JSFP401: Arbeit und Soundmagie

Von fleißigen Soundbienchen und 1.000 Fragen

Die Dauer der Episode 0:17:13Diese Episode erschien am 14. Mai 2023 um 10:22Downloads 629 Downloads

 
Diese Woche war ich richtig viell unterwegs: Knapp 1.000 Kilometer im Auto und der ersehnte ruhige Wochenausklang auf dem Golfplatz wurde durch die Aufregung um Northvolt torpediert.

Diese Episode hat 8 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 9 Sekunden lang.

Shownotes:

 

Transkription der Episode anzeigen

Jörn
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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 401.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht. (Der Hund niest neben mir)
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Gesundheit Lexi. Es war viel Arbeit diese Woche. Ich habe viel geschafft.
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Beiträge über Kommunalpolitik und
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auch um das Debakel um die Planungsbeschleunigung für den Ausbau der A23.
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Da war ich doch insgesamt ungefähr knapp 1000 Kilometer unterwegs allein in dieser Woche.
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Das war schon ganz schön heftig und dann
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dachte ich eigentlich die Woche findet einen halbwegs
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ruhigen Ausklang und ich könnte am Freitag gemütlich
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mal einen neuen Golfplatz ausprobieren, nämlich den in Güby.
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Ich hatte eine Testrunde geplant, wollte vorher noch
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Bürokram in Kiel erledigen und dann war ich gerade so
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Höhe ikea, also gerade am ortseingang von
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Kiel, und dann kam der Anruf wegen Northvolt. Schwedisches
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Batterieunternehmen, die wollen eine Fabrik in Heide
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errichten und sind da jetzt mit mit
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ihren ganzen Gutachten fertig, also das heißt, das Bauleitplanverfahren ist
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eingeleitet und dann geht es jetzt auch darum, dass
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das Land und der Bund Fördergelder angekündigt haben,
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die nach dem europäischen "Transition
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Crisis and Transaction Framework"
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gewährt werden sollen. Das muss jetzt bei der EU-Kommission geprüft
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werden, bli, blu, bla, lange Rede, kurzer Unsinn, das
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ist also ein ziemlich wichtiger Schritt für die Ansiedlung des
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Unternehmens und darüber habe ich dann noch was für unsere
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Wirtschaftssendungen gemacht und hatte entsprechend keine Zeit für Golf zu spielen.
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Es gab einen Beitrag ein Gespräch dazu, alles nicht wahnsinnig spektakulär
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verlinke ich deswegen auch nicht, das ist halt Tagesgeschäft am Ende das alles
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nicht so wild. Aber schade,
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ich hätte gerne auch Golf gespielt, weil die Runde hatte ich schon reserviert, die Abschlagzeit.
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Und in vielen Golfplätzen ist das so, dass man dann spätestens sechs Stunden
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vor der Runde stornieren kann, kostenfrei stornieren kann.
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Und so war jetzt also das Startgeld, das Greenfee, das musste ich also abschreiben. Das ist manchmal so.
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Das war leider Pech. "Selbst und ständig" ist das Stichwort an der Stelle.
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Also ich bin ja wirklich kein ESC-Fan. Ich habe auf sämtlichen Social Networks
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mir sehr viel Mühe gegeben, alle möglichen Hashtags wegzumuten und so,
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dass ich das nicht lesen muss. Und ich habe eigentlich auch keinen Bock, das zu gucken.
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Jetzt kam ich hier gestern in mein kleines Kabuff, wo ich meine,
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meinen Arbeitskram mache, wo ich meine Podcasts aufnehme und hier steht eben auch
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unser Fernseher aus Gründen und da lagen doch hier zwei Mitbewohnerinnen dieses
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Haushalts und haben den ESC angeguckt und so hatte ich dann das zweifelhafte Vergnügen,
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doch zumindest ein bisschen von der Show gestern zu gucken.
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Ja was soll ich sagen, es hat mich alles nicht hundertprozentig umgehauen.
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Außer halt die Bühne, die fand ich unfassbar großartig. Also ich habe mir sagen
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lassen, dass das sowieso immer sehr pompös und lichtstark ist und sowas.
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Aber hier war es jetzt halt wirklich der Boden ein LED Display,
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der Bühnen Hintergrund ein Display, dann sehr sehr viele Scheinwerfer, Licht und so weiter.
