JSFP415: Inseln, Fähren, Sensationen

Von Telekomterror auf der Dänemarkfähre vom Campingplatz auf Fehmarn. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:33:19Diese Episode erschien am 13. August 2023 um 10:43Downloads 664 Downloads

 
Wir waren eine Woche mit dem Wohnwagen auf Fehmarn und das war trotz durchwachsenen Wetters wirklich schön und voller Abenteuer. Außerdem kann ich von abenteuerlichen Telefonaten mit der Telekom berichten, von Nervkram mit Wordpress und dem aktuellen Stand unserer Umzugsvorbereitungen.

Diese Episode hat 8 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 4 Minuten und 9 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinen Podcast Episode 415.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht.
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Wir waren endlich mal wieder mit dem Wohnwagen unterwegs, und zwar konkret auf Fehmarn.
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Es gab, das hatte ich in Episode 267 erzählt, lange, lange her,
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ein präpandemisches Geburtstagsgeschenk von Marco und Björn
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nebst ihren Partnerinnen, die mich und die Herzdame und den Hund eingeladen haben zu einem Campingwochenende auf dem Campingplatz
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Katharinenhof auf der Insel Fehmarn. Dies, das Ananas, das haben die mir zum
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Geburtstag geschenkt 2019. Das war Ende September und entsprechend haben wir gesagt:
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"Ja machen wir nächstes Jahr im Frühjahr." Hatten auch schon eine Idee wann und
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2020, naja, war halt schwierig mit Camping. Wir hatten da schon, wie gesagt, ja einen
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Termin, hatten sogar schon gebucht und dann muss man eine Anzahlung leisten. Die haben
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wir damals stehen lassen, damit wir, weil wir gesagt haben, na gut, wir wollen ja auf
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jeden Fall dahin und dann müssen wir die später nicht leisten. Also komm, bevor die
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jetzt auch noch zu allem anderen wirtschaftlichen Risiko, was diese Pandemie halt einfach für
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Beherbergungsbetriebe mit sich gebracht hat, auch noch den bürokratischen Aufwand haben,
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uns die Anzahlung zu erstatten, behaltet das Geld, wir kommen drauf zurück. Und jetzt
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ging es also darum, dass wir noch mal raus wollten nach dem Wacken Open Air.
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Das war eine ziemlich anstrengende Arbeitswoche für mich.
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Und ich hatte mir schon länger vorgenommen, so eine "Workation" zu machen,
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mal nach Ostholstein zu fahren, in die Region, in der Fehmarn liegt.
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Weil ich da so selten hinkomme. Das ist von uns halt relativ weit.
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Und im Tagesgeschäft ist es einfach schwer abzubilden.
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Habe ich gesagt, dann da mal eine Woche den Wohnwagen hinstellen und ein paar Themen anfassen, die dort oben aufliegen,
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über die man in dieser Region dringend mal reden muss, um sie dann, also das Material schon zu
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haben, um das dann in der Sommerpause gemütlich ausspielen zu können. So, das war der Plan.
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Entsprechend habe ich dann auf eben jenem Campingplatz gebucht, habe auch reingeschrieben,
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so "übrigens da steht noch eine Anzahlung aus 2019", die haben sie auch gefunden, haben gesagt,
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"ja, nee, kein Problem, brauchen sie nicht bezahlen, haben wir verbucht." Also das war safe. Was dann
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gut gewesen wäre, wenn ich Zeit gefunden hätte, diese Woche ein bisschen vorzubereiten, sprich
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Termine zu vereinbaren mit Leuten, mit denen ich mich über die Themen unterhalten könnte,
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die da eben dran sind an der Stelle.
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Das habe ich nicht gemacht, deswegen war es ein bisschen mehr "Cation" als "Work".
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Also eigentlich nur aber das soll das erst mal nicht schmälern weil letztlich ich habe gut gearbeitet in der wacken woche hatte viel zu tun und da ein paar tage pause zu haben das hat mir jetzt persönlich auch nicht geschadet natürlich hätte ich mein bankkonto noch ein bisschen.
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Weiter aufpolstern können wenn ich da auch tatsächlich was gearbeitet hätte bin ich nicht zu gekommen ja schade.
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Nächstes mal dann gut also wir sind sonntag hingefahren nachdem ich den dem podcast aufgezeichnet habe das war soweit unspektakulär wir hatten gar kein problem mit staus oder dergleichen selbst in kiel diese blöde
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baustelle diese haben an der friesenbrücke hat uns nicht wahnsinnig aufgehalten und dann waren wir nach.
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Drei Stunden ungefähr, ziemlich genau, dann dort, war also überhaupt kein Problem.
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Die Details zum Platz gibt es dann in der nächsten Folge des Camping-Caravan-Podcasts.
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Aber war jut gewesen, wirklich ganz klassischer Campingplatz, wie man das noch von früher kennt,
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mit der Rezeption und die sagen dann: "ja, hier ist ihr Platz auf der Karte und der Kollege mit dem Fahrrad
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holt sie gleich ab, der bringt sie dahin." Fantastisch! Kinderbanden überall,
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Musik, Punkt 22 Uhr Stille. Es war wirklich toll, mochte ich richtig gerne, aber das erzähle ich
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im Camping-Caravan-Podcast dann ausführlich. Vom Wetter her war es eher durchwachsen. Es war
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Sturmtief Zacharias, das uns da so ein bisschen einen Strich durch die Erholung gemacht hat,
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mit Regen, mit Sturm und das auch sehr länglich. Also ich glaube, es war bis Mittwoch, das Wetter
