JSFP438: Haltet den Kennzeichendieb!

Von Kennzeichendiebstählen beim Northvolt-Döner bei Netflix. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:21:33Diese Episode erschien am 21. Januar 2024 um 12:52Downloads 548 Downloads

 

Diese Episode hat 8 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 2 Minuten und 41 Sekunden lang.

Shownotes:

Ein Döner Kebap liegt auf einem Porzellanteller, der auf einem Marmortisch steht.

Der Rescue-Döner von Oh Layla!

 

Transkription der Episode anzeigen

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Moin und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode 438.
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Ich bin Jörn Schaar und ihr seid es nicht. Wer mir bei Mastodon folgt,
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hat es wahrscheinlich mitbekommen:
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ich bin weit über die Grenzen des menschlichen Vorstellungsvermögens hinaus
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genervt. Uns sind nämlich die Kennzeichen von unserem Auto geklaut worden.
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Ich hatte einen Termin oder ich hatte mehrere Termine in Heide.
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Das zog sich buchstäblich über den ganzen Tag. Der erste war um zehn,
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der letzte war gegen 21.30 Uhr beendet.
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Und dazwischen war halt viel Luft und auch noch ein weiterer Termin und noch
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ein bisschen was so an Schreibtischarbeit zu tun.
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Deswegen war ich ganz froh, dass ich NDR Studio in Heide unterkommen konnte
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und da arbeiten konnte und meinen Tag verbringen konnte, hoch und trocken.
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Und habe dort in der Nähe geparkt, in der Güterstraße am Bahnhof.
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Das ist ein großer, öffentlicher, kostenloser Parkplatz.
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Und ich war zwischendurch auch nochmal im Auto, also gegen kurz vor drei war alles okay.
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Und dann wollte ich gegen halb fünf irgendwo hinfahren und mir was zu essen besorgen,
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bevor ich dann zum letzten Termin des Abends komme und habe dann festgestellt,
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also ich bin schon auf den Parkplatz gegangen und habe irgendwie das Gefühl
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gehabt, dass was mit dem Auto nicht stimmen könnte.
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Ich dachte aber eher daran, dass versucht wurde einzubrechen,
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dass jemand die Scheibe eingeschlagen haben könnte,
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weil ich Trottel mein Notebook zwar in der Tasche, aber trotzdem offen habe
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rumliegen lassen und kam also ans Auto und stellte fest, es sind keine Kennzeichen mehr dran.
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Und der erste Schritt ist dann natürlich erstmal zu gucken, ob nur eins fehlt
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oder ob mehrere Kennzeichen weg sind, also sprich beide.
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Und so war es dann auch, also laut ADAC passiert das bundesweit 160.000 Mal
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im Jahr, weil es Leute gibt, die
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für irgendwas Illegales ein Kennzeichen brauchen, das nicht ihrs ist. ist.
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Die Empfehlung ist dann natürlich unverzüglich eine Anzeige zu schreiben.
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Das habe ich auch sofort gemacht. Habe also erstmal die Polizei angerufen,
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um zu sagen, was mache ich jetzt eigentlich?
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Und der sagte, kein Problem, kommen Sie einfach zur Wache.
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Die kannte ich auch, wusste ich auch, also ich wusste, wo die ist und war dann
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wenige Minuten später da und habe das Auto aber stehen lassen,
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weil ich dachte, ich kann jetzt ohne Kennzeichen hier rumfahren und dachte halt
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die ganze Zeit, wie mache ich das denn jetzt alles?
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Denn nicht nur, dass ich noch mehrere andere Termine habe, sondern ich musste
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ja auch noch abends nach nach Hause.
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Und dann haben wir also eine Anzeige geschrieben, der Wachtmeister da war sehr
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nett, aber gefühlt irgendwie, weiß ich nicht,
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zwölf, ich weiß nicht, er war deutlich jünger als ich, hat mir mehrfach erzählt,
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dass irgendein Serverupdate jetzt ihn davon abhält,
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dass das System zu benutzen und dass er jetzt ein Ausweichsystem benutzen kann,
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mit dem er die Anzeige aufnehmen kann, aber ich kriege noch keine Vorgangsnummer,
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die würde er mir dann mitteilen, wenn er das in das andere System übertragen hat.
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Das hat mich natürlich relativ wenig interessiert, wie da die internen Vorgänge sind.
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Für mich war nur wichtig, dass ich das Auto in Ausnahmefällen bewegen darf.