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Das war ziemlich krass zu sehen, auch wie schnell die ihre Deko dann umbauen.
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Also in den wenigen Sekunden die
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diese kurzen Einspielfilmchen für den nächsten Act sind
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wird da zwar spartanisch aber
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halt im zweifelsfall ein Bühnenbild aufgebaut und das ist eben vielleicht
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eine eine anlage die die französische sängerin
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die wurde da war auf so einem turm festgebunden der
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dann so rauf und runter fuhr mit ihr und da war dann noch irgendwie so ihr kleid
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waren so ein vorhang und weiß sehr schön da was also das war ziemlich beeindruckend
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was da technisch alles passiert und bei der Gelegenheit habe ich mich gefragt
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wie cool das eigentlich sein kann in der halle zu sein weil das ist eine produktion
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die erkennbar fürs fernsehen gemacht wird also das ist alles so so eingerichtet,
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dass es im Fernsehen gut aussieht.
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Also sprich da ist so eine Kamera, die um die Acts drumherum fährt,
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wo die halt rein singen und ob man da nicht als Publikum sich denkt so,
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ja gut, ob ich jetzt hier bin oder nicht.
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Und ich frag mich auch wie viel Regieanweisungen vielleicht ans Publikum kommen,
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weil ich glaube es war der italienische Sänger, der eine Ballade gesungen hat
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und der hat noch bevor der überhaupt zu sehen war, waren sämtliche Handytaschenlampen im Publikum an.
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Kommen die davon alleine drauf oder sagt da jemand aus der
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regie so "achtung, das publikum bitte jetzt dann die
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händetaschenlappen an, over!" also das wären halt
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so sachen wo ich mich frage
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hat man da bock drauf denn die leute die meisten zumindest die ich gesehen habe
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hatten sehr viel spaß im publikum bis auf einen das war ungefähr der letzte
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act den ich bewusst wahrgenommen habe bevor ich ins bett gegangen bin das war
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albanien Und das war eine Sängerin,
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die mit ihrer gesamten Familie auf der Bühne stand und die haben alle irgendwie
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mehrstimmig gesungen, war alles ganz schick.
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Und dann, als sie fertig war, waren da also Leute mit Wink-Elementen im Publikum
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zu sehen und einer guckte wirklich so super gelangweilt, also der hat die Karte,
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glaube ich, geschenkt bekommen ohne eine Wette verloren und dann kam er auch
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noch ins Fernsehen damit. Naja, gut.
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Dann habe ich Erkenntnisse gewonnen aus der Nachproduktion für die 400.
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Episode von Jörn Schaars feinem Podcast, nämlich das Auphonic dieser Dienst,
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wo Podcastende ihr Material hinladen können.
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Also man nimmt das auf, man schneidet das, man lädt das hoch und dann passiert
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da so ein bisschen Magie.
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Also letztlich werden Nebengeräusche entfernt, die Lautstärke wird angehoben,
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unterschiedliche Lautstärken werden aneinander angeglichen und so weiter und so fort.
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Und dann wird vor allem Kapitelmarken werden da reingeschrieben und dann wird
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das fertige Produkt in so viele Formate gerendert, wie man das haben möchte
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und wird eben auch automatisch verteilt. Also zum Beispiel ist das meiste von
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meinen Produktionen auch bei archive.org zu finden.
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Jörn Schaars feiner Podcast wird automatisch auch nach YouTube geschoben und und und.
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Das macht alles Auphonic. Was die jetzt machen ist halt inzwischen wirklich Magie.
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Die haben ein Dynamic Denoiser entwickelt, der Nebengeräusche sehr sehr zuverlässig entfernen kann.
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Das betraf einige Audiokommentare, zum Beispiel die Audiokommentare von den
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Audiodidakten und von Andy. Da sind einige Sachen offenbar als störende Nebengeräusche
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identifiziert worden und wurden rausgeschnitten.
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Das habe ich dann nachher händisch korrigiert, wie es aus Auphonic rausgefallen ist,