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war eher so mittel. Trotzdem sind wir am Montag ein bisschen über die Insel gecruised und da auf
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dem Hauptort in Burg. Es war einfach Stau. Es war voll. Offensichtlich kam gerade irgendwie ein
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Schwall Autos von der Fähre nach Dänemark. Dann war irgendwie scheinbar Großanreisetag auf dem
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Insel. Die Leute haben alle vergessen, wie man Auto fährt oder Verkehrsschilder liest. Alles
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auf einmal. Also jetzt ist Burg nicht der größte Ort, aber da gibt es halt so scheinbar seit
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neuestem ein einbahnstraßen system mit dem die leute noch nicht so hundertprozentig zurecht
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kommen und wenn da ein schild steht "linke spur: abbieger nach links, rechte spur geradeaus und rechts
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abbiegen" heißt das ja nicht dass man nicht auch von der linken spur versuchen kann in den stau.
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Abzubiegen und das war das was einige leute da versucht haben es war ganz beeindruckend ja wir
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waren an einem hundestrand haben da ein bisschen rumgetobt sind dann nach lemkenhafen gefahren da
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Da ist diese berühmte Aalkate, ein Fischrestaurant, das uns sehr ans Herz gelegt worden ist.
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Da gab es dann zumindest für mich ein Fischbrötchen und weil das so ein bisschen unübersichtlich
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war, wie das da funktioniert, haben wir es ein bisschen verpeilt.
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Dass die herzdame sich da eine beispielsweise eine pommes bestellen kann während ich in der schlange stehe dann hätten wir gleichzeitig essen können und hätten auch beide was zu essen gehabt so saß ich da und habe ihr mein.
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Brathering brötchen vorgekaut war aber nicht schlimm denn wir hatten schon an dem parkplatz wo wir unser auto abgestellt haben das café lütten entdeckt,
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wo wir sowieso schon gesagt haben, da gibt es vielleicht noch Kuchen, auch eine ganz
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gute Entscheidung. Der Kuchen war sehr lecker. Es war natürlich aufgrund des
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Wetters jetzt sehr eng, weil alle Leute drinnen saßen und so richtig groß ist
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das nicht. Heißt halt auch Lütten, also "der kleine", aber war völlig in Ordnung.
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Wir haben unseren Kuchen verputzt und sind dann gemütlich wieder zurück zum
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Campingplatz gefahren haben. Dabei versucht Burg soweit es geht zu umfahren.
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Das hat glaube ich auch ganz ganz gut funktioniert in meiner Erinnerung und
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Abends habe ich mir dann noch eine Dose schwedischen Bieres aufgerissen.
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Das hatte mir Rüdiger zum Podstock mitgebracht. Das war sehr lecker. Vielen Dank.
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Dienstag war dann wirklich der Regentag.
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Da haben wir viel im Wohnwagen rumgehangen.
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Da ging nicht wahnsinnig viel.
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Es gab Gemüseauflauf aus dem Omnia. Normalerweise ist ja unser Standardgericht im Wohnwagen entweder so als Snack
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das Käsetoast oder wenn es eine richtige Mahlzeit sein soll,
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gerne mal Kartoffelgratin. Hatten wir jetzt nicht so richtig Bock drauf.
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Und deswegen haben wir gesagt, wir nehmen einfach, wir hatten auch noch Kartoffeln im Wohnwagen vom letzten Ausflug.
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Die mussten sowieso weg, die haben wir also kleingeschnitten, noch ein bisschen Gemüse dazugekauft.
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Und das war dann ein bisschen Sahne, ein bisschen Käse, Omnia, fertig ist der Lack.
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Das war total lecker.
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Dann gab es natürlich auch noch den obligatorischen Strandspaziergang, weil in der Nähe des Campingplatzes ohnehin ein Strand war, an dem man sehr gut spazieren kann.
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Und das war im Wesentlichen der Tag am Dienstag. Es war echt nichts zu wollen.
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Ja, Mittwoch dann das Wetter insofern ein bisschen besser, als dass es nicht dauernd geregnet hat.
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Es war immer noch windig. Trotzdem haben wir gesagt, wir machen jetzt einen Tagesausflug
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und wir machen einen Tagesausflug nach Dänemark, weil ja von Fehmarn, von Puttgarden aus die Fähre nach Rødby fährt.
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Und das wollten wir einfach machen. Haben wir gesagt, warum nicht?
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So, die fahren alle halbe Stunde. Für Fußgänger ist das einigermaßen günstig.
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Hunde fahren kostenlos mit dauert auch nur eine dreiviertel stunde die überfahrt lass mal machen und so krass also wir haben natürlich vorher in fahrplan gesagt okay die fahren alle 30 minuten die fahren scheinbar 24 stunden wie zum teufel lohnt sich das und dann kamen wir dahin alter was da los war.
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Wie viele autos und lkw vor allem da standen das war wirklich krass auch wie krass getaktet die waren also wir waren halt.
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Ungefähr gleichzeitig mit dem letzten Auto, das auf die Fähre drauf gefahren ist, vorne an dem Einlass.
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Für fußgänger der war zu dem zeitpunkt schon zu weil die gesagt haben wir haben keine feste abfahrtszeit oder wir peilen so ungefähr viertel nach und viertel vor an.
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Aber wenn das schiff beladen ist dann fahren wir auch los und da warten wir jetzt nicht noch auf zwei fußgänger.
