellung.
0:21:56–0:22:00
So und dann könnte man halt sagen, wir stellen auch ein bisschen ein,
0:22:00–0:22:04
zwei Schautafeln hin über die eigentliche Geschichte oder über die Problematik,
0:22:04–0:22:06
Fantasie und Wirklichkeit bei Karl May.
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Stattdessen stellen sie halt die Plakate von 70 Jahren Segeberg aus oder alte
0:22:12–0:22:13
Requisiten oder sowas. Das ist schade.
Gesche
0:22:13–0:22:18
Also grundsätzlich ja, man könnte das einordnen. Wir haben ja auch uns im Zuge
0:22:18–0:22:21
davon in letzter Zeit häufiger jetzt auch darüber unterhalten.
0:22:22–0:22:27
Allgemein finde ich das Thema kulturelle Aneignung jetzt kein total leichtes und eindeutiges Thema.
0:22:28–0:22:31
Also ich bin auch nicht so mit Karl May aufgewachsen. Die Bücher standen bei uns in einem
0:22:31–0:22:34
Regal. Mein Papa hat die mal gelesen. Das waren noch seine alten Bücher.
0:22:34–0:22:37
Meine Schwester und ich haben die irgendwie nie in die Hand genommen,
0:22:37–0:22:39
wie ich als Kind bei Karl-May-Spielen.
0:22:42–0:22:45
Ich weiß es nicht, Jörn, auf der einen Seite ja, es gehört dazu,
0:22:45–0:22:49
aber nur weil etwas dazugehört oder weil es ja Tradition ist,
0:22:49–0:22:53
heißt ja nicht, dass es gut ist oder dass man es deswegen weitermachen muss.
0:22:53–0:22:58
Das andere finde ich so, also auf der einen Seite finde ich es auch überzeugend zu sagen,
0:22:58–0:23:01
man kann das einordnen, aber ich glaube,
0:23:01–0:23:05
egal wie viel, selbst wenn jetzt die Karl-May-Spiele Segeberg ein ernsthaftes Anliegen
0:23:05–0:23:06
da hätten und sagen würden,
0:23:06–0:23:11
Uns ist bewusst, dass hier ein Problem angerührt wird, dass hier Stereotype
0:23:11–0:23:16
gefördert werden können und das ist vielleicht, ne, also so und wir wollen das
0:23:16–0:23:17
nochmal so und so einordnen.
0:23:18–0:23:21
Selbst dann, glaub ich, kommst du gegen die Kraft von den Bildern nicht gegen
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an und davon, dass das in Menschen, also in unsere Köpfe gepflanzt wird.
0:23:26–0:23:29
Wir haben auch als Kind Cowboy und Indianer gespielt und so.
0:23:29–0:23:36
Das war für uns was Unschuldiges, wie man das halt gemacht hat,
0:23:36–0:23:49
aber mit einer sehr vereinfachten Vorstellung von "Indianern" und Naturverbundenheit, Jagd und so weiter.
0:23:50–0:23:54
Wir haben das halt gespielt und wollten das sein, dass es ja erstmal auch nicht
0:23:54–0:24:00
schlimm ist, dass Kinder das machen wollen. Aber es sind ja trotzdem Stereotype,
0:24:00–0:24:01
die sich in Köpfen festsetzen.
0:24:03–0:24:06
Also dieses zu sagen, eine Kultur ist halt keine Verkleidung und selbst wenn
0:24:06–0:24:12
es nur die Fiktion dieser Kultur ist, ist es trotzdem daran angelehnt und dann
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ist es wie so ein Abziehbild davon.
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Und ich glaube, diese Bilder, die da erzeugt werden und dass das so weiterlebt
0:24:18–0:24:24
in den Köpfen, unser altes Cowboy-und-Indianer-Spielen, das ist stärker als die Einordnung.
0:24:25–0:24:28
Deswegen, ich war auch die letzten Tage, ich hab ja auch viel drüber nachgedacht,
0:24:28–0:24:31
würde ich jetzt, wenn du mich jetzt fragst, machst du nicht,
0:24:31–0:24:36
ich beantworte dir trotzdem die Frage, würde ich jetzt eher dazu tendieren,
0:24:36–0:24:39
sagen, ich würde es für richtig halten, das vielleicht auszuschleichen.
0:24:42–0:24:45
Die Bühne ist toll in Segeberg, das Setting ist toll.
0:24:46–0:24:50
Vielleicht kann man's mal ein paar Jahre lang Jahr um Jahr mit einem anderen
0:24:50–0:24:55
Stück, man kann ja diese Location anders da festspiele machen mit einem bombastischen Stück.
0:24:55–0:24:59
Meinetwegen mit, okay gut, diese Pferdethematik ist, müsste man auch aus Tierschutzsicht
0:24:59–0:25:03
auch nochmal extra angucken bei Karl May, wenn wir einfach Schauspieler auf Pferde gesetzt werden.
0:25:04–0:25:08
Ich weiß nicht, ob das immer so tierschutzgerecht ist, wie das da läuft,
0:25:08–0:25:12
aber das vielleicht auszuschleichen und langsam mit was anderem zu ersetzen.
0:25:12–0:25:16
Oder in einer komplett modernen Fassung. Irgendwie die Grundgedanken von Karl
0:25:16–0:25:19
May nehmen und in ein komplett anderes Setting übertragen oder so.