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Also sprich zu meinem Abendtermin hin und dann von da aus wieder nach Hause.
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Mit der Bescheinigung der Polizei in der Tasche würde dann vermutlich ein Auge
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zugedrückt. Natürlich ist eine Fahrt ohne Kennzeichen erstmal illegal,
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aber so hätte ich zumindest den Nachweis darüber, dass die Dinger als gestohlen gemeldet sind.
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Und wenn ich dann eben erkläre, dass ich ja nur nach Hause fahre und sonst weiter
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nirgendwo hin, dann wäre das kein Problem.
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Ja, wie ging es dann weiter? Es war ja dann schon spät, als ich nach Hause kam am nächsten Morgen.
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Ich war sehr froh, dass ich mich von einem Termin am Freitag schon abgemeldet
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hatte, wo es nicht um irgendwie Arbeit ging, sondern mehr um Repräsentieren.
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Auch das gehört ja zu meinem Job, den Sender nach außen zu vertreten.
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Da war ich, wie gesagt, ganz froh, dass ich das schon abgesagt hatte.
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Dann hatte ich nämlich Zeit, erstmal die Schadensmeldung an die Versicherung abzuschicken.
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Das geht online, da passiert auch sonst nichts weiter. Das fand ich auch irgendwie spannend.
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Und dann muss ich natürlich mich jetzt darum kümmern, dass wir neue Kennzeichen kriegen.
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Das Problem an der Sache ist, wir finanzieren das Auto. Das heißt,
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wir haben keinen Fahrzeugbrief.
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Das ist aber wohl soweit geregelt:
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Man kann dann über das Autohaus oder direkt bei der finanzierenden Bank anrufen
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mit der Vertragsnummer und dem Kennzeichen, unter dem das Fahrzeug angemeldet
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worden ist und die schicken dann den Fahrzeugbrief direkt zur Zulassungsstelle.
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Dort liegt er dann 14 Tage. In der Zeit kann man das Auto dann ummelden und
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dann wird es direkt nach dem Vorgang von der Zulassungsstelle wieder an die VW-Bank geschickt.
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So, das haben wir jetzt also soweit in die Wege geleitet. Das dauert natürlich
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irgendwie, bis der Postversand durch ist.
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Ich finde ja Postversand dann auch ein bisschen zu unsicher dafür,
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dass das der Eigentumsnachweis für unser Auto ist.
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Keine Ahnung, wie die das machen, aber das ist zum Glück nicht unser Problem.
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Ich zumindest gehe davon aus, dass wir da aus der Haftung sind.
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Und jetzt läuft das also so, dass wir, also die Bank sagte, rechnen Sie drei
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bis vier Werktage ein, bis das wirklich dort eingegangen ist.
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Ich habe auch schon einen Termin für in drei bis vier Werktagen geklickt.
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Werde dann entsprechend vorher morgens anrufen, ob es wirklich hinhaut,
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ob alles passt und dann mit dem Auto, mit den Kennzeichen, mit den Papieren,
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die ich beibringen kann,
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zur Zulassungsstelle fahren und dort dann hoffentlich innerhalb weniger Minuten
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diese Anmeldung dann fertig haben.
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Bis dahin wünsche ich demjenigen, der sich gedacht hat, dass das eine gute Idee
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ist, Ohne Scheiß, tausend Kamelflöhe, Durchfall und eingegipste Arme.
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Ich bin so angepisst davon, weil es halt so eine Scheißaktion ist und weil ich
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so eine Kackrennerei damit habe und dann darüber hinaus führt das ja auch zu
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weiteren Konsequenzen:
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Ich habe am Montagabend einen Termin in einer relativ abgelegenen Gegend und
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habe mir jetzt dann also entsprechend einen Leihwagen genommen. Das kostet Geld.
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Die Bank nimmt Gebühren dafür, den Brief zu verschicken. Die Zulassungsstelle
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nimmt auch Gebühren. Die Schilder kosten Geld.
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Also ich habe durch diese Scheißaktion, die niemandem irgendwas bringt.
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Habe ich jetzt irgendwie Kosten und Rennerei und wollen wir mal ehrlich sein,
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irgendwo in dem Zeitraum, viertel vor drei bis halb fünf hat jemand diese Kennzeichen abgenommen.
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Möglicherweise ist der damit sofort irgendwo zu einer Tankstelle gefahren und