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So sagte es der mensch der da die fußgänger brücke bediente.
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Überfahrt wie gesagt alle 30 Minuten, wir haben dann da kurz die Zeit verbracht, weil die nächste Fähre war auch schon zu sehen, die war nicht so weit weg und dann Überfahrt bei schwerer See und Windstärken um 5 Beaufort, also das war schon ein bisschen schaukelig, das war weniger Wind als wir die Tage davor hatten.
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Aber immer noch so, dass es um uns herum einige Leute gab, die gesagt haben, so hoch ein bisschen schummerig ist mir schon und Leute, die auf dem auf dem Außendeck dann standen und sich vom Wind haben durchpusten lassen.
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Wo Gesche dann sagt, sie ist dann auch rausgegangen, und sagt so komisch von der Bewegung der Menschen hätte ich mehr erwartet.
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Ja, Windstärke 5 ist halt nicht besonders viel, wenn man an der Küste wohnt, aber war
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trotzdem. Also man hat das durchaus gemerkt, auch an diesem großen, vollbeladenen Schiff.
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Das hat sich doch ganz gut bewegt.
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Und dann waren wir ja nach einer Dreiviertelstunde in Dänemark, in Rødbyhavn, und
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der Anleger dort, der hat so ein bisschen Lost-Place-Vibes, weil nämlich die Dänen
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sich irgendwann ja vor einiger Zeit entschieden haben, wir bauen jetzt einen Tunnel unter
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dem Fehmarnbelt, weil uns das alles nicht effizient genug ist mit den Fähren.
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Das dauert alles viel zu lange. Die LKW stehen da stundenlang im Stau.
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Das ist alles Mist, muss schneller gehen.
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Und auch die Zugverbindung nach Kopenhagen soll schneller gehen.
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Bisher war es so, dass man in Hamburg in einen dänischen Zug gestiegen ist, der ist dann nach Fehmarn gefahren, nach Puttgarden,
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ist dort auf die Fähre gefahren und in Dänemark weitergefahren auf der Schiene.
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Das hat Dänemark irgendwann abgeschafft, das ist noch nicht so lange her, zwei Jahre würde ich sagen.
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Seitdem liegt da halt diese komplette Infrastruktur brach. Und wenn man da rauskommt aus diesem Anleger, aus diesem Gebäude, wo auch keine Menschenseele ist,
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Da waren zwei sehr gelangweilte Grenzpolizisten, die wohl den Auftrag hatten, zufällige Stichproben zu machen.
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Jetzt waren halt nur Leute mit weißer Haut da und mussten wir alle unseren Ausweis vorzeigen. Und das war's.
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Mehr Personal war da weit und breit nicht zu sehen, auch wenig Hinweisschilder.
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Und dann sind wir halt da so ein bisschen rumgestolpert und haben, kannst dir halt so
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erschließen, dass da irgendwie zwischen den Zäunen ein Weg ist.
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Und dann kommst du an der Bushaltestelle vorbei.
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Das war natürlich genau die Zeit, die die Burschen gebraucht haben, unsere Ausweise
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zu kontrollieren, hat uns gefehlt, um den Bus zu erreichen, der nach Rødby fahren sollte.
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Der war nun also gerade weg.
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Da haben wir gesagt, okay, was machen wir jetzt? Wir können jetzt entweder hier warten oder wir gehen und gucken uns Rødbyhavn an.
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Jetzt sind wir irgendwie da über so eine Brücke und haben gesagt, komisch, hier ist
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irgendwie nichts zu sehen und auf Google Maps sieht das auch nicht aus, als gäbe es hier viel zu entdecken.
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Ach komm, wir gehen zurück zur Bushaltestelle und nehmen dann den Bus nach Rødby, die nächstgrößere Stadt in unseren Augen.
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Und dann haben wir da ein bisschen gewartet.
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Dann kam auch ein Bus und der Fahrer war total freundlich und sagte, ja klar, nehme ich euch mit, aber nur mit Bargeld und nur mit Kronen.
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Dann haben wir da irgendwie völlig konsterniert reagiert, glaube ich, weil wir es aus Dänemark halt gewöhnt sind, du zahlst alles überall mit Karte, aber halt nicht im Bus.
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Bargeld kein Problem, halte ihn 20 Euro Schein hin, sagt er, ja ich habe aber nur Kronen, das kann ich nicht annehmen.
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Okay, das heißt wir können nicht mitfahren? Ja, sagt er, ihr könnt nicht mitfahren, wenn ihr keine Kronen habt.
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Und abgesehen davon, ob ihr euch jetzt Rødbyhavn anguckt oder Rødby, so groß ist der Unterschied nicht.
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Das ist beides Kacke, hat er so nicht gesagt, aber das war sehr deutlich rauszuhören.
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Da ist halt nichts, also der Unterschied zwischen dem Ort hier und Rødby, dort gibt es ein Aldi, hier gibt es ein Netto oder andersrum, ich weiß es nicht mehr.
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Und in beiden dörfern gibt es zwei pizzerien also guckt euch lieber hier um das da habt ihr mehr von so also bevor ihr jetzt losgeht und euch irgendwo kronen besorgt so also sind wir über diese fußgängerbrücke zurück.
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Haben uns noch mal diesen gigantischen stau angeguckt vor der fähre und wie krass das durch organisiert ist das dann leute also das letzte auto ist noch nicht richtig von der rampe runter da fahren schon die ersten wieder drauf auf der anderen seite.
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Zack, zack, zack, alles super krass getaktet, das haben wir uns ein paar Minuten angeguckt
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und sind dann also in den Ort reingegangen.
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Da war nicht viel.