Jörn
0:25:20–0:25:23
Ja, irgendwie sowas. Also das Problem, was ich damit habe, ist,
0:25:23–0:25:27
dass einfach kein Bewusstsein dafür da ist, dass die auch eine Verantwortung haben.
0:25:27–0:25:32
Also im Gegenteil, gestern war ja nun die Premiere und da steht dann die Geschäftsführerin
0:25:32–0:25:36
unter anderem in der Manege mit Ministerpräsident war auch noch da.
0:25:37–0:25:39
Bürgermeister von Bad Segelberg, der hatte natürlich dann irgendwie noch einen
0:25:39–0:25:43
Cowboyhut auf und irgendwie so einen Western-Dress, der hatte auch zwei Revolver am Gürtel.
Gesche
0:25:44–0:25:46
"Unironisch" hast du mir geschrieben. Ja. Du hast mir geschrieben:
0:25:46–0:25:49
"der kommt hier unironisch im Cowboyhut und mit Revolvergürtel."
Jörn
0:25:51–0:25:55
Schon relativ beeindruckend. Und dann sagte sie, die Geschäftsführerin,
0:25:55–0:26:00
nochmal, griff dann diese Debatte nochmal auf und sagte, ja und "wer die Karl-May-Spiele
0:26:00–0:26:03
wirklich kennt, der weiß, dass es das hier bei uns nicht gibt."
Gesche
0:26:03–0:26:04
Was das?
Jörn
0:26:04–0:26:06
Rassismus und Stereotype.
Gesche
0:26:06–0:26:11
Hä? Das lebt von Stereotypen? Und vor allem, was heißt es denn, wer es wirklich kennt?
Jörn
0:26:11–0:26:15
Also das ist ja, ich bin ja… Ja, also die machen es sich halt einfach viel zu leicht.
0:26:15–0:26:18
Und weil das eben so ein ausgefüllter Tag war,
0:26:18–0:26:22
erstmal Fledermäuse angucken, dann noch die Karl-May-Vorstellung,
0:26:22–0:26:26
die ja nun für uns tatsächlich von Einlass, wir waren kurz nach sieben da,
0:26:26–0:26:32
bis fast Mitternacht ging, bis wir dann schlussendlich draußen waren und im
0:26:32–0:26:33
Auto saßen, war es fast Mitternacht.
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Deswegen haben wir gesagt, fahren wir auf den Campingplatz und wir haben den
0:26:37–0:26:42
nächstgelegenen angesteuert, der auch Hunde erlaubt, nämlich Klüthseecamp in Klein Rönnau.
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Das sind ungefähr so 8km.
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von der stelle weg wo man relativ bequem
0:26:52–0:26:58
dann ohne großes verkehrschaos zu fuß zum kalkberg gehen kann. Details über den
0:26:58–0:27:01
campingplatz, das machen wir hier ja zwischen immer so, gibt es dann demnächst
0:27:01–0:27:04
im camping caravan podcast. das dauert auch nicht mehr bis zur nächsten folge
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so wahnsinnig lange, da könnt ihr euch also insofern schon mal drauf freuen. jetzt
0:27:08–0:27:09
hatten wir nur das problem,
0:27:09–0:27:15
dass ja das Wochenende in der Regel mit dem Sonntag endet und dass dann sonntags
0:27:15–0:27:20
die Geschi halt auch als Pastorette im Einsatz ist.
Gesche
0:27:20–0:27:26
Pastorette. Ja, ich war auch noch richtig verpeilt, weil wir hatten Taufgottesdienst
0:27:26–0:27:28
heute am Dockkook, also am Deich bei uns.
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Und ich wusste eigentlich, der ist um elf, aber irgendwie hatte ich zwischendurch
0:27:32–0:27:33
immer im Kopf, dass der nachmittags ist.
0:27:33–0:27:38
Und bei unserer Planung war es immer so, ja, dann können wir vormittags gemütlich
0:27:38–0:27:41
zurückfahren und dann habe ich erst mal das Freitag, nee warte mal,
0:27:41–0:27:43
das ist um elf ist der Gottesdienst.
Jörn
0:27:44–0:27:45
Zum Glück hast du es noch rechtzeitig gemerkt.
Gesche
0:27:45–0:27:46
Ja, also.
Jörn
0:27:46–0:27:47
Na ja.
Gesche
0:27:49–0:27:53
Ich wusste, dass eigentlich, kennst du das, wenn man etwas gleichzeitig weiß und nicht weiß?
Jörn
0:27:53–0:27:55
Auf jeden Fall, mein halbes Leben funktioniert so.
Gesche
0:27:57–0:28:01
Wenn man zum Beispiel sich zwei Termine gleichzeitig legt, weil man es sich
0:28:01–0:28:05
noch nicht notiert hat und in der einen Sekunde weißt du, ja klar,
0:28:05–0:28:08
Mittwoch um 17 Uhr habe ich meinen Zahnarzttermin und in der anderen Sekunde
0:28:08–0:28:10
weißt du auch, ja klar, Mittwoch um 17 Uhr habe ich das Beerdigungsgespräch.
0:28:11–0:28:13
Und irgendwann merkst du, Moment mal.
Jörn
0:28:13–0:28:15
Das ist ja derselbe Mittwoch.