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ist abgehauen, ohne zu bezahlen.
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Dann, ja gut, dann war es vielleicht eine Tankfüllung, die da hingekommen ist.
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Vielleicht hat er die aber auch irgendwas aufbewahrt, weil er eine größere Sache
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vorhat, wo er Angst hat, erwischt zu werden oder weiß der Geier was.
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So, am Ende des Tages bringt diese Aktion niemandem was außer mir, Rennerei und Scheiße.
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Und dann kommt ja noch dazu, wir haben ja dieses, das waren ja Wunschkennzeichen
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und die passten eben zu dem Kennzeichen am Wohnwagen.
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Das war also schon, irgendwo hatte das ja einen Sinn, wie wir uns das überlegt haben.
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Ja, also jetzt haben wir dann, das reservierte Kennzeichen ist zumindest ähnlich,
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aber das Kennzeichen, was wir mal hatten, das ist jetzt als gestohlen gemeldet,
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zur Fahndung ausgeschrieben und für zehn Jahre gesperrt.
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So, das ist jetzt einfach, selbst wenn es so wäre, dass, keine Ahnung,
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ein Spaßvogel gedacht hat, ich schmeiße das hier in den Busch oder lege es unter
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das Auto, wo ich sogar geguckt habe, ob die nicht da sind,
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selbst dann könnte ich diese Kennzeichen nicht mehr benutzen.
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Die sind jetzt einfach gesperrt.
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Das führte immerhin dazu, so es hat ja auch alles immer sein Gutes,
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dass ich einen neuen Döner ausprobieren konnte, denn in Heide gegenüber vom
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NDR-Studio hat ein neuer Dönerladen
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aufgemacht in einem ehemaligen Fischrestaurant, wo ich tatsächlich,
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als ich da noch gearbeitet habe, in Heide sehr gerne gegessen habe,
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weil die wirklich gutes Essen zu guten Preisen verkauft haben.
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Hat sich dann irgendwann nicht mehr gelohnt und auch der angeschlossene Fischverkauf
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war dann nicht mehr tragfähig.
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Der ist dann wenige Monate später geschlossen worden und jetzt ist das ganze
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Ding offenbar verkauft. und da ist ein türkisches Restaurant drin, "Oh Layla" heißt es.
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Die machen erstmal wirklich sehr guten Döner, das ist das, was ich da jetzt
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auch gegessen habe, haben darüber hinaus aber noch irgendwie andere türkische Gerichte,
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haben Pizza, Hamburger und diverse anatolische Süßspeisen, wo ich auch fest
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vorhabe, mich noch häufiger mit zu befassen, wenn ich dann mal wieder in der Gegend bin.
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Ein Foto von Döner gibt es in den Shownotes. Weswegen war ich überhaupt da?
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Es ging im Wesentlichen um die Northvolt-Ansiedlung, dieses riesen Batteriefabrikprojekt.
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Das war zur Abstimmung im Gemeinderat der Gemeinde Lohe-Rickelshof,
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wo ich selber auch schon mal gewohnt habe für eine Zeit.
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Im Prinzip ging es jetzt um die Baugenehmigung. Also die Fördergelder sind beschlossen.
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Die Investitionsentscheidung des Unternehmens ist jetzt vertraglich dokumentiert.
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Und jetzt geht es also nur noch darum, dass die beiden Gemeinden,
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auf deren Gebiet die Fabrik entstehen soll, dass die eben ihre Unterschrift
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unter den Vertrag und unter die Bauleitplanung setzen.
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Das ist am Freitag in Lohe-Rickelshof passiert und wird am Montag dann in der
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Nachbargemeinde in Norderwörden passieren, voraussichtlich. Und darüber habe ich berichtet.
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Der Bericht dazu, das wird so eine Art Vorbericht werden für die zweite Gemeindevertretersitzung
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und der läuft dann Montagmittag. Und es gab natürlich auch ganz tolle Sachen,
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die diese Woche passiert sind.
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Unter anderem, wer schon länger zuhört, erinnert sich möglicherweise an Episode 313.
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Da habe ich von Genussrechten erzählt, die ich bei einem Bauernhof in der Nähe
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von Kropp erworben habe. Die hatten vor, einen Hühnerstall zu bauen,
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der nach diesem Agroforst-Prinzip funktioniert.
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Oder Argoforst? Ich weiß jetzt nicht mehr, wie man es genau nennt.
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Verlinke ich in den Shownotes.