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So also gar nichts also da ist halt ein besucherzentrum das will ich mir noch angucken so ein infozentrum für den tunnelbau das soll wohl auch ganz gut sein habe ich mir sagen lassen da hatten wir jetzt aber mit hund und ach irgendwie auch nicht den den geist zu da jetzt rein zu gehen.
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Also sind wir ein bisschen durch den ort gelaufen da war dann ein supermarkt, ein Brugsen, da haben uns kuchen geholt und haben uns auf eine bank gesetzt das verputzt.
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Bevor wir dann wieder zurück zum Schiff gegangen sind, also alles sehr entspannt. Da ist auch noch ein Schiff vor uns weggefahren und beim nächsten waren wir gerade rechtzeitig. Das alles hat uns richtig viel Zeit gelassen. Uns hetzt ja keiner.
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Und dann auf der anderen Seite, also die Überfahrt war ähnlich unspektakulär, abgesehen davon,
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dass es jetzt eben ein anderes Schiff war und entsprechend auch das Angebot im Bordshop
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ein bisschen ein anderes war.
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Also das, was die Herzdame sich schon ausgesucht hatte, was sie kaufen wollte, das gab es da
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nicht. Also im konkreten Fall war es ausverkauft.
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Und nicht nur deswegen sind wir auf der deutschen Seite dann nochmal in den Bordershop gegangen.
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Aufmerksame HörerInnen des Camping-Caravan-Podcasts wissen, der Bordershop, das ist ein Teil einer
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ausgedienten Fähre der Scandlines, die dort zu einem dänischen Supermarkt umgebaut worden,
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ist.
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Das ist halt so, da kann man vorbestellen, das sind Verladerampen für LKW und PKW und.
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Dann kannst du halt sagen, hier, keine Ahnung, das möchte ich haben, das, das, das, klick
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und Collect, da fahren die in Dänemark auf die Fähre. Da gibt es eine eigene Abbiegerspur,
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die zum Parkplatz von diesem Supermarkt führt und dann fährst du halt rückwärts ran,
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kriegst den ganzen Bums ins Auto geladen, nimmst die nächste Fähre wieder zurück.
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Oder du läufst halt zu Fuß durch. Ist auch scheinbar sehr beliebt bei Leuten, die aus
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Schweden kommend in Deutschland Urlaub machen wollen. Oder mutmaßlich in Dänemark. Oder
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die in Kurzurlaub machen und von Schweden aus über Dänemark und Fehmarn nach Schweden
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fahren. Jedenfalls also der Parkplatz voll mit schwedischen Kennzeichen, mit dänischen
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Kennzeichen und auch das ganze Ding richtet sich eher an Leute aus Skandinavien. Wollen
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wir ehrlich sein. Das Ganze hat vier Decks auf denen die unterschiedliche Schwerpunkte
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haben oder unterschiedliche Sortimente haben und gleich das untere, also man wird da auch
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so durchgelotst, man muss also im Prinzip einmal fast bis ganz nach oben gehen bis man
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wieder runterfahren kann, muss man nicht, aber kann.
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Der weg ist halt so angelegt dass man sich da so durch bewegt und im untersten deck wenn man da wo man zuletzt hingekommen vor den kassen da ist halt alles voll mit softdrinks und bier in dosen und allen steht und da stehen in große schilder dass das nur verkauft wird um es nach skandinavien zu exportieren.
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Und dass man einen wohnsitz in skandinavien haben muss um das kaufen zu dürfen weil es halt dänische waren sind die dort fanfrei verkauft werden.
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So, das heißt als Deutscher kannst du das nicht kaufen. Alles andere hingegen schon.
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So, im ersten Deck gibt es irgendwie Wein und Likör und so ein Kram.
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Im zweiten Whisky und Schnaps und allen anderen Schiet.
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Und oben im dritten Stock gibt es dann eben Naschkram, Spielzeug, Haushaltswaren, solche Geschichten.
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Ja, Herzdame und Hund waren in der Zeit schon am Auto. Ich bin da einmal durchgetobt, weil ich es auch einfach mal sehen wollte.
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Und das ist muss man wirklich sagen ein ziemlich beeindruckendes sortiment insbesondere also ich
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habe jetzt so weniger auf wein geachtet aber ich mag ja whisky trinken zum beispiel und bin dann
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also gleich in dieses spirituosen deck hochgelatscht und mein lieber scholli die whisky
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auswahl dort ist wirklich beeindruckend also alle namenhaften marken haben da nicht nur ein fach in
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einem Regal, sondern die haben ein ganzes Regal. Ich habe jetzt beispielhaft Macallan ausgesucht,
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für das ich mich da mal interessieren wollte, weil ich einfach Macallan-Whisky mag. Und ich.
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Habe in der Vergangenheit irgendwie zwei Serien geguckt, nämlich "Suits" und "Designated Survivor",
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wo sie sehr inflationär mit 18-jährigem Macallan um sich geworfen haben. Also wirklich einschenken,
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Ex, weg und ich dachte okay, muss ja was dran sein außer vielleicht Product Placement und
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wenn ich das irgendwo kriege dann hier und gab es da auch aber für 300 Euro die Flasche.
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So, da hab ich dann gesagt, nee Freunde, dann lieber den 12-Jährigen, das ist dann auch auch okay für mich.
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Und das war letztlich ja ich habe recht bezahlt 75 euro also ein kleines bisschen günstiger als ich es hier aus dem deutschen supermarkt kenne aber auch nicht viel also irgendwie die übliche also ich würde sagen markt übliche schwankung.