Gesche
0:28:16–0:28:21
Derselbe 17 Uhr. Und ich bin nur ein Mensch, das ist auch dieselbe Geschichte.
Jörn
0:28:21–0:28:26
Ich brauche meinen Mund bei beiden Gelegenheiten. Das führte aber letztlich nur dazu,
0:28:26–0:28:30
dass wir gesagt haben, okay, wir fahren trotzdem, weil es natürlich Quatsch
0:28:30–0:28:37
wäre, zu sagen, ihr beide geht irgendwie nachmittags drei Stunden gemütlich
0:28:37–0:28:39
da in die Ausstellung und zu den Fledermäusen.
0:28:41–0:28:47
Und danach verbringst du dann fast fünf Stunden in Bad Segeberg, während wir ...
Gesche
0:28:47–0:28:51
Ja, das ist halt das Ding, weil ich kann schon fünf Stunden mit dem Hund irgendwo
0:28:51–0:28:54
verbringen, aber wir waren halt in Bad Segeberg.
0:28:55–0:28:57
Hoffentlich hört dich niemand aus Bad Segeberg.
Jörn
0:28:57–0:29:00
Wenn doch, Grüße. Ist schön bei euch. Ja voll.
0:29:00–0:29:03
Und deswegen haben wir also gesagt, ist der Wohnwagen dann doch die bessere
0:29:03–0:29:06
Alternative, auch damit man so ein bisschen sich mal hinlegen kann.
0:29:06–0:29:10
Damit nicht ständig jemand angeschissen kommt "so, darf es hier noch was sein?"
0:29:10–0:29:14
Im Restaurant macht man das ja. Naja, und jedenfalls haben wir dann gesagt,
0:29:14–0:29:20
dann übernachten wir natürlich auch, ist ja Quatsch sonst und fahren entsprechend früh los.
0:29:20–0:29:26
Und der Campingplatz Klein-Rönau, der hat nun Schrankenzeiten von 7 bis 22 Uhr.
0:29:27–0:29:31
Und die Rezeption ist aber erst ab 9 besetzt. Wir hatten nur gesagt,
0:29:31–0:29:37
wir wollen gucken, dass wir so möglichst früh, gerne gegen 7 schon abreisebereit sind.
0:29:37–0:29:41
Und hatten das auch an der Rezeption soweit besprochen und die sagten,
0:29:41–0:29:45
ja ist kein Problem, dann müsst ihr dann nur heute Abend, Samstagabend bis 20
0:29:45–0:29:51
Uhr die Karte fürs Waschhaus zurückbringen, die kostet nämlich 25 Euro Pfand.
0:29:52–0:29:56
Und ansonsten, wenn ihr die zurückbringt, dann zahlt ihr die Rechnung und dann
0:29:56–0:29:58
könnt ihr morgen abfahren, wann ihr wollt.
0:29:59–0:30:03
Und das klang ja auch erstmal ganz gut. bis wir dann heute morgen,
0:30:03–0:30:08
beziehungsweise du, mit dem Auto an der Schranke standest.
0:30:08–0:30:12
Denn als wir zurückkamen, war die Schranke ja schon zu, mussten wir also draußen
0:30:12–0:30:15
parken und heute morgen sollte dann der Wohnwagen angehangen werden.
0:30:15–0:30:19
Dafür braucht man das Auto auf dem Campingplatz. Und wir sind um sechs Uhr aufgestanden. Echt, ma?
Gesche
0:30:19–0:30:22
Och, das meint der da doch. Leute, wie macht ihr das?
Jörn
0:30:22–0:30:28
Schwierig. Ja, und dann, während ich mich mit dem Abwasser beschäftigt habe,
0:30:28–0:30:30
hast du dich beschäftigt mit Autoholen.
Gesche
0:30:30–0:30:34
Ja, ich bin mit dem kleinen Hund eine Runde über den Platz gegangen und dachte,
0:30:34–0:30:37
okay, auf den Rückweg holen wir das Auto. Und diese Schranke hat so ein...
Jörn
0:30:38–0:30:40
So ein Kennzeichenscanner, hab ich noch nicht gesagt.
Gesche
0:30:41–0:30:44
Wo das Nummernschild gelesen wird quasi und dann geht die Schranke auf.
0:30:45–0:30:48
Dann stand ich mit diesem Auto vor der Schranke und die Schranke ging nicht auf.
0:30:49–0:30:53
Es war eine Minute nach sieben und ich war okay, cool, es ist einfach eine Minute nach sieben.
0:30:54–0:30:58
Das ist okay, ich warte einfach. Und ich hab gewartet und gewartet und gewartet
0:30:58–0:31:00
und die Schranke ging nicht auf.
0:31:02–0:31:06
Und dann bin ich zu einem Laden gegangen, wo eine Frau schon den Laden aufgemacht
0:31:06–0:31:08
hatte. Also den Campingplatz, diesen Kiosk.
0:31:11–0:31:14
Und die ... Es tat ihr sehr leid, aber sie konnte mir auch nicht helfen.
0:31:16–0:31:19
Mich hat's genervt. Sie kann sich vielleicht jemanden anrufen oder so.
0:31:20–0:31:26
Konnte sie nicht. Konnte sie nicht. Dann hab ich das Auto da stehen lassen, vor der Schranke.