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Und um das zu finanzieren, haben sie Genussrechte, Genussrechtsscheine ausgegeben.
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Die konnte man kaufen. Genussrechte sind im Prinzip sowas ähnliches wie Unternehmensanteile,
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aber dann auch wieder nicht.
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Also das ist so ein nachgelagertes Papier.
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Es gibt so einen Fachbegriff und im Wesentlichen genau nachrangig wird das behandelt.
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Zum Beispiel im Fall einer Insolvenz bin ich kein Schuldner in dem Sinn,
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sondern ich habe dann keinen Anspruch darauf, dass ich mein Geld zurückbekomme.
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Jetzt ist das so, dass das ein Betrieb ist, der seit mehreren Generationen besteht
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und ich habe den Eindruck, dass die nachhaltig genug wirtschaften,
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dass es die auch noch weiter geben wird und habe mich also darüber und dabei beteiligt.
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Und dann kriegt man eben pro Jahr eine Art Dividende ausgezahlt. Heißt dann auch anders.
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Aber diese Dividende habe ich mich
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entschieden, bekomme ich in Form von Warengutscheinen für deren Laden.
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Jetzt war es in den, seitdem ich das gemacht habe, seitdem ich da unterschrieben
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habe, war es so, dass ich nie wieder in der Gegend war.
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Ich hatte da in der Zeitung von gelesen, fand das gut, habe mich da auch informiert
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und habe das gemacht und dachte, ja, dann fährst du halt mal dahin ab und zu.
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Habe ich halt nie gemacht und so habe ich jetzt dann ungefähr 60 Euro Guthaben
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bei denen, habe mir immer vorgenommen, da mal in den Hofladen zu fahren, um was einzukaufen.
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Das habe ich auch ein, zweimal versucht und dann waren die meistens, war der Laden gerade zu.
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Es hat nie so richtig zusammengepasst.
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Der war auch irgendwann mal zu, wo er eigentlich hätte offen sein sollen.
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Auch komplett egal, es kam nie zusammen und hier lagen eben diese Warengutscheine rum.
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Und was ich total großartig fand, auf einmal klingelt mein Telefon und da war
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dann eine Mitarbeiterin dran, die sagte, ja, dass sie jetzt auch ab der kommenden
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Woche, das ist schon länger her, auch einmal in der Woche nach Rieseby liefern
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würden, in unserem neuen Wohnort.
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Und dass der Chef gesagt hätte, Mensch, da ruf doch mal den Herr Schaar an,
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der hat doch neulich erst die Adresse geändert, das ist doch bestimmt interessant.
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Also die sind von sich aus proaktiv auf mich zugekommen, um mich darauf aufmerksam
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zu machen, dass ich jetzt eben auch mir was liefern lassen kann aus deren Onlineshop,
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was ich total großartig finde.
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Die verschicken nicht per Post, sondern haben eben eine Lieferfahrerin oder
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wahrscheinlich mehrere, weil die ein relativ großes Liefergebiet haben,
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die die Sachen dann mitnimmt auf ihrer Tour, die sie ohnehin hat und das dann bei mir abgeben kann.
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Und ich finde das super gut, weil die sehr, sehr nachhaltig mit ungefähr allem sind.
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Also die haben zum Beispiel ihre eigene Milch oder machen dann auch Joghurt
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raus oder Butter und, und, und.
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Und die sagen halt, das sind so Mehrweggefäße aus Plastik, die soll man nur
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heiß ausspülen, den Deckel wegschmeißen, aber bitte nicht in die Spülmaschine
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tun, weil nämlich da ist so eine Art,
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ja, kein Aufkleber drauf, wie so eine art druck und der hält halt irgendwie
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nur zwei gänge durch die spülmaschine aus und ist dann weg und deswegen
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bitten sie also darum, dass man das einfach nur heiß ausspült und dann zurück
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gibt, wenn die nächste bestellung abgegeben wird.
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Also das fand ich total großartig. Wir haben jetzt Eier bestellt,
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wir haben Käse, Milch und Joghurt.
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Und da gibt es auch noch ein diverses Sortiment an Fleisch und Marmelade und
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weiß der Geier was, wo wir auch noch uns irgendwie dran satt essen werden.
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Dann wollte ich noch erzählen von diversen Sachen, die wir bei Netflix geguckt haben.