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das Original, könnt ihr auf Jörn Schaars feinem YouTube-Kanal hören.
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Knickknack, Zwinkerzwinker. Aber dieser Dynamic Denoiser, der hat ein ziemlich
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cooles Zeug gemacht. Zum Beispiel beim Audio Kommentar von Dennis.
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Dennis hat seinen Audio Kommentar im Auto aufgenommen und ich habe jetzt mal das zusammen.
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Verdingst also einmal original und einmal das was bei auphonic rauskam achtet
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jetzt mal auf das auf die fahrtgeräusche in dennis audio kommentare nicht so
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sehr auf den inhalt also nur das hintergrundgeräusch achtung.
Einspieler
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Ich höre dir unheimlich gerne zu egal ob du alleine im podcast bist oder mit
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der herzdame wenn du erzählst wird mir das nie langweilig ich hoffe du hast
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noch lange spaß an dem ganzen podcast den gedulds und vor allen dingen auch
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an diesem projekt damit du uns noch viele episoden bescherst die wir uns noch
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anhören können genug des geschwaffels.
Jörn
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Jetzt Achtung. Aufpassen.
Einspieler
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Und mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Abgesehen davon bin ich der Meinung,
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dass jeder Jörn Schaars feinen Podcast hören sollte, bis er irgendwann endet.
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Bis das passiert, oder bis ich irgendwann das Zeitliche segne,
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freue ich mich auf jede neue Episode.
Jörn
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So, und das klang jetzt so, als hätte Dennis vielleicht angehalten oder sowas.
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Nein, ich hab einfach eine weiche Blende gemacht zwischen zwei Spuren.
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Das ist also die... Das Erste ist das Original, so wie er es mir eingeschickt
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hat, Und das Zweite, was dann so eingeblendet ist oder was sich anhörte,
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als würde das Autofahrgeräusch ausblenden, das ist das, was Auphonic daraus gemacht hat.
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Es gab in der ganzen Aufnahme durchgehend diese Fahrtgeräusche,
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dieses Rauschen im Hintergrund, und das ist halt einfach verschwunden.
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Noch krasser fand ich das aber bei Christian, der seine Aufnahme nach eigenen
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Angaben in einem sehr großen, ziemlich leeren Raum in Südfrankreich aufgenommen hat.
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Man hört am Anfang ziemlich viel Hall auf seiner Stimme und auch da eine weiche
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Überblendung zu dem Auphonic-Ergebnis.
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Das achtet da jetzt mal wieder nicht unbedingt auf den Inhalt,
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sondern mehr auf das Technische, auf den Hall.
Einspieler
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Die 6 ist umgefallen und 6 der 9. ist raus geworden.
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Aber hier geht es jetzt nicht darum, irgendwelche Fehler aufzudecken.
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Im Gegenteil, dein Podcast ist immer wieder Vorbild für mich,
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auch vom Sprechen her, vom Sound her, wobei jetzt ist der Sound ganz schön übel.
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Ich bin in einem riesigen Zimmer in Südfrankreich, in Toulouse.
Jörn
0:09:00–0:09:00
Achtung.
Einspieler
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Und schaffe es gerade noch schnell, das in mein Handy zu sprechen.
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Also hier klappt's mit der Qualität wieder nicht.
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Aber ich spreche den Audio-Kommentar jetzt schon zum zweiten Mal ein,
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denn beim ersten Mal waren Tausende von Äs und Üs und sonst was drin.
Jörn
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Ist das nicht krass, wie dieser Hall verschwindet, wie das auf einmal so klar klingt?
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Fantastisch. Und das ist auch etwas, das mir aufgefallen ist,
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bei der neuen Haialarm-Episode, die am 20.
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Erscheint. Mitten in der Aufnahme,
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also es ist so, ich habe ja hier ein so ein bisschen Smart-Home-Kram verbaut
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und unter anderem auch das Fytur-Rollo von Ikea,
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ein elektrisch angetriebenes Rollo, dass man vermittelt dieses komischen Dirigera-Hubs
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auch zeitgesteuert laufen lassen kann.
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Und weil das eine Fenster hier bei mir im Zimmer so eine Südwest-Ausrichtung hat.
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Kommt ab ungefähr also in den sommermonaten so ab ungefähr 15 uhr die sonne
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so rum dass sie bis sonnenuntergang so blöd auf den fernseher scheint dass man