0:31:27–0:31:32
Was ich als schlau herausstellte im Nachhinein. Bin richtig grumpy mit dem Hund
0:31:32–0:31:33
zum Wohnwagen gestapft.
0:31:35–0:31:38
Ich war echt pissed. Ich hatte Angst, ich hatte um 11 Uhr diesen Gottesdienst,
0:31:38–0:31:43
es war 7 Uhr. Wir haben schon Puffer eingebaut, aber hätten wir um 9 Uhr erst losfahren können.
Jörn
0:31:43–0:31:47
Wären wir frühestens um 10 Uhr 30 überhaupt in Husum gewesen,
0:31:47–0:31:49
aber du noch ohne Talar und nicht am Ort des Geschehens.
Gesche
0:31:49–0:31:55
Genau, so sieht es aus. Also naja. Dann bin ich wieder zurück zum Auto,
0:31:55–0:31:57
weil ich hatte auch mein Handy nicht dabei.
0:31:57–0:32:00
So, ich hab mein Handy genommen, den Hund beim Wohnwagen gelassen,
0:32:00–0:32:01
bin wieder zurück zum Auto.
0:32:01–0:32:06
Jetzt kommt mein Lieblingsteil der Geschichte. (kichert) Ich hatte ein anderes Auto hinter
0:32:06–0:32:10
meinem Auto. Und es war ein älterer Herr, so ein Dude halt.
0:32:10–0:32:21
Und ich so, ja, ja, Entschuldigung, tut mir leid, so, die Schranke geht nicht auf. Und...
Jörn
0:32:21–0:32:21
Und er so?
Gesche
0:32:21–0:32:25
Und er so, ja, müssen wir mal gucken, ja, die Schranke geht nicht auf.
0:32:26–0:32:29
Da hab ich mich so reingesetzt, ja, okay, alles klar, ich kann das nochmal probieren
0:32:29–0:32:35
und so, sie ging halt eben nicht auf. Und dieser Typ hat mich erst mal eingewiesen,
0:32:35–0:32:37
wie man an eine Schranke ranfährt.
0:32:38–0:32:42
Hat sich sehr gönnerhaft neben das Auto gestellt und ...
0:32:42–0:32:46
Ja, zurück, noch mal weiter zurück. Und jetzt ganz, ganz langsam vor.
0:32:46–0:32:48
Fahren Sie mal langsam vor. Nee, ruhig noch ein Stück.
0:32:50–0:32:54
Weil er vielleicht dachte, dass ich, armes Mäuschen, nicht weiß,
0:32:54–0:32:57
wie man mit einem Auto auf eine Schranke zufährt.
0:32:57–0:33:04
Puh. Naja, die Schranke, überraschenderweise, ging auch dieses Mal nicht auf.
0:33:04–0:33:09
Surprise! Oh, nee, stimmt. Geht nicht auf.
0:33:13–0:33:15
Was zum Teufel?
Jörn
0:33:15–0:33:18
Dein Verdacht war dann, um das vielleicht einmal ...
Gesche
0:33:20–0:33:24
Ja, ich hatte ja abends bezahlt. Und das denke ich jetzt auch immer noch, dass es so war.
0:33:25–0:33:28
Ich muss das zuerst sagen: wir haben es geeinigt, er hat es probiert,
0:33:28–0:33:29
ich bin zurückgefahren.
0:33:29–0:33:32
Erst mal hat er mich gefragt, ob wir zum Platz gehören. Ich dachte,
0:33:32–0:33:36
nein, ich versuche, Ich versuche einfach randomly auf irgendeinen Campingplatz zu fahren.
0:33:36–0:33:40
Damit ich dann einen fremden Wohnwagen ankuppeln und abschleppen kann.
0:33:40–0:33:46
Leute! Ich denke, dass wir uns da ja quasi ausgecheckt haben.
0:33:46–0:33:50
Ich habe ja Samstagabend bezahlt. Und ich habe da ja auch noch mal gefragt,
0:33:50–0:33:51
ob wir morgens um 7 rausfahren können.
0:33:52–0:33:55
Und ich habe bezahlt und ich vermute, durch das Bezahlen waren wir ausgecheckt.
0:33:56–0:33:59
Und damit aus dem System raus und dann das Nummernschild nicht mehr drin.
0:34:00–0:34:04
Dann ich fuhr dann zurück und der Typ fuhr dann mit seinem Auto vor.
0:34:04–0:34:08
und die Schranke ging auf, hab ich ihn einfach direkt rangehängt.
0:34:09–0:34:10
Bin einfach mit durchgefahren.
Jörn
0:34:10–0:34:13
Super nah dran, als wärst du der Wohnwagen von ihm.
Gesche
0:34:13–0:34:17
Ich bin halt hinterher gefahren. Ich hab mir gedacht, das ist ja auf dem Campingplatz,
0:34:17–0:34:20
das ist ja kein Parkhaus oder so. Da fahren ja Gespanne durch und so weiter.
0:34:20–0:34:23
weiter. Die Schranke muss ja ein bisschen offen bleiben.