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Also einmal haben wir die Serie "Great News" durchgebinged. Das ist eine Comedy-Serie
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über eine Frau, die in einem amerikanischen Nachrichtensender arbeitet.
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Oder das ist am Ende irgendwie eine Redaktion, eine Nachrichtenredaktion,
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die in einem Kabelprogramm Lokalnachrichten produziert. So würde ich es glaube ich übersetzen.
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Und die ist so ein bisschen glücklos, weil sie da immer übergangen wird und
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die coolen Themen nie zu ihr kommen und so. Und dann setzt sie sich langsam
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durch und will sich da ein bisschen mehr profilieren und ihr journalistisches Profil schärfen.
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Und dann beschließt ihre Mutter, dass sie da ein Praktikum machen will mit 60.
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Das führt natürlich zu den Verwicklungen, die man da erwarten würde.
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Es ist eine wirklich niedliche, lustige Serie, die mir eine Menge Spaß gemacht
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hat. So dieses mit Slapstick-Elementen, mit Intrigen und Missverständnissen
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und einer Liebestory und so weiter.
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Das kann man sich wirklich gut mal angucken. Das sind irgendwie zwei Staffeln.
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Dann wurde es abgesetzt. Das war ein bisschen schade.
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Was ich dann auch gesehen habe, war "Die Mitchells gegen die Maschinen".
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Das ist ein Animationsfilm, der so ein bisschen crazy ist.
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Es ist halt nicht ganz so ein harmonisches Ding, sehr viel Chaos.
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Es geht in erster Linie um Katie Mitchell, die gerade mit der Highschool fertig
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ist und auf die Filmhochschule will und sich wahnsinnig freut,
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dass sie da angenommen wird, weil sie halt so ein bisschen das verrückte Kind ist.
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Die hat immer crazy Ideen, ist super kreativ, macht Videos mit ihrem kleinen
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Bruder und dem Hund, der irgendwie ein Mops ist, den man kaum als solchen erkennt.
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Und sie hat natürlich so den klassischen Teenager-Konflikt mit den Eltern.
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Der Vater ist so ein Naturbursche, der Sachen reparieren kann und eigentlich
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so das ganze Thema Handys irgendwie nicht so cool findet.
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Und das alleine ist schon ein Problem. Und dann versteht er auch noch ihre Kunst
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nicht und interessiert sich aber auch nicht wirklich dafür,
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will also nicht ihre selbst produzierten Kurzfilmchen sich angucken,
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sondern ihr lieber die tote Wildente zeigen, die er gefunden und ausgestopft
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hat. Und findet das irgendwie total cool.
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Naja, und dann versuchen sie irgendwie, also der Vater versucht dann wieder
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so zum Abschied der Tochter aus dem Familienleben das wieder gut zu machen und
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sagt, okay, wir canceln einfach den Flug,
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den du schon gebucht hast und machen einen Familien-Roadtrip zu deiner Uni und
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laden dich da persönlich ab und verbringen noch ein bisschen Zeit miteinander.
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Was sie furchtbar scheiße findet, weil sie sich auf das Kennenlernen mit den
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Leuten dort gefreut hat, weil die wohl alle ähnlich ticken wie sie und sie auch
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schon vorher sehr viel Lob und Anerkennung von denen bekommen hat.
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Naja, hin und her lange Geschichte. Alle Menschen haben wohl irgendwie so einen
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komischen digitalen Assistenten auf dem Handy, Pal.
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Und der Entwickler von denen bringt jetzt in diesem Zeitraum,
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wo dieser Roadtrip stattfindet, eine neue Variante davon auf den Markt,
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der nicht mehr auf Handys basiert, sondern auf Robotern.
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Und seine eigene Handy-App ist darüber so verärgert und so emotional,
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dass sie einfach die Programmierung aller Roboter ändert.
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Und die nehmen jetzt alle Menschen gefangen, sperren sie in kleine Kapseln,
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um dann alle in den Weltraum zu schießen.
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Und nur die Familie Mitchell schafft es irgendwie, dem zu entgehen und am Ende,
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so viel kann ich sagen, retten sie die Welt mit Methoden, die komplett absurd sind.