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Dazu gab es dann noch ein bisschen Naschi, nämlich genau das, was Geshe gerne
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auf dem Schiff gekauft hätte. Marabu-Schokolade mit Salmiak-Lakritz drin.
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Also ja, es ist Schokolade und mit so ein bisschen Lakritz und dann kommt aber
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der Salmiak, der boxt dir in den Mund. Das ist alles so ein bisschen, also ja,
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gleichzeitig lecker und eklig und trotzdem möchte man davon gleich noch ein Stück haben, weil es so faszinierend ist und alles sehr, sehr verrückt.
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Ja, das war eigentlich dann der Tag, da waren wir dann auch gut durch nach der ganzen Geschichte.
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Der Hund hat nur noch gepennt, das war ganz gut.
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Der hatte auch keinen Bock mehr abends nochmal eine Runde am Strand oder überhaupt spazieren zu gehen.
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Die guckte uns an und sagte, seid ihr eigentlich bescheuert, ich will jetzt nur noch hier liegen.
0:18:19–0:18:25
Das war sehr spannend, aber man muss auch sagen, der mit Abstand entspannteste Hund
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auf dem Schiff, denn sie hat sich sofort bei uns unterm Tisch zusammengerollt und hat
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da halt einfach gelegen, während andere Hunde, die da mit an Bord waren, doch deutlich gestresst
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waren von den ganzen Menschen, den anderen Hunden, die da waren.
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Und das hat sie alles überhaupt nicht interessiert. Sie hat das wirklich ganz, ganz toll mitgemacht.
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Ein toller Hund.
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Ich weiß gar nicht mehr, was wir zum Abendessen hatten, ob überhaupt.
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Also wir haben ja auf dem Schiff gegessen und dann nochmal in, also wir haben zweimal
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Auf der Hinfahrt gab es Sandwiches, dann Kuchen in Rødbyhavn und auf dem Rückweg haben wir uns auch noch mal jeweils eine Pommes reingedrückt.
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Also ich glaube, wir hatten gar kein Abendessen an dem Tag, aber Bier. Immerhin Craft Bier aus Düsseldorf mit so einem Nachhaltigkeitstouch.
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Ich komme nicht mehr auf den Namen. Irgendwas mit so einem Osterhasen drauf und eben ein Bäcker, der letztlich Abfallprodukte aus der Backstube benutzt,
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um daraus dann Bier zu machen und das ganze spart irgendwie CO2 und Wasser und noch irgendwas
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habe ich vergessen. Also geiles Zeug, war auch wirklich lecker. Kann ich nur empfehlen.
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Wenn ich also ich würde es empfehlen wenn ich wüsste was es war. Kommentare bitte! Donnerstag war war so ein Tag der war einfach wahnsinnig schön da war alles schlechte Wetter der ganzen Woche war vergessen es war sonnig es war warm fast heiß das war wirklich toll wir hatten auch noch Besuch ein Freund von uns.
0:19:48–0:19:54
Der jetzt in lübeck wohnt hat seine freundin und deren tochter mitgebracht und die haben uns auf dem campingplatz besucht,
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wir haben rum gesessen wir haben uns unterhalten wir sind ein bisschen am strand unterwegs gewesen die kleine hat irgendwie es geschafft,
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aus den ganzen steinen also der hunde strand dort besteht im prinzip aus.
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Grobem sand und steinen und sie hat aber die muscheln da drin gefunden und schnecken und allen hat das alles gesammelt müssen alles
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ihre beiden Erziehungsberechtigten tragen. Wir haben Steine geflitscht und das war alles ganz
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ganz aufregend. Und dann waren wir noch im Waldpavillon essen. Das ist ein Restaurant
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direkt in der Nähe des Campingplatzes. Unglaublich lecker. Richtig gut. Also tolle
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Aussicht von der Terrasse. Sehr aufmerksamer Service. Essen lecker. Wirklich preiswert auch.
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In Relation zu dem, was man heutzutage in Restaurants für Essen bezahlt, war es wirklich
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günstig und es war auch das Geld wert was man dafür bezahlt hat. Also ich hatte einen Teller
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mit drei Dorschfilets, Bratkartoffeln und Salatbeilage, da war ich bei 19 Euro. Das ist
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nicht teuer. Also im Restaurant. Für die Herzdame gab es Spaghetti mit vegetarischer
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Bolognese. 11 Euro. Kannst du auch nichts sagen heutzutage. Das war alles völlig in Ordnung.
0:21:02–0:21:10
Freitag war sehr, sehr normal. Wir haben morgens angefangen, dann irgendwann abzubauen. Alles,
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was man da so macht. Und dann haben die Rückreiser angetreten nach Husum. War auch
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alles fein, gab es keinerlei berichtenswerte Zwischenfälle. Alles in Ordnung.
0:21:21–0:21:32
Also ich mache es seit einiger Zeit so, wenn wir länger nicht da sind, also hier läuft ja sowieso Smart Home mäßig irgendwie dann so eine Art Anwesenheitssimulation, dass hier regelmäßig Licht angeht irgendwo.
0:21:32–0:21:40
Und ich sorge immer dafür, wenn das Haus nicht zufällig bewohnt ist, dass wir dann zumindest, dass der Briefkasten nicht überläuft.
0:21:41–0:21:46
Da könnte ich natürlich jetzt jemanden aus der Nachbarschaft fragen, aber ehrlich gesagt
0:21:46–0:21:50
will ich damit auch keinen Behelligen, denn letztlich gäbe es ja nichts anderes zu tun,
0:21:50–0:21:55
als einmal am Tag in den Briefkasten zu gucken und die Post irgendwie reinzulegen.
0:21:55–0:22:00
Also mache ich einen Lagerauftrag, kam jetzt am Samstag die Post, da war einfach wahnsinnig
0:22:00–0:22:02
viel Buchhaltung zu erledigen.
0:22:02–0:22:09
Dann so als Umzugsvorbereitung habe ich dann endlich mal den Papierkramstapel abgearbeitet,
0:22:09–0:22:12
der sich hier angehäuft hatte, zum Teil noch mit Sachen aus März,
0:22:13–0:22:15
die nicht in den richtigen Ordner gelandet sind.
0:22:15–0:22:23