Jörn
0:34:26–0:34:29
Also diese Geschichte mit auschecken, um das nochmal zu sagen,
0:34:29–0:34:31
das Prinzip ist bei denen normalerweise,
0:34:31–0:34:34
dass man, wenn man morgens losfahren will,
0:34:34–0:34:37
zur Anmeldung geht ab 9 und sagt,
0:34:37–0:34:40
guten Tag, wir fahren jetzt los, hier ist die Karte, bitte mein Pfand zurück
0:34:40–0:34:45
und dann verrechnen die diese 25 Euro Pfand mit dem Restbetrag der Rechnung
0:34:45–0:34:48
und dann macht es ja, obwohl selbst dann macht es keinen Sinn,
0:34:48–0:34:51
wenn du im Moment des Bezahlens dann nicht mehr rausfahren kannst.
0:34:53–0:34:55
Dürfte ja eigentlich auch nicht sein.
Gesche
0:34:55–0:34:56
Dürfte nicht sein. Ist egal.
Jörn
0:34:56–0:34:58
Aber dann funktioniert vielleicht nur rausfahren.
Gesche
0:34:58–0:35:01
Was ist denn, wenn ich jetzt ankomme und sage, ich brauche keine Karte fürs
0:35:01–0:35:05
Waschhaus, das Waschhaus war eh offen, und ich würde gerne jetzt schon bezahlen?
0:35:06–0:35:09
Was ist denn dann? Das hätten wir ja eigentlich machen müssen.
0:35:09–0:35:12
Ich möchte jetzt bezahlen, damit ich… Das ist ja auf den meisten Campingplätzen
0:35:12–0:35:15
auch so, oder? Dass man bei Ankunft bezahlt. Ja.
0:35:15–0:35:18
Naja, das war alles ein bisschen dubios, aber ich war irgendwie ziemlich pissed
0:35:18–0:35:20
und hatte echt Angst, dass wir da nicht rechtzeitig wegkommen.
0:35:20–0:35:23
Jetzt war ich ja schon mal auf dem Campingplatz drauf, aber beim Rausfahren
0:35:23–0:35:24
ist auch eine Nummernschilderkennung.
Jörn
0:35:24–0:35:28
Genau, da waren wir uns eben unsicher, was dann passieren würde.
0:35:29–0:35:33
Und weil wir eben nicht dann rumrangieren wollten, kam Gangster-Geschi.
Gesche
0:35:33–0:35:37
Gangster-Geschi.
Jörn
0:35:37–0:35:46
(singt) Gangster-Geschi öffnet das Tor, Gangster-Geschi, macht niemand was vor. Gangster-Geschi!
Gesche
0:35:46–0:35:48
Hast du mir einen eigenen Jingle geschrieben?
Jörn
0:35:49–0:35:51
Ja, heute im Auto schon. Hast du gar nicht gehört.
Gesche
0:35:52–0:35:53
Das war romantisch.
0:35:56–0:35:57
(singt) Und Lexi der Hund!
0:36:00–0:36:03
Naja, ist ja auch egal, auf jeden Fall, ich war wirklich, wirklich pissed und
0:36:03–0:36:04
sauer auf diesem Campingplatz.
0:36:04–0:36:08
Die hatten auch keine Notfallnummer oder irgendwas und ich so,
0:36:08–0:36:10
okay, wir kommen hier irgendwie raus.
0:36:10–0:36:13
Ich kann nicht bis neun Uhr hier stehen, es ist halt viertel nach sieben in
0:36:13–0:36:17
der Zwischenzeit. Und wir waren relativ weit hinten, das war so eine Wiese und
0:36:17–0:36:20
das war wahrscheinlich auch irgendwann mal eine Koppel gewesen, vermute ich.
0:36:21–0:36:24
Auf jeden Fall auf der Höhe, wo unser Wohnwagen stand, war noch ein Tor.
0:36:25–0:36:31
Also wie so ein großes, wie heißt das, so ein Gatter quasi, ich hab das einfach aufgemacht.
0:36:32–0:36:35
Ohne Scheiß, weil es einfach ganz, da hängt so ein dickes, fettes Schloss dran,
0:36:35–0:36:38
aber es ist richtig oft bei solchen Toren oder Gattern oder wie auch immer,
0:36:38–0:36:40
so, dass das nicht abgeschlossen ist.
0:36:40–0:36:43
Das ist einfach richtig oft so. Oder so Ketten vor Parkplätzen,
0:36:43–0:36:46
dass die nur so vorgehängt werden und dann nur so fake-mäßig so ein Schloss
0:36:46–0:36:49
so dran ist, die aber nicht zugemacht werden.
0:36:49–0:36:52
Das machen richtig viele Leute nicht einfach so, ich gucke jetzt,
0:36:52–0:36:56
ob das auf ist und dann war es halt tatsächlich auf. Und dann sind wir einfach da.
Jörn
0:36:56–0:37:00
Wir haben also überhaupt gar nicht versucht, die Schranke zu benutzen.
0:37:00–0:37:03
Also wahrscheinlich sind wir für das System auch immer noch auf dem Platz.
Gesche
0:37:03–0:37:04
Wir sind noch da eigentlich, ja.
Jörn
0:37:04–0:37:06
Wir kriegen jetzt den nächsten Anruf, wenn wir den abreisen.
Gesche
0:37:06–0:37:07
Die suchen dann den Wohnwagen.
Jörn
0:37:07–0:37:08
Und wo wir sind, genau.
Gesche
0:37:11–0:37:14
Gleichzeitig sind wir nicht da, weil wir ja schon ausgecheckt hatten und aber
0:37:14–0:37:17
auch noch da, weil wir nicht runtergefahren seien. Wir sind die Schrödingers Wohnwagen.