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fast nichts mehr sehen kann deswegen habe ich dieses rollo und das fährt um 14
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30 runter und im punkt sonnenuntergang wieder hoch wann auch immer das jeweils ist und.
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Ich habe echt gedacht kann ich also weil das eben in der aufnahme für den haialarm
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passiert ist dass das rollo hochfuhr habe ich gedacht "das lasse ich einfach drin."
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Weil auch Benni darauf reagiert hat und es war auch eine Situation,
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wo man schlecht schneiden konnte, dann kommt das Geräusch auf einmal nicht mehr
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raus. Das war dann weg durch diese Auphonic-Magie.
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Also da sage ich herzlichen Dank an das Team von Auphonic.
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Dann noch ein kleiner Nachklapp zum Thema Schaarsencloud.
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Ich habe jetzt dann endlich mal geschnallt, wie ich Thunderbird und den Kalender
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der Schaarsencloud verbinden kann. verbinden kann. Das klappt also immer besser.
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Jetzt ist das nächste Projekt Nextcloud Office einzurichten,
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damit ich von den Google Docs wegkomme.
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Das ist aber irgendwie wirkt das sehr sehr aufwendig. Da muss man,
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also ich habe ja gedacht, man installiert da einfach dieses Plugin und dann
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läuft das. Aber nein, da muss man auch irgendeinen Server konfigurieren.
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Ob ich das hinkriege, werde ich wahrscheinlich im Quartal 5 herausfinden.
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Wenn diese Folge erscheint, soll
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planmäßig schon die neue Folge Camping-Caravan-Podcast erschienen sein,
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wo Marco und ich nochmal einen Parforce-Ritt durch unseren Schwedenurlaub,
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also durch meinen und den der Herzdame und des Gasteenies, veranstalten mit den
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ganzen Checklisten und nochmal mit Erlebnissen und hin und her und ein bisschen
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in einer anderen Form als dass wir es in der 398 hier gemeinsam gemacht haben, die Herzdame und ich.
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Wir auch lange nicht mehr gehabt die 1000 Fragen. Das ist ja eine Liste von 1000 Fragen,
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die man sich selber stellen kann, um sich besser kennenzulernen,
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wo man aber auch stellenweise sagen muss, ich persönlich bin da jetzt nicht
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immer die Zielgruppe, weil ich halt nicht so ein Instagram-Prinzessin bin oder
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manche Fragen sind einfach so blöd gestellt, dass man da keine wirklich vernünftige
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Antwort drauf geben kann.
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Wie immer wähle ich mit dem Zufallsgenerator aus und wir sind bei Frage 338.
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Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
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Das war am Ende, muss man sagen, ein Zeltfest.
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Da war irgendwo hatte, was weiß ich, Feuerwehr-Jubiläum oder irgendein Schiet.
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Und da gab es also ein großes Zeltfest und ein Festzelt wurde da aufgebaut.
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Da war dann vormittags Stammtisch und der Posaunen-Chor hat da gespielt.
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Und abends war Disco-Party mit einem örtlichen, mit einem Moderator des örtlichen Privatradios.
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Und der hat das so gut und unterhaltsam gemacht, dass ich da richtig Bock drauf
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gekommen habe. Das kannst du auch oder das willst du auch. Da war ich 15 und
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habe mich da dann begonnen, für das ganze Thema Radio zu interessieren.
0:12:52–0:12:55
Ursprünglich ja mit dem Gedanken, in die Moderation zu gehen.
0:12:56–0:13:00
Und dann hat sich das immer mehr rauskristallisiert, dass es a,
0:13:00–0:13:05
also jeder will irgendwie in die Moderation. Das ist halt der beliebtere Teil im Radio.
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Das war also schwierig. Und als ich dann da war, zugegeben bei einem sehr kleinen
0:13:12–0:13:17
Sender, aber das hat großen Spaß gemacht und das war sehr, sehr toll und ich
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habe tolles Feedback auch bekommen, auch von aus der Hörerschaft.
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Aber ich habe gemerkt, ich sage da alle Viertelstunde ungefähr das Gleiche und
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ich sage nur die Sachen an, die andere Leute produziert haben.
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Ob das jetzt Musik oder Inhalte sind, war da egal.
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Und ich habe gemerkt, dass mir das Reporter sein dann doch am deutlich mehr
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liegt und stellt sich raus.