Genau, das kam also alles in die richtigen Ordner. Und da habe ich so spezielle Umzugskartons eben für Aktenordner,
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wo genau von den Maßen her, kannst irgendwie sechs oder sieben Ordner reinstellen.
0:22:28–0:22:33
Und dann wird der Karton auch nicht so schwer. Und die sind da wirklich, da rutscht und knittert nichts.
0:22:33–0:22:34
Das ist alles gut.
0:22:35–0:22:42
Dabei habe ich dann auch gleich alles vorbereitet für die Ummeldung von Mensch und Tier und dem ganzen bereiften Gelöt, was wir so vorhalten,
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alles auch so bereitgelegt, dass ich das nach dem Umzug ganz schnell finden und greifen kann und
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entsprechende Erinnerungen in die To-Do-Listen-App geschrieben, dass ich also mir sicher bin,
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dass sich Zukunftsjörn dort enorm darüber freuen wird. Dann hatte ich ja in der vergangenen Episode
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erzählt, wo wir gerade beim Thema Umzugsvorbereitung sind, dass ich am letztmöglichen Tag die
0:23:06–0:23:14
Kündigung von unserem Telekom Internetvertrag abgeschickt habe und seit Montag klingelt hier das Telefon.
0:23:14–0:23:22
So, und das ist ja das Geile. Sämtliche Kommunikation, die die Telekom mit mir machen darf, läuft über die Festnetznummer
0:23:22–0:23:24
hier im Haus. Davon haben wir drei.
0:23:24–0:23:30
Eine, die die offiziell hinterlegt haben und zwei andere, die halt so mit zum Vertrag gehören.
0:23:31–0:23:41
Eine davon ist eine Faxnummer auf die Fritzbox. Habe ich auch nur eingerichtet, weil es geht und die andere ist halt so die für unerwünschte Anrufe, die sofort auf einen Anrufbeantworter geleitet wird.
0:23:45–0:23:53
Und die klingelten nun alle drei. Ich kriegte immer die Benachrichtigung von der Fritz-Box, hier hat jemand angerufen, da keine Nachricht hinterlassen, die ist das anders.
0:23:53–0:24:01
So, das ging am Montag, hab ich mir das noch angeguckt. Zwei Anrufe täglich aus zwei verschiedenen Call-Centern, also insgesamt vier, auf jede Nummer.
0:24:02–0:24:07
Die Faxnummer haben sie komischerweise nur einmal versucht, also die Daten haben sie dann hinterlegt.
0:24:07–0:24:12
Und dann hab ich gesagt, das nervt so hart und ich will da nicht zurückrufen.
0:24:12–0:24:14
Und sagt Gesche, komm gib her das Handy, ich rufe da an.
0:24:14–0:24:24
Und dann konnte ihr da keiner helfen, weil sie sich mit der Kundennummer und den letzten sechs Stellen der IBAN ausweisen sollte, dass sie wirklich die Vertragsinhaberin ist.
0:24:25–0:24:31
Vielleicht, weil sie gemerkt haben, dass da sich jemand mit Gesche meldet und steht da bei Jörn im Vertrag, keine Ahnung.
0:24:31–0:24:32
Jedenfalls kam sie da nicht weiter.
0:24:33–0:24:37
Dann ging es aber los, dass die Arschgeigen dann auch noch auf dem Handy angerufen haben.
0:24:38–0:24:42
Und auch das konnte uns keiner erklären, ohne dass wir uns da ausweisen.
0:24:42–0:24:47
Also mussten wir warten, bis die Sterne günstig stehen.
0:24:47–0:24:53
In dem Sinn, dass die dann anrufen, wenn mein Handy in meiner Nähe geladen und auf laut ist.
0:24:54–0:25:00
Das war am Freitag. In der Zwischenzeit klingelte das ständig auf sämtlichen Apparaten.
0:25:00–0:25:05
Also mein Handy hat immer mal geläutet, da sah ich dann immer nur so ein Anruf in Abwesenheit, schade.
0:25:05–0:25:15
Dann kriegte ich ja pro Tag aus zwei verschiedenen Call-Centern mindestens zwei Abwesenheitsbenachrichtigungen hier von der Fritzbox zu Hause über Anrufe.
0:25:16–0:25:22
Bis dann am Freitag, als wir auf der Heimfahrt waren, gerade auf dem Weg zur Fehmarnsundbrücke,
0:25:22–0:25:26
klingelte mein Handy übers Auto, Freisprecheinrichtung.
0:25:26–0:25:37
Ich bin rangegangen, war jemand dran. Ja, Telekom, bliblubla. Ich sage, auf sie warte ich ja nun schon und habe dem erst mal erzählt, wie unangenehm das jetzt war, dass ich die ganze Woche von denen genervt wurde.
0:25:39–0:25:45
Und was kann ich denn Schönes für sie tun, sage ich. Sagt er, ja, sie haben ja bei uns gekündigt, da wollte ich einfach nur mal wissen, warum. Da musste ich erstmal kurz überlegen, ob er das ernst meint.
0:25:46–0:25:56
"Hab ich das nicht angegeben? Ich ziehe um an einen neuen Ort, wo keine Telekom-Leistung angeboten wird."
0:25:59–0:26:04
Sieben Sekunden still auf der anderen Seite. "Ach so", sagt er, "dann hat sich das ja schon erledigt." (Jörn lacht)
0:26:06–0:26:09
Ich habe gedacht, ich spinne.
0:26:12–0:26:13
Da haben die eine Woche,
0:26:15–0:26:20
zwei Callcenter damit beschäftigt, mich ständig anzurufen, nur um diese Frage zu stellen.
0:26:22–0:26:27
Dann kam auch noch die Herzdame dazu, die ja neben mir saß, das mit angehört hat und sagte,
0:26:27–0:26:34
Sie hätte da jetzt auch noch mal eine Frage, warum denn, dass jetzt diese Frage nicht klärbar gewesen ist aufgrund eines Rückrufs.
0:26:34–0:26:48
Wie das denn zustande kommt und wie sie denn dazu kämen, eine Nummer zu benutzen, die bei denen ja offiziell gar nicht hinterlegt war, sondern die erst, nachdem wir die benutzt haben, um zurückzurufen, dann auch aktiv genutzt worden ist.
0:26:49–0:26:55
Und der arme Kerl da hat wirklich geschwitzt, da war also mehrmals so ein bisschen Stille,
0:26:55–0:26:57
wo er mal überlegen musste.
0:26:57–0:27:02
Und natürlich, klar kann man irgendwie, das hat er dann auch gemacht, zu argumentieren,
0:27:02–0:27:07
dass er sagt, wenn jemand bei uns anruft, dann müssen wir erst mal sicher sein, dass
0:27:07–0:27:11
das nicht eine Person ist, die einfach eine fremde Rechnung irgendwo im Müll gefunden,
0:27:11–0:27:12
hat und sich einen Spaß erlaubt.
0:27:13–0:27:20
Finde ich okay. Die Frage, warum sie das Handy jetzt auf einmal benutzt haben, da hat er wirklich richtig lange überlegt.
0:27:21–0:27:24
Und dann sagte er, ja, warten Sie mal, ich rufe mir mal die Kündigung auf und tatsächlich
0:27:24–0:27:27
da habe ich die Nummer auch angegeben. Aber das ist ja keine Antwort.
0:27:28–0:27:31
Wenn sie nämlich wirklich eine Rückfrage zu der Kündigung gehabt hätten und die Anrufe
0:27:31–0:27:36
aufgrund dessen der Angaben in dieser Kündigung passiert wären, hätten sie a gesehen Umzug
0:27:36–0:27:42
an eine neue Adresse, wo keine Leistung anliegt von denen und b hätten sie von vornherein die Nummer gehabt.
0:27:42–0:27:48
Die Handynummer haben die erst benutzt, also sprich die Daten miteinander verknüpft, nachdem ich
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da angerufen habe. Ja, also letztlich ein 10 Minuten Telefonat, das 30 Sekunden
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hätte dauern können und das wir vor allen Dingen am Montag gleich hätten lösen können, wenn die sich nicht so blöd angestellt hätten. Naja, Stichwort
0:28:03–0:28:07
Telefonieren, fällt mir gerade ein, bei mir wird ein neues Handy nötig. Richtig
0:28:07–0:28:12
scheiße, der Akku macht langsam schlapp. Das Ding ist jetzt ja auch schon sechs
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Jahre alt oder sechs Jahre lang in meinem Besitz. Es bekommt schon seit