0:37:18–0:37:22
Auf jeden Fall haben wir uns dann ja auf den Staub gemacht.
0:37:22–0:37:26
Ich war aber immer noch ein bisschen pissed. Ja. Also ich habe mich da gut reingesneakt
0:37:26–0:37:27
und wieder rausgesneakt und so.
0:37:28–0:37:31
Aber ich, ja, da schwierig vom Campingplatz her. Schwierig.
Jörn
0:37:31–0:37:33
Eine weitere Anreise sagst du ist ausgeschlossen.
Gesche
0:37:33–0:37:35
Ich habe gesagt ja, weil...
0:37:37–0:37:39
Erstmal war es ja auch nicht super günstig, der Campingplatz.
Jörn
0:37:39–0:37:39
42 Euro?
Gesche
0:37:40–0:37:43
Ist jetzt nicht super teuer, aber es ist auch nicht super günstig.
0:37:43–0:37:48
Es ist kein Billo-Platz so. Und nee, weiß ich nicht.
Jörn
0:37:48–0:37:52
Im Endeffekt haben die Sauna und Swimmingpool, Wellnessanwendungen.
0:37:52–0:37:53
Ja, haben wir das genutzt?
Gesche
0:37:53–0:37:57
Nein, aber deswegen ist es nicht so. Mir ist es egal, ob die einen Wellnessbereich
0:37:57–0:38:00
haben. Mir wäre halt zum Beispiel wichtig gewesen, dass ich durch die Schranke fahren kann.
Jörn
0:38:00–0:38:02
Das wäre deine Wellness gewesen.
Gesche
0:38:02–0:38:10
(lachend) Das wäre meine Wellness gewesen. Diese verfickte Schranke geht einfach auf. So. Ging halt nicht.
Jörn
0:38:10–0:38:11
Ging halt nicht. Naja.
Gesche
0:38:12–0:38:14
Andererseits wissen wir jetzt, wie wir im Zweifel auch reinkommen, ohne zu bezahlen.
Jörn
0:38:14–0:38:18
(lacht) Spätanreise. Weiß Bescheid.
Gesche
0:38:19–0:38:21
Nee, bei sowas, du musst nur mit genug Selbstbewusstsein rangehen.
0:38:21–0:38:26
Du musst dahin gehen, komplett selbstverständlich, dieses Tor anheben und zur Seite machen.
Jörn
0:38:26–0:38:26
Reinfahren.
Gesche
0:38:26–0:38:30
Ich würde dich mit einer großen Geste so reinwinken. Nein, wir würden das nicht machen.
Jörn
0:38:32–0:38:36
Aber wir könnten, weil wir wüssten, wie es geht. War schön gewesen sonst.
0:38:36–0:38:39
Ja, es gab auch noch zwei kleine Essperimente.
0:38:39–0:38:43
Wir haben neue Lebensmittel ausprobiert, unter anderem die Gutfried vegetarische Geflügelbrust.
Gesche
0:38:44–0:38:45
Habe ich nicht.
Jörn
0:38:45–0:38:46
Habe ich probiert.
Gesche
0:38:46–0:38:47
Du hast aber wir gesagt.
Jörn
0:38:47–0:38:51
Ja, weil es zwei Sachen gibt und egal.
0:38:54–0:38:57
Diese vegetarische Geflügelbrust fand ich ziemlich lecker, weil nah dran am
0:38:57–0:38:59
Original, aber sie besteht zum Teil aus Ei.
0:38:59–0:39:05
Und das finde ich dann fast ein bisschen ironisch, weil halt kein Huhn dafür geschlachtet wird.
0:39:06–0:39:12
Es kommt aber aus industrieller Eiproduktion und dann stirbt das Huhn halt an Überlastung.
Gesche
0:39:13–0:39:16
Ja, es gibt relativ viele von diesen Fleischersatzprodukten,
0:39:16–0:39:22
die halt dann nicht vegan sind, sondern nur vegetarisch, die auf Ei-Basis halt
0:39:22–0:39:25
gemacht werden. Das ist bei diesen Fake-Wurst relativ oft so.
0:39:25–0:39:31
Und wenn man das jetzt deswegen konsumiert, weil man das aus tierethischen Gründen
0:39:31–0:39:35
sozusagen machen möchte, würde ich sagen, auf jeden Fall, wenn euch das darum
0:39:35–0:39:39
geht, also Fleischersatz, Wurstersatz zu holen
0:39:39–0:39:43
aus tierethischen Gründen, dann holt direkt das Vegane, weil wenn das auf Ei-Basis
0:39:43–0:39:46
ist, dann ist damit überhaupt nichts gewonnen.
Jörn
0:39:47–0:39:53
B1 Ja, und dann hatten wir ja auch noch diese abgefahrene Erfahrung mit diesem Schoko-Aufstrich.
Gesche
0:39:54–0:39:58
Das war aber von dem gleichen Hersteller oder die gleiche Marke,
0:39:58–0:40:02
wie dieser weiße Schokolade Macadamia Nüsse und so auch.
Jörn
0:40:02–0:40:03
Genau, richtig.
Gesche
0:40:03–0:40:05
Und das ist eine neue Sorte da?