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Sehen andere auch so und deswegen mache ich jetzt das, was ich mache. 430.
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Machst du manchmal einen Mittagsschlaf? Ja, ein Tag ist dann gut,
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wenn er einen Mittagsschlaf hat.
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Also wann immer ich es einrichten kann, lege ich mich total gerne nochmal hin.
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Mittags so eine Stunde kann auch mal ein bisschen eskalieren,
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dann werden es zwei oder sogar drei.
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Und das ist ganz was Feines. Mittagsschlaf, bester Schlaf. 846.
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Welches Lebensalter hättest du gern für immer? Da muss ich sagen,
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das ändert sich so im Schnitt alle zehn Jahre.
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Also ich fand mein Leben mit Mitte 20 total gut. Das hat mir, das war super.
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Wenig Verantwortung, sehr viel Freiheit. Das Problem war halt viel zu wenig
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Geld, um diese Freiheit auch wirklich ausleben zu können.
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Und auch tatsächlich ein bisschen wenig Wissen darum, wie ich diese Freiheit
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hätte ausleben können. Also wenn ich damals das gewusst hätte,
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was ich heute weiß, dann hätte ich ein paar andere Sachen gemacht.
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Beispiel mal einfach sagen, scheiß drauf, ich spare jetzt mal richtig hart,
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damit ich mir dann irgendwie zwei Monate Interrail durch Europa leisten kann,
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beispielsweise so diese ganze Interrail ist ja relativ günstig und dann diese
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ganze Hostel Kultur quer durch Europa ist ja auch ganz fantastisch.
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Man kann ja mit relativ wenig Geld quer durch Europa kommen.
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Das wusste ich halt damals alles noch nicht und deswegen habe ich es halt nicht gemacht.
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Zehn Jahre später, so mit Mitte 30, fand ich mein Leben auch total gut,
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hatte dann aber weniger Freiheiten, weil mehr Verpflichtungen,
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mehr Wissen, mehr Geld auch zur Verfügung.
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Aber wie gesagt, so viel Verpflichtung, dass wieder irgendwas nicht,
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also hat dann auch nicht gepasst. bin ich eigentlich auch gerade zehn Jahre
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später, fast Mitte 40, auch wieder sehr zufrieden mit meinem Leben.
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Das darf einfach, also ich glaube, nee, ich möchte gar nicht die ganze Zeit ein Lebensalter haben,
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sondern die ist älter, während dieser Prozess, der ist eigentlich ganz gut,
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weil man sich, also ich merke zum Beispiel, dass ich mich weiterentwickele und
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das ist ja auch was erstrebenswertes.
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Der Wunsch wäre natürlich die Freiheit und die wenigen Verpflichtungen mit Mitte
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20, gebahnt mit dem Wissen und den finanziellen Möglichkeiten von Mitte 40,
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das wäre natürlich der Traum.
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Einen machen wir noch, 320, wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
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Da muss ich jetzt hart rechnen.
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Ich habe einen Freund aus der Mittelstufe, den kenne ich seit der siebten Klasse.
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Und wann geht man in die siebte Klasse? 13, 14? Also wir sind jetzt,
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wir haben jetzt bald 30-Jähriges.
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Das ist ganz schön krass und wir haben immer noch Kontakt und es ist immer noch
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so, wenn wir mal miteinander sprechen, auch wenn wir länger nicht gesprochen
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haben, dann ist das so, als hätten wir uns gerade vorgestern das letzte Mal
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gesehen. Wir machen einfach nahtlos da weiter.
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Und wenn wir mal ein halbes oder dreiviertel Jahr nicht miteinander sprechen,
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ist auch keiner Böse, weil wir beide wissen, dass wir viel zu tun haben und
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dass wir uns um Sachen kümmern müssen.
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Und das ist eigentlich, ja, finde ich total gut.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass Christian Lindner als Bundesfinanzminister
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zurücktreten sollte. Bis er das tut oder bis hier eine weitere Folge erscheint
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von Jörn Schaars feinem Podcast. Alles Gute!

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 14.05.2023 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA), Philipp Weißmann (bestes Outro der Welt)