0:28:16–0:28:18
mehreren Android-Versionen kein Update mehr.
0:28:19–0:28:29
Das ist ja die bescheuerte Update-Politik von Samsung, die ich einfach furchtbar scheiße finde, weil ich letztlich irgendwie 900 Euro dafür
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bezahlt habe, dass ich ein Gerät bekomme, was irgendwie zwei Jahre lang Updates,
0:28:33–0:28:37
bekommt und dann nur noch Sicherheits-Patches. Das finde ich schon ziemlich
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nicht reißt, deswegen soll es kein neues Samsung werden.
0:28:41–0:28:52
Ich habe Motorola im Blick, aber da noch kein konkretes Modell, sicherlich aber nicht die Oberklasse, weil ich einfach keinen Bock mehr habe für so ein Telefon einfach so scheiß viel Geld auszugeben.
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Das heißt, da wird also demnächst ein längerer Aufenthalt in einem Elektronik-Fachgeschäft notwendig werden.
0:28:58–0:29:02
Der Akku hält einfach keinen kompletten Tag mehr durch.
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Wenn ich morgens gegen 8 aufstehe, dann ist so 15, 16 Uhr eigentlich der Akku leer, ohne
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dass ich da jetzt großartig was mitgemacht hätte.
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Also normaler Gebrauch im Sinn von, keine Ahnung, ja natürlich irgendwie viel drauf
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rumdrücken wegen Social Media, gelegentliche Telefonate, aber ich nutze das selten zur Navigation.
0:29:23–0:29:29
Ich schalte immer das WLAN aus, wenn ich das Haus verlasse, weil ich einfach nicht will,
0:29:29–0:29:31
dass das ständig nach dem WLAN sucht.
0:29:32–0:29:36
Es schont ja auch den Akku. Und es ist eigentlich hauptsächlich im Standby.
0:29:36–0:29:41
Natürlich, klar, wenn ich im Auto unterwegs bin oder auch so zu Fuß, dann muss es Podcast
0:29:42–0:29:43
streamen über Bluetooth.
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Das strengt den Akku sicherlich auch an, aber das tut es eben schon seit sechs Jahren.
0:29:50–0:29:58
Also da habe ich offensichtlich so ein bisschen das entweder das lade management vergeigt oder das ding hat jetzt halt wirklich einfach mal die lebensdauer erreicht,
0:29:58–0:30:01
von preis pro benutzung hat sich das alles gelohnt ist alles klar.
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Es ärgert mich einfach nur dass es jetzt ist dass es langsam
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unkomfortabel wird weil jetzt so kurz vorm umzug will ich eigentlich erstmal nichts neues anschaffen und ich will mir vor allen dingen auch nicht irgendwie
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nachmittag damit um die ohren hauen sämtliche kontakte zu überführen
0:30:16–0:30:22
Denn einfach deswegen, wenn ich Kontakte und Bilder da drauf habe und Einstellungen und
0:30:22–0:30:25
Apps und so weiter und so fort, die auf das neue Handy müssen, ja, das ist jetzt alles
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viel einfacher geworden mit dem Google Play Store.
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Und ich melde mich einfach dort mit meinem Google Account an und dann findet sich das alles irgendwie.
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Aber trotzdem ist das halt gefühlt ein Nachmittag, der da weg ist und da habe ich gerade keinen
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Bock oder keine Zeit für.
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Wo ich auch keinen Bock drauf habe, ist die neue WordPress-Version 6.3, die nervt echt wie Drahtseile.
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Nämlich was Links angeht. Also wenn ihr in meine Podcast-Show-Notes guckt, dann findet ihr eine Liste von weiterführenden Links zu Themen, über die ich im Podcast gesprochen habe.
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Meine Philosophie ist einfach von Links und so kenne ich das eigentlich seit über 20 Jahren, die ich mich jetzt mit Homepages beschäftige.
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Wenn man einen Link setzt, der auf die eigene Seite verweist, dann öffnet man die im selben Browser-Fenster.
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Und wenn man einen Link setzt, der auf eine fremde Seite verweist, dann öffnet man die
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in einem neuen Browser-Fenster.
0:31:18–0:31:27
Und das war bisher bei WordPress relativ einfach. Man markiert einen Text, drückt man auf den Knopf hier, kommt ein Link hin, dann fügt
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man die Adresse ein, macht so einen Schiebeschalter, neues Fenster öffnen, drückt auf Enter, ist man fertig.
0:31:32–0:31:36
Und jetzt mit der neuen Version kann man nur noch den Link anfügen und sonst weiter nix.
0:31:36–0:31:40
Drückst auf Enter, dann hast du einen Link, der sich im selben Browser-Fenster öffnet.
0:31:41–0:31:47
Also musst du den Link anklicken, auf Bearbeiten klicken, auf Erweitert drücken, auf Link
0:31:47–0:31:50
im neuen Fenster öffnen und auf OK.
0:31:50–0:31:53
Das heißt, es dauert jetzt mindestens doppelt so lange, einen Link anzulegen.
0:31:53–0:31:57
In den Channels dieser Episode sind so ungefähr 10.
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In einer typischen Haialarm-Episode finden sich so 25 bis 40 Links in den Shownotes.
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Das heißt, das nervt einfach kolossal.
0:32:07–0:32:14
Was jetzt passiert ist, dass ich halt einfach denke, ich werde wahrscheinlich in Zukunft den ganzen Bums einfach in HTML schreiben.
0:32:15–0:32:17
Das geht letztlich mit Copy & Paste.
0:32:17–0:32:24
Und das dann über den HTML-Editor einfügen, das findet aber WordPress dann wieder nicht so gut und fängt dann an zu meckern.
0:32:25–0:32:28
Und dann muss man wieder irgendwas umwandeln in Blocks und ach, ist alles Mist.
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Also das nervt sehr sehr hart. Ich habe mir erlaubt, einen der Entwickler anzuschreiben bei Twitter,
0:32:37–0:32:40
und ich sage immer noch Twitter, obwohl es jetzt wirklich offiziell auch X heißt.
0:32:40–0:32:48
Aber ich habe ja den Charzen-Account da weitestgehend stillgelegt. Ich bin da jetzt nur noch mit dem Haialarm-Account
0:32:48–0:32:52
angemeldet und mit dem habe ich das auch gemacht. Also da jemanden angeschrieben,
0:32:53–0:32:59
der für dieses Release zuständig ist als Lead Engineer, da kam jetzt aber noch keine Antwort.
0:33:00–0:33:06
Genauso wie auf meinen wöchentlichen Ruf danach, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister
0:33:06–0:33:11
endlich mal zurücktreten sollte, macht er nicht, wird er wahrscheinlich nicht, aber die Hoffnung
0:33:11–0:33:15
gebe ich nicht auf und auch die Hoffnung auf eine neue Episode in der kommenden Woche,
0:33:15–0:33:21
die solltet ihr nicht aufgeben. Bis dahin alles Gute!