Jörn
0:40:06–0:40:13
Oder haben wir die bisher nicht gehabt? Also es ist ein Schokoaufstrich dunkle Schokolade mit Minz. Und ich glaube dein Zitat war
Gesche
0:40:13–0:40:18
Das schmeckt, als würde man sich gleichzeitig
0:40:18–0:40:21
die Zähne kaputt machen und die Zähne putzen.
Jörn
0:40:21–0:40:25
Ja, es schmeckt wirklich wie Zahnpasta mit Schokolade.
Gesche
0:40:25–0:40:27
Ja, das kriegt mein Gehirn nicht gut auf die Reihe.
Jörn
0:40:28–0:40:31
Niemandes Gehirn kriegt das wirklich gut auf die Reihe. Aber trotzdem,
0:40:31–0:40:35
es ist ja nicht unlecker. Das ist so ein bisschen die After Eight zum schmieren.
Gesche
0:40:40–0:40:43
Ungefähr. Ich weiß nicht. Es ist einfach,
0:40:43–0:40:50
als ob unser dreijähriges Kind, das wir nicht haben, aber wenn wir ein dreijähriges
0:40:50–0:40:53
Kind hätten, dann würde es so viel Blödsinn machen, dass es auch zwischendurch
0:40:53–0:40:58
die Zahnpastetube ins Nutella-Glas entleeren würde und unterrühren.
0:40:58–0:41:01
Ja.
Jörn
0:41:01–0:41:05
Klingt nach etwas, das hier im Haus passieren könnte. Durchaus.
0:41:05–0:41:10
Durchaus. Ja, das nur mal so der Vollständigkeit halber.
Gesche
0:41:10–0:41:14
Mensch, Torben, jetzt hast du schon wieder die... Unser Kind würde schon Torben heißen, oder?
Jörn
0:41:14–0:41:15
Würde Torben heißen? Oder Thjorben?
Gesche
0:41:16–0:41:17
Thjorben Mattes.
Jörn
0:41:18–0:41:18
Thjoralf, dachte ich.
Gesche
0:41:18–0:41:22
Thjoralf? Hast du den gerade ausgedacht? Ich habe mir gerade einen Namen ausgedacht.
0:41:22–0:41:27
Hast du gerade einen Namen erfunden? Ja. Wow, also Sabine Rückert sagt ja immer
0:41:27–0:41:33
in "unter Pfarrerstöchtern", in dem Podcast, wo sie mit ihrer Schwester die Bibel
0:41:33–0:41:36
bespricht, gerade bei den alttestamentlichen Büchern.
0:41:37–0:41:43
Wenn ihr mal wieder einen Namen sucht für euer Kind hier, weil ja da oft sehr skurrile,
0:41:43–0:41:48
also ne, was heißt skurrile Namen, das stimmt ja nicht, aber für uns und nicht
0:41:48–0:41:52
vertraute Namen im Alten Testament stehen, Sabine Rückert empfiehlt das immer
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als Fundgrube für Namen.
0:41:54–0:41:58
Ich würde jetzt dich empfehlen, dass du einfach dir Namen ausdenkst und wenn
0:41:58–0:42:00
Leute sagen, Mensch, Jan, hier hast du bei uns.
Jörn
0:42:00–0:42:02
Schrei einfach drei bis vier Sylben aneinander.
Gesche
0:42:02–0:42:04
Das wird ein Mädchen, dann wie sollen wir es nennen?
Jörn
0:42:04–0:42:08
Rabetta-Klera.
Gesche
0:42:08–0:42:12
Rabetta?
Jörn
0:42:12–0:42:13
Das ist aber ein Wort.
Gesche
0:42:13–0:42:20
Rabetta-Klera. Ja. Okay, mach das doch, nimm doch lieber das Alte Testament. So. Hm.
Jörn
0:42:20–0:42:23
Es gibt eine neue Folge vom Haialarm-Podcast.
0:42:23–0:42:26
Unser Brettspiel-Special. Wir waren ja...
Gesche
0:42:26–0:42:28
Nee, kannst du das Wort nochmal sagen?
Jörn
0:42:28–0:42:28
Unser Brettspiel-Schbeisial (lacht)
Gesche
0:42:30–0:42:35
Ich wusste vom zweiten Mal schaust du es nicht. Brettspiel-Special.
Jörn
0:42:35–0:42:40
Wir haben ja im März und April zusammen mit Claudiu was aufgezeichnet und nach
0:42:40–0:42:43
der Aufzeichnung sind wir noch zu den Kackis ins Studio gegangen,
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weil wir nämlich das… Das klingt auch verkehrt, wenn man nicht weiß,
0:42:46–0:42:48
worum es geht. Kack- und Sachgeschichten.
Gesche
0:42:48–0:42:49
Ja, ich weiß das.
Jörn
0:42:49–0:42:53
Ich sage nur, wenn man das nicht weiß, das ist dann ein bisschen… Naja,
0:42:53–0:42:57
wir wollten jedenfalls das Brettspiel spielen, a braucht man dafür vier Personen
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und b einen Tisch und wir haben bei Benni aufgezeichnet, der hat keinen Esstisch,
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die Kackis haben aber einen im Studio, also haben wir Fred angerufen und gesagt,
0:43:05–0:43:07
Fred können wir da nicht mal hier deinen Tisch benutzen.
Gesche
0:43:07–0:43:10
Ich möchte auch nicht am Esstisch der Kackis sitzen einfach.