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Also es ist wirklich ein richtig klassischer Animationsfilm,
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der Spaß macht, der auch schön gezeichnet ist, aber völlig bescheuerte Ideen hat an vielen Stellen.
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Das hat Spaß gemacht. Und weil ich an dem Abend allein zu Hause war und noch
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ein bisschen Zeit war, habe ich dann noch "The Happytime Murders" geguckt und das war wirklich absurd.
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Das ist auch irgendwie nichts für schwache Nerven.
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Also es ist eine Geschichte, es spielt in einem Los Angeles,
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in dem Menschen und Muppets, also Filzpuppen, nicht Muppets wie Kermit,
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sondern einfach Puppen, friedlich koexistieren.
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Die Puppen sind dabei eher so der untere Rand der Gesellschaft,
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werden auch irgendwie eher misshandelt, als dass sie gut behandelt werden.
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Und wir begleiten eben den Privatdetektiv Phil Phillips bei Ermittlungen in
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dieser Puppenwelt, weil es da Mordfälle gibt und alles ist irgendwie schräg.
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Das könnte ein total idyllischer Film sein, ist es aber nicht.
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Also wir stellen uns mal vor, diesen Film "Ted" mit dem Plüschbären,
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der sprechen kann und ständig kifft und flucht und Leute fickt.
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Und "South Park" oder "Team America".
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Und das machen wir zusammen und
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drehen es aber auf elf. Und dann sind wir ungefähr bei "The Happytime Murders".
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Es gibt Puppensex, es gibt Puppen-Ejakulat, es gibt Puppen-Pornos,
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also einen Puppen-Porno-Shop, in deren Hinterzimmer was gedreht wird mit einer Kuh und einem Oktopus.
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Ganz verrückt. Und es gibt eben Mordfälle, die auch,
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naja, dadurch, dass es eben um Puppen geht, ist es relativ harmlos,
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aber es ist halt irgendwie eine Puppe, die wird von drei Hunden als Zerrspielzeug
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benutzt und so umgebracht wird. Es ist natürlich nicht schön, wenn da,
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da wird halt sehr viel geschrien und gestorben.
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Und dann auch noch der Umgang der Protagonisten einer Puppe und einer menschlichen
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Frau miteinander ist, ist jetzt auch nicht so mit Samthandschuhen.
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Also das ist schon auch, was man so als "Strong Language" bezeichnet.
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Ich saß da so ein bisschen, also einerseits durchaus amüsiert,
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weil es insgesamt sehr lustig ist, finde ich.
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Andererseits aber dann auch ein bisschen verstört, weil da einfach ein paar
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Ideen drin sind, wo ich gesagt habe, Leute, das war jetzt unnötig.
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Aber gut, das guckt ihr vielleicht selber. Oder nicht.
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Was auch völlig okay wäre. Hier steht noch "Haialarm neu" mit Fragezeichen. Heute ist der 21.
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Der Haialarm kommt normalerweise am 20. raus. Wir haben ein bisschen Schwierigkeiten
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im Betriebsablauf gehabt in dieser Woche und werden das aber,
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wir werden heute eine Episode aufzeichnen.
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Die wird dann wahrscheinlich heute auch erscheinen, aber es ist eben, naja, anders.
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Wir werden das thematisieren. Es wird eine gewohnte Episode geben,
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wie man das vom Haialarm kennt, aber die ist halt noch nicht da.
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Die kommt noch und warum das so ist, das erzählen wir dann alles,
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wenn es soweit ist, wenn wir es aufnehmen.
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Und dann muss ich zugeben, dass ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe.
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Ich habe gesagt, ich überlege mir im Laufe der Woche einen neuen,
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einen besseren Abschiedsspruch. habe ich nicht gemacht, deswegen bleibt es dabei.
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Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass alle, die sich nicht aktiv gegen das
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Erstarken des Rechtsextremismus einsetzen, von ihren politischen Ämtern zurücktreten sollten.
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Bis das passiert oder bis eine weitere Folge erscheint von Jörn Schaars
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feinen Podcast: Alles Gute.

 

Mit Bezug auf diese Episoden:

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 21.01.2024 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)

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