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 13.08.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

3 comments on JSFP415: Inseln, Fähren, Sensationen

  1. Hihi, beim Hören kamen gerade ganz wilde Erinnerungen hoch.

    Wir waren vor etwa 5 Jahren mit der Zweit-Familie aus Österreich auf Fehmarn im Urlaub und sind mit den Rädern auch mal einen Tag mit der Fähre rüber nach Dänemark.
    Auch wir haben uns wie auf einem Lost Place bei der Ankunft gefühlt, sind dann aber flott weiter ins Landesinnere geradelt.
    Am Ende der Tour wollten wir in Rødby Sogn auf einen Kaffee einkehren und dann zurück zur Fähre.
    Das, was der Busfahrer zu Euch über Rødby Sogn gesagt hat ließ mich wirklich laut lachen, so haben wir das Nest in Erinnerung 🤣

    Google Maps zeigte uns bei der Suche nach einem Café ein Billardcafe in der Nähe von dem von Euch besuchten Supermarkt an, etwa dort wo dieser große Platz im Ortskern ist.

    Wir traten in den eher düsteren und verranzten Läden und man schaute uns 7 Leute etwas fragend an. Wie in einem Western wo ein Fremder der Saloon betritt, alles verstummt und man wird seltsam angeschaut. Jemand kam zu uns und fragte in stolprigem Deutsch was wir wünschen.
    „wir würden gern Kaffee trinken“.
    Man bat uns an einen Tisch mit Wachstischdecke, brachte uns ein paar Kaffeebecher die aber irgendwie wie aus jedermanns Küche aussahen, eine Thermoskanne und ne Blechdose voll Zucker.
    Alles skurril, aber dann fingen die Billardspieler wieder an sich ihrem spannend aussehenden Spiel mit Figuren auf dem Tisch zu widmen.
    Irgendwann wollten wir weiter und winkten den Kellner heran und fragten nach der Rechnung.
    Er meinte, das sei so ok und wir dürften ohne Bezahlung gehen.
    Das war sowas von weird!!!

    In den nachfolgenden Tagen fanden wir dann die Erklärung im Internet:
    Das vermeintliche „Café“ hatte eigentlich seit 2 Jahren schon geschlossen und war nun ein privater Billardclub. Die Dänen schienen derart verdattert gewesen zu sein dass da plötzlich Ausländer auftauchen und Kaffee möchten dass man uns schnell den Wunsch erfüllte weil man zu höflich war uns raus zu werfen 🤣

    Wir haben uns beim Club dann per Mail auf englisch noch mal für die Freundlichkeit bedankt und auf der Google Map war kurz darauf der Eintrag verschwunden.

    Danke für die Erinnerung daran

  2. Hallo Jörn,

    vorweg muss ich sagen, dass ich Apple User bin, und daher nur aus zweiter Hand berichten kann, wenn du aber ein Telefon suchst, welches lange Updates bekommen sollte, dann schau dir doch mal die Google Pixel Reihe an. Ich hatte erst letztens wieder einen Podcast gehört, wo einer der Teilnehmer wieder zum Pixel zurück ist, weil es bei anderen Herstellern zwar geilere Hardware bekäme, deren Verknüpfung mit der Software (hier die miese Umsetzung der Kamera-App) bzw. Updatepolitik dann am Ende halt doch eher schlecht umgesetzt ist und Google zumindest bei dem eigenen Zeug halbwegs hinterher ist, was Updates angeht.

    Ich denke mal, das ist dir bekannt, aber da ich es gerade genau vor dieser Folge gehört habe, wolllte ich zumindest mal drauf hinweisen.

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