Jörn
0:43:11–0:43:16
Die wenigsten Menschen möchten das ehrlich gesagt, aber es war wahnsinnig spaßig
0:43:16–0:43:21
und die Folge sind sozusagen die dreieinhalb Stunden Highlights aus dieser Brettspiel Session.
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Echte Gefühle. 10 von 10. Gerne wieder. Und das Feedback bisher ist wirklich gut.
Gesche
0:43:27–0:43:32
Ich denke auch, dass es eine sehr tolle Folge ist. Ähm, ich hab aber trotzdem
0:43:32–0:43:35
ne Frage. Los. Wo isst Benni?
Jörn
0:43:39–0:43:43
Das ist eine berechtigte Frage. Er hat halt einen Couchtisch.
Gesche
0:43:46–0:43:47
Und einen Schreibtisch hat er auch.
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Wir machen das ja auch manchmal hier unser, wenn ich mal sage es hat der Asi-Abendessen.
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Und das heißt dann komm wir nehmen das Futter mit nach oben und packen uns aufs
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Sofa und gucken Netflix.
0:44:00–0:44:02
Aber man möchte schon einen Esstisch haben.
Jörn
0:44:02–0:44:06
Naja, wenn die Wohnung nicht das hergibt vom Platz her.
Gesche
0:44:07–0:44:09
Könnte so, indem man so hochklappen kann und dann so runter.
0:44:11–0:44:13
Ist Bennys Wohnung so klein?
Jörn
0:44:14–0:44:18
Naja, also ich weiß nicht, wie die neue Wohnung aussieht. Die beiden sind ja
0:44:18–0:44:19
jetzt gerade zusammengezogen, er und seine Freundin.
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Und vielleicht haben die in der neuen Wohnung einen Esstisch.
0:44:23–0:44:26
Aber im März, als wir aufgezeichnet haben, hatte er noch keinen.
Gesche
0:44:27–0:44:32
Ich hoffe doch. Ich meine, Benni, das geht nicht. Wenn er jetzt mit seiner Freundin
0:44:32–0:44:34
zusammengezogen ist, wird er schon einen Esstisch haben.
0:44:35–0:44:38
Also ich glaube nicht, dass er mit einer Frau zusammenleben würde,
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die keinen Esstisch hat.
Jörn
0:44:41–0:44:45
Benni, Grüße, sag's Bescheid. Und als Geschehn davon bin ich der Meinung,
0:44:45–0:44:47
dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister zurücktreten sollte.
Gesche
0:44:47–0:44:49
Ach Lindner ist jetzt bei dir? Okay.
Jörn
0:44:49–0:44:50
Ja, schon die ganze Zeit.
Gesche
0:44:50–0:44:50
Ja?
Jörn
0:44:50–0:44:53
Also seitdem ich aus der neuen, aus der aktuellen Bundesregierung wieder jemanden
0:44:53–0:44:57
habe, der dringend zurücktreten sollte, ist es Christian Lindner.
Gesche
0:44:57–0:44:59
Ja, aber du hast, wen hast du denn, wer sollte früher immer zurücktreten?
Jörn
0:44:59–0:45:01
Horst Seehofer.
Gesche
0:45:01–0:45:04
Und da hast du irgendwann mal gesagt, dass es halt nicht so random ist,
0:45:04–0:45:07
nach dem Motto, ich finde ihn einfach nicht gut, sondern dass es so um so grundsätzliche
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Dinge geht. Also um Menschenleben, wegen Flüchtlingsfrage und so.
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Und da hast du halt gerade gesagt, dass es halt nicht nur um Geld geht und so.
Jörn
0:45:15–0:45:18
Naja, gut, in diesem Fall geht es halt auch nicht nur um Geld,
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sondern es geht halt ganz konkret um die Sachen, die Christian Lindner verhindert
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als Bundesfinanzminister.
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Und das sind zum Beispiel Sachen mit Klimawandelmaßnahmen.
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Es geht darum, dass es zum Beispiel dringend notwendig wäre,
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einen Industriestrompreis einzuführen.
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Damit es zum Beispiel Ansiedlungsmöglichkeiten gibt, dass es auch Anreize gibt,
0:45:41–0:45:45
dass sich stromintensive Branchen auf erneuerbare Energien konzentrieren.
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Es geht darum, dass unterschiedliche Strompreiszonen in Deutschland gebraucht werden,
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damit wir in Schleswig-Holstein nicht den höchsten Strompreis in Deutschland
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haben, wo wir die höchste Erneuerbarenquote haben und die in Bayern,
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die davon profitieren sollen, den günstigsten Strompreis haben.
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Das sind alles Sachen, die auf Christian Lindner zurückgehen.
Gesche
0:46:05–0:46:08
Ja, ich finde, das sind sehr gute Punkte. Wir wissen nicht, ob sie jemals erfüllt
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werden, aber bis das passiert oder bis eine neue Folge von Gesche und Jörn Schaars
0:46:12–0:46:14
feinem Podcast erscheint.
Jörn
0:46:14–0:46:15
Alles Gute.
Gesche
0:46:15–0:46:15
Tschüss! (Gesche macht noch ein Lasergeräusch)

 

Mit Bezug auf diese Episode:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 25.06.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören sind: Jörn, Gesche (Pastorin in Eile) Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)